Lengenfeld bei Groschlattengrün

Kirchdorf in der Oberpfalz, Gemeindeteil von Waldershof From Wikipedia, the free encyclopedia

Lengenfeld bei Groschlattengrün ist ein Gemeindeteil der Stadt Waldershof im Landkreis Tirschenreuth (Oberpfalz, Bayern).[3] Die Gemarkung Lengenfeld hat eine Fläche von 7,985 km² und ist in 862 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9263,92 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Stadt Waldershof ...
Lengenfeld bei Groschlattengrün
Koordinaten: 49° 59′ N, 12° 7′ O
Höhe: 566 m ü. NHN
Fläche: 7,99 km²[1]
Einwohner: 125 (25. Mai 1987)[2]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1976
Postleitzahl: 95679
Vorwahl: 09231
Schließen

Geographie

Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Rohrbach, einem rechten Zufluss der Kössein. Unmittelbar östlich wird die Flur von der Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau durchschnitten. Die Staatsstraße 2170 führt zur Staatsstraße 2121 bei Pfaffenreuth (1,7 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2169 (1,1 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Manzenberg (0,9 km nordwestlich).[5]

Geschichte

Lengenfeld wurde im Jahr 1339 erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Waldsassen hatte zu diesem Zeitpunkt grundherrliche Ansprüche.[6] 1359 kaufte das Kloster von Wolfart Pernauer „Lengenfeldt mit dem halsgericht und andern gerichten“. Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lengenfeld aus 17 Anwesen (4 je 11, 2 je 34, 9 je zu 12, 2 je 116 Hoffuß). Alleiniger Grundherr war das Kloster Waldsassen. Das Hirtenhäusel war in Gemeindebesitz. Das Hochgericht übte das kurbayerische Amt Waldsassen aus.[7]

Mit dem Gemeindeedikt wurde Lengenfeld dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Dörflas zugewiesen. 1819 entstand das Steuerdistrikt Lengenfeld. Zu diesem gehörten Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas. Die im gleichen Jahr gebildete Ruralgemeinde Lengenfeld war deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Waldsassen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Waldsassen (1919 in Finanzamt Waldsassen umbenannt).[8] Ab 1862 gehörte Lengenfeld zum Bezirksamt Tirschenreuth (1939 in Landkreis Tirschenreuth umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Waldsassen (1879 in das Amtsgericht Waldsassen umgewandelt). 1952 wurde die Gemeinde nach Lengenfeld b.Groschlattengrün umbenannt.[9] 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 17,160 km².[10] Am 30. Juni 1976 wurde Lengenfeld im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst: Lengenfeld wurde nach Waldershof eingemeindet, Manzenberg, Pfaffenreuth und Reutlas nach Marktredwitz.[11][12]

Baudenkmäler

In Lengenfeld gibt es ein Baudenkmal:[13]

  • Haus Nr. 25: Katholische Pfarrkirche St. Michael

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Lengenfeld gibt es zwei Bodendenkmäler.[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Lengenfeld

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 41950049247650250749352177150445353952951956047147449947271376969560242
Häuser[14] 64707373748389100
Quelle [8][9][9][9][15][16][17][18][19][20][21][9][22][9][23][9][24][9][9][9][25][9][10][26]
Schließen

Ort Lengenfeld

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 13814013512914513531196134125
Häuser[14] 19191923303332
Quelle [8][15][17][20][22][24][25][10][26][2]
Schließen

Religion

Lengenfeld ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Waldershof) gepfarrt. Die Protestanten sind nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt.[8][10]

Literatur

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI