10. Gebirgssturmbrigade

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Die 10. Separate Gebirgssturmbrigade Edelweiß (Militäreinheit Nr. A5141; ukrainisch 10-та окрема гірсько-штурмова бригада «Едельвейс», 10 ОГШБр, в/ч: A5141) ist ein Verband des ukrainischen Heeres.[1] Sie ist eine der zwei Gebirgsbrigaden der Ukraine.

Aufstellung1. Oktober 2015
StaatUkraine Ukraine
TeilstreitkraftUkrainisches Heer Ukrainisches Heer
Schnelle Fakten Aufstellung, Staat ...

10. Gebirgssturmbrigade
— 10 OGSchBr —
X

Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Oktober 2015
Staat Ukraine Ukraine
Streitkräfte Ukrainische Streitkräfte Streitkräfte der Ukraine
Teilstreitkraft Ukrainisches Heer Ukrainisches Heer
Truppengattung Gebirgsjäger Gebirgsjäger
Typ Brigade
Unterstellung Operationskommando West
  • 15. Armeekorps
Standort Kolomyja, Oblast Iwano-Frankiwsk
Spitzname Edelweiß-Brigade
Motto Mit einem Schild oder auf einem Schild
Schlachten Russisch-Ukrainischer Krieg
Auszeichnungen
Für Mut und Tapferkeit
Website 10ad-edelweiss.mil.gov.ua
Führung
Kommandeur Oberst Oleksij Tschuschykow
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D-30-Haubitze der Brigade im Einsatz

Geschichte

Der Verband wurde am 1. Oktober 2015 aufgestellt.[2] Laut dem damaligen Oberst und Brigadekommandeur, Wassyl Subanytsch, sei die Gebirgsbrigade aufgestellt worden um die Westgrenze gegen potentielle Gebietsansprüche Rumäniens auf Bukowina zu schützen. Er räumte aber ein, dass der Verband angesichts Russlands Krieg eher Verwendung im Osten und auch Süden der Ukraine fände. Subanytsch war zuvor ein Bataillonskommandeur in der 128. Gebirgssturmbrigade.[3]

Um neue Rekruten zu gewinnen, bot die Brigade Freiwilligen, die ihr auf Vertragsbasis beitraten, eine Gehaltserhöhung von 25 % an.[4] Ab November 2015 war das 24. Sturmbataillon Ajdar Teil in die Brigade integriert.[5] Im Januar 2016 meldete das Verteidigungsministerium der Ukraine, dass der Verband bereit sei, mit der Kampfausbildung zu beginnen.[6] Die Brigade war temporär in Bila Zerkwa stationiert und wurde später nach Kolomyja verlegt, nachdem neue Kasernenanlagen fertiggestellt worden waren.[4] Im Februar 2016 beschloss das Heer, ein neues Gebirgsbataillon in Tscherniwzi aufzustellen, sowie das 8. Motorisierte Infanteriebataillon und das 46. Sonderbataillon „Donbas-Ukraine“ in die Brigade aufzunehmen.[7]

Ab dem 25. Mai 2016 wurde die Brigade in die Ostukraine verlegt.[8] Sie sollte die Gebiete um Marjinka und Krasnohoriwka verteidigen.[2][9] Am 24. August 2016, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, erhielt sie Präsident Petro Poroschenko ihre Truppenfahne.[10] Während ihres ersten Einsatzes im Donbass-Krieg fielen 22 Brigadesoldaten im Kampf.[11] Nach Abschluss des Einsatzes kehrte die Brigade im November 2016 nach Kolomyja zurück.[8]

Die 24. und 46. Bataillone wurden aus der Brigade gelöst, um sie näher an ihren Heimatorten zu stationieren, da 80 % ihrer Soldaten aus der Ostukraine stammten. Im Dezember 2016 wurden das 108. und das 109. Gebirgssturmbataillon aufgestellt, die zuvor abgezogenen Verbände zu ersetzen.[2] Die Brigadesoldaten nahmen ihre Ausbildung im Gebirge wieder auf, die unter anderem aus einer Besteigung des Welykyj Werch und des Gipfels der Howerla, der höchsten Berg der Ukraine. Dies taten sie auch, um den Gefallenen während der Schlacht um Debalzewe zu gedenken.[12]

