Liste der Kulturdenkmale in Billigheim

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In der Liste der Kulturdenkmale in Billigheim sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Billigheim im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.

  • Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen: Datei hochladen
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  • ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg

Abkürzungen

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Allfeld

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Assulzerhof 1: Bildstock „Heiliger Georg“ Assulzer Hof
(Karte)
Sandstein, Bild, Säule, Tisch, Heiliger Georg mit Assistenz-Heiligen, 1768

Der Bildstock stellt ein Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Frömmigkeit im 18. Jahrhundert dar. Er ist ein charakteristisches Dokument der katholisch geprägten Kulturlandschaft in und um Billigheim, die sich durch zahlreiche derartige Andachtsstätten auszeichnet.

100036873BW
Figuraler Postamentbildstock Assulzer Hof
(Karte)
Gelber Sandstein, farbig gefasst, schlanker Sockel mit zweistufiger Basis und Abschlusselement, Statue der Muttergottes mit Kind auf Basis, Überdachung, 1879 (i)

Der im späten 19. Jahrhundert an der entstandene Bildstock ist mit seiner naiv empfundenen Madonna ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten traditionellen Andachtsformen.

100036894BW
Wegkreuz Assulzer Hof
(Karte)
Sockel roter Sandstein, Kreuz und Korpus gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, darauf lateinisches Kreuz mit hohem Fuß, 1859 (i), erneuert 1885 (i)

Als private Stiftung errichtet, ist das Wegkreuz ein die Kulturlandschaft katholischer Gebiete prägendes Zeugnis der Frömmigkeit.

100037967BW
Wohnplatz mit mehreren Gehöften (Sachgesamtheit) Assulzer Hof 5
(Karte)
Nr. 1: (Flstnr. 1477) Wohnhaus; Nr. 4 (Flstnr. 1481): Wohnhaus; Nr. 5 (Scheune = E): Gehöft 100036857BW
Scheune Bachstraße 19
(Karte)
Gelängter Rechteckbau unter Satteldach, dreizonige Traufseite mit zentraler Tenne und flankierenden Stallbereichen, 1767 (i), Fachwerkkonstruktion, teils mit Zierformen, massiv nur das Fundament und Teile der Binnenstruktur

Die Scheune ist ein anschaulich überliefertes Beispiel ländlicher Funktionsarchitektur und belegt die Vorratshaltung in früherer Zeit. Damit legt sie Zeugnis ab von der jahrhundertelang von der Landwirtschaft geprägten Geschichte von Allfeld.

100033136BW
Mühlengebäude Bachstraße 31
(Karte)
Zweigeschossiger, traufständiger Massivbau unter Satteldach, teils rückwärtig erhöht, dabei Dach hochgeklappt, Eingang mit Ohrengewände und Schlussstein mit Mühlenmarke, 18. Jahrhundert (Ökonomie abgängig)

Das Anwesen belegt das über Jahrhunderte wichtige Mühlengewerbe im Tal der Schefflenz. Das bis heute erhaltene barocke Hauptgebäude (Ökonomie und wasserbauliche Einrichtungen sind nicht erhalten) unterstreicht durch seinem aufwendig gerahmten und wappengeschmücktem Ohrenportal die herausgehobene Stellung des Müllers innerhalb der Allfelder Sozial- und Gesellschaftsstruktur.

100033150BW
Wohnstallhaus Bernbrunner Straße 2
(Karte)
Großes Traufenhaus mit Stallteil und Wohnteil, barocke Portalrahmung mit Kartusche, 1802 (i), nördlicher Anbau mit Vorkragung

Der Bau stellt ein für die Region charakteristisches Beispiel der Bauernhausarchitektur dar. Als Wohnstallhaus vereint es die Funktionen Wohnen, Tier- und Vorratshaltung unter einem Dach. Das aufwendig gerahmte Portal weist auf einen gewissen Wohlstand des Erbauers hin. Damit belegt das Anwesen die Wirtschafts- und Sozialstruktur von Allfeld im frühen 19. Jahrhundert.

100033188BW
Wegkreuz Mannsklinge
(Karte)
Heller Sandstein, vierkantiger Sockel mit Abschlussplatte, lateinisches Kreuz mit gegliedertem, ornamentiertem Fuß und Korpus, Inschrift am Sockel vorne "ZU Ehren / unsers Herrn Iesu / Christe des gekreuzigten hat / IAKOB SÖHNER / und dessen Ehefrau / diese Bildnis aufrichten / lassen / 1817, am Sockel links "Erneuert von Franz Joseph / Mayerhöffer / u. dessen Ehefrau / Ludwina geb. Frank / im Jahre / 1897", auf dem Medaillon am Kreuzstamm "O Ihr alle die / hier vorübergehen / Merket doch und sehet / ob auch ein Schmerz sei / der meinem Schmerz / gleich sei. CONSUM ITUM EST", 1817 (i), erneuert 1897 (i); (ZEEK-Nr. 6959-61-003)

Das in charakteristischer Lage an einer Wegkreuzung südlich von Allfeld befindliche Wegkreuz ist Ausdruck katholischer Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise.

100038312BW
Hofanlage Brunnengasse 2, 4
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, massiver Hochkeller mit Fachwerkgeschoss und Satteldach, Giebelseiten aus Fachwerk; Scheune, giebelständig über Tennentor erschlossen, Fachwerk, 18. Jahrhundert

Das Gebäude ist als gestelztes Wohnstallhaus ein Beispiel eines ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit Fachwerkwohnteil über massivem Stallgeschoss und belegt zusammen mit der zugehörigen Scheune die stark von der Landwirtschaft geprägte Ortsbaugeschichte von Allfeld im 18. Jahrhundert.

