Kabinett Laval I

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Das erste Kabinett Laval war eine Regierung der Dritten Französischen Republik. Es wurde am 27. Januar 1931 von Premierminister (Président du Conseil) Pierre Laval gebildet und löste das Kabinett Steeg ab. Es blieb bis zum 13. Juni 1931 im Amt und wurde vom Kabinett Laval II abgelöst.

Pierre Laval (1931)

Dem Kabinett gehörten Vertreter folgender Parteien an: Alliance démocratique (AD), Fédération républicaine (FR), Radicaux indépendants (RI), Parti républicain-socialiste (PRS), Parti Démocrate Populaire (PRD) und Abweichler der Parti républicain, radical et radical-socialiste (PRRRS).

Kabinett

Diese Minister bildeten das Kabinett:

Unterstaatssekretäre

Dem Kabinett gehörten folgende Sous-secrétaires d’État an:

  • Nationalökonomie und Premierminister: André François-Poncet (AD)
  • Innenministerium: Pierre Cathala[7] (RI)
  • Ministerium für Unterricht und Kunst; hier schöne Künste: Maurice Petsche[8] (AD)
  • Ministerium für Unterricht und Kunst; hier technische Ausbildung: Charles Pomaret[9] (PRS)
  • Ministerium für Unterricht und Kunst, hier Sportunterricht: Émile Morinaud[10] (RI)
  • Ministerium für öffentliche Arbeiten; öffentliche Arbeiten und Tourismus: Gaston Gérard[11] (AD)
  • Kriegsmarine: Pierre Dignac[12] (AD)
  • Luftfahrt: Étienne Riché[13] (RI)
  • Landwirtschaft: Armand Achille-Fould[14] (FR)
  • Kolonien: Blaise Diagne (PRS)
  • Arbeit und Sozialversicherung: Maurice Foulon[15]

Historische Einordnung

Die erste Amtszeit Lavals als Ratspräsident stand unter der noch immer grassierenden Wirtschaftskrise.[16] Am 13. Mai 1931 wurde Paul Doumer zum Staatspräsidenten gewählt.

Eine allgemeine Volkszählung ergab im März, dass Frankreich knapp 42 Millionen Einwohner hatte, darunter knapp 3 Millionen Ausländer.[17] Die Stadtbevölkerung überstieg zum ersten Mal die Landbevölkerung (Städte mit mehr als 2.000 Einwohnern).[18] Am 28. März wurde Marthe Hanau wegen Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.[19]

Einzelnachweise

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