Schöndorf (Presseck)
Gemeindeteil des Marktes Presseck im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern)
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Schöndorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Presseck im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Schöndorf liegt in der Gemarkung Schwand.[3]
Schöndorf Markt Presseck | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 13′ N, 11° 33′ O |
| Höhe: | 588 m ü. NHN |
| Einwohner: | 28 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95355 |
| Vorwahl: | 09222 |
Wegkapelle | |
Geografie
Der Weiler liegt auf einem Hochplateau des Frankenwaldes. Nordöstlich des Ortes entspringt der Engersbach, ein rechter Zufluss der Unteren Steinach. Ein Anliegerweg führt nach Presseck (1,1 km nordöstlich).[4] 0,3 km östlich von Schöndorf steht eine Holzkapelle mit einem Wegkreuz, das 1950 aufgestellt wurde.[5]
Geschichte
Im Urbar des bambergischen Centamts Stadtsteinach von 1502/10 wurde der Ort aufgelistet.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schöndorf aus 5 Anwesen (4 Höfe, 1 Hofgütlein). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Stadtsteinach aus. Das Kastenamt Stadtsteinach war Grundherr sämtlicher Anwesen.[6]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schöndorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schwand und der im gleichen Jahr gebildeten Ruralgemeinde Schwand zugewiesen.[7] Am 1. Januar 1974 wurde Schöndorf im Rahmen der Gebietsreform in die Gemeinde Presseck eingegliedert.[8]
Ehemaliges Kunstdenkmal
- Haus Nr. 1: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus, Satteldach und Giebel verschiefert; Scheitelstein über Wohnungstür bezeichnet „GW 1822“.[9] Das Haus listete Karl-Ludwig Lippert in dem Buch Landkreis Stadtsteinach von 1964 als Kunstdenkmal auf. Es ist in der Denkmalschutzliste nicht aufgeführt, da es entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurde.
Einwohnerentwicklung
Religion
Schöndorf ist katholisch geprägt. Die Katholiken waren ursprünglich nach St. Bartholomäus (Wartenfels) gepfarrt,[6] seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind sie nach St. Petrus Canisius (Presseck) gepfarrt. Die evangelische Minderheit gehört zur Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit (Presseck).[17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schöndorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 917 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 599.
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Stadtsteinach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 20). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453135242, S. 83.
Weblinks
- Schöndorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 9. Mai 2023.
- Schöndorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 8. August 2021.
- Schöndorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 8. August 2021.
