Gemeinde Meiselding

ehemalige Gemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Gemeinde Meiselding war eine Gemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan, die von 1899 bis 1972 bestand. Aus der Fusion dieser Gemeinde mit der Gemeinde Rabing entstand am 1. Jänner 1973 die heutige Gemeinde Mölbling.

Geografie

Zur Gemeinde gehörte ein Teil des St. Veiter Hügellands und der Nordosten der Wimitzer Berge. Sie umfasste im Wesentlichen den südlichen Teil der heutigen Gemeinde Mölbling. Ihre Fläche betrug zuletzt 24,24 km² (1972).[1]

Gliederung

Katastralgemeinden

Die Gemeinde Meiselding umfasste die Katastralgemeinden Dielach und Meiselding in ihren damaligen Grenzen.

Ortschaften

Zur Zeit des Bestehens der Gemeinde Meiselding wurden in ihr folgende Ortschaften geführt:

Infrastruktur

Als Gemeindehauptort fungierte Meiselding. In Meiselding wurde 1908 eine für damalige Verhältnisse großzügig angelegte, zweiklassige Volksschule errichtet, für deren Finanzierung Carl Auer von Welsbach gesorgt hatte.

Geschichte

1899 wurde die Gemeinde Pfannhof aufgelöst, aus ihr gingen die Gemeinden Kraig und Meiselding hervor.

Die Gemeinde Meiselding gehörte durchgehend zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan.[2]

Im Zuge der Gemeindestrukturreform in Kärnten 1973 wurde die Gemeinde Meiselding aufgelassen. Der Großteil des Gemeindegebiets (19,93 km² mit 629 Einwohnern) kam an die Gemeinde Mölbling. Der Bereich östlich der Friesacher Straße auf Höhe des Wolschartwalds und südlich davon, mit den Ortschaften Bernaich und Wolschart (4,04 km² mit 61 Einwohnern) kam an die Gemeinde St. Georgen am Längsee. Ein kleines Gebiet (27 ha, 0 Einwohner) nördlich des Wolschartwalds mit der damals bereits unbewohnten Ortschaft Oberbruckendorf kam an die Gemeinde Kappel am Krappfeld.

Bürgermeister

Unter anderem folgende Personen waren Bürgermeister der Gemeinde:

  • Karl Zwertnig, Postmeister (1899 bis 1901)[3]
  • Thomas Herzele, vulgo Süßenbacher (ab 1901 zumindest bis 1918)[4]
  • Franz Rainer, vulgo Peterle in Dielach (zumindest 1921 bis 1928; nochmals ab 1935)[5]
  • Hermann Schöffmann, vulgo Zechnerbauer (zumindest ab 1933, bis 1935)[6][7]

Bevölkerung

Für die Gemeinde wurden zur Zeit ihres Bestehens folgende Einwohnerzahlen angegeben:

  • 1900: 937 Einwohner, 154 Häuser[8]
  • 1910: 984 Einwohner, 132 Häuser[9]
  • 1923: 869 Einwohner, 122 Häuser[10]
  • 1934: 868 Einwohner[11]
  • 1961: 754 Einwohner, 136 Häuser
  • 1971: 690 Einwohner

Zählsprengel Meiselding

Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Rabing wird von der Statistik Austria als eigener Zählsprengel (Meiselding, 001) der heutigen Gemeinde Mölbling geführt, wie das in Österreich für ehemalige Gemeinden, die nach 1960 aufgelöst wurden, üblich ist.[12]

2001 wurden für dieses Gebiet 669 Einwohner und 21 Nebenwohnsitzfälle sowie 231 Gebäude ermittelt.[13]

Einzelnachweise

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