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Zeckendorf (Scheßlitz)

Stadtteil von Scheßlitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Zeckendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern.[2] Die Gemarkung Zeckendorf hat eine Fläche von 2,922 km². Sie ist in 661 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4421 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Giechburg, Gügel und Schrautershof.[4]

Schnelle Fakten Stadt Scheßlitz ...
Zeckendorf
Koordinaten: 49° 58′ N, 11° 3′ O
Höhe: 380 m ü. NHN
Einwohner: 223 (30. Sep. 2025)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
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Zeckendorf Jüdischer Friedhof

Geografie

Das Dorf liegt am Nordosthang des Schloßberges (530 m ü. NHN), einer Erhebung, die zu den Ausläufern der Fränkischen Alb zählt. Im Westen liegt das Burgholz. Durch den Ort fließt der Zeckendorfer Bach, ein linker Zufluss des Seierbachs. Die Staatsstraße 2187 führt nach Scheßlitz (2,5 km nordwestlich) bzw. nach Ludwag (2,4 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Demmelsdorf (1,2 km nördlich). Ein Anliegerweg führt zur auf dem Schloßberg befindliche Giechburg (0,7 km südwestlich).[5]

Geschichte

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Zeckendorf aus 46 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren

Im Jahre 1802 kam Zeckendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Zeckendorf gebildet. Zu diesem gehörten Demmelsdorf, Giechburg, Gügel und Schrautershof. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Zeckendorf mit den Orten Giechburg, Gügel und Schrautershof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[7] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,962 km².[8]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Zeckendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheßlitz eingegliedert.[9][10]

Baudenkmäler

In Zeckendorf gibt es sechs Baudenkmäler:[11]

  • Jüdischer Friedhof
  • Kruzifix
  • Talstraße 18: Wohnhausanbau mit abgewalmten Dach
  • Talstraße 37 und 37: Bauernhäuser
  • Talstraße 44: Kleinbauernhaus

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Zeckendorf gibt es sieben Bodendenkmäler.[11]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Zeckendorf

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 289347316298276264297277267277278271282274272254241235229289330314272242
Häuser[12] 3860585557504749
Quelle [7][13][13][13][14][15][16][17][18][19][20][13][21][13][22][13][23][24][24][24][25][24][8][26]
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Ort Zeckendorf

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987002025
Einwohner 282265287267266226312258231196 *223
Häuser[12] 36555447444655
Quelle [7][14][16][19][21][23][25][8][26][27][1]
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Religion

Zeckendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt.[6][8] Zeckendorf hatte bis 1938/42 – wie der Nachbarort Demmelsdorf – eine starke jüdische Gemeinde, deren Entstehung in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurückgeht. 1861 war die Hälfte der Bevölkerung jüdisch,[14] es gab auch eine Synagoge. Der jüdische Friedhof kann bis heute besichtigt werden.

Ortsbild Zeckendorf (Scheßlitz)

Literatur

Commons: Zeckendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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