Grengel (Köln)

Stadtteil Nr. 709 von Köln From Wikipedia, the free encyclopedia

Grengel [ˈɡʁɛŋl̩] ist einer von sechzehn Stadtteilen des Stadtbezirks Porz im Südosten der Stadt Köln. Als Siedlung entstand Grengel Anfang der 1930er als Teil der Gartenstadtbewegung, wurde jedoch formal erst 1948 als neuer Stadtteil von Porz gegründet. Seit der Eingemeindung vom 1. Januar 1975 ist Grengel, zusammengeschlossen mit dem bis dahin eigenständigen Porzer Stadtteil „Flughafen“, ein Stadtteil von Köln. Aufgrund der durch seinen Anschluss verdoppelten Fläche und wegen seiner Rolle in Infrastruktur und Wirtschaft, hat der Flughafen Köln/Bonn (und seine historischen Vorläufer) damals wie heute für Grengel eine besondere Bedeutung. Der als „gartenstadtähnliche Siedlung“ begonnene Stadtteil Grengel verfügt auch heute durch seine ländliche Stadtrandlage sowie Landschaftsschutzgebiete wie der Bieselwald und die Wahner Heide über einen hohen Naherholungswert.

Schnelle Fakten Verkehrsanbindung ...
Wappen von Grengel
Wappen von Grengel
Wappen von Köln
Wappen von Köln
Grengel
Stadtteil 709 von Köln
Abgrenzung Stadtteil Grengel in Porz
Abgrenzung Stadtteil Grengel in Porz
Koordinaten 50° 52′ 48″ N,  6′ 7″ O
Fläche 10,66 km²
Einwohner 5491 (31. Dez. 2021)
Bevölkerungsdichte 515 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 51147
Vorwahl 02203
Stadtbezirk Porz (7)
Verkehrsanbindung
Autobahn A59
Eisenbahnanschluss Bahnhof Köln/Bonn Flughafen Köln/Bonn Flughafen

ICE 10, ICE 41, ICE 45, ICE 49, RE 6 RB 27 S 19

Buslinien 160 161 166 423 SB60 Fernbusbahnhof Köln
Quelle: Einwohner 2021. (PDF) Kölner Stadtteilinformationen
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Geographie

Lage

Rechtsrheinisch, im Südosten Kölns gelegen, ist Grengel mit 10,66 km² hinter Eil der nach seiner Fläche zweitgrößte Stadtteil von Porz, der ca. 13 Kilometer vom Zentrum Kölns, ca. 18 Kilometer vom Zentrum Bonns und ca. 3 km vom Rhein entfernt liegt. Grengel grenzt im Osten an den Rheinisch-Bergischen Kreis mit der Stadt Rösrath, im Süden an den Rhein-Sieg-Kreis mit der Stadt Troisdorf und im Westen – von Süden nach Norden – an die Porzer Stadtteile Lind, Wahnheide, Elsdorf, Urbach und Eil.[1][2][3][4][5]

Porz-Eil, Porz-Urbach Porz-Eil Porz-Eil
Porz-Urbach, Porz-Elsdorf, Porz-Wahnheide Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Rösrath
Porz-Lind Troisdorf Troisdorf

Grob bilden im Norden und Osten die Alte Kölner Straße (in der Wahner Heide), im Westen die A59 (bzw. weiter südlich Flächen der Luftwaffenkaserne) und im Süden der Raum südlich der Scheuerteiche die jeweiligen Grenzen.[4]

Grengel wird in die Veedel Neu-Grengel (Wohnraum westlich der Straße Wiesenweg), Alt-Grengel (Wohnraum östlich der Straße Wiesenweg), GE Grengel (Gewerbegebiet, im Norden) und Flughafen (im Osten) gegliedert.[6][7] Die kommunale Gebietsgliederung, im Jahr 2020 durch die Einführung von „Statistischen Quartieren“ ergänzt, führt Grengel mit drei Quartieren: Alt-Grengel (Ordnungsnummer: 709010001), Neu-Grengel – Akazienweg (709040001) und Neu-Grengel – Kantstr. (709040002).[1][8]

Gemäß „Blatt 123“ des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung liegt Grengel in der Niederrheinischen Bucht auf der Grenze der beiden naturräumlichen EinheitenBergische Heideterrasse“, genauer: in der „Wahner Heideterrasse“ (Ordnungsnummer: 550.04), und der „Kölner Bucht“, genauer: in der „Mülheimer Rheinebene (Mülheimer-Porzer Niederterrasse)“ (Ordnungsnummer: 551.10)[9] in einer historisch insgesamt ebenerdigen Wald- und Heidelandschaft.[10]

In Grengel liegt der östlichste Punkt Kölns.[1]

Geologie

Niederterrasse (dunkler; links/Westen) trifft Mittelterrasse.

Die vom Bundesamt für Naturschutz bereitgestellten Steckbriefe der Landschaften „Wahner Heide“ (Landschafts-ID: 55001) und „Köln-Bonner Rheinebene und linksrheinische Mittelterrassenplatten“ (Landschafts-ID: 55102), in deren Naht sich Grengel befindet, beschreiben Grengels Boden als sandig mit Kiesablagerungen des Rheins.[11] Die Niederterrasse (westlich der Straße Grengeler Mauspfad[12]) des Niederrheins war durch häufige Überflutungen gekennzeichnet.[13][14] Es finden sich zudem zahlreiche Altläufe des Rheins nun als trockene, mehrere hundert Meter breite Rinnen unter Einfluss von Sickerwasser aus der Wahner Heide.[15][16]

Der umfangreiche Grundwasserspiegel in der Mittelterrasse, mit seiner dünnen Sanddecke über weitgehend undurchlässigen Ton aus der Tertiärzeit, führt zu abfließendem Wasser von Osten (Mittelterrasse) nach Westen (Niederterrasse) und damit einher in diese Richtung fließende Flüsse wie der Butzbach.[17][18] Der Butzbach speist die beiden Teiche „Oberer Senkelteich“ und „Unterer Senkelteich“.[19] Die beiden Teiche wurden wahrscheinlich als Rückstaufläche angelegt, um die Dörfer bzw. die Heide vor Überschwemmungen zu schützen.[20]

Der ebenso in der Wahner Heide entspringende Scheuerbach (früher genannt: „Scheermühlbach“)[21], historisch mehrfach geregelt, um die damalige Scheuermühle mit Wasser zu versorgen, verbindet nacheinander die Teiche „Oberer Scheuerteich“ und „Untere Scheuerteich“ („Scheuermühlenteich“), in deren Mitte sich ein Bruchwald befindet.[22][23] Am Ende des Feuchtgebietes Senkelgraben, eine zunehmende Wasserknappheit könnte auch auf etwaige Undichtigkeiten in den Teichsohlen zurückgeführt werden,[24] führt der Scheuerbach schließlich verrohrt zum Rheinkanal 1, ein naher, verrohrter Kanal, der als Hauptfluter der aufgenommenen Bächer zur Verbesserung der Grundwasserverhältnisse beiträgt und Überschwemmungen sowie einer Versumpfung des Gebietes entgegenwirkt. Dieser Wasserabfluss mündet in Zündorf, in der Nähe der Groov, in den Rhein.[25]

Der ebenfalls im Zuständigkeitsbereich der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln liegende Rheinkanal 2 leitet nur zu geringem Teil Quellwasser ab. Er operiert zum Beispiel als Ableitung von Oberflächenwasser des Flughafens.[18][26] Er startet auf Höhe der Reithalle des „Reit- und Fahrverein Porz e. V.“ in Grengel, verläuft unterhalb des Grengeler Mauspfads, der Sankt-Anno-Straße, der Friedensstraße, fließt weiter Richtung Rhein und mündet in Porz, in etwa auf Höhe der Kreuzung In der Adelenhütte/Hauptstraße, in denselben.[27]

Klima

Klimadiagramm Grengel.[28]

Grengel gehört zu einer feuchttemperierten, gemäßigten Klimazone (nach der Köppen-Geiger-Klassifikation).[29] Dieses Klima zeichnet sich durch relativ milde Winter, warme Sommer und eine gleichmäßige Verteilung von Niederschlägen über das Jahr hinweg aus.[30][31] Durch ozeanische Einflüsse sind hohe Sommertemperaturen und tiefe Wintertemperaturen selten.[32] Die jährlichen Durchschnittstemperaturen in Grengel liegen bei etwa 10 °C bis 11 °C. Im Winter fallen die Temperaturen selten unter den Gefrierpunkt, und in den Sommermonaten werden durchschnittlich Temperaturen um die 20 °C erreicht. Besonders im Juli und August liegen die Höchstwerte oft über 25 °C, während im Januar die Temperaturen häufig bei etwa 0 °C bis 2 °C liegen. Der Niederschlag ist relativ gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt, mit einem leichten Anstieg in den Sommermonaten. Die Region verzeichnet durchschnittlich 600 bis 700 mm Niederschlag pro Jahr. In den Monaten Juni und Juli kommt es häufig zu intensiveren Regenfällen. Durch die Nähe zum Rhein und das relativ flache Umland hat Grengel eine moderate Luftfeuchtigkeit, die im Jahresverlauf meist zwischen 70 % und 85 % liegt. Der Wind weht, wie in der Kölner Bucht üblich, oft aus westlichen Richtungen, was kühlere und feuchte Luftmassen vom Atlantik her bringt.[30][31][33]

Die klimatischen Bedingungen gelten für einen Flughafen-Betrieb für diesen Standort als sehr günstig.[34] Für einen Flughafen-Betrieb optimal behindert zum Beispiel Nebel selten die Sicht,[35] was unter Fliegern zur Bezeichnung „Wahn gap“ führte.[36] Der Flughafen Köln/Bonn verfügt über eine eigene, vom Deutschen Wetterdienst (DWD) betriebene Messstation, die Daten zu klimatischen Bedingungen in der Region liefert.[37][38]

Geschichte

Vor dem 18. Jahrhundert

Die Expansion der Franken.

Zahlreiche Hügelgräber der Hallstattzeit (etwa 800–400 v. Chr.) in der Mittelterrasse deuten auf frühe Besiedlungen hin. Sie lassen den Schluss zu, dass eine Bewaldung der Wahner Heide erst mit einer Besiedlung der Niederterrasse zwischen Rhein und Mauspfad begonnen wurde, zu einer Zeit, als dortige Überflutungen abnahmen.[13][39][40][41]

Auf dem Gebiet des heutigen Grengel, am Mauspfad sowie am Kiefernweg, wurden Siedlungsreste und Gegenstände des täglichen Lebens aus dem 2. und 1. Jahrhundt v. Chr. gefunden.[42] Es fanden sich zudem einige historische Gräber zum Beispiel aus den Zeiten der Römer und Germanen.[43][44][45][46][47][48]

Als die Franken, genauer die Rheinfranken, die Stadt Köln um 450 einnahmen, führte dies auf den hochwasserfreien Bereichen der rechtsrheinischen Niederterrasse zu einer Besiedlung.[49] Im Jahr 1950 fand man am Kiefernweg einen fränkischen Friedhof aus dem 6. und 7. Jahrhundert. Der Friedhof wird wohl zu einem Gehöft gehört haben, der am unweit gelegenen Fluss „Butzbach“ lag. Fränkische Siedlungsspuren wurden auch zu beiden Seiten des Mauspfades gefunden.[50] Eine fränkische Ortschaft in der Nähe des heutigen Grengel wurde aus unbekannten Gründen um 700 wieder aufgegeben.[51]

Die Existenz eines Gehöftes der Frühen Neuzeit ist auf dem Gebiet des heutigen Grengel für das 17. Jahrhundert belegt.[52]

1715 inventarisierte Erich Philipp Ploennies das Herzogtum Berg.[53] In seiner Karte Topographia Ducatus Montani (die Topographie des Herzogtums Berg) war Urbach die nächstgelegene, namentlich eingetragene Siedlung.

Grengel, und Gassen zur Allmende (1757–1793)

Der Ort des historischen Schlagbaums heute: Die Waldstraße unterquert die A59 als Grenze zwischen Grengel und Urbach. Blick nach Osten/Grengel.

Im Jahr 1757 wurde Grengel das erste Mal namentlich erwähnt.[43] In dem Jahr errichtete Graf Schall das Schloss Wahn (Wanda = Grenze; im 12. Jahrhundert wurde ein Ritter Konrad von Wahn erwähnt), räumlich gelegen im Amt Porz, in seiner heutigen Form.[54][55] Vermesser Matthias Ehrmann erstellte zeitgleich im Auftrag die Karte der „Wahner Heide, mit Jagd, Grundbesitz und sonstigen Gerechtsnamen des Hauses Wahn“. Auf der Karte sind Viehgassen der Dörfer Urbach, Elsdorf und Wahn quer zum Mauspfad eingetragen, die ab dem Zeitpunkt zur so genannten Wahner Heide führen, mit Grengel als Endpunkte und Durchlass durch einen 700 Meter langen Wildzaun (im Verlauf des heutigen Wiesenwegs), der Siedlung von Heide trennte.[56][A 1] Das Wort Grengel hat seinen Ursprung im althochdeutschen Wort grintil bzw. im rheinischen Wort Grindel und bedeutet so viel wie Schlagbaum oder Grenzposten. „Grengel“ war häufig ein Name für altertümliche Flurbegrenzungen oder Befestigungen.[43][57]

Das unbewohnte, umzäunte Gebiet des heutigen Grengel war ein Jagd- und Weidegebiet in Urbach und Elsdorf an der Grenze zur Wahner Heide.[58][59][60][61] Die Bevölkerung konnte ihr Vieh zur gemeinsam genutzten Weide, die Allmende, bringen.[62][63] Das Gebiet war über drei von Schlagbäumen gesicherte Zugänge betretbar, einer des Dorfes Urbach, einer in Elsdorf und einer in Wahn. Die jeweiligen Schlagbäume hießen entsprechend „Urbacher Grengel“, „Elsdorfer Grengel“ und „Wahner Grengel“.[64][65] So diente die Urbacher Viehgasse (heute: Waldstraße) dem Trieb des Viehs von Urbach aus auf die Allmende.[66] Als Teil eines Fernverbindungsweges und als Verlängerung der Alte Kölner Straße über die heutige Waldstraße bis nach Porz stand hier am heutigen Ortseingang, an der Unterführung der A59, bis ins 19. Jahrhundert hinein der namensgebende (Urbacher) „Grengel“.[59][67][68] Gemäß anderer Aussage stand der namensgebende Grengel etwas weiter östlich an der Kreuzung der Alte Kölner Straße mit dem Mauspfad.[69][70] bzw. an der Kreuzung Wiesenweg/Waldstraße.[71]

Aus historischen Gründen wird noch heute der Schlagbaum als ortsbestimmende Kennzeichnung verwendet, zum Beispiel gibt es ein Wegehäuschen am Grengel, nicht in Grengel,[72] oder es heißt „Ich bin dann morgens zum Grengel gefahren“.[73] Auch eine Nutzung wie „Ich wohne im Grengel“ ist verbreitet, das die Fläche der ehemaligen Weide als Bezugspunkt nutzt.[43] Auf den Grengeler Willkommensschildern steht der Text „Herzlich Willkommen im Grengel“.