100034438BW
Wegkreuz Distr. Pfannenstiel
(Karte)
Sockel gelber Sandstein, Kreuz roter Sandstein, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis, kleines lateinisches Kreuz mit Basis und Korpus aus Metallguss, 1896 (i), erneuert 1936 (i)

Das Kruzifix ist ein sprechendes Zeugnis der in katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition der Stiftung von Wegkreuzen durch Privatleute. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Christusfiguren nach kunsthandwerklicher Vorlage gegossenen und stellen anschauliche Stücke fabrikmäßiger Kunstproduktion dar.

100038678BW
Wegkreuz Distr. Pfannenstiel
(Karte)
Gelber Sandstein, Basis, zweistufiger Sockel, Basis, lateinisches Kreuz mit Korpus

Das Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise.

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Hofanlage Eichhof 1
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, 18. Jahrhundert; Scheune mit Mansarddach, 18. Jahrhundert; Scheune um 1900; Umfassung

Der Eichhof ist einer der bereits seit dem Mittelalter außerhalb des Siedlungskerns von Allfeld belegten Höfe. Zusammen mit Assulzer Hof, Selbacher Hof, Gänslacher Hof, Unterbichelbacher Hof, Oberbichelbacher Hof und Schopfenhof belegt der Eichhof die Siedlungs- und Ortsgeschichte von Allfeld ebenso wie die ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im südlichen Odenwald.

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Wohnplatz mit mehreren Gehöften Gänslacher Hof 1, 4
(Karte)
Nr. 1: zweigeschossiges Wohnhaus mit Krüppelwalmdach, Scheune; Nr. 2: zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, Erdgeschoss aus Sandstein, Obergeschoss Backstein mit Sandsteingewänden und Eckgliederung, Fachwerkgiebel verputzt, Eingangsgewände mit profiliertem Sturz, bezeichnet „Franz Josef Fändrich 1894“, Scheune, Nr. 4: zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, Türgewände mit Inschrift „1803 MV LL Genslacht Hof“, Scheune

Der Gänslacher Hof ist einer der bereits seit dem Mittelalter außerhalb des Siedlungskerns von Allfeld belegten Höfe bzw. Wohnplätze. Ebenso wie Assulzer Hof, Selbacher Hof, Eichhof, Unterbichelbacher Hof, Oberbichelbacher Hof und Schopfenhof belegt der Gänslacher Hof die Siedlungs- und Ortsgeschichte von Allfeld ebenso wie die ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im südlichen Odenwald.

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Wegkreuz mit Assistenzfigur Gartenstraße 1
(Karte)
Heller Sandstein, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Korpus und Maria Magdalena, Inschrift auf dem Sockel „Dieses Kreuz hat der / hiesige Bürger Kilian Söhner / im Jahr 1870 errichten / lassen“; (ZEEK-Nr. 6959-61-010)

Das in charakteristischer Weise an einer Weggabelung aufgestellte Wegkreuz ist ein anschauliches Zeugnis der katholischen Prägung der Region und der Frömmigkeit. Mit solchen kleinen Andachtsstätten, die gerade im 18. und 19. Jahrhundert eine besondere Blüte erlebten, wurde die Landschaft quasi sakralisiert und der Vorbeigehende zu Andacht und Kontemplation eingeladen.

100034465BW
Wegkreuz Mosig
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis, lateinisches Kreuz mit stärkerem Fuß, Korpus in Relief, Inschrift am Sockel "Er ist verwundet um unserer Missethaten / willen, zerschlagen um unserer Sünden / willen. Js. 33,5 /—/"Gestiftet von L. Mathias Fendrich / u.d. Ehefrau Katharina geb. Hopfhauer / von Herbolzheim im Jahr 1866", Titulum "INRI", am Sockel rechts "Erneuert 1914 / Aug. Grosskinsky" (ZEEK-Nr. 6959-61-009)

Das Wegkreuz steht in charakteristischer Weise an einer Weggabelung. Es ist ein anschauliches Zeugnis der katholischen Prägung der Region und der Frömmigkeit.

100038553BW
Großes Quereinhaus mit Satteldach Höchstberger Straße 5
(Karte)
Scheunen-, Stall- und Wohnteil und rückwärtiger Scheunenflügel, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, Tennentor mit Vordach, 18. Jahrhundert; in die Hauswand zur Straße eingelassen Bildstock aus gelbem Sandstein, 1824 (i)

Das stattliche, im 18. Jahrhundert erbaute Anwesen vereint als bäuerlicher Haustypus des Quereinhauses Wohnnutzung, Vieh- und Vorratshaltung unter einem Dach. Es verdeutlicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Allfeld. Eine Besonderheit ist der in die Hauswand eingelassene Bildstock mit einer qualitätvollen Darstellung von Christus in Ketten, der in der Art einer Hausfigur Schutz und Segen für das Anwesen spenden sollte.

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Tafelbildstock (eingelassen in die Hauswand von Nr. 5) Höchstberger Straße 5
(Karte)
1824, gelber Sandstein, Christus an der Geißelsäule, Sockel mit Basis und Abschlussplatte, Relieftafelaufsatz, Bekrönungskreuz, Inschrift am Sockel „Erneuert 1960 / durch / Kilian Röckel / u. dess. Ehefrau / Luise / geb. Mayerhöffer / — / Diese Bildniß / haben errichten / lassen die Wittib Sabina Unger / Ignaz ihr Sohn und dessen/Ehefrau Klara eine gebohre / Speicher 1824“; GEEK-Nr. 6959-61-004

Der Bildstock mit der Darstellung der Geißelung Christi ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Die Andachtsstätte, in der eine Station des Leidenswegs Christi vor Augen geführt wird, dient einerseits dem kontemplativen Nachvollzug der Passionsgeschichte, mit ihrer Anbringung an der Wand des bäuerlichen Anwesen steht sie zudem in der Tradition der Hausfigur, die Schutz und Segen spenden sollte.

