Allersberg
Marktgemeinde im Landkreis Roth in Deutschland
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Allersberg ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Roth in Bayern.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 15′ N, 11° 14′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Roth | |
| Höhe: | 385 m ü. NHN | |
| Fläche: | 59,7 km² | |
| Einwohner: | 8498 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 142 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90584 | |
| Vorwahl: | 09176 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RH, HIP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 76 113 | |
| Marktgliederung: | 26 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 1 90584 Allersberg | |
| Website: | www.allersberg.de | |
| Erster Bürgermeister: | Daniel Horndasch[2] (Freie Wähler/Allersberger Bürgerforum) | |
| Lage des Marktes Allersberg im Landkreis Roth | ||

Geografie
Lage
Die Gemeinde liegt 25 Kilometer südöstlich von Nürnberg am nordwestlichen Rand der Fränkischen Alb. Durch Allersberg fließt die Kleine Roth, die etwa zweieinhalb Kilometer südwestlich des Ortes in den Rothsee mündet, der zum Fränkischen Seenland gehört.[3]
Gemeindegliederung
Allersberg besteht aus den nachstehend aufgeführten 26 Gemeindeteilen: [4][5]
| Ortsteil | Siedlungstyp | Einwohner 2025[6] | Ortsteil | Siedlungstyp | Einwohner 2025[6] | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Allersberg | Hauptort | 6351 | Harrhof | Dorf | 66 | |
| Altenfelden | Kirchdorf | 176 | Heblesricht | Dorf | 78 | |
| Appelhof | Schloss | Kronmühle | Dorf | 83 | ||
| Brunnau | Dorf | 93 | Lampersdorf | Dorf | 65 | |
| Ebenried | Pfarrdorf | 524 | Polsdorf | Dorf | 158 | |
| Eisbühl | Einöde | 2 | Realsmühle | Einöde | 1 | |
| Eismannsdorf | Weiler | 53 | Reckendricht | Weiler | 30 | |
| Eppersdorf | Dorf | 69 | Reckenstetten | Dorf | 38 | |
| Eulenhof | Weiler | 17 | St. Wolfgang | Einöde | 4 | |
| Fischhof | Einöde | 12 | Schönbrunn | Weiler | 51 | |
| Göggelsbuch | Pfarrdorf | 554 | Stockach | Einöde | 9 | |
| Grashof | Einöde | 16 | Uttenhofen | Kirchdorf | 68 | |
| Guggenmühle | Dorf | 79 | Wagnersmühle | Einöde | 20 |
Realsmühle hat abweichend von den anderen Orten die PLZ 92342. Auf dem Gemeindegebiet liegen die Wüstungen Dockenmühle, Hünerhof, Kellerhaus und Kleehof.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Allersberg, Altenfelden, Birkach (Gemarkungsteil 0), Brunnau (Gemarkungsteil 0), Ebenried, Göggelsbuch und Lampersdorf (Gemarkungsteil 0).[7] Die Gemarkung Allersberg hat eine Fläche von 11,350 km². Sie ist in 3597 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3155,46 m² haben.[8] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Sankt Wolfgang.[9]
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind von Norden aus im Uhrzeigersinn: Pyrbaum (Opf.), Freystadt (Opf..), Hilpoltstein und Roth.
| Pyrbaum | ||
| Roth | Freystadt | |
| Hilpoltstein |
Geschichte



Ortsname
Als Bestimmungswort des Ortsnamens liegt der althochdeutsche Personenname Alaheri (auch Alaher bzw. Aler) zugrunde, der sich aus den Bestandteilen "ala" (all-, ganz) und "heri" (Heer, Krieger) zusammensetzt. Das Grundwort des Ortsnamens, "-berg" (vom urgermanischen berganą für bergen, beschützen), lässt nicht zwangsläufig auf eine Burg schließen, sondern ganz allgemein auf eine befestigte Anlage.[10][11] Somit handelt es sich beim Ort Allersberg ursprünglich um "Alers befestigte Siedlung".