Der „Elsdorfer Grengel“, ebenfalls auf dem Gebiet des heutigen Grengel, befand sich an der Kreuzung der Elsdorfer Viehgasse (heute Hermann-Löns-Straße)/Wiesenweg.[74] Ähnlich der Elsdorfer Viehgasse und der Urbacher Viehgasse führt im benachbarten Porz-Lind noch immer eine Straße namens „Viehtrift“ in die gleiche Richtung, als ehemaliger Triebweg von West (Ort der Besiedlung) nach Ost (Ort der Weide).

In den Karten des Jahres 1789 des „Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz“ ist an der Stelle des heutigen Grengel noch keine Siedlung abgebildet. Die Gegend wird als „Urbacher Gemark“ bezeichnet.[45]

Neugliederungen und Ausbau (1794–1931)

Der Schießplatz Wahn und seine Entwicklung.

Nach dem Ende des Amtes Porz, in der Zeit der Besetzung der Franzosen unter Napoleon ab 1794 und der Existenz des Großherzogtum Berg und dessen französischem Département Rhein, fällt die Erstellung der Karten des Rheinlands durch Jean Joseph Tranchot ab 1801, und, nach Übergabe des Kartenmaterials vom französischen Staat zum Königreich Preußen, fortgesetzt durch von Müffling ab 1815. Dort ist Grengel namentlich eingetragen: Vier eingetragene Kleinsiedlungen, wahrscheinlich Höfe entlang der heutigen Waldstraße, werden als „Urbacher Grengel“ bezeichnet.[45][75][76][77][78]

Ab 1815 und dem Wiener Kongress gehörte der Vorgänger des heutigen Grengel schließlich zu Preußen, und eine als „Preußische Uraufnahme“ (1836–1850) folgende Vermessung zeigt ebenso die früheren vier Kleinsiedlungen, allerdings ohne nähere räumliche Verortung.[79] Aufgrund des ab 1817 gewachsenen Schießplatz Wahn ging das Weiderecht der Bevölkerung auf dem Gebiet verloren.[80][81][A 2] Zu dem Zeitpunkt lagen bereits an der Urbacher Viehgasse (heute: Waldstraße) einzelne Gebäude.[82]

Als Ergebnis der Neuordnung war der Kreis Mülheim am Rhein (auf dessen Gebiet sich das heutige Grengel befindet) (sodann bis 1932) ein Landkreis im Regierungsbezirk Köln. Das heutige Grengel lag in der Bürgermeisterei Heumar (u. a. mit den Orten Porz und Urbach) in direkter Nachbarschaft zu der Bürgermeisterei Wahn (u. a. mit den Orten Wahn und Wahnheide).[83] Es gehörte zunächst zur preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg und ab 1822 zur Rheinprovinz. Die Kartografie der „Preußischen Neuaufnahme“ (1891–1912) zeigt Grengel als namentlich ausgewiesene Siedlung.[84]

1895 bekam der (Grengeler) Mauspfad, eine der ältesten Fernstrecken auf Porzer Gebiet, auf einem Abschnitt zwischen Grengel und Lind seine erste Pflasterung.[44][51] An der Grenze zur Heide wurden zu Beobachtungen des auf dem Schießplatz durchgeführten Übungen des Artellerieschießens ein achtstöckiger Beobachtungsturm aus Holz errichtet.[85][A 3]

1906 erhielt die Waldstraße (zuvor: Viehgasse) ihren heutigen Namen. Zur gleichen Zeit gab es an der Kreuzung der Waldstraße mit dem Mauspfad zwei Schankwirtschaften: die „Schänk- und Gastwirtschaft Arnold von Franken“ und das „Restaurant zum Schießstand von Jakob Diegel“. Im Gasthaus Diegel wurde eine gemeindliche Fernsprechstelle eingerichtet.[86]

1924 wurde die Waldstraße ausgebaut, und ab 1925 (mit einer Sanierung zum Doppelrohrsystem in den 1990er Jahren) existiert ein Abwasserkanal zum Rhein, der Rheinkanal 1, zwecks Entwässerung der Wahner Heide und der dortigen Militäranlage.[25][87] Als ab 1928 die Bürgermeistereien als Ämter bezeichnet wurden, wurde zeitgleich Heumar in Porz umbenannt und am 1. Juli 1929 wurden Porz und Wahn zu einer Großgemeinde mit dem Namen Porz zusammengeschlossen.[88]

Beginn einer gartenstadtähnlichen Siedlung (1932–1947)

Besiedlung in zwei Phasen: (1) Am Grengeler Mauspfad (rechts/Osten) (2) Am Kiefernweg. Beides rot markiert.

Eine Aufgabe des Lagers für Kriegsgefangene der Kriege von 1870/1871 und 1914–1918 und Mangel an Wohnraum zum Beispiel für die neu beheimatete Landespolizei, führte im Jahr 1932 zur Planung der gartenstadtähnlichen Siedlung „Am Grengel“ durch Ludwig Paffendorf,[51][89][90] zu einer Zeit als der Landkreis Mülheim am Rhein (mit Porz) in den Rheinisch-Bergischen Kreis aufging.[45][91][92]

Als Architekt machte sich Paffendorf in der Region bereits einen Namen durch seine Planungen von Arbeiten an Gebäuden für Peter Mülhens (Firma „Eau de Cologne- und Parfümerie-Fabrik Glockengasse No. 4711 gegenüber der Pferdepost von Ferd. Mülhens“, Schloss Röttgen) sowie der Kölner Firma Klosterfrau Melissengeist.[93][94] Er kritisierte 1927 öffentlich Grengeler Holzbaracken von Geflügelzüchtern als Brandgefahr für den Wald. Paffendorf präferierte bei der neuen Streusiedlung im heutigen Grengel keine streng ausgerichtete Anordnung, sondern einzeln in die Umgebung eingelassene Häuser.[94]

Aus den im „Siedlerstil“ entwickelten Entwürfen des Architekten folgten 1933 erste Besiedlungen in der Straße Grengeler Mauspfad, die man historisch dem Siedlungsraum „Alt-Grengel“ zuordnen kann.[67] „Die Randsiedlung am Grengel“ umfasste 20 Siedlungshäuser (10 Doppelhäuser).[95] Die neue Siedlung sollte bei zugezogenen Arbeitern aus der Großstadt durch Ställe für Kleintierzucht zur Kurzarbeit führen und somit weitere Arbeitsplätze schaffen.[96] Vergleichbar anderer, zu etwa gleicher Zeit entstandener gartenstadtähnlicher Siedlungen, wie die in Köln-Longerich liegenden „Gartenstadt-Nord“, war durch Gärten und Tierzucht ein signifikanter Beitrag zur Selbstversorgung angedacht,[96] und sollte, wie auch die neu entstehende Gartenstadt „Köln-Kreuzfeld“, das Stadt- und Landleben miteinander vereinen.[97]

Von den historischen Siedlungshäusern sind noch neun Doppelhäuser vorhanden: am nordöstlichen Ende der Hermann-Löns-Straße Nummer 215/217 sowie an der Westseite des Grengeler Mauspfades (zwischen Hermann-Löns-Straße und St. Anno Straße) die Häuser 111/113, 115/117, 119/121, 123/125, 127/129, 131/133, 135/137 (diese Einheit wurde als erste fertiggestellt und am 1. November 1934 bezogen) und 139/141.[98] Damit einher ging die Gründung einer Siedlergemeinschaft im Jahr 1934 zum Zwecke der Förderung des Eigenheims und der gegenseitigen Nachbarschaftshilfe.[99] Die Häuser wurden 1934/1935 gesegnet und bezogen.[100]

1936 wurden für den Mauspfad vom Gemeinderat Straßennamen beschlossen gemäß der jeweils anliegenden Dörfer, also zum Beispiel Urbacher Mauspfad, Elsdorfer Mauspfad und Wahner Mauspfad, ehe er erst nach dem Zweiten Weltkrieg den Straßennamen Grengeler Mauspfad vergab.[101]

1938 wurde geprüft, ob weitere Bereiche für Siedlungszwecke geeignet sind, ohne dass es vor dem Krieg zu einer weiteren Umsetzung kam.[100]

Im Zweiten Weltkrieg wurde auch der Raum des heutigen Grengel Ziel von Luftangriffen. So fielen am 10. Oktober 1940 Brandbomben zwischen dem heutigen Gut Leidenhausen und Grengel. Ebenso am 13./14. März 1942. Am 30. Oktober 1944 wurden Stabbrandbomben zwischen der Frankfurter Straße und Grengel abgeworfen. Zu letzten Kämpfen kam es zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen am 12. April 1945 zwischen dem südlichen Urbach und Grengel. Dabei gefallene Soldaten wurden auf dem Friedhof in Urbach beigesetzt.[102]

Zunächst unter amerikanischer Verwaltung, wurde Porz (und somit das heutige Grengel) gemäß des Potsdamer Abkommens ab dem 21. Juni 1945 an die britische Militärregierung übergeben.[103]

Ein neuer Stadtteil von Porz, dann Köln (1948–1975)

Historischer Bierdeckel: Nicht jeder war mit der Eingemeindung einverstanden.[105]

Aufgrund von Wohnungsnot durch Kriegsschäden sowie Raumbedarf für Besatzungstruppen und Verwaltungsorgane als auch für Heimatvertriebene und Evakuierte, wurde Grengel formal am 17. Dezember 1948 als jüngste Siedlung der damaligen Gemeinde Porz gegründet,[43][45][67][91][106][107] und die ersten 12 Häuser aus dieser Initiative folgten 1949 am Grengeler Mauspfad.[43][92][108][109] Dabei wurde der Siedlungsbau auch von Spenden finanziert: durch eine unentgeltliche Arbeitsstunde pro Monat der Arbeiter in benachbarten Fabriken, eine gleiche Summe gespendet von den Arbeitgebern, plus weiterer Spenden von Kaufleuten und Handwerkern.[43]

Es folgten zügig weitere Bauabschnitte rund um den Kiefernweg: seit September 1949 der zweite Bauabschnitt mit 18 Häusern (Fertigstellung Juni 1950), und im August 1950 wurden zehn Siedlerstellen des dritten Bauabschnitts sowie im November 1950 14 Einheiten des vierten Abschnitts bezogen. Im Folgejahr folgte der fünfte Bauabschnitt mit 14 Häusern. In der Summe waren das zu dem Zeitpunkt 68 Siedlerstellen mit 136 Wohnungen.[110]

Mit der Vereinigung der Rheinprovinz mit der Provinz Westfalen nun in Nordrhein-Westfalen liegend, wuchs die Einwohnerzahl der Siedlung Grengel in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stetig an. Am 16. September 1951, der Tag, an dem Porz die Stadtrechte bekam, hatte der Stadtteil bereits 800 Einwohner.[43][45][91]

Im Jahr 1957 wurde eine Kläranlage in Köln-Wahn errichtet, in dessen Einzugsgebiet Grengel liegt. In den 1960er konnte die Kanalisation für ganz Grengel fertig gestellt werden.[43] Das Klärwerk, das Anlage des „Wasser- und Bodenverbandes Wahn“ ist, wird seit 2004 von der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln als Mitglied dieses Verbandes betrieben.[25][111]

Über die Jahrzehnte „verschob“ sich die Haupteinkaufsstraße. Siedelten sich in der ersten Zeit Geschäfte noch vorwiegend an der Sankt-Anno-Straße an, so liegen sie nun schwerpunktmäßig, etwa 400 Meter weiter westlich und auf der anderen Seite der Kirche, an der Friedensstraße.[112] Ein Beispiel einer solchen Bewegung ist die „Bäckerei Hardt“. Eröffnet in einer wachsenden Gemeinde in der Sankt-Anno-Straße im Dezember 1959, mit einer zusätzlichen Filiale, der „Tiroler Backstube“, an der Ecke Akazienweg/Friedensstraße ab 1978, befindet sich die Bäckerei, ab dem Zeitpunkt dann als einzige Filiale in Grengel, seit 1987 neben einem Lebensmitteleinzelhandel (zunächst ein Spar-Markt, nun ein Frischmarkt) in der Friedensstraße.[73][113]

Das Köln-Gesetz von 1974 führte zu einer Eingemeindung von Porz (mit Grengel) in die Stadt Köln zum 1. Januar 1975.[67][114][115]

