Freudeneck (Rattelsdorf)
Ortsteil von Rattelsdorf
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Freudeneck ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Freudeneck liegt in der Gemarkung Höfen b.Rattelsdorf.[3]
Freudeneck Markt Rattelsdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 2′ N, 10° 53′ O |
| Höhe: | 247–260 m ü. NHN |
| Einwohner: | 30 (30. Sep. 2023)[1] |
| Postleitzahl: | 96179 |
| Vorwahl: | 09547 |
Blick auf Freudeneck von Süden | |

Geografie
Das Dorf liegt am rechten Ufer der Itz. Im Daschendorfer Forst westlich des Ortes liegt der Burgstall Freudeneck. Die später geschleifte Burg war Schauplatz der Sage vom Zwerg von Freudeneck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfenneusig (1,5 km südlich) bzw. nach Helfenroth (1,3 km nördlich).[4] Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Im Jahr 1376 wurde Freudeneck erstmals urkundlich erwähnt, als Albrecht von Lichtenstein und Karl Fuchs einen Hof in der Gemarkung „Fröudeneck“ erhalten hatten.[5] Später gehörte der Ort den Herren von Giech. Als diese nach dem Mannstammes ausstarben, fiel es dem Hochstift Bamberg heim, die es dem Amt Zapfendorf einverleibten. 1748 wurde es dem Bambergischen Domkapitel übergeben.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Freudeneck aus 9 Anwesen (1 Hof, 8 Sölden). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Döringstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Dompropsteiamt Döringstadt.[7]
Im Jahre 1802 kam Freudeneck an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Freudeneck der Ruralgemeinde Höfen zugewiesen.[8] Am 1. Mai 1978 wurde die Freudeneck im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
In Freudeneck gibt es drei Baudenkmäler:[10]
- Haus Nr. 10: Wohnstallhaus
- Bildstock
- Bildstocksockel
Einwohnerentwicklung
Religion
Freudeneck ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt,[21] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Peter und Paul (Rattelsdorf) zuständig.[18]
Brauerei
In Freudeneck ist die Brauerei Fischer beheimatet. Mit seinen 30 Einwohnern ist Freudeneck die kleinste Ortschaft im Landkreis Bamberg mit einer Brauerei.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Freudeneck. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 215 (Digitalisat).
- Manfred Jungkunz: Heimatbuch Höfen-Höfenneusig-Freudeneck, Kleinod im Itzgrund. Mediengruppe Oberfranken, Druckereien GmbH & Co. KG, 2017
- Isolde Maierhöfer: Ebern (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 15). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1964, DNB 456999264 (Digitalisat).
- Werner Schmiedel: Landkreise Ebern und Hofheim (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Unterfranken. Band 2). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1973, ISBN 3-7696-9872-X, S. 13.
Weblinks
- Gemeindeteile > Freudeneck. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
- Freudeneck in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. Februar 2023.
- Freudeneck in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 6. Dezember 2025.
- Freudeneck im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 6. Dezember 2025.
