Dörrnwasserlos
Stadtteil von Scheßlitz
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Dörrnwasserlos ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Dörrnwasserlos hat eine Fläche von 4,067 km². Sie ist in 511 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7958,26 m² haben.[1][4]
Dörrnwasserlos Stadt Scheßlitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 1′ N, 11° 4′ O |
| Höhe: | 503 m ü. NHN |
| Fläche: | 4,07 km²[1] |
| Einwohner: | 70 (30. Sep. 2025)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 17 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Eingemeindet nach: | Stübig |
| Postleitzahl: | 96110 |
| Vorwahl: | 09542 |
Ansicht von Dörrnwasserlos | |
Geografie
Das Dorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Alb. Die Kreisstraße BA 53/LIF 11 führt nach Stübig zur Staatsstraße 2210 (1,5 km südlich) bzw. nach Krögelhof (2,1 km nördlich).[5]
Ortsname
Eine Deutung des ungewöhnlichen Namens bezieht sich auf den geologischen Standort (zur dürren oder dornigen Wasserlöse), eine andere auf den althochdeutschen Begriff losi, losa, der eine auf Nutzung gründende Abgabe oder Steuer bezeichnet.
Geschichte
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dörrnwasserlos aus 31 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren
- das Amt Scheßlitz: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 2 Güter, 1 Wirtshaus, 2 Tropfhäuslein;
- das Domkapitel Bamberg: 1 Hof, 5 Söldengüter, 1 Tropfhaus;
- das Dompropsteiamt Burgellern: 4 Sölden, 1 Wohnhaus, 2 Tropfhäuslein;
- die Grafen von Giech zu Buchau: 2 Höfe, 4 Söldengüter, 2 Söldengütlein.[6]
Im Jahre 1802 kam Dörrnwasserlos an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Dörnwasserlos gebildet, zu dem Roßdach und Weichenwasserlos gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Dörnwasserlos ohne weitere Orte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 8 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchau. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[7] 1875 wurde die Schreibweise des Ortes in die heutige Form „Dörrnwasserlos“ geändert.[8] 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 4,063 km².[9]
Am 1. Januar 1972 wurde Dörrnwasserlos im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst nach Stübig eingemeindet.[10] Zusammen mit Stübig kam der Ort am 1. Mai 1978 zur Stadt Scheßlitz.[11][12]
Baudenkmäler
In Dörrnwasserlos gibt es drei Baudenkmäler:[13]
- Haus Nr. 5: Wohnstallhaus
- Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
- Kapelle St. Ottilie
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Dörrnwasserlos gibt es drei Bodendenkmäler.[13]
Einwohnerentwicklung
Religion
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dörnwasserloß. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 619–620 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Dürrn-Wasserlos. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 15 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Dörrnwasserlos. In: schesslitz.de. Abgerufen am 18. Dezember 2025.
- Dörrnwasserlos in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 14. März 2023.
- Dörrnwasserlos in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. Dezember 2025.
- Dörrnwasserlos im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Dezember 2025.