Flughafen: Entwicklung eines ehemaligen Porzer Stadtteils

Die Entwicklung von Grengel ist eng verbunden mit der des Flughafens Köln/Bonn und seiner bis ins Jahr 1817 zurückreichenden Vorläufer.[116] Der Flughafen wurde als bis dahin eigener Porzer Stadtteil am 1. Januar 1975 an Grengel angeschlossen und somit Teil des Kölner Stadtteils „Grengel“. Im Zuge dessen verdoppelte sich Grengels Fläche.[43][67] Der Flughafen ist ein wichtiger Faktor für Infrastruktur und Wirtschaft, hat eine Ankerrolle zum Beispiel für angrenzende Militär- und Forschungseinrichtungen, und nimmt einen räumlich großen Teil von Grengel ein.[43][117][118]

Von früher Luftfahrt bis zum Fliegerhorst

Die Entwicklung der Luftfahrt am Standort begann am Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1904 setzte das Militär Fesselballons ein, um Schießübungen auf dem Schießplatz Wahn von oben zu beobachten, und wenig später fanden regelmäßige Luftkampfmanöver unter Einbindung von Zeppelinen statt.[119] Zu Übungszwecken landeten 1913 die ersten Flugzeuge auf dem Schießplatz Wahn.[120] Dort erprobte Luftschiffe kamen im Ersten Weltkrieg an der Westfront zum Einsatz, waren aber ein leichtes Ziel und deren Einsatz somit kein Erfolg.[121] Die als Streikführer während der Marineunruhen im Sommer 1917 in der Wahner Heide erschossenen Max Reichpietsch und Albin Köbis ruhen seit 1918 auf dem heute städtischen Militärfriedhof auf dem Gelände der Luftwaffenkaserne.[122]

Auf dem Schießplatz baute die deutsche Luftwaffe 1938 den „Fliegerhorst Köln-Wahn“.[123][124][125][A 4] Der Fliegerhorst verlor aufgrund seiner Entfernung zu den Fronten während des Krieges an Bedeutung,[126] wurde jedoch noch als Übungs- und Aufstellungsplatz genutzt.[127] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Flugplatz von der British Air Force of Occupation (BAFO) besetzt.[126][128] Einer der Hauptstandorte der RAF Germany, errichtete die BAFO eine 1830 Meter lange Betonstartbahn, fünf Hallen, einen Flugleitungsturm, Wetterwarte sowie Nacht- und Hindernisbefeuerungs- und Funkanlagen.[129]

Zivile Nutzung und Ausbau

1950 überzeugte der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer die britische Militärregierung, namentlich Brian Robertson, den Flugplatz für die zivile Luftfahrt freizugeben.[51][126] Im selben Jahr wurde die Betreibergesellschaft gegründet und der Flughafen wurde Regierungsflughafen der Bundeshauptstadt Bonn.[130][131]

Im Jahr 1954 baute die RAF Germany die neue Querwindbahn, die mit 2.459 Meter damals längste Startbahn Deutschlands.[130][132] 1957 wurde der Flughafen in die zivile Verwaltung übergeben und löste damit den im Mai 1926 vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffneten Flughafen Butzweilerhof, zu der Zeit der erste zivile Flughafen Kölns, als kommerzieller Zivilflughafen ab.[123][130][133] Der neue Flughafen wurde aufgrund seiner floralen Erscheinung durch Blumenbeete auf dem Vorfeld im Volksmund „Flower Airport“ genannt.[58][123][130][133][134]

Es folgten weitere Ausbauten des Flughafens, wie die Fertigstellung der „großen Startbahn“ („Interkontinentalbahn“) mit einer Länge von 3.815 Meter im Jahr 1961 und die Eröffnung des heutigen Terminal 1 im Jahr 1970.[130][132] Der von Paul Schneider-Esleben konzipierte Terminal war der erste im „Drive-in“-Design.[135][136]

Am 20. März 1983 wurde der Flughafen, nun ein Teil des heutigen Grengels, durch eine Landung (via Shuttle Carrier Aircraft) und Vorführung der Enterprise genutzt. 300.000 Interessierte verfolgten die Landung auf dem als Teil des Space-Shuttle-Programms von der NASA ausgewählten Notlandeplatz des Space Shuttles.[130][137][138]

Im Jahr 1994 bekam der Flughafen Köln/Bonn zu Ehren von Konrad Adenauer seinen Namen als Zusatz und heißt seit dem Flughafen Köln/Bonn „Konrad Adenauer“.[130] Die Eröffnung des von Helmut Jahn entworfenen Terminal 2 folgte im Jahr 2000. Im Jahre 2004 wurde mit der erbauten Flughafenschleife der neue ICE-Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn in Grengel eröffnet, ebenfalls nach einem Entwurf von Jahn.[135] Das Projekt galt seinerzeit als führendes Infrastruktur-Projekt des Landes Nordrhein-Westfalen. Die überwiegende Teil der Flughafenschleife ist ein Tunnel, welcher unterhalb von Grengel verläuft.[130][139]

Ein seit 2015 vom Betreiber verfolgtes Planfeststellungsverfahren wurde durch einen vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2024 erteilten Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen. Bestätigt wurden zum Beispiel Pläne zur Nutzung vorhandener Flächen als Abstellflächen für Flugzeuge, Modernisierung und Anpassung von Fracht- und Hangarflächen und die Zulässigkeit von Neubauten wie Parkhaus, Verwaltungsgebäude, Terminalverlängerung und Hotelneubau.[140][141] Der Flughafen möchte ab 2026 seine Sicherheitsabfertigung, die ausschließlich über Terminal 1 läuft, vollständig auf CT-Scanner umzurüsten.[142]

Politik

Kommunale Ebene

Wahl des Kölner Oberbürgermeisters 2025 (Grengel)[143][144]
in Prozent
 %
30
20
10
0
11,37 %
24,10 %
23,36 %
5,26 %
22,40 %
13,52 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Berivan Aymaz (Stichwahl)
b Torsten Burmester (Sieger in Stichwahl)
c Markus Greitemann
d Heiner Kockerbeck
e Matthias Büschges
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Wahl zum Rat der Stadt Köln 2025 (Grengel)[145]
in Prozent
 %
30
20
10
0
10,24 %
25,53 %
24,35 %
5,17 %
22,50 %
3,77 %
8,44 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang
Wahl der Bezirksvertretung Porz 2025 (Grengel)[146]
in Prozent
 %
30
20
10
0
25,96 %
23,15 %
9,94 %
22,19 %
5,45 %
3,71 %
9,61 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Als Kölner Stadtteil des Stadtbezirkes Porz wurden in Kommunalwahlen am 14. September 2025 der Oberbürgermeister von Köln, Vertreter für den Rat der Stadt Köln, Vertreter der Bezirksvertretung Porz und der Integrationsrat der Stadt Köln neu gewählt.[147] Die Wahl ist in Köln die erste nach dem „Gesetz zur Änderung kommunalrechtlicher und weiterer Vorschriften im Land Nordrhein-Westfalen“ vom 11. Juli 2025. Durch diese Änderung ist in Köln zum Beispiel eine Anzahl von vier Sitzen im Kölner Stadtrat nötig, um eine Fraktion bilden zu können (zuvor drei).[148]

Oberbürgermeister der Stadt Köln

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Köln erreichten Berivan Aymaz (Grüne) und Torsten Burmester (SPD) Köln-weit 28,12 % bzw. 21,33 % der Stimmen. In Grengel erreichten die beiden Kandidaten 11,37 % bzw. 24,10 %, was im Fall der Kandidatin der Grüne einen deutlichen Unterschied bedeutet. Im Stadtteil lagen Markus Greitemann (CDU) und Matthias Büschges (AfD) vor ihr. Die Wahlbeteiligung lag in Grengel mit knapp 45 % deutlich unter der von ganz Köln und Porz.[143]

Aus der Stichwahl am 28. September 2025 ging Burmester mit einer Mehrheit von 53,48 % der Stimmen als Sieger hervor, und ist somit der Nachfolger von Henriette Reker.[144] Bei einer Wahlbeteiligung von etwas über 30 % bekam in Grengel Burmester 74,96 % der Stimmen.[149]

Rat der Stadt Köln

Bei knapp 45 % Wahlbeteiligung, und damit mehr als 10 Prozentpunkte weniger als für ganz Köln und etwa 5 Prozentpunkte weniger als Porz, erreichte in Grengel die SPD eine relative Mehrheit, gefolgt von der CDU. Analog der Ergebnisse vom Stadtbezirk Porz aber entgegen der Ergebnisse von ganz Köln, sind die Grüne bei knapp 10 % viertstärkste Partei noch hinter der AfD.[145]

Grengel ist mit den Stimmbezirken 70901, 70902 und 70903 (und den korrespondierenden Briefwahlbezirken 70971, 70972, 70973) Teil der Porzer Wahlbezirke 32 – Porz 2 (70903, 70973) und 33 – Porz 3 (70901, 70971, 70902, 70972).[150] In den Kölner Stadtrat ziehen durch Direktmandat ein Christian Joisten (SPD) (Wahlbezirk 32) und Lena Viktoria Dickgießer (SPD) (Wahlbezirk 33).[151]

Bezirksvertretung Porz

Mit 26,38 % bzw. 25,66 % liegen die CDU und die SPD in Porz in etwa gleich auf. Drittstärkste Partei wurde mit 15,89 % die AfD, gefolgt von den Grünen mit 12,65 %. Diese Reihenfolge deckt sich mit der in Grengel.[146] Der neue Bezirksbürgermeister für die Legislaturperiode 2025–2030, und somit Nachfolger von Sabine Stiller (CDU), ist in der ersten Hälfte der Wahlperiode Lutz Tempel (SPD).[152] Bei der Bezirksvertretungswahl 2025 lag die Wahlbeteiligung in Grengel bei etwa 45 %, und damit deutlich höher als noch vor fünf Jahren.[146][153]

Integrationsrat der Stadt Köln

Grengel ist mit den Stimmbezirken 70901, 70902 und 70903 Teil der Wahlbezirke für den Integrationsrat IR70200 (70903) und IR70300 (70901, 70902). Die Wahlbezirke entsprechen den Briefwahlbezirken. In beiden Wahlbezirken gewann die „SPD-Liste“ die Mehrheit der Stimmen. Auf deren Listenplatz 2 zieht Sigita Gelbach in den Integrationsrat ein. Sie ist Vorsitzende des „SPD Ortsverein Porz-Südost“, zu dem Grengel gehört.[154][155][156][157]

Landesebene

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2022 für die Legislaturperiode 2022–2027 gewann Florian Braun (CDU) mit 33,89 % das Direktmandat im Wahlkreis „Köln V“, zu dem Grengel gehört.[158] In Grengel selbst gewann sein Mitbewerber Christian Joisten (SPD) mit 35,61 % die Mehrheit der Erststimmen. Es folgten Florian Braun mit 30,95 %, Marvin Schuth (Grüne) mit 12,38 % und Ahmet Türe (AfD) mit 8,81 %.[159] Die nächste Landtagswahl findet planmäßig im Jahr 2027 statt.

Bundesebene

Für die Bundestagswahl 2025 für die Legislaturperiode 2025–2029 ist Grengel Teil des „Bundestagswahlkreis Köln I“ („92 Köln Ⅰ“). Den Wahlkreis gewann Sanae Abdi (SPD) das Direktmandat mit 24,9 % der Erststimmen.[160] Serap Güler, Gewinnerin der Erststimmen in Grengel[161] und Staatsministerin im Auswärtigen Amt (CDU), und Fabian Jacobi (AfD) wurden über die Landesliste gewählt und sind somit ebenso Abgeordnete im 21. Deutschen Bundestag.[162]

Europäische Ebene

Grengel ist im Rahmen der Europawahl dem zentralen Wahlkreis Köln zugeordnet. Bei der Europawahl 2024 für die Legislaturperiode 2024–2029 erzielten die Grünen in Köln mit 24,3 % die meisten Stimmen, gefolgt von der CDU mit 20,9 % und der SPD mit 15,2 %. Viertstärkste Kraft wurde die AfD mit 7,3 %.[163] Im Vergleich dazu lag der Stimmenanteil der CDU in Grengel bei 27,93 %, was über dem städtischen Durchschnitt lag, während die Grünen dort 9,41 % erreichten, was wiederum unter dem städtischen Durchschnitt lag. In Grengel erreichte die AfD 17,42 % gefolgt von der SPD mit 17,36 %. Die Wahlbeteiligung in Grengel lag bei 53,15 %.[164] Katarina Barley (SPD) wurde bei der Europawahl 2024 über den Listenplatz 1 ihrer Partei über den Heimatwahlkreis Köln ins Europäische Parlament gewählt. Sie gehört der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament an.[165][166]

Bevölkerungsstatistik

Entwicklung

Zu Beginn wuchs die Bevölkerungszahl von Grengel schnell, lag mit Stadtteilgründung mit der Besiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg bei 200,[167] und erreichte 1951, das Jahr, in dem Porz Stadtrechte erhielt, 800 (nach anderen Quellen mehr als 1.000[168]).[43] Sichtbar im Zahlenverlauf ist der Schub durch die Siedlungsinitiative nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Nutzung von Wohnsiedlungen für Bundeswehrangehörige und Beschäftigte des Flughafens[169]. In der zweiten Hälfte des 1960er Jahrzehntes erreichte Grengel in etwa die heutige Bevölkerungszahl, die auch nach der Eingemeindung 1975 stabil blieb. Im bis zur Eingemeindung selbständigen Stadtteil „Flughafen“ lebte eine zweistellige Anzahl Personen, 1969 zum Beispiel 52.[170] Die Einwohnerzahl von Grengel lag 1977 bei 5.655. Mit 5.595 war die Anzahl der Einwohner im Jahr 2025 etwa gleich hoch. Für neuere Jahre werden von der Stadt Köln detaillierte Daten zur Struktur der Bevölkerung von Grengel zur Verfügung gestellt.[171][172][173][174][175][176]

