425. Sturmregiment (Ukraine)
Ukrainische militärische Geheimdienstabteilung
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Das 425. Separate Sturmregiment Skelja, auch bekannt als Skelja-Regiment (Militäreinheit Nr. A4862, ukrainisch 425-й окремий штурмовий полк «Скеля», 425 ОШП, в/ч: A4862) ist ein Verband des ukrainischen Heeres. Die Einheit ist nach ihrem Kommandeur Jurij Harkawyj, Rufname Skala (ukrainisch Felsen) benannt, und bekannt für brutale Sturmangriffe wie auch unkonventionelle Methoden.[1]
|
425. Sturmregiment | |
|---|---|
| Aufstellung | 2022 |
| Staat | |
| Streitkräfte | |
| Teilstreitkraft | |
| Truppengattung | Sturmtruppen |
| Typ | Regiment |
| Unterstellung | |
| Standort | Dnipro, Oblast Dnipropetrowsk |
| Motto | Ziel – Multiplizieren mit Null |
| Schlachten | Russisch-Ukrainischer Krieg |
| Website | 425skala.com |
| Führung | |
| Kommandeur | Oberstleutnant Jurij Harkawyj |
| Alte Bezeichnungen | |
| 2022 | Aufklärungsbataillon Skala |
| Insignien | |
| Ehemalige Verbandsabzeichen | |

Geschichte
- 2022
Das Regiment wurde zu Beginn der russischen Vollinvasion 2022 als Freiwilligenbataillon gegründet und erhielt den Namen Skala.[1] Sein Kommandeur Jurij Skala Harkawyj war ein bereits erfahrener Offizier aus dem Krieg im Donbass.[2] Er koordinierte den Verband in den ersten Tagen bei der Verteidigung der Stadt Charkiw, während der das Freiwilligen- und Aufklärungsbataillon in Gruppen kämpfte und Drohnen zur Aufklärung und Bekämpfung von russischen Truppen nutzte.[3]
Im Juli arbeitete die Einheit mit der 40. Artilleriebrigade zusammen, um die kommende Gegenoffensive in der Oblast Charkiw vorzubereiten und ließ zahlreiche russische Stellungen beschießen. Anschließend erzielte sie während der ukrainischen Gegenoffensive im September 2022 große Erfolge, operierte dabei mit der 93. Mechanisierten Brigade und trug zur Rückeroberung von Isjum bei.[4][5]
Nach der Befreiung von Charkiw wurde das Bataillon in der Schlacht um Bachmut eingesetzt, wo es Anfang Dezember den Abschuss einer russischen Suchoi Su-24 miterlebte.[6] In den ersten Monaten von 2023 war der Verband in Schwere Häuserkämpfe involviert, zusammen mit der 3. Sturmbrigade. Sie kämpften bis zum endgültigen Verlust der Stadt im Mai des Jahres.[7]
- 2023
Ab Juni 2023 das Bataillon der Sommer-Gegenoffensive in Richtung der Oblast Saporischschja teil, wo es im August an der Seite der 47. Mechanisierten Brigade bei der Befreiung des Dorfes Robotyne kämpfte.[8][9]
Nach Beginn des russischen Vormarsches auf Awdijiwka, wurde das Skala-Bataillon ab November in den Norden der Frontstadt verlegt. Im selben Herbst wurde das Aufklärungsbataillon dann in das 425. Sturmbataillon „Skala“ umstrukturiert und erhielt Anfang 2024 US-amerikanische M1117.[10]
- 2024
Die zweite Hälfte des Aprils 2024 kämpfte das Sturmbataillon in der Verteidigung der Siedlung Otscheretyne, welche jedoch in russische Hände fiel.[11]
Anschließend wurde es, Ende Juni, nach Tschassiw Jar verlegt, um dort bei der Verteidigung zu unterstützen.[12]
Um Juli wurde der Verband jedoch im Raum Toretsk eingesetzt und führte dort Gegenangriffe auf Nju-Jork durch. Jedoch könnte war ihnen nicht möglich die die 132. Motorisierte Schützenbrigade aus der Siedlung zu vertreiben.[13]
Ende September wurde das Sturmbataillon an den Frontabschnitt Pokrowsk geschickt um die 71. und 152. Jägerbrigaden bei der Verteidigung Pokrowsks zu unterstützen.[14]
- 2025
Anfang Januar 2025 führte es einen Gegenangriff in der Nähe des Dorfes Wosdwyschenka durch und konnte die 5. Motorisierte Schützenbrigade erfolgreich zurückschlagen.[15]
Im selben Januar wurde es schließlich zu einem Regiment erhoben und wurde somit das 425. Sturmregiment.[16] Im selben Zug erhielt es deutsche Leopard 1A5.[17] Letztlich erhielt Jurij Harkawyj am 20. Januar den Ehrentitel Held der Ukraine vom Präsident Wolodymyr Selenskyj.[18]