Gründung
Allersberg wurde 1254 erstmals als Zentrum einer Pfarrei urkundlich erwähnt, als in einer Schenkungsurkunde des Gottfried von Sulzbürg der Geistliche "Hermannus plebanus in Alrsperch" als Zeuge auftritt. Im Jahre 1256 wird dieser Geistliche in der Schreibweise "Hermannus canonicus Herridensis plebanus in Alrisberg" in einer Urkunde des Klosters Heilsbronn genannt. In einer Urkunde des Ulrich von Sulzbürg und seines Bruders Gottfried vom 24. Februar 1274 treten ein "Wrinto de Allersperg" und dessen Bruder "Cunradus de Allersperg" als Zeugen auf.[11]
Die Wolfsteiner
Am 12. Dezember 1323 erhielten die Brüder Leupold und Albrecht von Wolfstein von Ludwig dem Bayern das Recht, das Dorf Allersberg mit Graben und Mauern zu befestigen sowie das Marktrecht.[12] Die Wolfsteiner gründeten im Jahre 1339 das erste Spital Allersbergs. In den Folgejahren nannte sich der Allersberger Zweig der Familie Wolfstein nach dem Ort. So trat in einer Urkunde vom 17. März 1345 ein "Ulrich von Alrsperch gesessen zu Obernsolzburch" auf.[11]
Im Jahre 1375 sprach Kaiser Karl IV. den Wolfsteinern für den Ort Allersberg dieselben Rechte zu, wie sie die Stadt Neumarkt innehatte; dies waren Halsgericht, Jahrmarkt, Wochenmarkt und Geleit. Auch deshalb war in der Folgezeit das Geschlecht der Wolfsteiner in Allersberg ortsansässig.[11] Wie späteren Lehensbüchern und auch einem Schiedsvertrag vom 13. November 1470 zu ersehen ist, hatten die Wolfsteiner das Dorf Allersberg als Lehen der Kirche zu Eichstätt.[13]
Allersberg wird wittelsbachisch
Aufgrund hoher Schulden, die mit den Belastungen des Ersten Markgrafenkrieges zu erklären sind, war "Georg von Wolfstein zu Allersberg" am 10. Juli 1455 gezwungen, die Burg² und den Markt Allersberg sowie das Öffnungsrecht an der Burg² gegen ein Darlehen von 2200 Pfund Pfennigen an Herzog Ludwig IX. zu verpfänden.[11] (² siehe Ortsname)
Da ihm jedoch das Recht auf Verpfändung als Lehensträger der Eichstätter Kirche nicht zustand, wurde dem Wolfsteiner Georg "das Schloß, der Markt und vier Huben daselbst" auf Grund eines Entscheids des Eichstätter Lehenshofes 1470 aberkannt.[13] Schließlich belehnte das Hochstift Eichstätt im Jahre 1475 Herzog Ludwig mit Allersberg, wodurch der Ort zum Herzogtum Bayern-Landshut kam.[11]
In Folge des Landshuter Erbfolgekriegs wurde Allersberg ab 1505 dem wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach zugeschlagen. In den Jahren 1542 bis 1578 wurde der Markt dann der Stadt Nürnberg verpfändet.[11]
Der Zweite Markgrafenkrieg
In der Fehde zwischen Markgraf Albrecht Alcibiades und der Stadt Nürnberg war auch Allersberg betroffen, da es zu jener Zeit unter der Pfandschaft Nürnbergs stand. Bereits in den Jahren 1552/1553 musste Allersberg zusammen mit Hilpoltstein und Heideck zehntausend Gulden Brandschatzung an den Markgrafen Albrecht zahlen. Im Jahr 1554 wurde Allersberg dann vom Albrecht Alcibiades eingenommen und um viertausend Gulden gebrandschatzt.[14.1]
Dreißigjähriger Krieg
Zwar blieben die Pfalzgrafen zu Neuburg-Sulzbach im Dreißigjährigen Krieg neutral, sie konnten ihr Territorium jedoch nicht vollends vor Schaden bewahren. So wurde Allersberg im Jahre 1633 von kaiserlichen Truppen besetzt und geplündert.[14.2]
Kurbayerisches Allersberg
Mit dem Tode Karls III. Phillip am 31. Dezember 1742 erlosch die wittelsbachische Linie Pfalz-Neuburg am Mannesstamme.[15] Die Nachfolge trat der Gemahl dessen Enkelin Elisabeth Auguste, Pfalzgraf Karl Theodor aus der Wittelsbacher Linie Pfalz-Sulzbach an.[16] Er war damit auch der neue Grundherr Allersbergs. Karl Theodor beerbte auch den am 30. Dezember 1777 verstorbenen Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern, so dass unter der Linie Pfalz-Sulzbach die großen wittelsbachischen Länder mit Kurpfalz-Bayern wiedervereinigt wurden.[17]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Allersberg aus 255 Anwesen, darunter ein Spital, ein Landrichtergebäude, ein Maut-, Forst- und Amtshaus sowie einem Mesner- und Schulhaus und zwei Tortürmen. Das Hochgericht sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das kurfürstlich bayerische Landrichteramt Allersberg aus.[14.3]