Im September 2017 wurde die Brigade erneut in den Donbas verlegt, um Stellungen um Popasna zu verteidigen. Ein Soldat wurde am 23. September bei Kämpfen in Nowooleksandriwka getötet.[13]

Vollinvasion 2022

Im Februar 2022 war die Gebirgssturmbrigade aktiv bei Mariupol.[14]

Mitte März 2022 nahm das 109. Bataillon das Dorf Kuchari in der Oblast Kiew und verhinderten so einen möglichen russischen Durchbruch in Richtung der Hauptstadt.[15] Am 11. März 2022 wurden 19 Angehörige des 108. Bataillons bei einem russischen Luftangriff auf ihre Stellung im Dorf Ljudwyniwka im Rajon Wyschhorod getötet.[16] Im Verlaufe des Monats befreite die Brigade die Orte Rudnyzke, Lukjaniwka und Lukaschi.[17]

Ab September 2022 wurde die 10. Brigade erstmalig an der Siwersk-Front in der Oblast Donezk eingesetzt und sollte die Verteidigung in diesem Gebiet über zwei Jahre lang aufrechterhalten.[18][19] Ab Dezember des Jahres kämpfe sie dann auch bei Bachmut, während der Schlacht um die Stadt.[20]

Am 14. Februar 2023 erhielt die Gebirgsbrigade den Ehrentitel Edelweiß von Präsident Wolodymyr Selenskyj.[21] Kurz darauf am, 5. Mai 2023, verlieh er der Brigade die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit.[22]

Im September 2024 kämpften das 108. Bataillon und das motorisierte Bataillon weiterhin an der Siwersk-Front.[18][19] Im Dezember 2024 nahmen Teile des 8. Bataillons an einem Angriff zur Befreiung des Dorfes Nowomlynsk in der Oblast Charkiw teil.[23][24] Ebenfalls im Dezember 2024 verteidigte das 109. Bataillon der Brigade das Dorf Wyjimka in Donezk.[25]

Am 27. Dezember 2025 wurde berichtet, dass der Brigadekommandeur, Oberst Wolodymyr Potjeschkin, nach dem Fall von Siwersk von seinem Posten abberufen wurde. Laut dem Bericht hatte das Brigadekommando falsche Angaben über die Belegung von Stellungen gemacht, die in Wirklichkeit unbesetzt waren. Im selben Zug wurde auch der Brigadekommandeur der 54. Mechanisierten Brigade ersetzt.[26] Der neue Kommandeur der 10. Brigade wurde Oberst Oleksij Tschuschykow, der zuvor als Stabschef der 93. Mechanisierten Brigade gedient hatte.[27]

Struktur

10. Gebirgssturmbrigade[1]

  • Hauptquartier
  • 8. Gebirgssturmbataillon
  • 108. Gebirgssturmbataillon
  • 109. Gebirgssturmbataillon
  • Motorisiertes Bataillon
    • Kompanie Unbemannter Systeme Barni
  • 1. Schützenbataillon
  • 2. Schützenbataillon
  • Bataillon Unbemannter Systeme Strisch
  • Schkwal-Bataillon (Strafbataillon)
  • Panzerbataillon
  • Artilleriegruppe
    • Selbstfahrlafetten-Artilleriedywision
  • Flugabwehrdywision
  • Instandsetzungsbataillon
  • Logistikbataillon
  • Pionierbataillon
  • Aufklärungskompanie
  • Sanitätskompanie
  • Fernmeldekompanie

Kommandeure

  • Oberst Wassyl Subanytsch (2015–2020)
  • Oberst Wjatscheslaw Kotlyk (2020–2022)
  • Oberst Mychajlo Sydorenko (2022–2023)
  • Oberst Roman Darmohraj (Juli 2023–April 2025)
  • Oberst Wolodymyr Potjeschkin (April 2025–Dezember 2025)
  • Oleksij Tschuschykow (seit Februar 2026)

Siehe auch

Commons: 10. Gebirgssturmbrigade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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