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Farrenstall und Lehrerwohnhaus mit Ökonomie Höchstberger Straße 7, 9
(Karte)
Langer zweigeschossiger Gebäudezug in Massivbauweise mit Satteldach, bestehend aus einem mittigen Wohnteil und zwei flankierenden Ökonomieteilen, über alle drei Gebäudeteile durchlaufender Dachstuhl, achsensymmetrische klassizistische Gliederung mit großen Lünetten über den Torfahrten, 19. Jahrhundert

Der ehemalige Farrenstall und das Lehrerwohnhaus mit Ökonomie wurden als gemeinschaftlich bzw. amtlich genutzte Häuser als bauliche Einheit errichtet. Der zweigeschossige lange Gebäudezug stellte damals in Allfeld das größte zusammenhängende Profanbauwerk dar. Seine gemeinsame Fassadengliederung mit großen klassizistisch inspirierten Lünettenfeldern und strenger Achsensymmetrie weist ihn als (ehemaligen) Sondernutzungsbau aus. Die umfänglichen Gewölberäume des Wohnhauses und eingetiefte Gewölbekeller spiegeln die großzügige Ökonomie des Bewohners wider. Diese Eigenheiten und die außergewöhnliche Größe des Bauwerks – und damit auch der durchlaufenden, bauzeitlichen Dachstuhlkonstruktion – unterscheiden das Gebäude erheblich von durchschnittlichen Bauernhäusern und machen die Funktion als ehemaligen Farrenstall und Lehrerhaus des Ortes Allfeld deutlich erkennbar. Im Feudalsystem war die Haltung der Farren, der männlichen Zuchtstiere, Aufgabe der Grundherrschaft gewesen. Im 19. Jahrhundert wurde diese Pflicht auf die Kommunen übertragen. Manche Gemeinden entlohnten örtliche Bauern für die Haltung der Vatertiere, meisten wurden jedoch eigene Farrenställe errichtet. Diese gemeindeeigene Bauten sind charakteristische Zeugnisse der Orts- und Wirtschaftsgeschichte.

100034504BW
Wegkreuz Krautgärtenwiesen
(Karte)
Gelber Sandstein, Eisen-Holz-Überdachung, Kruzifixus, zweistufige Basis, Sockelmittelteil, Sockelabdeckplatte, hohes, lateinisches Kreuz mit Fuß, Corpus, Überdachung, Inschrift am Sockel „Christus hat für uns / gelitten und sein Bei- / Spiel hinterlassen, dass / wir ihm nachfolgen. / Diese Bildniß wurde durch / Georg Giesler Wittw. / Kosina geb. Söhner / gestiftet 1845“; GEEK-Nr. 6959-61-006; 1845 (i)

Das Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise.

100038574BW
Kreuzigungsgruppe an der Nordostseite der Kirche Torstraße
(Karte)
Heller Kunststein, Metall-Glas-Überbau, breiter, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Korpus, zwei Statuen mit Basis, Überdachung, Inschrift am (Sockel) O Kreuz du einzige Hoffnung/Sei uns gegrüßt!//Hl. Mission/28.11. 1948-5.12.1948 (ZEEK-Nr. 6959-61-024) 101358732BW

Weitere Bilder
Kath. Pfarrkirche St. Georg Kirchstraße 1
(Karte)
Saalkirche mit halbrund schließendem Altarraum, Chorseitturm mit Welscher Haube, Sakristeianbau, Portal mit Sprenggiebel, mit Ausstattung, u.a. Rocaillestuck, überarbeitetes Deckenbild der Kreuzigung, Altäre aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, an der Stelle der ehemaligen Burgkapelle erbaut 1743; Lourdesgrotte, Tuffstein-Höhle mit betenden Figuren, um 1900-1920; Kreuzigungsgruppe, heller Kunststein, Metall-Glas-Überbau, 1948

Die erste Pfarrkirche der 1404 von Neudenau abgetrennten Pfarrgemeinde Allfeld befand sich außerhalb des heutigen Ortskerns beim Friedhof und war dem Hl. Kilian geweiht (heute St.-Anna-Kapelle). Nach der starken Zerstörung des Ortes 1646 im Dreißigjährigen verlagerte sich der Siedlungskern nach Norden, hin zu der ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogenen Burg, die sich seit der Mitte des 14. Jahrhunderts im Besitz des Mainzer Erzbischofs befand. Die Burgkapelle war von den Kriegszerstörungen unversehrt geblieben und diente in der Folge als Pfarrkirche von Allfeld. Da die alte Burgkapelle für die wachsende Bevölkerung zu klein wurde, errichtete man 1742/43 einen barocken Neubau nach Plänen von Georg Philipp Wenger aus Neckarsulm. Die Kirche ist einschließlich ihrer Ausstattung ein anschauliches Dokument eines Sakralbaus der späten Barockzeit im ländlichen Raum. Der weithin sichtbar auf einem Bergsporn über dem Schefflenztals thronende Bau prägt das Ortsbild von Allfeld in entscheidendem Maße und ist wichtiges Zeugnis der konfessionellen Ortsgeschichte.

100034521
( Wikidata)
Lourdesgrotte Kirchstraße 1
(Karte)
Im Winkel zwischen Querhaus und Langhaus, Tuffstein-Höhle mit betenden Figuren, um 1900-1920, möglicherweise nach dem Zweiten Weltkrieg verändert 109889027BW
Kreuzigungsgruppe (unweit der Schefflenz am Waldrand) Bachstraße
(Karte)
Am Fuße des Hühnerberges, bei den letzten Häusern der Bachstr., 1817, heller Sandstein, breite Basis, Sockel von T-förmigem Grundriss mit Basia und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Fuß, Corpus, zwei Statuen mit Basis, Totenkopf und Gebeine am Fuße des Kreuzes zwischen den Voluten, Inschrift am am Sockel vorne „Zu Ehren / unsers Herrn Jesu / Christ des Gekreuzigten hat / KILIAN MAIERHÖFER / und dessen Ehefrau / ANNA MARIA / dieses Bildnis er / richten lassen / 1817, am Sockel rechts“Erneuert / im Jahre1862 / durch Franz Joseph / Mayerhöffer / u. dessen Ehefrau / Maria Theresia / geb. Henn„, am Kreuzstamm“Sie haben / durch graben / meine Händ u. / Füs und haben gäzhlt alle / mein Gebeinan der Basis der Statuen „S. MARIA / S. IOANNES“;ZEEK-Nr. 6959-61-002

Die Kreuzigungsgruppe wurde aufgrund einer privaten Stiftung im frühen 19. Jahrhundert am nördlichen Ortsrand von Allfeld unweit der Schefflenz am Waldrand, am Fuße des

Hühnerberges errichtet. Sie ist ein anschauliches Zeugnis gelebter und bildlich zum Ausdruck gebrachter Frömmigkeit in der Frühen Neuzeit.

