Dörrnwasserlos

Stadtteil von Scheßlitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Dörrnwasserlos ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Dörrnwasserlos hat eine Fläche von 4,067 km². Sie ist in 511 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7958,26 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Stadt Scheßlitz ...
Dörrnwasserlos
Koordinaten: 50° 1′ N, 11° 4′ O
Höhe: 503 m ü. NHN
Fläche: 4,07 km²[1]
Einwohner: 70 (30. Sep. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Eingemeindet nach: Stübig
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
Ansicht von Dörrnwasserlos
Ansicht von Dörrnwasserlos
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Kapelle St. Ottilie

Geografie

Das Dorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Alb. Die Kreisstraße BA 53/LIF 11 führt nach Stübig zur Staatsstraße 2210 (1,5 km südlich) bzw. nach Krögelhof (2,1 km nördlich).[5]

Ortsname

Eine Deutung des ungewöhnlichen Namens bezieht sich auf den geologischen Standort (zur dürren oder dornigen Wasserlöse), eine andere auf den althochdeutschen Begriff losi, losa, der eine auf Nutzung gründende Abgabe oder Steuer bezeichnet.

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dörrnwasserlos aus 31 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren

  • das Amt Scheßlitz: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Wirtshaus, 2 Tropfhäuslein;
  • das Domkapitel Bamberg: 1 Hof, 5 Söldengüter, 1 Tropfhaus;
  • das Dompropsteiamt Burgellern: 4 Sölden, 1 Wohnhaus, 2 Tropfhäuslein;
  • die Grafen von Giech zu Buchau: 2 Höfe, 4 Söldengüter, 2 Söldengütlein.[6]

Im Jahre 1802 kam Dörrnwasserlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Dörnwasserlos gebildet, zu dem Roßdach und Weichenwasserlos gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dörnwasserlos ohne weitere Orte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 8 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchau. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[7] 1875 wurde die Schreibweise des Ortes in die heutige Form „Dörrnwasserlos“ geändert.[8] 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,063 km².[9]

Am 1. Januar 1972 wurde Dörrnwasserlos im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst nach Stübig eingemeindet.[10] Zusammen mit Stübig kam der Ort am 1. Mai 1978 zur Stadt Scheßlitz.[11][12]

Baudenkmäler

In Dörrnwasserlos gibt es drei Baudenkmäler:[13]

  • Haus Nr. 5: Wohnstallhaus
  • Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
  • Kapelle St. Ottilie

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Dörrnwasserlos gibt es drei Bodendenkmäler.[13]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1818184018521855186118671871187518801885189018951900
Einwohner 106129137135134144151144154145141129116
Häuser[14] 2527262525
Quelle [7][8][8][8][15][16][17][18][19][20][21][8][22]
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1905191019191925193319391946195019521961197019872025
Einwohner 1031009610211611014212310910710279 *70
Häuser[14] 24222222
Quelle [8][23][8][24][25][25][25][26][25][9][27][28][2]
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Religion

Dörrnwasserlos ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Martin (Weichenwasserlos) gepfarrt.[6][9]

Literatur

Commons: Dörrnwasserlos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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