Cadillac Calais

Modell des US-amerikanischen Autohersteller Cadillac From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Cadillac Calais ist ein in den Modelljahren 1965 bis 1976 gebautes Full-Size-Fahrzeug des US-amerikanischen Autokonzerns General Motors, das unter der Marke Cadillac verkauft wurde. Der Calais entstand in zwei Generationen. Er war Cadillacs Einstiegsmodell, erreichte aber ungeachtet eines Preisvorteils nie die Produktionszahlen des teureren und besser ausgestatteten Cadillac DeVille.

Schnelle Fakten Calais ...
Cadillac Calais
Produktionszeitraum 1965–1976
Klasse Oberklasse
Karosserieversionen Limousine, Coupé
Vorgängermodell Cadillac Series 62
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Überblick

Zum Modelljahr 1965 ersetzte der Calais das bisherige Cadillac-Einstiegsmodell Series 62. Über dem Calais rangierten im Cadillac-Programm die DeVille-Modelle auf identischem Radstand, aber mit reichhaltigerer Ausstattung, sowie die Sixty-Special-Limousine auf längerem Radstand. Mit der Verkleinerung der klassischen Cadillac-Modelle zum Modelljahr 1977 wurde die Calais-Reihe ersatzlos eingestellt; danach bestand Cadillacs Full-Size-Programm nur noch aus zwei Modellreihen.

Die einzelnen Baureihen

Erste Generation: 1965–1970

Schnelle Fakten 1. Generation Cadillac Calais ...
1. Generation Cadillac Calais
Cadillac Calais (1965)
Cadillac Calais (1965)

Cadillac Calais (1965)

Produktionszeitraum 1965–1970
Karosserieversionen Coupé, Limousine
Motoren Ottomotoren:
7,0–7,7 Liter
Länge 5690–5715 mm
Breite 2027–2029 mm
Höhe 1412–1427 mm
Radstand 3289 mm
Leergewicht 2100–2200 kg
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Mit dem Modellwechsel zum Jahrgang 1965 erhielten alle Cadillac-Modelle statt des seit 1958 verwendeten X-Rahmens wieder einen herkömmlichen Leiterrahmen. Bei seinem Erscheinen war der Calais als zweitüriges Hardtop-Coupé und viertürige Limousine mit oder ohne B-Säulen erhältlich. Den Antrieb übernahmen ein Siebenliter-V8 und eine Turbo-Hydramatic genannte Dreigang-Automatik. Die Ausstattung des Calais war zwar etwas weniger üppig als im Falle des teureren DeVille, den er preislich um etwa 360 Dollar unterbot, aber für die Zeit sehr reichhaltig und reichte von Servobremsen über von innen einstellbaren Außenspiegel bis zu Sicherheitsgurten vorne und hinten. Der Calais war ab 5059 Dollar zu haben – ein von der Ausstattung her vergleichbarer, aber wesentlich schwächerer und kleinerer Mercedes 300 SE etwa kostete in den USA zur selben Zeit 8662 Dollar[1].

1969 wuchs der V8 auf einen Hubraum von 7,7 Litern und die viertürige B-Säulen-Limousine entfiel.

Zweite Generation: 1971–1976

Schnelle Fakten 2. Generation Cadillac Calais ...
2. Generation Cadillac Calais
Cadillac Calais (1973)
Cadillac Calais (1973)

Cadillac Calais (1973)

Produktionszeitraum 1971–1976
Karosserieversionen Coupé, Limousine
Motoren Ottomotoren:
7,7–8,2 Liter
Länge 5690–5715 mm
Breite 2027–2029 mm
Höhe 1412–1427 mm
Radstand 3289 mm
Leergewicht 2100–2200 kg
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1971 kam Cadillacs neue Full-Size-Generation auf den Markt. Sie basierte technisch wie die Vorgängergeneration auf der C-Plattform von General Motors, die eine neu konstruierte vordere und hintere Aufhängung erhielt. Als Antriebsquelle diente zunächst weiterhin der 7,7 Liter große Achtzylinder-V-Motor, der auch im Vorgänger zum Einsatz gekommen war. Ab 1972 wurden die bisher als Bruttowert ermittelten Leistungsdaten durch Nettowerte ersetzt. Deshalb war die Leistung des 7,7-Liter-Motors nun mit 223 statt 375 SAE-PS angegeben. Ab 1975 kam serienmäßig ein Achtzylindermotor mit einem Hubraum von 8194 cm³ (500 cui) zum Einsatz, der fast quadratisch ausgelegt war (Bohrung × Hub: 109 × 109,3 mm) und den Cadillac bereits 1970 beim ersten frontgetriebenen Eldorado eingeführt hatte. Er war der größte serienmäßig in einem PKW eingebaute Motor der Nachkriegszeit. Er leistete in der Vergaserversion 190 SAE-PS,[2] sodass die Literleistung lediglich bei 23 PS pro Liter Hubraum lag. Zum Modelljahr 1976 gab es gegen Aufpreis ($ 600) eine Version mit Benzineinspritzung von Bendix, deren Leistung 215 SAE-PS betrug.

Stilistisch entsprach der Calais wie bisher weitestgehend dem teureren Cadillac DeVille. 1974 erfolgte ein größeres Facelift, in dessen Zug das Coupé eine völlig neue Dachlinie mit B-Säulen erhielt. Die Hardtop-Limousine besaß nun kleine Seitenfenster in den C-Säulen.

Die Ausstattung des Calais war schwächer als die des de Ville. Einige Ausstattungsdetails des de Ville waren im Calais nicht erhältlich, auch nicht gegen Aufpreis. Dazu gehörten Lederbezüge für die Sitze, Komfortsitze, das Schiebedach und die automatische Niveauregulierung.[3]

Der Calais verkaufte sich zuletzt außerordentlich schlecht. 1976 setzte Cadillac nur 6.2000 Calais ab. Im Vergleich dazu lag die Jahresproduktion des Cadillac DeVille bei 185.000 Autos. Mit Ablauf des Modelljahrs 1976 stellte Cadillac die Calais-Reihe ersatzlos ein.

Übersicht: Produktionszahlen und Preise

Weitere Informationen Daten Cadillac Calais (1965–1976), Modelljahr ...
Daten Cadillac Calais (1965–1976)
Modelljahr Hubraum (cm³) Leistung (PS) Radstand (cm) Länge (cm) Leergewicht (kg) Preis (US-$) Stückzahl
1965 7031340328,956920095059–524734.211
1966 569,519894986–517128.680
1967 56920145040–521521.830
1968 7736375570,820705315–549118.190
1969 571,520635484–566012.425
1970 20935637–58139911
1971 330,2573,521005899–60756929
1972 223581,721035771–59387775
1973 586,822205886–60338000
1974 2087371–75456773
1975 8194193–21822668184–83778300
1976 22608629–88256200
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Literatur

  • Sieber, Mary und Buttolph, Ken: Standard Catalog of Cadillac 1903–1990. Krause Publications, Iola 1991, ISBN 0-87341-174-9.
Commons: Cadillac Calais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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