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Scheune Neudenauer Straße 4
(Karte)
Teil der Scheunengruppe zwischen Brunnengasse, Schefflenz und Neudenauer Straße, giebelständiger Fachwerkbau mit Satteldach, 18. /19. Jahrhundert

Die Scheune ist ein anschaulich überliefertes Beispiel ländlicher Funktionsarchitektur und belegt die Vorratshaltung in früherer Zeit. Zusammen mit den benachbarten Ökonomiebauten legt sie Zeugnis ab von der jahrhundertelang von der Landwirtschaft geprägten Geschichte von Allfeld.

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Wohnstallhaus mit Satteldach Neudenauer Straße 5
(Karte)
Straßenseitiger Wohnteil massiv und verputzt, Eckquaderung, Scheunenteil weitgehend aus Fachwerk, 1735 (i)

Das Gebäude entspricht dem weit verbreiteten Typus des gestelzten Wohnstallhauses. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit Wohnteil über massivem Stallgeschoss und rückwärtig angebautem Scheunenteil. Damit ist es ein anschaulich überliefertes Beispiel dieses ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint.

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Gefallenendenkmal für die Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkriegs Neudenauer Straße 7
(Karte)
Am Hang nahe der Kriegstreffer über einer Treppenanlage angelegte Inschriftenmauer mit Stele und dem figürlichen Aufsatz eines sterbenden Soldaten in den Armen eines Kameraden: „Ihren tapferen Heldensöhnen zum ehrenden Andenken gewidmet, die dankbare Gemeinde Allfeld 1922 1952“, 1922 gestaltet, möglicherweise an einem anderen Standort, 1952 hierhier transloziert und Widmung erweitert; hinter dem Mahnmal Betonmauer mit den Gedenktafeln der hier Gefallenen Zivilisten und SS-Soldaten und der am 1.4.1945 zerstörten 12 Wohnhäuser und 17 Scheunen

Das ortsbildprägend an die Hauptstraße von Allfeld gesetzte Denkmal erinnert an die Gefallenen des Dorfes im Ersten Weltkrieg. Die Darstellung des Soldaten, der seinem sterbenden Kameraden beisteht, vertritt einen Typus eines weniger nationalpatriotischen, als verinnerlichten Gedenkens an die Kriegstoten und ist eine qualitätvolle Bildhauerarbeit der Zwischenkriegszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Widmung erweitert und Gedenktafeln der hier am 1.4.1945 gefallenen Zivilisten und SS-Soldaten angebracht. Das Denkmal gemahnt so bis heute an zwei einschneidende Ereignisse der Weltgeschichte, welche auch Auswirkungen auf Allfeld zeitigten. Es ist daher wichtiges Zeugnis der lokalen Gedenkkultur und Ortsgeschichte und beispielhaft für den gestalterischen Variantenreichtum der Gefallenendenkmale in der Zwischenkriegszeit.

109890370BW
Spolie mit Palmettenmotiv Neudenauer Straße 16
(Karte)
Relikt der am Ende des Zweiten Weltkriegs von der US-Armee abgetragenen Schlossruine in Allfeld, im Zuge dessen auch der Schloßbuckel weggesprengt, als Baumaterial des beschädigten Hauses genutzt

Die Spolie mit der Palmette besitzt ortsbaugeschichtlichen Aussagewert und ist Zeugnis der regionalen Steinbearbeitung in der Frühen Neuzeit. Sie ist Dokument der am Kriegsende ohne Not abgetragenen Schloßruine und Zeugnis des Umgangs mit Geschichte in den Wirren des Krieges.

100035908BW
Scheune Neudenauer Straße 34
(Karte)
Dreizonig aus Stallteil, Tenne und Hochkeller, Öffnung mit Sandsteinumrahmungen, 18./19. Jahrhundert (1985 zu Wohnhaus umgebaut)

Die heute zu einem Wohnhaus umgebaute Scheune ist ein Zeugnis der Vorratshaltung in früherer Zeit sowie der jahrhundertelang von der Landwirtschaft geprägten Geschichte Allfelds.

100035922BW
Kreuzigungsgruppe Neudenauer Straße 36
(Karte)
18. Jahrhundert 100035935BW
Friedhof; Kapelle St. Anna Neudenauer Straße 46
(Karte)
Verputzter Massivbau, Satteldach mit Dachreiter, vor 1404 (a); Grabsteine des 19. Jahrhunderts; Friedhofskreuz, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Fuß und Korpus, 1896 (i)

Südlich des heutigen Ortskerns von Allfeld befindet sich im Schefflenztal ein Friedhof mit einer Kapelle, die seit 1404 als Pfarrkirche diente. Hier befand sich ursprünglich der Siedlungsmittelpunkt von Allfeld, der nach der weitgehenden Zerstörung des Ortes im Dreißigjährigen Krieg nach Norden, in den Bereich der alten Burg der Ortsherrschaft verlegt wurde. Fortan diente die Burgkapelle als Pfarrkirche. Die alte, seit dem 16. Jahrhundert der Hl. Anna geweihte Pfarrkirche war Ziel einer lokalen Wallfahrt am Fest der Heiligen (26. Juli). Mehrere päpstliche Bullen aus dem 18. Jahrhundert gewährten einen vollkommenen Ablass für die Teilnahme. Mit obrigkeitlichen Bestrebungen zur Eindämmung des Wallfahrtswesens ging der Ablass auf die 1742/43 neu erbaute Pfarrkirche St. Georg im Ortszentrum von Allfeld über. Die Annakirche wurde seitdem nur noch als Friedhofskapelle genutzt. Die im Kern wohl in romanische Zeit zurückreichende, im 18. Jahrhundert umgebaute Kapelle gehört zu den ältesten Gotteshäusern in der Region und hat hohe siedlungs- und kirchengeschichtliche Bedeutung für Allfeld.

