Kabinett Paul-Boncour

From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Kabinett Paul-Boncour war eine Regierung der Dritten Französischen Republik. Es wurde am 18. Dezember 1932 von Premierminister (Président du Conseil) Joseph Paul-Boncour gebildet und löste das Kabinett Herriot III ab. Es blieb bis zum 28. Januar 1933 im Amt und wurde vom Kabinett Daladier I abgelöst.

Eugène Frot[1], Joseph Paul-Boncour und Henry Chéron 1933 beim Verlassen des Elysee-Palastes

Dem Kabinett gehörten Vertreter folgender Parteien an: Alliance démocratique (AD), Radicaux indépendants (RI), Parti républicain, radical et radical-socialiste (PRRRS), Parti républicain-socialiste (PRS) und Parti socialiste français (PSF).

Kabinett

Diese Minister bildeten das Kabinett:

Unterstaatssekretäre

Dem Kabinett gehörten folgende Sous-secrétaires d’État an:

  • Premierminister und Außenministerium: Eugène Frot (PRS)
  • Premierminister und Außenministerium; zuständig für Nationalökonomie: Raymond Patenôtre[5] (RI)
  • Premierminister; zuständig für Außenpolitik: Pierre Cot (RI)
  • Ministerium für Arbeit und Sozialversicherung: François de Tessan[6] (PRRRS)
  • Innenministerium: Alexandre Israël[7] (PRRRS)
  • Ministerium für Luftfahrt: Paul Bernier[8] (PRRRS)
  • Bildungsministerium; zuständig für Sportunterricht: Philippe Marcombes[9] (PRRRS)
  • Bildungsministerium; zuständig für technische Ausbildung: Hippolyte Ducos[10] (PRRRS)
  • Bildungsministerium; zuständig für schöne Künste: Jean Mistler (PRRRS)
  • Ministerium für Kolonien: Gratien Candace[11] (RI)
  • Kriegsministerium: Guy La Chambre[12]
  • Landwirtschaftsministerium: Jean-Alexis Jaubert (PRRRS)

Historische Einordnung

Das Kabinett Paul-Boncour wurde zwar von der SFIO Léon Blums unterstützt, diese beteiligte sich aber erneut nicht an der Regierung. Die Regierung stürzte nach kurzer Zeit über einen Artikel zu einer Steuererhöhung.[13]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI