Schwürz

Ortsteil der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth, Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Schwürz (oberfränkisch: Schwirz[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Creußen im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).[3] Schwürz liegt in der Gemarkung Gottsfeld.[4]

Schnelle Fakten Stadt Creußen ...
Schwürz
Stadt Creußen
Koordinaten: 49° 51′ N, 11° 34′ O
Höhe: ca. 500 (490–505) m ü. NHN
Einwohner: 72 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95473
Vorwahl: 09270
Weiher am Nordostrand von Schwürz (2012)
Weiher am Nordostrand von Schwürz (2012)
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Lage

Das Dorf liegt im Norden der Fränkischen Alb und ist vollständig von Feldern und Wiesen umgeben; die nächsten Waldgebiete sind mindestens einen halben Kilometer entfernt. Im Südosten bzw. Südwesten sind das die Forstgebiete Dämmenlohe und Hasennest, während im Nordwesten der ausgedehnte Lindenhardter Forst liegt. Östlich von Schwürz gibt es die Flurgebiete Eschenlohe, Geiwiese und Hoheruhe, während die Flur Geiersberg südlich des Ortes liegt. Der Rote Main fließt südwestlich der Ortschaft vorbei. Die Staatsstraße 2184 führt nach Gottsfeld (1,4 km östlich) bzw. nach Lindenhardt (2,8 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wasserkraut und nach Arnoldsreuth (2,3 km südwestlich).[5][6]

Geschichte

Schwürz wurde mit den nachfolgenden Urkundentexten die ersten Male erwähnt:

  • 1220: „Cunrad de Sruwbiz dapifer Siboto de Crusen“
  • 1231: „Cunradus de Svurbez“ [Zeuge in einer Urkunde Herzog Ottos von Meranien für Kloster Speinshart]
  • 1398–1421: „Cunradus Altmann ... in Swurcz ... Herman Goczfelder einen hof zu Swurcz ... Burkhardus de Seckendorf de Krewsen ... in Swurbtz“
  • 1421 ff: „Fritz Gotßfelder ... zwen hof gelegen zu Swürcz bey Krewsen ... das burckstal zu Swuͤrcz ... Endres Swurtzer von Swurtz' ein hofstat, ein stadel ... zu Swurtz gelegen“
  • 1422: „Cuncz Bütner von Sbürbs“
  • 1422: „Jorg Nurnberger von Swůrtz ... vier hofrait zu Swürtz gelegen“
  • 1432 ff: „das burgstal zu Swurbiz und die Burckstalwisen ... ein hoff zu Swürbtz nahend bey Krewsen gelegen“

Der Ortsname wird gewöhnlich in Verbindung zum slawischen Volksstamm der Sorben gebracht, die Bedeutung des „v“ bzw. „w“ nach dem Anfangsbuchstaben ist allerdings ungeklärt. Bei der ehemaligen Burg handelte es sich um ein Lehen, das die Bamberger Bischöfe ausgegeben hatten. Das Bauwerk war aber schon 1422 nicht mehr intakt und „lag in Trümmern“, erwähnt wurde der Burgstall danach noch bis in das Jahr 1533. Überreste und Standort sind nicht bekannt.[7]

Die Fraisch und die Dorf- und Gemeindeherrschaft über Schwürz hatte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Stadtvogteiamt Creußen. Neben den bayreuthischen Lehensleuten gab es einige Untertanen, die dem bambergischen Amt Waischenfeld abgabepflichtig waren.[8][9] Von 1791/92 bis 1810 unterstand Schwürz dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.[10] Danach kam die gesamte Region an das Königreich Bayern.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Schwürz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Gottsfeld[11] und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Gottsfeld zugewiesen. Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Schwürz am 1. Mai 1978 in die Stadt Creußen eingegliedert.[12]

Baudenkmäler

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 117144140154133115150827772
Häuser[14] 191918191917
Quelle [11][15][16][17][18][19][20][21][22][1]
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Religion

Schwürz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Creußen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Jacobus Maior (Thurndorf) gepfarrt.[7][21]

Literatur

Fußnoten

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