101354358BW
Friedhofskapelle St. Anna Neudenauer Straße
(Karte)
Kapelle mit Satteldach und Dachreiter, an der Giebelseite hölzerne Treppe, im InnerenTriumphbogen der den Ostchor vom Langhaus trennt, flache Holzdecke, hölzerne Empore, im Kern romanisch, Umbauten im 18. Jahrhundert (zur Sachgesamtheit Friedhof) 100037912BW
Friedhofskreuz Neudenauer Straße
(Karte)
Vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Fuß und Korpus, Inschrift am Sockelmittelteil „Dein heilig Kreuz/Herr Jesu Christ / Im Leben uns/Kraft Muth und Licht / Im Tod uns / Trost u. Zuversicht“, an der Sockelbasis „Gestiftet von Florentina Speicher / im Jahre 1896“ (ZEEK-Nr. 6959-61-016) 100037944BW
Hofkreuz Oberbichelbacher Hof
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit gegliedertem Fußbereich und Korpus in Relief, Inschrift am Sockel "Dieses Kreuz hat zur Ehre / Gottes erichten lassen / Augustin Röckel / und dessen Ehefrau / Rosalia geb. Herkert / 1874, am Kreuzfuß Sie haben / durchgraben / meine Händ / und Füsze / und haben / gezählt / alle / meine / Gebeine (ZEEK-Nr. 6959-61-011)

Das beim Oberbichelbacher Hof aufgestellte Kruzifix ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten, die Kulturlandschaft prägenden, traditionellen Andachtsformen.

101353823BW
Hofanlage Ortsstraße 5
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, großer, über hohem Massivsockel zweigeschossiger Fachwerkbau mit Satteldach, reiches Sichtfachwerk mit K-Figuren und Rauten, 18. Jahrhundert; Ökonomiebau von ähnlicher Kubatur, aber niedriger, in Hanglage und konstruktiv eigenständig, Fachwerk ausgeriegelt, eine Traufwand massiv, von der Rückseite (Haldengasse) befahrbar

Das Anwesen entspricht dem Typus des Streckgehöftes. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit gestelztem Wohnstallhaus und rückwärtig angrenzender Scheune. Es ist ein anschaulich überliefertes Beispiel dieses ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften auf engstem Raum, unter vollständiger Ausnutzung der Parzelle vereint. Die repräsentative Fassadenausprägung mit dichtem Zierfachwerk aus K-Streben, Brüstungsstreben und Rautenmuster lässt Rückschlüsse auf die gehobene soziale Stellung des Bauherrn zu.

100035948BW
Kreuzigungsgruppe Ortsstraße 6
(Karte)
1729/1877, weißer Sandstein, Kreuzigungsszene: Kruzifix mit Maria, Johannes & Maria Magdalena als Assistenzfiguren, breiter gegliederter Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz, Corpus, Marienstatue und Johannesstatue jeweils mit Basis, Maria Magdalena am unteren Teil des Kreuzes, Inschrift am Sockel „Zur / Ehre Gottes hat / dies Kreuz errichten lassen / Georg Abele mainzisch / er Schultheiß und dessen / Ehfr. Maria Agata / 1729 • renov. v. Joh. Ad. / Röckel u. Ehfr. Maria / geb. Fähndrich / 1877“; ZEEK-Nr. 6959-61-001

Die barocke Kreuzigungsgruppe ist ein anschauliches Zeugnis gelebter und bildlich zum Ausdruck

gebrachter Frömmigkeit in der Frühen Neuzeit. Sie dokumentiert das sakrale Kunstschaffen des 18. Jahrhunderts in der weitgehend katholisch geprägten Region.

101350531BW
Wegkreuz Rebhuhnstraße 2
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Fuß und Korpus, Inschrift am Kreuzfuß "Vater / wenn es mög=/ lich ist / so lass / diesen Kelch an / mir vorübergehen / doch nicht mein / sondern dein / Wille geschehe", am Sockel "Gestiftet / von / Thomas Steck / und dessen Ehfrau Karolina / geb. Schaller / 1902, an der Sockelbasis "Erneuert von Thomas u. Karolina Steck / geb. Söhner 1986"; (ZEEK-Nr. 6959-61-018)

Das vor dem einstigen südlichen Ortsausgang aufgestellte Kruzifix ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten, die Kulturlandschaft prägenden, traditionellen Andachtsformen.

100033175BW
Kapelle Ringstraße
(Karte)
Kleines begehbares Gebäude mit Satteldach, Bruchsteinmauerwerk, Architekturglieder in hellem Sandstein, Rundbogentür, zwei Rundbogenfenster, im Inneren Statue des. hl. Josef, Inschrift am Sockel der Statue „Heiliger / Joseph / bitte für uns, auf einem hellen Sandsteinquader über der Tür“Gestiftet v. K Frank 1902, auf dem Türbogen beiderseits des Schlusssteins „19 / 86“ (ZEEK-Nr. 6959-61-020)

Die am nordöstlichen Ortsrand von Allfeld stehende Kapelle ist ein anschaulich überlieferter Vertreter dieser Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Mit der in ihr verwahrten Josefsfigur belegt sie die nach 1870 ansteigende Verehrung vom Jesu Ziehvater, nachdem der hl. Josef von Papst Pius IX. zum Schutzpatron der katholischen Kirche erklärt und von Papst Leo XIII. in einer Enzyklika besonders gewürdigt worden war.

