Hilkersdorf
Ortsteil des Marktes Rattelsdorf in Oberfranken
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hilkersdorf (fränkisch: Zual[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Hilkersdorf liegt in der Gemarkung Medlitz.[4]
Hilkersdorf Markt Rattelsdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 4′ N, 10° 52′ O |
| Höhe: | 255 m ü. NHN |
| Einwohner: | 38 (30. Sep. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 96179 |
| Vorwahl: | 09533 |
Geografie
Das Dorf liegt an einem linken Seitenarm der Itz. Gegen Osten steigt das Gelände um 150 Höhenmeter an zum Ummersberg. Die Bundesstraße 4 führt entlang der Itz nach Busendorf (1,3 km nördlich) bzw. nach Speiersberg (0,8 km südöstlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch 1318/19 als „Hilkersdorf“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hiltiger. Dieser sehr häufig vorkommende Personenname ist seit dem frühen 9. Jahrhundert bezeugt. Die mundartliche Form leitet sich von Zoll ab; Hilkersdorf war früher eine Zollstelle des Hochstifts Würzburg.[6][7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Hilkersdorf aus 8 Anwesen. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die acht Häuser hatte das würzburgische Amt Ebern.[8]
Im Jahre 1802 kam Hilkersdorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hilkersdorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.[9] Am 1. Juli 1972 wurde Hilkersdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[10]
Baudenkmäler
In Hilkersdorf gibt es zwei Baudenkmäler:[11]
- Haus Nr. 7: Wohnstallhaus
- Bildstock bei Haus Nr. 14
- ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 1: Brauerei-Gastwirtschaft zum Grünen Baum. Stattliches zweigeschossiges Walmdachhaus des mittleren 19. Jahrhunderts, drei zu sechs Achsen, verputzt massiv; Gliederungen in Sandstein: Sockel, Sohlbankgesimse, profilierte Fenster- und Türrahmungen; hölzernes, profiliertes Traufgesims.[12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Hilkersdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.[8][20]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hilckersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 656 (Digitalisat).
- Dorothea Fastnacht: Staffelstein: Ehemaliger Landkreis Staffelstein (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 5). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, DNB 986642908, S. 158–160.
- Georg Paul Hönn: Hilckersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 113 (Digitalisat).
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Staffelstein (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 28). Deutscher Kunstverlag, München 1968, DNB 457441232, S. 124–125.
- Hildegard Weiß: Lichtenfels-Staffelstein (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 7). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1959, DNB 455437866 (Digitalisat).
Weblinks
- Gemeindeteile > Hilkersdorf. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 7. Dezember 2025.
- Hilkersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- Hilkersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 7. Dezember 2025.
- Hilkersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 7. Dezember 2025.