Weitere Informationen Entwicklung der Bevölkerungszahl von Grengel (Auszug) 1, Jahr/Datum ...
Entwicklung der Bevölkerungszahl von Grengel
(Auszug) 1
Jahr/Datum Einwohner
188555[177]
1948/49200[178]
1951800[43]
1. Mär. 19562.404[179]
20. Sep 19582.410[180]
23. Okt. 19602.449[181]
29. Mär. 19612.472[182]
17. Aug. 19623.027[183]
14. Nov. 19633.609[184]
30. Jun. 19664.700[185]
Jahr/Datum Einwohner
20. Sep 19675.174[186]
20. Sep 19685.354[187]
28. Sep 19695.628[188]
31. Dez. 19775.655[173]
31. Dez. 19785.617[173]
31. Dez. 19795.582[173]
31. Dez. 19805.662[173]
31. Dez. 19905.343[174]
31. Dez. 20005.554[174]
31. Dez. 20105.246[175]
Jahr/Datum Einwohner
31. Dez. 20205.569[175]
31. Dez. 20215.491[172]
31. Dez. 20225.555[172]
31. Dez. 20235.546[172]
31. Dez. 20245.547[171]
31. Dez. 20255.595[176]
1 
Dunkelblau hinterlegt Datenpunkte vor Stadterhebung (Porz).
Blau hinterlegt Datenpunkte vor Eingemeindung (Köln).
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Struktur

Etwa die Hälfte der Bevölkerung hatte 2025 keinen Migrationshintergrund. Danach folgen die Kohorte der nicht deutschen Bevölkerung, der Eingebürgerten, Einwohner mit türkischem Hintergrund, und andere. Die mit etwa einem Drittel größte Altersgruppe ist die zwischen 35 und 59 Jahren, gefolgt von den Einwohnern im Altern von 21 bis 34 und der Altersgruppe 65 und 74. Fast die Hälfte der Haushalte besteht aus einer Person. Es folgen die Kohorte mit zwei Personen und dann drei Personen. Etwa drei Viertel der Haushalte hat kein Kind. Zwei und mehr Personen folgen gefolgt von der Gruppe mit einem Kind. Die Größe der Gruppen, die ledig oder verheiratet sind, ist mit etwa 40 % nahezu gleich. Geschieden sind etwa 10 % der Bevölkerung.[176]

Weitere Informationen Bevölkerungsstruktur (Auszug) ...
Bevölkerungsstruktur
(Auszug)[176]
Herkunft Anteil
Mit Migrationshintergrund
 
49,70 %
Migrationshintergrund Türkei
 
9,12 %
Aussiedler
 
6,20 %
Eingebürgerte
 
16,30 %
Nicht deutsche Bevölkerung
 
22,20 %
Afrika
 
0,88 %
Asien
 
4,74 %
EU27
 
7,26 %
Anderes Europa
 
8,78 %
Übrige
 
0,55 %
Bevölkerung nach Herkunft
Altersintervall Anzahl
0-5
 
318
6-14
 
516
15-17
 
165
18-20
 
180
21-34
 
946
35-59
 
1945
60-64
 
382
65-74
 
614
75-79
 
20
80+
 
329
Bevölkerung nach Alter
Größe Anzahl
1-Personen-Haushalte
 
1286
2-Personen-Haushalte
 
777
3-Personen-Haushalte
 
347
4-Personen-Haushalte
 
252
5-Personen-Haushalte und größer
 
132
Haushaltsgröße
Familienstand Anzahl
Ledige
 
2373
Verheiratete
 
2228
Verwitwete
 
341
Geschiedene
 
529
Bevölkerung nach Familienstand
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Infrastruktur

Flughafen Köln/Bonn

Der überwiegende Teil des 1.000 Hektar großen, von der „Flughafen Köln/Bonn GmbH“ betriebenen Flughafen Köln/Bonn (Markenauftritt Köln Bonn Airport; IATA-Code: CGN, ICAO-Code: EDDK; „CI“ Jingle: anhören/?), zum Beispiel beide Terminals, die Frachthallen und Hangars, befindet sich im Stadtteil Grengel. Ein kleiner Teil, die südlichen Enden der Interkontinentalbahn und der dazu parallelen Start-/Landebahn, liegen im benachbarten Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis).[91][132][189]

Der Flughafen verbindet die Region mit über 100 Zielen. Der Flughafen ist ein international wichtiges Logistik-Drehkreuz der Firmen FedEx und DHL. Für UPS ist der Flughafen das zentrale Drehkreuz in Europa.[117] Der Flughafen beförderte 2024 über 10 Millionen Passagiere sowie rund 840.000 Tonnen Fracht, was ihn nach Verkehrseinheiten zum fünftgrößten Flughafen Deutschlands macht.[117][190]

In seiner Rolle als ziviler Flughafen und Logistik-Drehkreuz, mit über 1.700 Beschäftigten bei der Flughafengesellschaft, mit über 14.000 Menschen am Flughafen insgesamt und zusätzlich über 7.000 im Umland, ist er ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.[117]

Der Flughafen ist der einzige Flughafen in Nordrhein-Westfalen ohne Nachtflugverbot.[191] Die 24/7-Betriebsgenehmigung deckt sich gemäß Betreiber mit der Nachfrage nach dem Flughafen als Teil der Primärstruktur.[192][193] Gegen die bis 2030 erteilte Genehmigung zum Nachtflug[130] bringen Kritiker vor, der Flughafen Köln/Bonn sei europaweit der Flughafen mit den meisten Flugbewegungen in der Kernnacht was bei Betroffenen zu Gefährdungen der Gesundheit führe.[194] Zu Belastungen werden fortlaufend Daten und Berichte bereitgestellt wie von der Stadt Köln oder dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft.[191][195] Der Flughafen hat ein Lärmminderungskonzept, das auf den Säulen Gebühren und Entgelte, flugbetriebliche Maßnahmen, passiver Schallschutz sowie Information, Transparenz und Dialog mit der Nachbarschaft fußt.[117][196] Eine Nutzung des PBN-Verfahrens (Performance Based Navigation), Flugzeug-Typen auf Bonuslisten, sowie Betriebsrichtungen, sollen die Belastungen ferner reduzieren.[197] Durch mehrere Projekte treibt der Flughafen zudem die Weiterentwicklung klimafreundlicher Infrastruktur und den Einsatz erneuerbarer Energien voran.[198]

Der Flughafen, knapp ein Fünftel ihres gesamten Gebietes umfassend, hat seit 1997 eine Patenschaft für die Wahner Heide übernommen.[199] Der Betreiber führt Pflegemaßnahmen auf den der Wahner Heide angrenzenden Flughafen-Grünflächen durch, die eine Größe von ca. 600 Hektar bemessen.[117][196] Der Flughafen ist durch seine Einlagerung in die Wahner Heide eng in den städtischen Landschaftsplan Wahner Heide eingebunden.[81] Gemäß dem Landschaftsplan führt der Flughafen Kompensationsverpflichtungen innerhalb und außerhalb ihres Gebietes in der Wahner Heide durch.[81]

Die Haupt-Gesellschafter der „Flughafen Köln/Bonn GmbH“ sind in etwa gleich großen Anteilen die Stadt Köln, (über die Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mbH) das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesrepublik Deutschland. Kleine Anteile liegen ferner bei den Stadtwerken Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis.[117]

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen

Unter einem Glasdach: Der unterirdische Bahnhof Köln/Bonn Flughafen. Im Hintergrund Terminal 2, rechts Terminal 1.

Der Bahnhof Köln/Bonn Flughafen ist einer von drei Kölner Fernbahnhöfe. Die neben dem Flughafen gelegene Flughafenschleife bindet ihn unter anderem mit der ICE-Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main mit Zielen nach Berlin Hbf (ICE 10), München Hbf (ICE 41), Stuttgart Hbf (ICE 45) und Frankfurt/Main (ICE 49) an.

Der Flughafen mit seinem militärischen Teil ist ein Standort der Multinational MRTT Unit der NATO. Auf der direkt angebundenen Luftwaffenkaserne, welche teilweise auch im benachbarten Wahnheide und Lind liegt und mit 300 Hektar eine der größten Kasernen Deutschlands ist, befinden sich Kommandobehörden und die Flugbereitschaft der Bundeswehr. Als Offizierheimgesellschaft betreibt die „Kasinogesellschaft Wahn“ das Kasino Wahn im Gebäude 50.[200] Der Bundeswehrstandort war 2025 Teil des nationalen Tag der Bundeswehr.[201]

Auch auf den Flughafen als Ankerpunkt zurückzuführen sind die auf einem weiteren benachbarten Gelände liegenden Forschungs- und Zentraleinrichtungen des DLR u. a. die medizinische Forschungsanlage Envihab, das Institut für Werkstoff-Forschung und mit dem Europäischen transsonischen Windkanal der modernste Windkanal Europas.[202][203] Auch das Astronautenzentrum EAC der Europäischen Weltraumorganisation ESA ist in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt. Dort beheimatet ist u. a. LUNA, eine Anlage zur Simulation von astronautischen und robotischen Mondaktivitäten.[204]

Räumlich verbunden mit dem Flughafen ist Kölns Fernbusbahnhof. Anbieter wie BlaBlaCar Bus, Regiojet, FlixBus und Sindbad verbinden den Flughafen sowie Stadt und Region auch auf der Straße mit Europa.[205] Es existiert ferner ein breites Angebot an Carsharing (wie Free2move und Miles Mobility) und an Mietwagen (wie Budget, Avis, Enterprise und Sixt).[206][207] Es stehen vor Ort zudem Leihräder der KVB zur Verfügung und eigene Fahrräder können kostenpflichtig in einer von der Firma Conwee angebotenen Fahrradbox-Anlage verschlossen werden.[208][209] Taxis bieten zudem ihre Dienste an.[210]

In der Nähe des Flughafens, gegenüber dem Parkhaus 3 (P3), stehen mehrere Tesla Supercharger. Dies ist das einzige derartige Angebot von Tesla in Porz.[211]

ÖPNV, und Anschlüsse an das überregionale Straßennetz

Es bestehen zahlreiche Anbindungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Halt in Grengel. Die Buslinien 160, 161 und der Nachtbus 166 sind Teile des Netzes der KVB. Die Flughafenlinie 423 gehört zum Angebot des RVK, die Buslinie SB60 zu den SWB-Verkehrsbetrieben. Die Linie S19 der S-Bahn Köln sowie die Regionalbahn RB27, die Rhein-Erft-Bahn, werden betrieben von DB Regio NRW. Die Regionalbahn RE6, der Rhein-Weser-Express, ist eine Linie des RRX-Programms. Betreiber ist National Express.

Weitere Informationen Linie, Fahrstrecke 2 ...
Linie Fahrstrecke 2
160 Porz Markt – Porz Klingerstraße – Porz Bahnhof – Porz Celsiusstraße – Porz Voltastraße – Porz Siemensstraße – Porz Kopernikusstraße – Porz Humboldstraße – Eil Neue Eiler Straße – Eil Kirche – Eil im Falkenhorst – Urbach Waldstraße – Urbach Antoniusstraße – Grengel Graf-Zeppelin StraßeGrengel FriedensstraßeGrengel WiesenwegGrengel Kaserne Nordtor – Wahnheide Lucasstraße – Wahnheide Bieselweg – Wahn Albin-Köbis Straße – Wahn Schulzentrum Wahn – Wahn Nachtigallenstraße – Wahn S-Bahn – Wahn Kirche – Wahn Kornblumenweg – Wahnheide Guntherstraße – Wahnheide Scheuermühlenstraße – Lind Nibelungenstraße – Lind Linder Weg – Lind Linder Mauspfad
161 Porz Markt – Porz Klingerstraße – Porz Bahnhof – Porz Celsiusstraße – Urbach Feuerwache – Urbach Kaiserstraße – Urbach Waldstraße – Urbach Antoniusstraße – Grengel Graf-Zeppelin StraßeGrengel MauspfadGrengel Krieger-StraßeFlughafen PersonalparkplatzFlughafen Köln/Bonn Terminal 1 S-Bahn RRX Flughafen Köln/Bonn Terminal 2 S-Bahn RRX
166 Porz Markt – Porz Klingerstraße – Porz Bahnhof – Porz Celsiusstraße – Urbach Feuerwache – Urbach Kaiserstraße – Urbach Waldstraße – Urbach Antoniusstraße – Grengel Graf-Zeppelin StraßeGrengel FriedensstraßeGrengel Wiesenweg – Elsdorf – Urbach Friedrich-Hirsch Straße – Urbach Friedhof – Urbach Feuerwache – Porz Celsiusstraße – Porz Bahnhof – Porz Klingerstraße – Porz Markt
423 Bensberg – Rösrath Bf – Königsforst – Eil Gut Leidenhausen – Grengel Krieger-StraßeFlughafen Köln/Bonn Terminal 1 S-Bahn RRX Flughafen Köln/Bonn Terminal 2 S-Bahn RRX
SB60 Bonn Hauptbahnhof – Mozartstraße – Frankenbad/Kunstverein – Innenministerium – Flughafen Köln/Bonn Terminal 1 S-Bahn RRX Flughafen Köln/Bonn Terminal 2 S-Bahn RRX
S 19 Düren – Horrem – Frechen-Königsdorf – Köln-Wieden West – Lövenich – Köln-Müngersdorf Technologiepark – Köln-Ehrenfeld – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Köln Frankfurterstraße – Flughafen Köln/Bonn RRX – Porz-Wahn – Spich – Troisdorf – Siegburg/Bonn – Hennef (Sieg) – Hennef im Siegbogen – Blankenberg – Merten – Eitorf – Herchen – Fattenfeld – Schladern – Rosbach – Au (Sieg)
RE 6 (RRX) Minden – Porta Westfalica – Bad Oeyenhausen – Löhne – Herford – Bielefeld – Gütersloh – Rheda-Wiedenbrück – Oelde – Beckum – Ahlen – Heessen – Hamm – Kamen – Dortmund – Bochum – Wattenscheid – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf – Neuss – Dormagen – Köln Hbf – Flughafen Köln/Bonn S-Bahn
RB 27 Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Flughafen Köln/Bonn S-Bahn RRX – Troisdorf – Friedrich Wilhelmshütte – Menden (Rhein) – Bonn-Beuel – Bonn-Oberkassel – Niederdollendorf – Königswinter – Rhöndorf – Bad Honnef – Unkel – Erpel – Linz (Rhein)
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2 
In fett sind die Haltepunkte in Grengel hinterlegt. Etwaige Umsteigemöglichkeiten dort im ÖPNV sind grafisch markiert.