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Wappenportale des Schlosskellers Melchior Krebs Schloßberg
(Karte)
Bez.1568 und 1578, eines im Sockel des Hauses Schloßberg 4, das aufwendigere im rückwärtig (versteckt) im Hang platzierten Eiskeller mit abgefaster Laibung

Das gemeißelte Wappen am mit dem Datum 1578 versehenen Rundbogenportal verweist auf den ehemaligen Keller (also Schlossverwalter) Melchior Krebs. Da der Wohnsitz des Kellers Melchior Krebs nicht abschließend geklärt ist, könnte es sich um eine Translozierung handeln, d.h. dass das Portal erst später in den jetzigen baulichen Zusammenhang mit dem dahinter liegenden Gewölbekeller gebracht worden ist. Gesichert scheint, dass der jetzige Standort seit 1906 besteht, möglicherweise geht er aber schon ins 17. Jahrhundert zurück. Das Wappenportal ist ein anschauliches Beispiel eines charakteristischen historischen Baudetails und bezeugt die Ortsgeschichte von Allfeld.

100035896BW
Wegkreuz Schützenstraße 13
(Karte)
Weißer Sandstein, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis und Abschlusselement, lateinisches Kreuz mit hohem Fuß, Korpus in Relief (beschädigt), Inschrift am Kreuzfuß "Sie haben / durchgraben / meine Hände u. Füsse und haben / gezählt alle / meine Gebeine, am Sockel "Diese Kreuz hat zur Ehre Gottes/errichten lassen / Franz Martin T(?)hallmann und / dessen Ehfrau Maria Anna geb. Reinhard im Jahr 1809. Frank / im Jahre / 1897", auf dem Medaillon am Kreuzfuß "O Ihr alle (die) / hier vorübergehet / Merket doch und sehet / ob auch ein S(chmerz) / der meinem S(chmerz) / (gleich sei) CONSUM ITUM ESV1", 1809 (i); (ZEEK-Nr. 6959-61-013)

Das im frühen 19. Jahrhundert am Weg von Allfeld zum Schmelzenhof aufgestellte Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck katholischer Frömmigkeit und gehört zu den die Region prägenden Kleindenkmalen.

100038630BW
Kapellenbildstock Selbacher Hof
(Karte)
Vorne offenes, gemauertes, kleines Bauwerk mit Rundbogengewölbe, z.T. verputztes Kalksteinmauerwerk, darin vierkantiger Sockel mit Basis und Abschlusselement, darauf Figur der betenden Maria, heller Sandstein, farbig gefasst, Inschrift am Sockelabschluss „Erneuert / 1957 / A. Spranz“, auf dem Sockelmittelteil „Heilige Jungfrau / Maria bitte für / uns, die wir zu dir / unsere Zuflucht / nehmen / Dieses Bild hat errichten / lassen Benedikt Spranz / u. dessen Ehfrau / Maria Josepha / geb. Schäferin / I882(?)“

Der Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Allfeld, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind. Der Typus der Immaculata, der auf der Weltkugel mit Schlange stehenden Muttergottes, verweist auf die unbefleckte Empfängnis. Als diese 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma erhoben wurde, erfuhr die Marienverehrung einen neuen Impuls und die Immaculata avancierte zu einer beliebten Darstellung.

100037761BW
Selbacher Hof Selbacher Hof 4
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus, zweigeschossiger bau mit Satteldach, massives verputztes Erdgeschoss, darüber Fachwerk, traufseitig über einläufige Freitreppe erschlossen, rundbogiger Kellerabgang; Scheune, Anfang 18. Jahrhundert

Der Selbacher Hof ist einer der bereits seit dem Mittelalter außerhalb des Siedlungskerns von Allfeld belegten Wohnplätze. Ebenso wie Assulzer Hof, Gänzlacher Hof, Eichhof, Unterbichelbacher Hof, Oberbichelbacher Hof und Schopfenhof belegt der Selbacher Hof die Siedlungs- und Ortsgeschichte von Allfeld. Darüber hinaus veranschaulicht das im frühen 18. Jahrhundert erbaute Anwesen die ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im südlichen Odenwald.

100037788BW
Wohnhaus Selbacher Hof 6
(Karte)
Massivbau, geohrtes Eingangsgewände, 1792 (i)

Der Selbacher Hof ist einer der bereits seit dem Mittelalter außerhalb des Siedlungskerns von Allfeld belegten Wohnplätze. Ebenso wie Assulzer Hof, Gänzlacher Hof, Eichhof, Unterbichelbacher Hof, Oberbichelbacher Hof und Schopfenhof belegt der Selbacher Hof die Siedlungs- und Ortsgeschichte von Allfeld. Das barocke Wohnhaus dokumentiert die ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im südlichen Odenwald im späten 18. Jahrhundert.

100037801BW
Rathaus (heute Wohnhaus) Torstraße 2
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Bau mit Walmdach, Eckquaderung, Fenster- und Türgewände aus Sandstein, Anfang 19. Jahrhundert

Das Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Beispiel der ländlichen Ausformung der kommunalen Bauaufgabe Rathaus im 19. Jahrhundert. Die Dachform, die in Sandstein betonten Gebäudekanten und das Wappen über dem Eingang heben den Kommunalbau vom umgebenden bäuerlichen Hausbestand ab und dokumentieren die hoheitliche Funktion.

100036015BW
Scheune eines Gehöfts Torstraße
(Karte)
Fachwerkscheune mit Ausfahrt zur Kirchstraße, Querschnittgiebel mit Mansarddach, um 1910 als Teil des Gehöfts Torstraße 10 errichtet, jenes von 1856 mit älteren Teilen

Die Scheune ist ein anschaulich überliefertes Beispiel ländlicher Funktionsarchitektur und belegt die Vorratshaltung in früherer Zeit. Damit legt sie Zeugnis ab von der bis in das 20. Jahrhundert von der Landwirtschaft geprägten Geschichte von Allfeld.