Im Zuge einer kurbayerischen Verwaltungsreform wurde im Jahre 1803 das bisherige Pflegamt Allersberg dem neu entstandenen Landgericht Hilpoltstein zugeordnet.[14.4]
Gemeindegründung und staatliche Verwaltung
Im Rahmen des ersten Gemeindeedikts des Jahres 1808 wurde der Steuerdistrikt Allersberg gebildet, zu dem Dockenmühle, Eulenhof, Eisbühl, Eppersdorf, Harrhof, Hünerhof, Reckenricht, Reckenstetten und Sankt Wolfgang gehörten. Der Markt wurde dem ebenfalls neuen Altmühlkreis mit seiner Hauptstadt Eichstätt angegliedert.[18]
Durch Verordnung vom 2. Februar 1817 wurde Bayern neu geordnet. Aus den bisherigen 15 Kreisen wurden 8 Kreise gebildet. Allersberg wurde nunmehr auf den neu entstandenen Rezatkreis mit seinem Verwaltungssitz Ansbach übertragen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt des Jahres 1818 entstand die Ruralgemeinde Allersberg, zu der Dockenmühle und Sankt Wolfgang gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit zunächst dem Landgericht Hilpoltstein zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hilpoltstein (1919 in Finanzamt Hilpoltstein umbenannt) unterstellt.[18]
Mit der Verwaltungsreform des Jahres 1837 wurde Allersberg zusammen mit Hilpoltstein aus dem Rezatkreis herausgelöst und der Oberpfalz zugeordnet. Mit Verordnung vom 24. Februar 1862 wurde in Bayern Justiz und Verwaltung getrennt. Dies hatte zur Folge, dass die Orte des Landgerichts Hilpoltstein – somit auch Allersberg – verwaltungstechnisch dem Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz zugeordnet wurde. Die Gerichtsbarkeit blieb jedoch beim Landgericht Hilpoltstein (1879 in Amtsgericht Hilpoltstein umbenannt).[14.5]
Im Jahre 1880 wurde Allersberg verwaltungsmäßig in das neu gebildete Bezirksamt Hilpoltstein eingegliedert (1939 in Landkreis Hilpoltstein umbenannt). Im Zuge einer gleichzeitig umgesetzten Grenzbegradigung wurde das Bezirksamt Hilpoltstein dem Bezirk Mittelfranken zugeordnet. Im Zuge der Bayerischen Gemeindegebietsreform wurde aus den Landkreisen Schwabach und Hilpoltstein am 1. Juli 1972 der Landkreis Roth gebildet.[18]
Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 8,176 km².[19] Die Gerichtsbarkeit wird seit 1973 vom Amtsgericht Schwabach ausgeübt.
| Berichtsjahr | Einwohner | Häuser | Berichtsjahr | Einwohner | Häuser | Berichtsjahr | Einwohner | Häuser | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1818[20] | 1295 | 268 | 1885[21] | 1504 | 296 | 1933[22] | 1712 | 307 | ||
| 1836[23] | 1451 | 268 | 1890[24] | 1484 | 302 | 1939[22] | 1812 | |||
| 1852[25] | 1443 | 1895[22] | 1421 | 1946[22] | 2558 | |||||
| 1861[26] | 1550 | 1900[27] | 1403 | 295 | 1950[28] | 2833 | 412 | |||
| 1867[29] | 1613 | 1905[22] | 1407 | 1961[19] | 3604 | |||||
| 1871[30] | 1523 | 302 | 1910[31] | 1516 | 1970[32] | 4694 | ||||
| 1875[33] | 1451 | 1919[22] | 1522 | 1987[34] | 6898 | 1806 | ||||
| 1880[18] | 1431 | 1925[35] | 1550 | 307 | 2000 | 7883 |
20. Jahrhundert
Mit Inbetriebnahme der Lokalbahn Burgthann-Allersberg am 15. Dezember 1902 erhielt der Ort einen Anschluss an das königlich bayerische Bahnnetz.[36] Allersberg wurde ferner an die in den Jahren 1935 bis 1939 zwischen Nürnberg und München errichtete Autobahn angeschlossen.[37] Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Allersberg im April 1945 bei Kämpfen gegen die vorrückende 7. US-Armee stark zerstört.[38]
Eingemeindungen
Am 1. Juli 1971 wurden im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinden Altenfelden und Göggelsbuch eingegliedert. Am 1. Januar 1972 folgten Ebenried sowie Brunnau und Teile der Gemeinde Lampersdorf.[39] Gebietsteile von Birkach kamen am 1. Januar 1975 hinzu.[40]
Einwohnerentwicklung
Gebäudeverteilung
| Gebäude- und Wohnungsbestand am 31.12.2024[42] | |
|---|---|
| Anzahl der Wohngebäude | 2.600 |
| Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung | 72,7 % |
| Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen | 16,9 % |
| Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen | 10,3 % |
| Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden | 3.981 |
| Durchschnitt Einwohner je Wohnung | 2,14 |
| Durchschnittl. Wohnfläche je Wohnung | 115,4 m² |
Politik
Marktgemeinderat
Der Marktgemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern und dem ersten Bürgermeister.