Eine Neubaustrecke soll zukünftig als S13 Bonn an den Flughafen Köln/Bonn anbinden. Der Neubau ist Teil der Verlängerung der S13 von Troisdorf bis Oberkassel.[213] Die S13 verkehrte bereits von Horrem über Köln und den Flughafen Köln/Bonn bis nach Troisdorf, ehe sie auf dieser Strecke von der S19 ersetzt wurde.[214] Eine S16 soll perspektivisch von Langenfeld und Leverkusen kommend die Südbrücke überqueren, den Flughafen Köln/Bonn anbinden, und weiter bis Au führen.[215]

Grengel verfügt über einen Autobahn-Anschluss zur A59 mit der Kennung „34 Flughafen“. Der Stadtteil wird durchzogen von den Landesstraßen L489 (der Grengeler Mauspfad, in Nord-Süd-Richtung) und L99 (die Waldstraße, in West-Ost-Richtung), und wird im Westen von der A59 passiert, der Grenze zu Porz-Elsdorf und Porz-Urbach. Parallel und westlich von ihr verläuft die B8 (die Frankfurter Straße). Die Alte Kölner Straße umschließt den Flughafen im Osten und führt von Grengel nach Lohmar mit dortigem Anschluss zur A3.

Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

In Grengel ansässig sind verschiedene Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

In Grengel befindet sich die Flughafenfeuerwehr des Flughafens Köln/Bonn. Aufgeteilt ist diese auf zwei Wachen auf dem Flughafengelände.[216][217] Darüber hinaus ist die Bundeswehrfeuerwehr Wahn der Flugbereitschaft BMVg in Grengel gemeldet.[218] Beide Feuerwehren operieren primär auf dem Flughafen, sind jedoch grundsätzlich auch verfügbar für Einsätze im städtischen Teil von Grengel. Ein Beispiel ist der gemeinsame Einsatz zur Bekämpfung von Waldbränden in der Wahner Heide.[219] Die für Grengel zuständige Feuerwache ist die „Feuerwache 7 Porz“ der Berufsfeuerwehr in Urbach. Zudem besteht seit 1901 eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die seit 1956 Löschgruppe „Urbach-Elsdorf-Grengel“ heißt (zuvor „Urbach-Elsdorf“).[220] Sie stellt zudem eine Jugendfeuerwehr. Im Vorstand des zugehörigen Fördervereins ist der ehemalige Bezirksbürgermeister Henk van Benthem (CDU).[221][222]

Das Hauptzollamt Köln hat eine Niederlassung auf dem Gelände des Flughafens Köln/Bonn.[223]

Im Bereich des Terminal 1 Fluggastbereich C („1C“) befindet sich für Fluggäste wie Einwohner Grengels zugänglich eine Polizeiwache der Bundespolizeiinspektion sowie eine Polizeiwache der Landespolizei NRW.[224][225] Die für Nordrhein-Westfalen zuständige Bundespolizeidirektion mit Sitz in Sankt Augustin unterhält eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit mit Standorten in Köln, Essen, Mönchengladbach und Kamen. Die Dienstgebäude in Köln befinden sich im Gewerbegebiet Grengel.[226]

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt den Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) Christoph 3 vom Typ EC 135 T2i für Schwerverletztenversorgung, Notfallmedizin und Luftrettung.[227][228] Die ADAC Luftrettung setzt ein den Intensivtransporthubschrauber (ITH) Christoph Rheinland. Der Hubschrauber vom Typ H145 kommt für luftgebundenen Intensivtransport aber auch für Notfalleinsätze zum Einsatz.[229][230] Einsatzschwerpunkte sind also von Christoph 3 als ein „ZSH“ die Notfallrettung (also Primäreinsätze) und für Christoph Rheinland als „ITH“ die Verlegung von Intensivpatienten (also Sekundäreinsätze). Ursprünglich als Übergangslösung während des Aufbaus einer Station für Luftrettung auf dem Kalkberg geplant, operieren die Hubschrauber seit 2020 dauerhaft vom Flughafengelände aus.[231]

Im Rahmen einer Kooperation des Flughafens mit dem Technischen Hilfswerk (THW) wird Material vom Lager des THW in Hilden über den Flughafen Köln/Bonn ins jeweilige Einsatzgebiet geflogen.[232] Die THW-Regionalstelle Köln ist zuständig für zwölf Ortsverbände, die ein Gebiet von Leverkusen im Norden bis Bad Honnef im Süden abdecken. Die Regionalstelle hat ihren Dienstsitz im Gewerbegebiet Grengel.[233] Der für Grengel zuständige THW-Ortsverband „THW OV Köln-Porz“ hat seinen Standort in Urbach.[234]

Naherholung

Das Gebiet des heutigen Grengel ist seit dem 19. Jahrhundert als Ziel der Naherholung belegt.[235] Mit seinen Ursprüngen als Gartenstadt bietet Grengel auch heute durch seine ländliche Stadtrandlage unterschiedliche Angebote der Naherholung.[43][67][236]

Bieselwald

Als Teil des Kölner Landschaftsschutzgebietes „Freiräume um Zündorf, Wahn, Libur, Lind und Langel rechtsrheinisch“ (Ordnungsnummer LSG-5107-0033) und als geschützter Landschaftsbestandteil (Ordnungsnummer LB 7.29),[19] ist der Bieselwald ein überwiegend von Laubbäumen (z. B. Linden, Eichen, Ahorne, Birken, Eschen, Espen und Buchen) geprägter Laubwald. Insbesondere entlang von Wegen des Stadtwalds sind sporadisch Nadelbäume (Lärchen, Fichten) vorzufinden.[45]

In den raumgreifenden Flächen des Waldes befinden sich, nördlich respektive südlich der Hermann-Löns-Straße gelegen, der „Obere Senkelteich“ (früher genannt: „Urbacher Senke“[237]) und (in Wahnheide) der „Unterer Senkelteich“ (früher genannt: „Elsdorfer Senke“[238]). Als Naturdenkmal sind die Teiche über den Butzbach verbunden.[239]

Der die beiden Teiche speisende Butzbach entspringt als Rinnsal südwestlich von Rösrath (Stadtteil Hasbach) in der Wahner Heide als Sandbach.[240] Von dort fließt der Bach Richtung Westen, zu großen Teilen unterhalb des Flughafens, und fließt bei der Unterquerung der Straße L489 als Butzbach weiter. Der Bach schlängelt sich durch Grengel und erreicht die Teiche, hinter denen er im Bieselwald versiegt. Der Bach, der vormals wohl bis zum Hochwasserrückhaltebecken „Linder Bruch“ führte,[25][241] hat eine Gesamtlänge von 5,8 Kilometern.[242][243][244][245]

Neben den Bäumen gehören im Sommer auch Seerosen zur Flora des Bieselwaldes. Zur Fauna zählen Enten, Reiher, Falken, Mäusebussarde, Eichhörnchen, Fische (wie Wels und Rotfeder), Frösche, Schnecken, Flusskrebse, Wasserläufer, Igel und Schildkröten.[58]

Wahner Heide

Die Wahner Heide in Grengel, mit einem Teil einer historischen Höckerlinie.

Als Teil der Bergische Heideterrasse entfällt ein großer Teil der Kulturlandschaft Wahner Heide auf das gleichnamige, geschützte Flora-Fauna-Habitat-Gebiet sowie Vogelschutzgebiet. Der Rest der Fläche der Wahner Heide verteilt sich auf den Flughafen Köln/Bonn und auf Siedlungsflächen. Der Übergang der Wahner Heide zum Naturschutzgebiet Königsforst verläuft fließend.[246] Der historische „Wolfsweg“ liegt (teilweise) in Grengel.[247]

Die Wahner Heide ist eines der größten und artenreichsten Naturschutzgebiete Nordrhein-Westfalens. Rund 700 gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden sich dort auf einer Fläche von 5.000 Hektar.[67] Unter den gefährdeten Vogelarten befindet sich in der Wahner Heide die größte Schwarzkehlchen-Population in Nordrhein-Westfalen.[13]

Historisch wurde die Wahner Heide schon von Preußen durch den Schießplatz Wahn militärisch genutzt. Die militärische Nutzung zog sich über die Zeit fort, wie durch britische und belgische Streitkräfte.[248][249] Panzersperren („Höckerlinie“) zeugen zum Beispiel noch immer von früheren Zeiten.[250] In unmittelbarer Nähe zur Luftwaffenkaserne kommen auch heute noch Teile der Heide als Standortübungsplatz der Bundeswehr zum Einsatz. Dazu werden militärische Bereiche (zu definierten Zeiten gesperrt) sowie militärische Sicherheitsbereiche (dauerhaft gesperrt) markiert.[251]

Ebenfalls in der Wahner Heide, südlich des Flughafens, liegen die zwei Scheuerteiche, die durch den in der Heide entspringenden „Scheuerbach“ verbunden werden. Im Feuchtgebiet der „Scheuerbachsenke“ floss das Wasser zur Scheuermühle, eine historische, seit 1359 belegte und nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossene Wassermühle, deren Reste als Gedenkanlage heute auf dem Gelände der Luftwaffenkaserne liegen.[22][23][A 6] Der „Obere Scheuerteich“ liegt nicht zugänglich auf dem Gebiet des Standortübungsplatzes der Bundeswehr, der „Untere Scheuerteich“ ist frei zugänglich und auf einem Weg umrundbar.[22][23][252] Das Naherholungsgebiet „Scheuermühlenteich“ wird seit 1994 vom Bürgerverein Wahn-Wahnheide-Lind e. V. gepflegt und zu dem Zweck von ihm seit 1995 gepachtet.[253][254][A 7]

In unmittelbarer Nachbarschaft: Gut Leidenhausen

Das nah gelegene Gut Leidenhausen, seit Erwerb durch die Stadt 1963 ausgebaut zu einem Erholungsschwerpunkt, ist ein weiteres beliebtes Ausflugsziel im landschaftlich fließenden Übergang zu Eil. Das ehemalige Rittergut aus dem Mittelalter war bis 1964 ein großer Bauernhof. Nun verfügt die Räumlichkeit über ein Wildgehege für Rothirsche und Wildschweine und eine Station zur Pflege verletzter Greifvögel. Mit seiner Greifvogel-Schutzstation dient das Gut als Anschauungsort mit Vögeln wie Bussards, Falken oder Uhus, und formt mit dem Haus des Waldes ein Museum der Waldgeschichte.[255][256][257]

Sehenswertes

Grengeler Dorfplatz

Der Grengeler Dorfplatz.

Der zentral gelegene Grengeler Dorfplatz bietet einen gemeinschaftlich genutzten, öffentlichen Bereich mit einem sozialen Interaktionsraum, und ist allen voran ein dekorativer Platz, der Grengels Ursprünge dokumentiert.

Eingebettet in eine Grünfläche an der Straße Wiesenweg nahe der Haupteinkaufsstraße Friedensstraße besteht der Dorfplatz aus einem Ensemble aus einem zentralen, dekorierten Beet, einem Schlagbaum (von dem der Name Grengel abgeleitet ist), einem gelben Stein und einem roten Rahmen. Eine Stele aus Cortenstahl mit oben befestigter Info-Tafel liefert erläuternden Kontext. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein von einer Sitzbank flankierter Öffentlicher Bücherschrank.[258] Der Bücherschrank in Patenschaft der Grengeler Ortsgemeinschaft (GOG) ist Teil von „Projekt Eselsohr“ der „Bürgerstiftung Köln“.[259]

Angepasst an die Jahreszeit finden sich temporäre Dekorationen und Aktionen im Bereich rund um den Dorfplatz, wie das Grengeler Frühlingsdach. Dabei wurden zahlreiche bunte Sonnenschirme über die Parkanlage gespannt. In Kombination mit dem Licht bildeten die Schirme ein schimmerndes Farbspiel.[260]

Grengeler Wegehäuschen

Das Grengeler Wegehäuschen.

An der Schneidung Hermann-Löns-Straße/Wiesenweg befindet sich ein von der Grengeler Ortsgemeinschaft (GOG) organisiertes Wegehäuschen.