100036123BW
Wohnhaus mit Scheune Torstraße 11
(Karte)
Kleiner Traufbau von zwei Geschossen zur Torstraße, Scheune bzw. Hochkeller zur Bachstraße, im rundbogigen Portal bez. 1785 (Schrift jünger, vermutlich nach älterem Original)

Das im 18. Jahrhundert erbaute Anwesen vereint Wohnnutzung, Vieh- und Vorratshaltung unter einem Dach. Damit verdeutlicht es vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Allfeld.

100036110BW
Hangkeller einer ehem. Scheune Torstraße 13
(Karte)
Am rundbogigen Portal an der Bachstraße bez. 1828, flankierend Ochsenaugen für Belüftung, die urspr. Scheune von der Torstraße zugänglich, kleiner Fachwerkbau (abgebrochen, heute Terrasse)

Der am Torbogen auf das Jahr 1828 datierte, massiv gemauerte Hangkeller einer ehemaligen Scheune bezeugt alte Methoden zur Lagerhaltung. Er ist ein bauliches Dokument der Wirtschafts- und Ortsbaugeschichte von Allfeld.

100036772BW
Mühlgebäude Torstraße 22
(Karte)
Zweigeschossiger Wohnbau über Hochkeller, in diesem Rundbogenportal mit flankierenden Ohrenfenstern, bez. 1814 und Mühlrad-Zeichen, darüber Reliefstein eines liegenden Löwen (Wohnbau mittlerweile gedämmt/verändert) 100036817BW
Wohnhaus an der Torstraße mit Hangkellern (Ställe?) und Werkstatt zur Bachstraße Torstraße
(Karte)
Traufständig mit Satteldach, 18./19. Jahrhundert

Das massive Hanggeschoss des Einhauses, das einst wohl Ställe und Werkstätten enthielt, deutet darauf hin, dass hier eine Handwerkerfamilie lebte, die im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft betrieb. Damit dokumentiert es vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und hat sozial- und ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Allfeld.

100036758BW
Hofkreuz Unterbichelbacher Hof
(Karte)
Grüner Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, hohes lateinisches Kreuz mit gegliedertem Stamm und Korpus in Relief, Arma Christi in Relief

Das Kreuz ist ein sprechendes Zeugnis der in katholischen Gebieten verbreiteten Tradition des Haus- bzw. Hofkruzifixes als Ausdruck der Frömmigkeit. Es dient dem kontemplativen Nachvollzug der Passionsgeschichte. Solche sakralen Kleindenkmale sind bezeichnend für die katholisch geprägte Region.

100037869BW
Wegkreuz Viehweg
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit hohem Fuß und Korpus, Inschrift am Kreuzfuß "Vater wenn es / möglich ist, so / lass diesen Kelch / an mir vorüber / gehen, doch nicht / mein...dern / dein wille / geschehe, am Sockel "Gest. v. Kilian Frank / im Jahre 1847(?) / von Tiefenthal", 1847? (ZEEK-Nr. 6959-61-007)

Das in der Mitte des 19. Jahrhunderts am Weg von Allfeld zum Selbacher und zum Gänslacher Hof stehende Kruzifix ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition Wegekreuze zu stiften und somit ein Dokument der Frömmigkeit.

100038347BW
Kapelle Viehweg
(Karte)
Verputztes Mauerwerk, blechverkleidetes Dach, heller Sandstein, Holz, kleines begehbares Gebäude mit runder Apsis und entsprechendem Dach mit Rundbogentür und zwei Rundbogenfenstern, Kreuz auf dem Giebel, Altar mit Postament, Immaculata, zwei Jesusstauen, eine Statue des Hl. Franziskus, Inschrift am Postament „Ich bin die / unbefleckte / Empfängnis / Maria“, 19. Jahrhundert (ZEEK-Nr. 6959-61-015)

Die kleine, südwestlich von Allfeld in der Flur stehende, mit mehreren Statuen ausgestattete Wegkapelle ist ein charakteristischer Vertreter dieser Gruppe religiöser Kleindenkmale. Sie ist nicht nur ein orts- und kirchengeschichtliches Zeugnis, sondern auch wichtiges Element in der durch solche kleinen Andachtsstätten gleichsam sakralisierten Kulturlandschaft in der katholisch geprägten Region.

100038473BW
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Billigheim

Weitere Informationen Bild, Bezeichnung ...
Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Eingemauertes Bildstockfragment der Heiligen Familie Am Boxhof 2
(Karte)
18. Jahrhundert, roter Sandstein, Inschrift „zu·lob und / ehr Jesu·ma / ria·josef“; ZEEK-Nr. 6959-60-005

Die heute in eine Hauswand eingemauerte Bildtafel stammt vom Aufsatz eines Bildstocks aus dem 18. Jahrhundert. Das Relief zeigt den Hl. Wandel, eine in den apokryphen Schriften beschriebene Szene aus der Kindheit Jesu, in der Jesus von seinen Eltern an der Hand geführt wird. Der Hl. Wandel, der auch als Rückkehr aus Ägypten, Rückkehr aus dem Tempel oder Gang der Heiligen Familie übers Gebirge bezeichnet wird, avancierte seit der Gegenreformation zu einem beliebten Bildmotiv.

100039720BW
Eingemauertes Bildstockfragment Am Boxhof 30
(Karte)
Krönung Marias, 18. Jahrhundert, gelber Sandstein; ZEEK-Nr. 6959-60-004

Die heute in eine Hauswand eingemauerte Bildtafel stammt vom Aufsatz eines Bildstocks aus dem 18. Jahrhundert. Die Szene mit der Krönung Mariens zur Himmelskönigin sollte die Vorübergehenden daran erinnern, dass alle Gläubigen auf das ewige Leben hoffen können.