| CSU | SPD | Grüne | ABF * | FW | AFD | Gesamt | |
| 2026 | 3 | 2 | 3 | 4 | 6 | 2 | 20 Sitze |
| 2020 | 6 | 2 | 2 | 4 | 6 | –– | 20 Sitze |
| 2014 | 8 | 5 | – | 7 | –– | 20 Sitze | |
Quellen: 2014[43] / 2020[44] / 2026[45]
Bürgermeister

- Erster Bürgermeister: Daniel Horndasch (parteilos) (seit August 2017)
- Zweiter Bürgermeister: Rainer Just (FW)
- Dritter Bürgermeister: Bernd Schneider (ABF)
Wappen und Flagge
- Wappen
| Blasonierung: „In Rot drei silberne Zinnentürme, deren mittlerer höher ist, über einer durchgehenden silbernen Zinnenmauer, die mit einem goldenen Schild belegt ist; darin übereinander zwei schreitende rote Löwen.“[46] | |
| Wappenbegründung: Allersberg wird 1254 erstmals urkundlich erwähnt und war damals Sitz der Wolfsteiner. Aus dem Jahr 1425 sind Abdrucke eines Siegels überliefert mit dem Löwenschild der Reichsgrafen von Wolfstein. Das Bild hat sich seitdem nicht mehr geändert.
Allersberg führt seit dem 15. Jahrhundert ein Wappen. |
- Flagge
Die Gemeindeflagge ist rot-weiß.[47]
Aktionsbündnis Oberpfalz-Mittelfranken (ILE AOM)
Der Markt Allersberg ist Teil des vom Freistaat Bayern geförderten Aktionsbündnisses Oberpfalz-Mittelfranken. Zu diesem gehören auch die Stadt Berching, die Gemeinde Berngau, die Stadt Freystadt, die Gemeinde Mühlhausen, die Märkte Postbauer-Heng und Pyrbaum sowie die Gemeinde Sengenthal. Durch diesen Zusammenschluss können Aufgaben wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung, Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe u. v. m. effizienter und zielgerichteter bewältigt werden. Staatlicherseits erfolgt hierbei eine Förderung von Einzelmaßnahmen durch das Amt für Ländliche Entwicklung.[48]
Gemeindepartnerschaften
Saint-Céré in der französischen Region Okzitanien ist seit 1985 Partnergemeinde von Allersberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bildung und Soziales
In diesem Bereich sind
- vier Kindergärten kirchlicher Träger,[49]
- die Sybilla-Maurer-Grundschule mit 343 Schülern im Schuljahr 2024/25,[50]
- die Mittelschule Allersberg mit 121 Schülern im Schuljahr 2024/25,[51]
- die Fachschule für Heilerziehungspflege Ebenried der Rummelsberger Dienste gAG mit 104 Schülern im Schuljahr 2024/25,[52]
- die Volkshochschule Allersberg,[53]
- die Stadtbibliothek,[54]
- die BRK Rettungswache,[55]
- die Pflegestation (kirchlicher Träger),
- die Sozialstation der Caritas,
- das Altenheim der Wolfsteiner Altenheim-Stiftung Allersberg,[56]
- der Flüchtlingshelferkreis – Kontaktstelle Allersberg,[57]
tätig. Über das Tagesgeschehen informiert eine Regionalausgabe der Nordbayrischen Nachrichten.
In den Sommermonaten sind das Freibad und der nahe Rothsee beliebte Treffpunkte. Zahlreiche Rad- und Wanderwege erschließen die Natur- und Baudenkmäler der Umgegend.