Das aus Cortenstahl bestehende Wegehäuschen steht auf einem Fundament, auf das eine Dekoration aus grüner Applikation „GOG“ verbunden mit einer Gravur des Errichtungsjahres („2024“) aufgetragen ist. Im Wegehäuschen ist eine Figur der Heiligen Maria, die Schutzpatronin des Stadtteils, eingestellt. Die Marien-Figur ist eine Schenkung einer verstorbenen Einwohnerin. An der Vorderseite des Häuschens sind durch Mondsichel, Davidstern und Kreuz die drei monotheistische Weltreligionen Islam, Judentum und Christentum markiert. Die Symbole werden inhaltlich und gestalterisch in Verbindung gesetzt und symbolisieren mit dem Wegehäuschen, Fundament und Häuschen in Dreieck-Form, einen Ort des Miteinanders, des Gedenkens und des Dialoges. Auf einer Seite des Wegehäuschens ist eine Marmorplatte mit der Inschrift „Zu Gedenken an die Toten von Grengel“ eingearbeitet. Die Platte ist eine Schenkung der ehemaligen Grengeler St. Sebastianus-Schützenbrüderschaft.[72][261]

Erste Ideen zum 800 Kilogramm schweren Wegehäuschen, damals noch als Wegekreuz, vergleichbar mit der nun unter Denkmalschutz stehenden Wegekreuze in Wahn und Urbach, konzipiert, führen zurück ins Jahr 2012.[262][263] Eine Info-Stele liefert am Ort erläuternden Kontext.

Sehenswertes mit Bezug zum Flughafen

Auf dem und am weiträumigen Gelände des Flughafens gibt es Sehenswertes mit lokalem Bezug:

Weitere Informationen Kurzbeschreibung/Impression, Beschreibung ...
Kurzbeschreibung/Impression Beschreibung
„Zero G“:
Ein Airbus A300B2 als Museumsflugzeug.
Museumsflugzeug „Zero G“
Am „Parkplatz Nord“ (Nähe Terminal 2) des Flughafens Köln/Bonn steht ein Airbus A300B2 „Zero G“ (von engl. zero gravity = Schwerelosigkeit). Dieses spezielle Flugzeug wurde zur Durchführung von 13.180 Parabelflügen genutzt, bei denen für kurze Zeit Schwerelosigkeit simuliert wird. Es kam vor allem für wissenschaftliche Experimente und zur Ausbildung von Astronauten zum Einsatz. Das Flugzeug hatte 1973 seinen Erstflug und ist das älteste, noch komplett erhaltene Airbus-Flugzeug überhaupt. Das Flugzeug wurde 2015 mit einem Kran vom Vorfeld aus auf seinen Stellplatz gehievt.[264][265][266]

Heute dient das ausrangierte Flugzeug als interaktive Dauerausstellung und multimediales Museumsflugzeug, das im Rahmen von Besucherführungen besichtigt werden kann. Dabei sollen der Einsatz als Forschungsflugzeug sowie die an Bord durchgeführten Experimente vermittelt werden. Ende 2021 wurde das Flugzeug zeitweise als mobile Corona-Impfstation der Stadt Köln genutzt.[267]

Komposition Grand Canyon Skywalk:
Ein Abbild der Glasbrücke sowie ein Einzelelement in Originalgröße.
Skywalk: Komposition
Auf einem frei zugänglichen Ort des Flughafens, am Terminal 1 hinter dem Abgang zum Fernbahnhof, steht ein Modell des Grand Canyon Skywalk. Teil der Komposition ist neben dem Abbild der hufeisenförmigen, begehbaren Glasbrücke ein Einzelelement des von Saint-Gobain in Köln-Porz gefertigten Verbund-Sicherheitsglas in Originalgröße. Die Brücke im Grand Canyon wurde 2007 eröffnet. Als Besucherattraktion liegt sie im Erlebnispark Grand Canyon West im Stammesgebiet der Hualapai-Indianer in Arizona.[268][269] Die für Hochsicherheitsglas zuständige Saint-Gobain-Tochter in Köln-Porz war die Kinon Porz GmbH, die mittlerweile als Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH firmiert.
Portraitbüste Konrad Adenauer:
Eine Büste zu Ehren des ehemaligen Oberbürgermeisters und Bundeskanzlers.
Büste „Konrad Adenauer“
Zu Ehren von Konrad Adenauer schuf die Künstlerin Yrsa von Leistner im Jahre 1955 die Portraitbüste Konrad Adenauer. Die Büste soll Konrad Adenauers bedeutender Rolle gedenken: er habe sich als Bundeskanzler Deutschlands und als Oberbürgermeister von Köln nachdrücklich für den Flughafen eingesetzt, so ein Text an der Büste. Ausführlicher betrachtet beinhaltet sein bedeutendes Wirken nicht nur die Förderung ziviler Luftfahrt in Köln und die Ermöglichung einer zivilen Nutzung des Flughafens. Es führte auch zum Einsatz des Flughafens als Regierungsflughafen. Adenauer spielte eine wesentliche Rolle in der Hauptstadtfrage: Bonn als Hauptstadt war ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung.[130][133][270] Die Büste ist frei zugänglich und wird im öffentlichen Bereich des Flughafens zwischen Terminal 1 und Terminal 2 ausgestellt.
Planespotting:
Flugverkehr, beobachtet von der Querschneise, Alte Kölner Straße, Besucherterrasse, Parkhaus. 3

Eine Boeing 747-8F von UPS startet in Grengel ihren Flug nach Shanghai

Die Flughafen-Umgebung ist ein häufiges Ziel von Planespottern, Personen, die Flugzeuge sichten und fotografieren, oder streamen.[271] Rund um den Flughafen gibt es einige Lokationen, die besondere Blicke auf startende und landende Flugzeuge ermöglichen. Ein empfohlener Platz ist die Querschneise II an der mit dem Flughafenbau umgelegten Alte Kölner Straße.[68] Ein offener Platz mit Blick auf die Untere Querschneise und die große Landebahn 13L/31R (bis 2024: 14L/32R[272]) ist möglich bei: 50° 53′ 13,2″ N,  7′ 10,5″ O (für 13L). Ein Stück die Alte Kölner Straße weiter ist ein freier Blick auf Querwindbahn 06/24 (bis 2006: 07/25[272]) möglich bei: 50° 52′ 18,7″ N,  9′ 38,3″ O (für 24).[273][274] Auch eine Besucherterrasse im Terminal 1 (bei geeigneter Witterung tagsüber kostenlos betretbar)[275] sowie die obere Etage des Parkhaus 3 (P3) sind beliebte Orte zum planespotten.
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3 
Das Bild zeigt eine von der Besucherterrasse aufgenommene Boeing 747-8F von UPS, die in Grengel ihren Flug nach Shanghai startet.[276]

Bildung und Jugend

Kindergärten

In Grengel gibt es vier Kindergärten. Die Städtische Kindertageseinrichtung Wiesenweg der Stadt Köln liegt am Bieselwald neben dem Bolzplatz am Akazienweg. Für über 100 Kinder stehen Gruppenräume, Nebenräume, Ruheräume, Sanitärbereich mit Pflegemöglichkeiten und ein Raum für differenzierte Angebote zur Verfügung.[277]

Die 1958 eröffnete Kindertagesstätte St. Mariä Himmelfahrt ist Teil der katholischen Kirchengemeinde Christus König.[278][279] Es werden 40 Kinder im Alter von 2–6 Jahren in zwei Gruppen im Situationsansatz bei religionspädagogischer Arbeit betreut. Ein Schwerpunkt ist musikalische Früherziehung. Neuankömmlinge werden von Vorschulkindern begleitet. Es steht ein weitläufiger Außenbereich zur Verfügung.[280]

Der Kindergarten Huckepack, der auf eine Elterninitiative zurückgeht und als Verein 1969 als Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes gegründet wurde, bietet Platz für über 20 Kinder im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt. Er verfügt über einen großen Spiel- und Bewegungsraum (mit Kletterwand und Turnelementen wie Matten und Schaukeln), und einen Nebenraum mit Schlafmöglichkeit sowie einem Wickeltisch. Im bewaldeten Außengelände befinden sich Spielgeräte und Bäume zum Klettern. Der Kindergarten arbeitet nach dem Situationsansatz.[281]

Die Kindertagesstätte Ahornweg wurde 2021 eröffnet. In der Einrichtung werden Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt in vier Gruppen nach dem situationsbezogenen Ansatz betreut. Die Kindertagesstätte, die über ein großes Außengelände verfügt, ist Teil der 1994 von der Stadt Köln gegründeten „KölnKitas“, eine gemeinnützige GmbH und Tochter des Vereins „Jugendhilfe Köln“.[282]

Grundschule

Grundschule PPS: Der Haupteingang mit „Herzwand“ als Andenken an Ehemalige, und Gebäude.

Auf Entscheidung der Eltern wurden 1953 drei Grundschulen errichtet: eine überkonfessionelle, städtische Gemeinschaftsschule, und je eine einklassige evangelische und katholische Bekenntnisschule. Sie teilten sich bis 1958 ein Gebäude und den Schulhof. Die evangelische wurde der Gemeinschaftsschule noch im selben Jahr angegliedert. Mit dem Anwachsen der Bevölkerung wurde 1964 ein Neubau einer katholischen Schule beschlossen.[283] 1966 wurde die neue Schule, die katholische Volksschule, mit sechs Klassen bezogen. Die Schule stand für Kinder katholischen Glaubens innerhalb der Grenzen der Grengeler Pfarrgemeinde offen, wohingegen die Gemeinschaftsschule von Kindern aller Konfessionen aus ganz Porz besucht werden konnte. Beide Schulen waren eng verbunden, so durch Teilung derselben Turnhalle, gegenseitiges Gastrecht in Klassen, und Kooperationen beim Religionsunterricht.[283]

Mit der Schulreform 1968 wurde aus der Volksschule eine Grundschule mit dem Namen Roncalli.[284][285][A 8] Die Roncalli-Schule gab regelmäßig eine Schulzeitung, das „Schul-Echo“, heraus.[286][287][A 9]

1971 wurden die Grundschulen zusammengelegt: die Roncalli-Schule ging in die Gemeinschaftsschule, seit der Schulreform 1968 eine Gemeinschaftsgrundschule, auf.[288][289]

Im Jahr 1992 wurde die Gemeinschaftsgrundschule nach dem Pädagogikreformer Peter Petersen benannt („PPS“) und bereits seit 1980 werden in ihr dessen Unterrichtsmethoden der Arbeits- und Lebensgemeinschaftsschule nach dem Jenaplan angewendet.[290] Es existieren Stammgruppen: in der PPS sind Kinder des ersten Schuljahres mit Kindern des zweiten Schuljahres zu einer „Eingangsstufengruppe“ organisatorisch und pädagogisch zusammengefasst. In gleicher Weise sind auch die Klassen 3 und 4 pädagogisch zu sogenannten „Grundstufengruppen“ kombiniert. Angeschlossen an die PPS ist eine Offene Ganztagsschule (OGS). Sie wurde im Sommer 2007 eröffnet. Die Peter Petersen Gemeinschaftsgrundschule verfügt über einen Förderverein.[291][292]

Förderschule

Im Jahr 1989 zog die „Schule für Erziehungshilfe“, eine Sonderschule, aus dem Volberger Weg in Rath in das Schulgebäude der ehemaligen „Roncalli-Schule“. Die Umbenennung in Eduard Mörike-Schule („EMS“) erfolgte in 1992.[293]

Die „Förderschule Eduard Mörike“ hat den Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung. Schülerinnen und Schüler der ersten bis zehnten Klasse werden im offenen Ganztag unterrichtet. Ziel der sonderpädagogischen Förderung ist eine Stabilisierung der Schüler. Sie sollen nach Möglichkeit an eine Grundschule, Hauptschule, Realschule oder Gesamtschule zurückkehren. Die Schule verfügt seit 1987 über einen Förderverein.[294][295]

Jugend- und Gemeinschaftszentrum

Das 1980 neben der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt erbaute Jugend- und Gemeinschaftszentrum bietet gemeinnützig generationsübergreifende Angebote in Kunst-, Medien- und Bewegungspädagogik. Beispiele sind Workshops, Ausflüge, und ganztägige, pädagogisch betreute Ferienangebote für Kinder und Jugendliche („Ferien zu Hause“). Räumlichkeiten können für Veranstaltungen gemietet werden. Es stehen eine Turnhalle (für Tanz- und Sportkurse) sowie zwei Proberäume (für Bands) zur Verfügung. Freier Träger der Jugendhilfe ist die Jugendzentren (JugZ) Köln gGmbH. Es existiert ein Förderverein.[296][297]

Kultur

Sport

Wandern

Strecken um den Flughafen und durch den Grengeler Stadtpark laden ein zu Spaziergängen. Mit der Etappe 9 des Kölnpfades führt zudem eine ausgewiesene Wanderstrecke durch Grengel.[298][299] Der Kölnpfad ist ein insgesamt 171 km langer, in Etappen gegliederter, vom Eifelverein organisierter Rundwanderweg um Köln.[300] Von Norden kommend, unweit von Gut Leidenhausen, führt der Kölnpfad über den Weg Am Wildzaun entlang des Grengeler Gewerbegebiets, kreuzt die Waldstraße, verläuft auf dem Wiesenweg und führt auf Höhe des Mörikewegs östlich in den Bieselwald. Am Oberen Senkelteich vorbei führt er Richtung Süden am Butzbach entlang weiter zur Hermann-Löns-Straße, wo der Kölnpfad Grengel verlässt.[A 10][A 11] Beliebt ist die Strecke bei Wanderern und Erholungssuchende, sie findet zudem auch Platz bei offiziellen Veranstaltungen, wie dem „171 km Ultra Wandern“.[301]

Fußball

Der Sportverein Spielvereinigung Wahn-Grengel e. V. ist der lokale Fußballverein. Der am 3. Juni 1980 durch Fusion der Vereine SV Wahn 1916 und des VfL Grengel 1953 gegründete Verein ist im FVM organisiert.[302]

Alle drei Herren-Mannschaften spielen derzeit in der Kölner Kreisliga C. Hinzu kommen Frauenmannschaften, Inklusionsteams, eine große Anzahl an Jugendmannschaften und eine „Alte Herren“-Mannschaft.[303][304] Außerdem stellt der Verein Breitensportangebote sowie die Karnevals-Tanzgruppe „Höppemüüs“. Nach dem 1. FC Köln sowie Bayer Leverkusen verfügt der Verein über die größte Schiedsrichterabteilung des Fußballkreises Köln.[303][305]

Jährlich werden Fußball-Camps organisiert und findet ein Austausch von Jugendmannschaften nach Barcelona statt, welcher mit einer Teilnahme an dortigen Turnieren verbunden wird.[306][307][308] Am Wochenende des Gründungsdatums wird ein Sommerfest ausgerichtet. Der Verein trägt seine Heimspiele entweder auf dem Kunstrasenplatz Nachtigallenstraße im benachbarten Wahn oder auf dem Ascheplatz im Grengeler Bieselwald aus. Die Alten Herren spielen auf einer historischen Naturrasenanlage in der Krieger-Straße. Der Ascheplatz wird von der Stadt Köln gepachtet, für den Kunstrasenplatz gibt es ein Nutzungsrecht. Es ist die Errichtung eines neuen Kunstrasenplatzes an der Stelle des heutigen Ascheplatzes geplant.[303]

Reiten

Der Reit- und Fahrverein Porz ist mit über 300 Mitgliedern einer der größten Reitsportvereine in Köln und Umgebung und bietet Aktivitäten rund um das Reiten wie eine Reitschule und Turniere wie der von der „Mehl-Mülhens-Stiftung“ gestiftete, jährlich stattfindende Geländetag.[93][309]

Moderne Stallungen, ein Außengelände mit zwei Reithallen, ein Turnierspringplatz, Paddockanlagen, eine Führanlage und die anliegende Weide bieten eine bestmögliche Haltung der Pferde und sehr gute Trainingsbedingungen.