Anfang Februar starteten Elemente des Regiments einen erfolgreichen Gegenangriff in Richtung des Dorfes Pischtschane, südwestlich von Pokrowsk, und eroberten so Boden im Rücken der russischen Streitkräfte zurück, welche bei Kotlyne die Straße T0406 überquert hatten.[19][20] Im März unterstützte die 155. Mechanisierte Brigade das Sturmregiment bei der Rückeroberung eines Teils von Schewtschenko.[21]
Später im Mai stellte das Regiment eine Motorrad-Einheit auf, als erste seiner Art in den Streitkräften. Für blitzschnelle Sturmangriffe setzt sie dabei auf ungetarnte und unmodifizierte Motorräder aus chinesischer Produktion.[22]
Im August 2025 kündigte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, die Aufstellung der Sturmtruppen als neuer Truppenteil innerhalb des Heeres an. Ziel war die Schaffung einer einheitlichen Kommandostruktur für die fünf bestehenden Sturmverbände, das direkt dem Oberkommando des Heers unterstellt sein sollte.[23] Zur selben Zeit wurde die Einheit von Skala in Skelja umbenannt, gemäß der modernen ukrainischen Sprachgewohnheiten, und erhielt auch ein neues Verbandsabzeichen.[24]
Im November wurde das Regiment bei Gegenangriffen während der anhaltenden Ortsschlacht von Pokrowsk eingesetzt, bei denen das 1. Bataillon die Kontrolle über das Rathaus zurückerlangte und dort die Flagge der Ukraine hisste.[25] Im Herbst erhielt der Verband von australische M1 Abrams und verlor den ersten Mitte Dezember bei einem Gegenangriff im nordwestlichen Industriegebiet von Pokrowsk.[26] Am 6. Dezember erhielt das 425. Regiment seine Truppenfahne von Präsident Selenskyj.[27]
- 2026
Im Januar 2026 wurde der Großteil des 2. Mechanisierten Bataillons, der 160. Mechanisierten Brigade in das Sturmregiment eingegliedert.[28] Ebenfalls im Frühjahr wurde das 210. Territorialverteidigungsbataillon in das Regiment integriert und zu seinem Drohnen-Bataillon umstrukturiert.[29]
Zur selben Zeit berichtete der stellvertretende Ombudsmann der ukrainischen Streitkräfte, Ruslan Zyhankow, über eine hohe Anzahl an Rechtsverstößen und Missbrauchsfällen innerhalb der Sturmtruppen, vor allem im 225. und 425. Regiment. Er erklärte sich diese Zustände aufgrund der Größe der Verbände. So hat das 225. Sturmregiment 15 Bataillone, was einer Division gleichkommt. Das würde es den Offizieren erschweren einen Überblick zu behalten und für Ordnung zu sorgen.[30]
In einem konkreten Fall aus dem Mai wurde ein Soldat der 155. Brigade von einem Soldaten aus Skeljas 210. Bataillon verbal und physisch missbraucht und musste darauf mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
Struktur
425. Sturmregiment[1]
- Hauptquartier
- 1. Sturmbataillon
- 2. Sturmbataillon
- 3. Sturmbataillon
- 1. Infanteriebataillon
- 2. Infanteriebataillon
- 210. Bataillon Unbemannter Systeme (ehem. 210. Territorialverteidigungsbataillon)
- Schkwal-Bataillon (Strafbataillon)
- Artilleriedywision
- Panzerkompanie
- Kaplandienst
- Sanitätsdienst
- Ausbildungszentrum
Ausrüstung
| Typ | Bild | Herkunft | Rolle | Anzahl | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Panzerfahrzeuge | |||||
| Leopard 1A5 | Kampfpanzer | ? | Um den Jahreswechsel 2024–2025 von Deutschland erhalten[17] | ||
| M1 Abrams | Kampfpanzer | ? | Um den Herbst 2025 von Australien erhalten[26] | ||
| M2 Bradley | Schützenpanzer | ? | Nach 2022 von den USA erhalten | ||
| M1117 | ![]() |
MTW | ? | Zwischen 2022 und 2024 von den USA erhalten[10] | |
Dazu kommt ein breites Arsenal an sowjetischen, leichten und weiteren Panzer-Fahrzeugen, Artillerie und verschiedenster UGV und UAV.[1]
Kommandeure
- Oberst Oberstleutnant Jurij Harkawyj (seit 2022)