Freizeiteinrichtungen und Vereine
Freibad
Das beheizte Allersberger Freibad verfügt, neben einem 25-Meter Schwimmbecken und einem Nichtschwimmerbecken mit Breitbandrutsche, auch über ein gesondertes Becken mit 10-Meter-Sprungturm sowie über ein Kleinkinderbecken. Auf dem barrierefrei gestalteten Gelände befindet sich ein Kiosk, der Getränke und Speisen feil bietet und eine große Liegewiese mit altem Baumbestand.[6][58]
Sport und Sportanlagen
Über das Gebiet des Marktes verteilen sich mehrere Fußball- und Bolzplätze sowie eine Tennisanlage.
Die Hauptsportart in Allersberg ist Fußball. Die Fußballmannschaft des DJK Eintracht Allersberg spielt derzeit (Stand 2025/2026) in der Kreisklasse Neumarkt/Jura des BfV und ist damit die Höchstklassige Fußballmannschaft des Marktes.
Des Weiteren bieten die ansässigen Sportvereine Kampfsport- und Selbstverteidigungssportarten wie ESDO, Taekwondo und Wrestling sowie Badminton, Basketball, Boogie, Faustball, Cycling, Curling, Fitness, Leichtathletik, Schießsport, Skisport, Stockschießen, Tanzen, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball, und Wandern an.
Musik und Gesang
In Allersberg gibt es eine aktive Musikszene mit Gruppen und Künstlern der unterschiedlichsten Richtungen. Insbesondere der Musikverein, ein Posaunenchor sowie verschiedene Chöre sind hier zu nennen.
Geselligkeit und Gemeinwohl
Neben dem hier maßgeblichen Faschingskomitee Allersberg sind in diesem Bereich ein Imkerverein, ein Kleintierzuchtverein, ein Fischereiverein, mehrere Soldaten- und Kriegerkameradschaften, Fanclubs, die Sudetendeutsche Landsmannschaft, verschiedene Fördervereine, eine Naturschutzgruppe, das BRK, die Wasserwacht, die Katholische Arbeiterbewegung, ein Krankenpflegeverein.
Ein Kultur- und Verschönerungsverein und Obst- und Gartenbauverein befassen sich vor allem mit der Ortsverschönerung und der Traditionspflege insbesondere an kirchlichen Festtagen wie Erntedank.
Regelmäßige Veranstaltungen

Neben der Allersberger Kirchweih Ende Juli eines jeden Jahres und v. a. dem "legendären" Allersberger Faschingsumzug jeweils am Faschingssonntag finden im Jahresverlauf eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, die im Einzelnen über die Homepage des Marktes Allersberg abgerufen werden können.[59] Jährliches Highlight der gesamten Region sind der Rothsee-Triathlon, der jeweils Ende Juni veranstaltet wird und die Challenge Roth, die am ersten Juli-Wochenende eines jeden Jahres stattfindet.
Baudenkmäler
- Kirche Mariä Himmelfahrt
- Unteres Tor (Allersberg)
- Gilardihaus
- Heckelhaus
- ehemaliges Spital
- Friedhofskirche St. Sebastian
Bodendenkmäler
Natur

Allersberg liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Schutz des Landschaftsraumes im Gebiet des Landkreises Roth - Südliches Mittelfränkisches Becken östlich der Schwäbischen Rezat und der Rednitz mit Vorland der Mittleren Frankenalb (LSG Ost). Unmittelbar westlich des Ortsrandes befindet sich das Naturschutzgebiet Stauwurzel des Rothsees.
Östlich des Ortsteiles Ebenried liegt das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte Schwarzachwiesen bei Freystadt und bietet störungsempfindlichen und wiesenbrütende Vogelarten einen wichtigen Lebensraum.
