Ziegenmühle (Rattelsdorf)

Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ziegenmühle (fränkisch: Di Zichemühl[1]) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).

Geografie

Die beiden Anwesen lagen auf einer Höhe von 249 m ü. NHN an einem linken Seitenarm der Itz. Eine Vicinalstraße führte nach Medlitz (0,9 km südöstlich) bzw. nach Speiersberg (0,8 km nördlich).[2]

Geschichte

Der Ort wurde im Urbar des Bamberger Amtes Staffelstein (um 1326/28) als „Ziegenmul“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Zigo bzw. Cigo. Ziegenmühle war bereits 1348 Eigentum des Bamberger Dompropstes. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es zwei Mühlen, die Obere und die Untere Ziegenmühle.[3] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts übte das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt das Hochgericht aus.[4]

Im Jahre 1802 kam Ziegenmühle an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ziegenmühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Medlitz und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Medlitz zugewiesen.[5] 1887 verstarb der damalige Mühlenbesitzer, einen Nachfolger gab es nicht, so dass das Anwesen verödete.[3]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885
Einwohner 13932
Häuser[6] 21
Quelle [7][8][9][10]
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Religion

Ziegenmühle war römisch-katholisch geprägt und nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.[10]

Literatur

Fußnoten

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