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Ställe vor dem Frauentor

Wüstung im Statistischen Bezirk 28 der kreisfreien Stadt Nürnberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Ställe vor dem Frauentor ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 28 der kreisfreien Stadt Nürnberg.

Geographie

Die Einöde lag auf einer Höhe von 308 m ü. NHN direkt vor dem Frauentor.[1] An der Stelle der Anwesen befindet sich heute die Hopfenstraße.

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1531 erstmals urkundlich erwähnt. Gemäß der Urkunde errichtete Sebolt Scherl mit Zustimmung des Nürnberger Rates 1527 eine Feuerstatt für einen armen Mann, der zum Wohle der Bäcker Schweine beaufsichtigen sollte. Infolge des Zweiten Markgrafenkrieges (1552/54) wurden die Schweineställe beseitigt. Unmittelbar danach wurden wieder 14 Schweineställe errichtet, die der Zunft der Bäcker, Müller und anderer gehörten.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es bei den Schweinställen vor dem Frauentor zwei Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Das Nürnberger Zinsmeisteramt war Grundherr des Hofes war der beiden Häuser.[3]

Von 1797 bis 1808 unterstand Ställe vor dem Frauentor dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden zwei Anwesen von 1823 bis 1837 dem Patrimonialgericht Boxdorf. 1825 wurde Ställe vor dem Frauentor nach Nürnberg eingemeindet.[4] Neben den Schweinställen entstand eine kleine Siedlung, 1832 erstmals „Neuhausen“ genannt. 1855 waren die Schweineställe samt zugehörigen Häusern abgebrochen.[2]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001824001836001840
Einwohner 50155149149
Häuser[5] 7131414
Quelle [6][4][7][8]
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Religion

Ställe vor dem Frauentor war evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt,[3] später nach St. Peter (Nürnberg).[8]

Literatur

Fußnoten

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