Infrastruktur
Allersberg ist ein Unterzentrum in der Planungsregion Nürnberg. 2024 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 10.855.000 Euro, davon waren 3.75.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen und -umlage.[42]
Im Jahre 2024 gab es in der Gemeinde 1723 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 3832 Einwohner standen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis, so dass die Zahl der Auspendler um 2109 Personen höher war als die der Einpendler. Im Jahre 2020 bestanden 58 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1718 Hektar. Davon waren 878 Hektar Ackerfläche und 832 Hektar Wiesen und Weiden.[42]
Dienstleistung, Handwerk und Industrie
In Allersberg sind mehrere mittelständische Firmen in den Bereichen Kunststoff- und Metallverarbeitung ansässig. Aber auch ein Spezialist für optische Lösungen in der Medizin und Biowissenschaft hat seinen Sitz in Allersberg. Der Dienstleistungssektor wird von dem großen Reiseunternehmen Leitner dominiert, aber auch Dienstleistungen im Gesundheitsbereich werden in Allersberg angeboten. Abgerundet wird das wirtschaftliche Spektrum Allersbergs von verschiedenen Groß- und Einzelhandelsunternehmen, mehreren Discountern und Handwerksbetrieben.[60]
Von 1689 bis 2006 war der Ort Sitz der Firma Jacob Gilardi, des ältesten Herstellers leonischer Waren in Deutschland.
Verkehr

Individualverkehr
Allersberg ist über die gleichnamige Autobahnanschlussstelle (AS 55) an die 1,5 km westlich verlaufende Autobahn Bundesautobahn 9 angebunden. Die Staatsstraße 2237 führt nach Roth zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 2 (10 km westlich) bzw. nach Freystadt (8 km südöstlich). Die Staatsstraße 2225 führt nach Hilpoltstein (7,5 km südwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2239 bei Wendelstein (14 km nordwestlich). Die Staatsstraße 2402 führt nach Seligenporten (5 km östlich). Die Kreisstraße RH 35 führt nach Lampersdorf (2,8 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Altenfelden (1,5 km nordwestlich) und nach Eppersdorf (2 km nordöstlich).[3]
Öffentlicher Verkehr

Von 1902 bis 1973 war Allersberg der Endpunkt der Nebenbahnstrecke Burgthann–Allersberg. Seit Dezember 2006 wird der bei Altenfelden gelegene neue Bahnhof Allersberg an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt angefahren. Nürnberg Hauptbahnhof wird ohne Zwischenhalt in rund 15 Minuten erreicht. Die S5 der S-Bahn Nürnberg verkehrt Mo–Fr (mit Lücken am Vormittag) stündlich, der zusätzlich angebotene München-Nürnberg-Express zweistündlich. Von 2006 bis 2020 hieß der Zug zwischen Allersberg und Nürnberg Allersberg-Express. Richtung Ingolstadt/München besteht ferner eine zweistündliche Anbindung mit dem München-Nürnberg-Express bei einer Fahrzeit von rund 90 Minuten. Neben dem Bahnhof liegt ein großer Park-and-ride-Platz. Auch der Göggelsbuchtunnel befindet sich im Bereich der Gemeinde. Darüber hinaus wird der Markt Allersberg durch diverse Buslinien des VGN bedient.
Schifffahrt

Sieben Kilometer westlich gibt es an der Lände Roth eine Anbindung an das europäische Wasserstraßensystem. Es bestehen dort Möglichkeiten zum Umschlag von Schwerst- und Schüttgütern und ein Landungssteg ermöglicht bei Bedarf dort die Personenschifffahrt.
Zivilschutz
Diesen Bereich decken die 6 Feuerwehren des Marktes ab.
Wanderwege
Durch Allersberg führt die Nürnberg-Eichstätt-Linie des Jakobsweg. Ebenso der Fernwanderweg Rangau-Pfalz-Weg und Rund-Fernwanderweg Kulturwanderweg Rothsee – Naturpark Altmühltal.
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen
- Wilhelm Burkhardt (1897–1949), Allersberger Bürgermeister von Juni bis Oktober 1945[61]
- Gabriel de Gabrieli (1671–1747), Baumeister des Gilardihauses (1723–1728)
- Dora Richter (1892–1966), erste namentlich bekannte Person, die sich einer kompletten Geschlechtsangleichung unterzog
- Hans-Heinrich Vangerow (1924–2019), Forstmann und Historiker, leitete von 1966 bis 1972 das Forstamt Allersberg und entwickelte in dieser Zeit die Waldjugendspiele.
Literatur
- Felix Mader: Bezirksamt Hilpoltstein (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Mittelfranken 3). R. Oldenbourg, München 1929, DNB 831022647, S. 11–30.
- Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 21–22.
- Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
Weblinks
- Website des Marktes Allersberg
- Allersberg: Historische Spurensuche – Die Junge Pfalz in Bayern (Haus der Bayerischen Geschichte)
- Allersberg in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 24. September 2019.
- Allersberg: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik (PDF; 1,24 MB)
- Katholische Pfarrmatriken (ab 1559)


