Pfaffenreuth (Marktredwitz)
Ortsteil von Marktredwitz
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Pfaffenreuth ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Pfaffenreuth liegt in der Gemarkung Wölsau.[3]
Pfaffenreuth Große Kreisstadt Marktredwitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 12° 5′ O |
| Höhe: | 553 m ü. NHN |
| Einwohner: | 110 (Jan. 2025)[1] |
| Postleitzahl: | 95615 |
| Vorwahl: | 09231 |
Geographie
Das Kirchdorf liegt auf freier Flur zwischen einem namenlosen rechten Zufluss der Kössein im Südwesten und dem Ödweißenbach, ebenfalls rechter Zufluss der Kössein, im Osten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt an Dörflas vorbei nach Marktredwitz zur Staatsstraße 2177 (1,8 km nordwestlich) bzw. direkt zu einer landwirtschaftlichen Neusiedlung von Pfaffenreuth an der Staatsstraße 2121 (0,9 km südöstlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Manzenberg (1,4 km östlich) und zur St 2121 (0,2 km südwestlich).[4]
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von Pfaffenreuth findet sich im Jahr 1130 als der Regensburger Bischof Kuno I. eine Schenkung des Markgrafen Diepold II. für das im Entstehen begriffene Kloster Waldsassen bestätigt. 1391 kaufte die egerische Herrschaft Redwitz den Ort. Nach dem Landbuch der Sechsämter gab es 1499 in Pfaffenreuth acht Güter, die in der Grundherrschaft der Herrschaft Redwitz unterstanden. Das Hochgericht übte das brandenburg-kulmbachische Sechsamt Wunsiedel aus.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Pfaffenreuth dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde Pfaffenreuth dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Dörflas zugewiesen, 1819 dann dem neu gebildeten Steuerdistrikt Lengenfeld und der gleichzeitig entstandenen Ruralgemeinde Lengenfeld.[7] Am 1. Juli 1976 wurde Pfaffenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
In Pfaffenreuth gibt es neun Baudenkmäler:[9]
- Haus Nr. 1, 2, 3, 4, 8 und 17: Wohnstallhäuser
- Haus Nr. 6: Zweigeschossiger Satteldachbau
- Haus Nr. 21: Auferstehungskirche, evangelisch-lutherische Filialkirche
- Brunnen vor dem Feuerwehrhaus aus dem späten 18. Jahrhundert
Einwohnerentwicklung
Religion
Pfaffenreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt.[7] Die Katholiken sind nach St. Josef (Marktredwitz) gepfarrt.[17]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 504 f.
- Heribert Sturm: Tirschenreuth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. I, 21). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1970, DNB 456999094 (Digitalisat).
- Werner Bergmann: Kennen Sie... Pfaffenreuth?. In: Der Siebenstern, Ausgabe 5/2025. S. 28f.
Weblinks
- Informationen zu den Ortsteilen > Pfaffenreuth. In: marktredwitz.de. Abgerufen am 3. November 2025.
- Pfaffenreuth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 3. November 2025.
- Pfaffenreuth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 3. November 2025.
- Pfaffenreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. November 2025.