Die Reitanlage ist durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Initiative Sportland NRW 2022 als „moderne Sportstätte“ eingestuft worden.[310]

Tennis

Die am 1. April 1959 gegründete Tennisgemeinschaft Fliegerhorst-Wahn e. V. wurde als Tennisverein für Soldaten gegründet, steht aber heute auch für Zivilisten offen. Drei Ascheplätze und das Clubhaus befinden sich auf dem Gelände der Luftwaffenkaserne. Der Tennisverein ist im Tennisverband Mittelrhein organisiert.[311][312]

Radrennen/-Tour

Aufgrund der Grengeler Lage war der Ortsteil zwischen 1988 und 2004 Teil des Radrennens „Rund um den Flughafen Köln-Bonn“, das im Besonderen auf der Kölner Straße verlief.[313] Etappe 1.35 der für Radfahrer empfohlenen Tour 1 des „Kulturpfad Stadtbezirk 7 (Porz)“ führt durch Grengel und über den Flughafen.[314] Auch die Strecke der Radtour tour de magellan 2024 führt durch Grengel.[315]

Vereinswesen

Grengeler Ortsgemeinschaft e. V.

Ein von der GOG aufgestelltes, in Richtung Elsdorf zeigendes Willkommensschild. Ein zweites steht auf der Waldstraße auf Höhe des historischen Schlagbaums.

Die Grengeler Ortsgemeinschaft, abgekürzt GOG, ist ein 2011 gegründeter Verein zum Zwecke der Förderung der Jugendhilfe, der Altenhilfe und der Landschaftspflege. Es bietet über das ganze Jahr hinweg ein breites Angebot für das Zusammenkommen der Grengeler Bürger.[58][316] Dazu zählt zum Beispiel ein regelmäßiger Stammtisch, Flohmärkte, der Tanz in den Mai, das Grengeler Oktoberfest oder der Weihnachtsmarkt, bei welchem Weihnachtsbäume verkauft werden. Auch vertritt die GOG den Ortsteil erfolgreich beim traditionellen Schürreskarrenrennen[317] im beheimateten Urbach oder dem Elsdorfer Seifenkistenrennen.[318]

Die Ortsgemeinschaft führt Landschaftspflege durch, wie die Säuberung der Umwelt, zum Beispiel am Dorfplatz, und naturnahe Aktionen, wie die Errichtung eines Entenhauses durch eine lokale Tischlerei auf dem Unteren Senkelteich im Bieselwald. Mitte 2024 initiierte die GOG Straßennamenergänzungsschilder, also Legenden zu bestehenden Straßenschildern. Dabei werden bedeutende Personen, wie zum Beispiel Dichter, Wissenschaftler und Politiker, der Bevölkerung näher gebracht.[319] Das Grengeler Wegehäuschen geht zurück auf eine Initiative der GOG.[72]

SG Porz-Grengel e. V.

Als ältester Verein in Grengel diente die 1934 gegründete Siedlergemeinschaft Porz-Grengel e. V. zu seiner Anfangszeit vornehmlich der Förderung des Eigenheims und der gegenseitigen Unterstützung bei der „Besiedlung“ des neuen Ortsteils, zum Beispiel durch Nachbarschaftshilfe, Verleih von Bauwerkzeugen und Ausgabe von Schädlingsbekämpfungsmitteln.[99]

Im Jahr 1954 wurde der gemeinnützige Verein in das Vereinsregister eingetragen und trat dem „Deutschen Siedlerbund Rheinland“ bei, der mittlerweile als Verband Wohneigentum auftritt. Durch das starke Wachstum Grengels in den 1950er Jahren vergrößerte sich auch die Siedlergemeinschaft deutlich.[99][320]

Der auch heute noch aktive Verein kümmert sich mittlerweile schwerpunktmäßig um Beratungen. Der Verein fördert das Miteinander durch gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen.[99]

Karneval „am Grengel“

„KG Grengeler Draumdänzer e. V.“ ist ein Grengeler Karnevalsverein. Der 1992 gegründete, gemeinnützige Verein setzt sich für die Förderung des Straßenkarnevals ein. Aktivitäten des Vereins beinhalten ein Herrenballett, eine Brauhaussitzung, die Teilnahme am Porzer Rosensonntagszug, ein Stand am Wahner Karnevalzugweg, die Nubbelverbrennung und ein jährliches Vereinsgrillen.[321]

Im Jahr 2002 gründeten sich in Porz-Wahn mit den Wahner Wibbelstetze e. V. ein Karnevalsverein, der u. a. über drei Tanzgruppen (Wibbelchen, Kindertanzgruppe und Große Tanzgruppe) verfügt.[322] Nach der Auflösung des 1959 gegründeten Grengeler Schützenvereins „St. Sebastianus Schützenbruderschaft“ bezogen die Wibbelstetze im September 2020 das historische Schützenheim in Grengel und machten es zu ihrem Vereinsheim.[323]

Es besteht des Weiteren die Tanzgruppe „Höppemüüs“ der „Spielvereinigung Wahn-Grengel e. V.“.[324] Der Stammtisch der benachbarten „KG Urbacher Räuber e. V.“ findet regelmäßig in Grengel statt.[325] Thematisch und personell mit lokalen Karnevalsvereinen sowie mit der „GOG“ verquickt ist der „Grengeler Weltenbummler e. V.“.[326]

Feste und Konzerte

Am Flughafen finden im September seit 2021 jährlich auf einem OpenAir-Gelände Konzerte statt. Der „OPENAIRPort“ zieht auch überregional Besucher an. Auftretende Künstler waren bereits die belgische Band Alphaville mit ihrem Song „Forever Young“, das Filmorchester Babelsberg, Johannes Oerding oder Singer-Songwriter Milow. Am „Kölsche Ovend“ traten bereits die bekannte Kölner Musiker Kasalla, Miljö, Planschemalöör und Aluis auf.[327] Organisator ist die „Sa Cova musik.theater.unterhaltung Roland Kulik GmbH“.[328]

Weitere wiederkehrende Feste sind der Tanz in den Mai, das Grengeler Oktoberfest oder ein Weihnachtsmarkt, alle von der „Grengeler Ortsgemeinschaft (GOG)“ organisiert. Ein traditionelles Fest in Grengel ist außerdem das Sankt-Anno Straßenfest. Dieses findet jeden Sommer in der Sankt-Anno Straße statt und bringt die Grengeler bei Musik, Essen und Getränken zusammen. Organisiert wird es vom „Förderverein des Jugend- und Gemeinschaftszentrum Grengel“.[329]

Sonstiges

Aufgrund seiner verbindenden Position zwischen den historischen und nun verwachsenen, inoffiziellen Siedlungsbereichen Alt-Grengel und Neu-Grengel sowie seiner Rolle als Achse, an der sich die Sehenswürdigkeiten Grengeler Dorfplatz und Grengeler Wegehäuschen anreihen, wird der Wiesenweg zunehmend als Kulturpfad bezeichnet.

Religion

Konfessionen 2025[176]

  • Evangelisch (11,85 %)
  • Katholisch (27,63 %)
  • Andere (60,52 %)
  • Katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt

    Zur Stadterhebung 1951 schenkte die Stadt Porz, mit Schenkungsvertrag vom 5. Dezember 1952, der St. Bartholomäus-Pfarrei in Urbach ein etwa 4.000 m² großes Grundstück unweit des Grengeler Stadtkerns für einen Neubau einer katholischen Kirche in dem damals pfarrlich zu Urbach gehörenden Grengel. Entwurf und Bauleitung des Gotteshauses in der neuen Tochtergemeinde wurden den Kölner Architekten Borgard und Volmer übertragen.[331] Als eins der neueren Kölner Sakralbauten wurde die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt 1953 geweiht.[332] Die zweischiffige Hallenkirche in Stahlskelettbau verfügt über einen Boden aus Solnhofener Platten und eine Decke aus Kiefernholz.[43][278] Die Glasmalerei der Fenster hat teils einen regionalen Bezug: Vom Eingang der Kirche startend sind die ersten drei Fenster im Schiff, sie nehmen etwa drei Viertel der Wandhöhe ein, geschmückt mit Engel, die jeweils das Wappen halten von Porz, des Rheinisch-Bergischen Kreises (zu dem Porz damals gehörte) und von Nordrhein-Westfalen. Das Wappen von Josef Frings, zur Zeit des Kirchenbaus Kardinal und der Erzbischof von Köln, schmückt das vierte Fenster in der Reihe.[330] Die Zweckmäßigkeit der Hallenkirche, wie einfache Linien der Wand- und Dachflächen sowie der funktionale Turm, verleiht ihr den Charakter einer Siedlungskirche, optimal eingebunden in einer damals neuen, wachsenden Gemeinde.[333]

    1956 wurde Grengel ein eigenständiges Pfarr-Rektorat und 1959 folgte die Ernennung zur Rektoratspfarrei mit eigenem Rektoratspfarrer.[334] Erster Pfarrer von Grengel war Peter Echterbroch.[335] Es wurde in die Kirche eine Orgel von Ernst Weyland eingebracht, die nach 18 Monaten Bauzeit am 14. Februar 1965 ihre Weihe erfuhr.[278][336] In der Kirche sind fünf Kirchenglocken im Einsatz: die St. Raphael-Glocke (342 kg), die St. Gabriel-Glocke (234 kg), die Schutzengel-Glocke (144 kg), die St. Michael-Glocke (460 kg) und die St. Mariä-Glocke (830 kg).[337] Der Glockenstuhl lässt sich über einen Zugang auf dem Dach betreten, der von innerhalb der Kirche erreichbar ist.

    In der Kirche besteht eine Messdiener-Gemeinschaft sowie ein Kirchenchor. Der Kirche angeschlossen sind ein Pfarrbüro, ein Kindergarten sowie ein Pfarrheim mit Bibliothek.[338] Es werden Schulgottesdienste und wöchentlich abwechselnd samstags eine Messe oder ein Gottesdienst gefeiert.[278][339]

    Die Kirche gehört zusammen mit St. Bartholomäus (Urbach), Christus König (Wahnheide), St. Aegidius (Wahn), St. Magaretha (Libur) und der Pfarrkirche St. Bartholomäus (Urbach) zur Porzer Kirchengemeinde Pfarrei Christus König des Stadtdekanats Köln rechtsrheinisch im Erzbistum Köln. In regionaler Gliederung als Pfarrei im Seelsorgebereich (SBKZ) 087, ist die Kirche nun zusammen mit vier Kirchengemeinden im Seelsorgenbereich St. Maximilian Kolbe und vier Kirchengemeinden im Seelsorgenbereich Porzer Rheinkirchen Teil der Pastoralen Einheit Köln-Porz (PEKZ 962), der Sendungsraum Porz.[340][341][342]

    Die Heilige Maria gilt als Schutzpatronin des Stadtteils.[43][278] Zum Patronatsfest, am Feiertag des Patrozinium St. Mariä Himmelfahrt, am 15. August, wird jährlich ein Kirchenfest ausgerichtet.

    Der spätere Generalpräses des Kolpingwerk International Axel Werner war ein Kaplan in Grengel.

    Evangelische Friedenskirche

    Die seit 1964 bestehende „Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide“ bietet mit ihrer in Urbach liegenden Friedenskirche eine Anlaufstelle für Anhänger evangelischen Glaubens in Grengel. Sie ist Teil des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch der Evangelischen Kirche im Rheinland. Neben Gottesdiensten bietet die Gemeinde Angebote an für Kinder, Jugendliche und Senioren.[343]

    Evangelische Gottesdienste im heutigen Grengel gab es aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Schießplatzes schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Ab 1947 nahm die Anzahl der Bürger evangelischen Glaubens durch Zuzug aus östlichen Regionen deutlich zu. Aus dem Grund wurde am 5. Dezember 1959 ein Jugendheim (seit 1971 „Waldheim“ genannt) mit 120 Sitzplätzen an der Stelle errichtet, wo nun der „Kindergarten Huckepack“ beheimatet ist. Das Grundstück, ein Geschenk der Stadt Porz, sollte als Gemeindezentrum dienen.[344]

    Das stetige Wachstum der Porzer Stadtteile motivierte am 1. September 1964 die Gründung der neuen Kirchengemeinde „Porz-Wahn-Heide“ als Ausgemeindung aus der Kirchengemeinde Porz. Damit verbunden war der Bau einer neuen Kirche und eines neuen Gemeindezentrums, so dass im Folgenden am 26. Mai 1968 in Wahnheide die neue „Martin Luther Kirche“ geweiht wurde. Am 1. April 1968 sodann wurde mit „Grengel-Urbach“ ein zweiter Pfarrbezirk aufgemacht: neben der in Wahnheide erbauten Lutherkirche steht seit ihrer Weihung am 4. November 1973 auch die am Südrand von Urbach errichtete Friedenskirche für Gläubige zur Verfügung. Sie ist seitdem Anlaufstelle für Gläubige aus Grengel. Ein Pfarrbezirk 3 der Kirchengemeinde für Wahn, Libur und Lind sollte später folgen.[344] Nach heutiger Organisation umfasst der Bezirk 1 (Martin-Luther-Kirche) Wahnheide, Lind, Libur, Wahn Süd, und Bezirk 2 (Friedenskirche) Grengel, Urbach, Elsdorf, Wahn.[343]

    Die Friedenskirche liegt nicht in Grengel, sondern in Urbach. Die „Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide“ merkt selbst an, dass ihre Kirchen aus historischen Gründen nicht, wie sonst üblich, zentral zum Ort der Gläubigen liegen.[344]

    Überkonfessionelle Räume zur Religionsausübung

    Raum der Stille

    Der Raum der Stille bietet einen Platz zur überkonfessionellen Religionsausübung. Der Gebetsraum und Raum zum Innehalten, der Angehörigen aller Religionen und Nationalitäten offen steht, soll ein Ort der Ruhe darstellen und Toleranz und Völkerverständigung symbolisieren.[345] Der Raum befindet sich auf dem Gelände des Flughafens Köln/Bonn auf der Basisebene des Terminal 2.[346] Im Zentrum des Raumes befindet sich eine begehbare, Rückzugsräume bietende Installation, mit einem Wegweiser zu Orten von Weltreligionen, und einer vor Einblicken Schutz gebenden Ellipse. Eine Glasscheibe trennt den 180 m² großen Raum nach außen. Bei der Herrichtung des Raumes wurden Materialien und Motive aus der regionalen Natur gewählt.[347][348]

    Gedenkort für Verstorbene

    Grengel verfügt über keinen eigenen Friedhof. Die nächstgelegenen Friedhöfe befinden sich in Wahn, Urbach und Eil, und eine militärische, historische Ruhestätte liegt als städtische Enklave auf der angrenzenden Luftwaffenkaserne.[349][A 6] Aus dem Grund hatte die damalige Grengeler St. Sebastianus-Schützenbrüderschaft an ihrem Schützenheim einen Gedenkort für Verstorbene von Grengel errichtet. Die dazu erstellte und dort ausgelegte Marmorplatte mit der Inschrift „Zu Gedenken an die Toten von Grengel“ hat nach Auflösung der Schützenbruderschaft im Jahr 2020 als Teil des Grengeler Wegehäuschens vier Jahre später einen neuen Platz gefunden. Das Wegehäuschen ist ein integrativer Platz des Miteinanders und Innehaltens und für einen interreligiösen Dialog.[262]

    Handel und Dienstleistungen

    In der Friedensstraße befinden sich Geschäfte des kurzfristigen Bedarfs (u. a. ein Frischmarkt, Getränkehandel, Apotheke) sowie ein Fachgeschäft für Dekorationsartikel für den langfristigen Bedarf und einige Dienstleistungsbetriebe (u. a. medizinische Einrichtungen, Friseur, Geldautomat, Postpartnerfiliale), was den Bereich strukturell insgesamt als „Nahversorgungslage“ einstuft.[350] In sternenförmiger Lage dazu gibt es im Umkreis Gastronomie.

    Grengel besitzt ein Gewerbegebiet, das über die Waldstraße und Graf-Zeppelin-Straße angebunden ist und in unmittelbarer Nähe zur Grengeler Autobahn-Anschlussstelle zur Autobahn A59 liegt. Hier sind Rohde & Schwarz sowie Logistik-Unternehmen wie Dachser und Dörrenhaus verortet. Die „AES Airplane-Equipment & Services“ hat auf der Fläche ihren Hauptsitz. Die Zeppelin Baumaschinen GmbH, deutscher Vertriebs- und Servicepartner des Baumaschinenherstellers Caterpillar, bezieht mehrere Liegenschaften auf dem Gelände. Neben Gebäuden der Verwaltung und Verleih befindet sich das zentrale Ersatzteillager für Deutschland auf der Fläche. Aufgrund eines wachsenden Bedarfs für mehr Lagerraum wird im benachbarten Porz-Eil eine neue, größere Lagerhalle errichtet. Die Fläche, auf der die aktuelle Halle steht, wird nach Errichtung der neuen von Zeppelin weiter genutzt.[351] Es existieren weitere Büroeinheiten wie von produzierenden Unternehmen aus den Branchen Elektronik und Sicherheit.

    Auf dem Gelände des Flughafens Köln/Bonn, auch vor dem Sicherheitsbereich, existieren zahlreiche Geschäfte wie Bekleidungsgeschäfte, Zeitschriftenläden, ein REWE-Supermarkt sowie Gastronomie.[352] Angeschlossen an eine nahe Esso-Tankstelle befindet sich ein „REWE express“.[353] Die im Aufbau befindliche „Airport City“ soll Büros, Hotels (aktuell ein Moxy), Gesundheitsimmobilien sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen beinhalten.[140][141][354] Im nahen Porz-Gremberghoven befindet sich der angebundene „AirportBusinessPark Köln“.[355]

    Persönlichkeiten

    Trivia

    • In der 90 Meter langen Germanwings-Straße lag der Firmensitz der Fluggesellschaft Germanwings, welche ihre Basis auf dem Flughafen Köln/Bonn hatte. Nach Abwicklung der Germanwings im Jahre 2020 gingen die Gebäude in die Nutzung der Eurowings über. Die Germanwings-Straße wurde wieder in Waldstraße umbenannt, der Name, den die Straße bereits bis 2009 als Teil der schon bestehenden, in Porz-Urbach startenden Waldstraße trug. Die vermeintlich von Eurowings eingebrachte Idee einer Eurowingsstraße wurde durch die Porzer Bezirksvertretung laut Presse kurz diskutiert, sei aber zu Gunsten einer besseren Planbarkeit und „Orientierung durch eindeutige Adressen“ verworfen worden. Nicht ganz auszuschließen ist, dass man sich aufgrund von einem geänderten Netz von Flugverbindungen oder der Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf dagegen entschied, denn die Eurowings hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf.[356][357]
    • Fußballplatz und Vereinslokal des benachbarten Vereins „RSV Urbach“ lagen lange Zeit am Flughafen im heutigen Grengel.[58][358][359][360]
    • Mit Erich Kästner (während des Ersten Weltkriegs) und Heinrich Böll (während des Zweiten Weltkriegs) leisteten zwei bedeutende Schriftsteller als Soldaten Dienst auf dem Fliegerhorst Köln-Wahn.[51]

    Anmerkungen

    1. Die Karte zeigt mehrere Heiden, neben der Wahner zum Beispiel auch Urbacher, Linder und Elsdorfer. Heute sind die Flächen alle die Wahner Heide. Die Karte zeigt ferner insgesamt 21 durchnummerierte Zugänge in die Heiden. Sie liegen rund um die Heidelandschaft und werden im Uhrzeigersinn nummeriert, mit dem historischen, namensgebenden (Urbacher) Grengel als Nummer 1.
    2. Auch heute noch wird ein Teil der Wahner Heide militärisch als Standortübungsplatz genutzt.
    3. Die in Grengel liegende Artilleriestraße ist eine Reminiszenz.
    4. Aus historischen Gründen wird im Volksmund auch heute noch gelegentlich vom Flughafen (in) Wahn gesprochen, obwohl der Flughafen zu großen Teilen im heutigen Grengel liegt.
    5. Das Bild zeigt eine Ortstafel in der Variante „Porz-Grengel“, Stadtteil von Köln. Neue Schilder (Zeichen 310/311) werden in dieser Form beschriftet.
    6. Auch zivile Besuche der Luftwaffenkaserne sind als Gast einer zugangsberechtigten Person im Passwechselverfahren möglich.
    7. Der Bürgerverein existiert seit 1960 und die Pacht existiert seit 1995. Die Grengeler Ortsgemeinschaft existiert seit 2011.
    8. Gleichzeitig wurde an gleicher Stelle eine Gemeinschaftshauptschule Mörikeweg gegründet, die es bis 1989 gab.
    9. Auf der Vorderseite der Schulzeitung war ein Schulwappen abgebildet. Das Wappenschild in alter, französischer Form, ist geviert. Das Feld oben rechts ist der Bezug zu Porz. Das Porzer Wappen hat einen Torturm (bei Orten an einem Fluß lässt sich „Porz“ sprachlich als Verkehrsdurchgangspunkt bzw. Hafen, lat. portus, bei Orten am Eingang zu einem Tal sprachlich als Tor, lat. porta, herleiten, hier: ein Tor vom Rhein zum Bergischen Land) mit offenem Fallgatter, unten im aufgelegten Porzer Schild, ein Löwe, der die ehemalige Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg symbolisiert. Das Feld oben links weist einen lokalen Bezug zu Grengel auf durch Abbildungen eines Flugzeugs, historischen, ausgegrabenen Artefakten, und der Heide. Unten rechts im Wappen befindet sich ein Muttergottes-Emblem mit Krone und Zweigen. Unten links, hier der Bezug zum Namensgeber der Schule, das Wappen von Papst Johannes XXIII., bürgerlich Angelo Giuseppe Roncalli: der Markuslöwe der Stadt Venedig inklusive des Textes „PAX TIBI MARCE EVANGELISTA MEUS“ („Friede sei mit dir, Markus, mein Evangelist“) weist auf seine Erhebung zum Patriarchat von Venedig, der Turm und Lilien auf seine Herkunft, die Gemeinde Sotto il Monte. Varianten des Wappens wurden in den 1960ern zum Beispiel auch von der katholischen Kirche im Zuge von Publikationen mit Bezug zu Grengel eingesetzt. Hier wurde allerdings das Feld unten links, die Relation zu Roncalli, weggelassen, was in der Variante zu einem halbgespaltenen und geteilten Schild führt, der untere Wappenteil also nicht zerlegt ist, was in der Summe zu drei Feldern führt. Beide Varianten können als inoffizielle Wappen Grengels betrachtet werden, die mit den 1970ern aber nicht mehr zum Einsatz kamen.
    10. Oder analog in die andere Richtung, also von Süden nach Norden.
    11. Der Kölnpfad führte historisch anders durch Grengel. Die alte Wegführung verlief am Grengeler Mauspfad entlang, hinein in einen kleinen Verbindungsweg am Birkenweg, weiter entlang des Butzbach, über die Sankt-Anno-Straße. Der offizielle Weg und der historische treffen sich an der Alte Kölner Straße (im Norden) und am Oberen Senkelteich (im Süden). Teilweise existieren die alten Markierungen noch immer.

    Literatur

    • Johann Bendel: Heimatbuch des Landkreises Mülheim am Rhein, Geschichte und Beschreibung, Sagen und Erzählungen. Scriba Verlag, Köln 1925, ISBN 3-921232-05-8
    • Burkhard Diez: Erich Philipp Ploennies (1672 – 1751). Verlagsdruckerei Schmidt GmbH, Neustadt/Aisch 1996, ISBN 3-87707-491-X
    • Christian Schuh: Kölns 85 Stadtteile. Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Emons Verlag, Köln 2003, ISBN 3-89705-278-4
    • Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Band 4, Köln 1978
    • Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Band 39, Köln 2014
    • Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Band 42/43, Köln 2017/2018
    • Geschichts- und Heimatverein Rechtsrheinisches Köln e. V.: Rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde, Band 44, Köln 2019
    • Frank Schwalm: Porz, Bergisches Tor am Rhein. J. P. Bachem Verlag, Köln 2004, ISBN 3-7616-1797-6
    • Steffi Machnik: Kölnpfad. Der Kölner Rundwanderweg. J. P. Bachem Editionen, Köln 2021, ISBN 978-3-7510-1284-3
    • Kölner Eifelverein e. V.: Kölnpfad. Wanderkarte. J.P. Bachem Verlag, Köln 2022, ISBN 978-3-7616-2280-3
    • Walter K. Schulz: Köln-Porz, Wartberg Verlag, Köln 2003
    • Friedhelm Speck: Urbach, Köln 2016
    • Schwochert und Dank: Das Porz-Buch, Köln 1990
    • Bernd Imgrund: 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss. Emons Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-89705-618-3
    • Bernd Imgrund: 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss. Band 2. Emons Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-89705-695-4
    • Stadtverwaltung Porz: Porz, die junge Stadt am Rhein, Porz 1951
    • Peter Echterbroch: St. Mariä Himmelfahrt Porz-Grengel. Libertas Verlag Hubert Baum, Wiesbaden 1967
    • Stadt Köln: Kulturpfade. (Porz): Eil, Elsdorf, Ensen, Gremberghoven, Grengel, Langel, Libur, Lind, Poll, Porz, Urbach, Wahn, Wahnheide, Westhoven, Zündorf, Köln 1993
    • Stadt Köln: Köln-Porz: Porz, Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Eil, Urbach, Eilsdorf, Grengel, Wahnheide, Wahn, Lind, Libur, Zündorf, Langel, Köln 1985

    Einzelnachweise

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