3. Armeekorps (Ukraine)
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Das 3. Armeekorps (Militäreinheit Nr. A5111; ukrainisch 3-й армійський корпус, 3 АК, в/ч: A5111) ist ein Großverband des ukrainischen Heeres.[1]
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3. Armeekorps | |
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| Aufstellung | 14. März 2025 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Truppengattung | |
| Typ | Korps |
| Unterstellung | |
| Standort | Kiew, Oblast Kiew |
| Schlachten | Russisch-Ukrainischer Krieg |
| Website | ab3.army |
| Führung | |
| Kommandeur | Brigadegeneral Andrij Bilezkyj |

Geschichte
Im Februar 2025 wurde im Rahmen der Umstrukturierung der ukrainischen Streitkräfte auf Korpsstrukturen berichtet, dass die 3. Sturmbrigade den Kern eines neuen Korps bilden würde.[2][3][4][5]
Am 14. März 2025 verkündete Andrij Bilezkyj, Kommandeur der 3. Brigade, offiziell die Aufstellung des 3. Armeekorps unter seinem Kommando.[2][5][6][7] Das Korps nahm im selben Monat seinen Betrieb auf.[8] Einige Wochen nach Bilezkyjs Ankündigung begann das 3. Korps mit der Integration weiterer Brigaden und Einheiten unter seinem Kommando.[9]
Im Mai schrieb der ukrainische Militärjournalist Jurij Butussow, dass das Korps, sobald alle bürokratischen Prozesse für die Formierung abgeschlossen sind, die Front bei Lyman und Kupjansk stabilisieren könne.[10]
Nach der Gründung war das Korps aktiv in der Ostukraine.
- Operation Vivaldi
Am 15. September 2026 sprach Korpskommandeur Andrij Bilezkyj zum ersten Mal öffentlich über die ukrainische Operation Vivaldi. Diese Gegenoffensive im Osten der Ukraine startete bereits am 22. Mai des Jahres, wurde aber aus Gründen der operativen Sicherheit nie offiziell von ukrainischer Seite anerkannt oder kommentiert.
Die russische Strategie im Donbas ist es, den „Festungsgürtel“, also die Achse Slowjansk-Kramatorsk, in einer Zangenbewegung von Norden und Süden einzuschließen. Dazu muss auch Lyman, am nördlichen Ende des Gürtels, eingenommen werden. Und genau von dort aus drängt das 3. Korps seit dem Frühsommer, zusammen mit Einheiten der Sondereinsatzkräfte und weiteren Verbänden, die russischen Gelendegewinne zurück. Ziel ist es, russische Truppen hinter den Fluss Tschornyj Scherebez zu drängen, und somit die nördliche Zange zu eliminieren.
Bis September wurden nach Angaben des ISW um die 85 Quadratkilometer befreit. Laut Bilezkyj fallen darunter unter anderem die Ortschaften Serednje, Nowoseliwka, Jarowa, Oleksandriwka und Teile von Korowij Jar. Zudem werde im Rahmen der Operation auch die russische Logistik 50 bis 120 km hinter der Frontlinie in Angriff genommen.
Letztlich machte Bilezkyj klar, dass die Offensive bei Lyman nur die erste Phase der Operation Vivaldi sei. Der Name selbst ist dabei eine Anspielung auf Antonio Vivaldis berühmtestes Werk, „Die vier Jahreszeiten“, und die Lyman-Offensive sei somit der „erste Akt“. Dadurch wird impliziert, dass mindestens drei weitere Phasen oder Offensiven geplant sind.[11][12][13]
Struktur
3. Armeekorps[1]
- Hauptquartier
3. Sturmbrigade
3. Aufklärungsbataillon
4. Sanitätsbataillon
21. Regiment Unbemannter Systeme Kraken 1654
25. Panzerabwehrbataillon
52. Artilleriebrigade
53. Mechanisierte Brigade
60. Mechanisierte Brigade
63. Mechanisierte Brigade
96. Unterstützungsbataillon
122. Fernmeldebataillon
125. Schwere Mechanisierte Brigade
227. Logistikbataillon
301. Technisches Aufklärungsbataillon
311. Bataillon für elektronische Kriegsführung
512. Reparatur- und Restaurierungsbataillon
525. Sicherheits- und Instandhaltungsbataillon
1030. Flugabwehrraketenregiment Aquila
Ausbildungszentrum für taktische Medizin
Chorunschyj-Dienst des Korps
Ausbildungs- und Sturmkompanie
Kommandeure
- Brigadegeneral Andrij Bilezkyj (seit 2025)