100039788BW
Tafelbildstock Lettengrube
(Karte)
1878, grüner Sandstein, Pieta, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Säule mit Basis und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Bekrönungskreuz, Inschrift am Sockel „Mutter Quelle der Liebe laß mich / empfinden die Gewalt deines / Schmerzes, daß ich mit dir traure / – – / Gestiftet v. Ludwig Hornstein / und dessen Ehefrau / Elisabetha geb Zipf / 1878“, auf dem Aufsatz „Schmerzhafte/Muttergottes“; ZEEK-Nr. 6959-60-012

Der östlich von Billigheim in der Flur aufgestellte Bildstock ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein Beispiel des 19. Jahrhunderts, dessen Reliefdarstellung - eine Pietà - inhaltlich zu einem der am häufigsten vertretenen Motive zählt. Die Darstellung der trauernden Gottesmutter mit dem vom Kreuz abgenommenen toten Sohn auf dem Schloss sollte die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen.

100043843BW
Gedenkstein Weilersberg
(Karte)
1886, grüner Sandstein, Hl. Wendelinus, Monolith mit zweistufigem Sockel und Nische, kleine Figur, Inschrift am Monolith „Der gute Hirte lässt sein / Leben für seine Schafe / Joh 10 Vers II / + / Schäfer / Martin Schifferdecker / wurde hier vom Blitze / erschlagen am 25.August / 1886 / R.I.P“, am oberen Sockel „Denkmal / der Liebe / von seinen Collegen, amoberen Sockel links“Die Antragsteller dieses/Denkmal waren / Schäfer F. Berg v. Sulzbach / Schäfer Josef Schmitt / Billigheim, am unteren Sockel vorne „Wanderer! / Stehe Still und bete / ein Vaterunser / für seine arme Seele“; ZEEK-Nr. 6959-60-014

Der Gedenkstein erinnert an den Schäfer Martin Schifferdecker, der an dieser Stelle 1886 vom Blitz erschlagen wurde. Solche Gedenksteine wurde aufgestellt, um die Vorübergehenden zum Gebet für den Verstorbenen anzuleiten, der ohne die Sterbesakramente empfangen zu können, zu Tode kam. So lautet die Inschrift am Sockel auch: „Wanderer! Stehe Still und bete ein Vaterunser für seine arme Seele“.

100045183BW
St. Michaelskirche Baumgartenstraße 15
(Karte)
Dach und Reste der Chorapsis mit Rundbogen, 12. Jahrhundert; Friedhofsmauer, 15. Jahrhundert, Grabplatten, 17. und 18. Jahrhundert

Auf einem erhöhten Geländesporn südwestlich des Billigheimer Ortskerns stehen die Reste der ehemaligen Pfarrkirche inmitten des alten Kirchhofs. Von dem im 12./13. Jahrhundert errichteten, dem Erzengel Michael geweihten Gotteshauses hat sich nur die Apsis erhalten. Nachdem das Zisterzienserinnenkloster in Billigheim 1584 aufgelöst worden war, nutzte man dessen Kirche fortan als Pfarrkirche. Dabei ging auch das Michaelspatrozinium auf diese über. Die alte Pfarrkirche diente weiterhin als Kapelle für den bis 1834 genutzten Friedhof in ihrem Umfeld. Sie verfiel jedoch zunehmend und wurde im 19. Jahrhundert schließlich als malerische Ruine in den Park des Leiningen-Billigheimschen Schlosses integriert. Die Kirchenruine mit dem umgebenden Friedhof ist zum einen ein zentrales Zeugnis der Orts- und Kirchengeschichte von Billigheim und stellt zudem die letzte bauliche Erinnerung an Schloss- und Schlosspark der einstigen Ortsherrschaft dar.

100040157BW
Tafelbildstock Baumgartenstraße
(Karte)
1865, roter Sandstein, Heilige Dreifaltigkeit, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Traubensäule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Bekrönungskreuz (Metall), Inschrift am Sockel "Ein jeder der vorübergeht / Bei Tag und in der Nacht / verrichte den ein fromm Gebet / Zur Ehr der heiligsten Macht! / Und hast du dieses rechtgethan (Zeichen) / O Wanderer von Nah u. fern. / Gesegnet ist dan deine / Bahn von Gott / dein höchsten Herrn! / Erriechtet v. Joh. Kilian Fichter / d. Ehefrau Margaretha geb. Beuchert.1865", auf der Plinthe "Erneuert / v. Wilhelm Fichter / 1896, auf dem Aufsatz "Hl. Dreifaltigkeit!"; ZEEK-Nr. 6959-60-009

DerBildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Billigheim, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind. Er steht in der Tradition der im 18. Jahrhundert beliebten und nach der Weinranke benannten Träublesbildstöcke. Mit der Darstellung der Dreifaltigkeit ist er zudem ein sprechendes Dokument der Frömmigkeitspraxis im 19. Jahrhundert und belegt mit seiner überaus anspruchsvollen Gestaltung die Qualität der regionalen Steinmetzkunst in jener Zeit.

100039638BW
Tafelbildstock Nähe Distr. Grubenwald
(Karte)
„Jesus auf der Wies“, Christus an der Geißelsäule, Sockel mit Basis und Abdeckplatte, sich nach oben verjüngende Säule mit Kapitell, Relieftafelaufsatz, errichtet 1891, gelber Sandstein, Inschrift am auf dem Sockel „Errichtet von Sebastian Zipf / und dessen Ehefrau Luise / geborne Fichter / 1891“; ZEEK-Nr. 6959-60-017

Der Bildstock mit der Darstellung der Geißelung Christi ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Die Andachtsstätte, in der eine Station des Leidenswegs Christi vor Augen geführt wird, dient dem kontemplativen Nachvollzug der Passionsgeschichte.

100043818BW
Wegkreuz Auf der Höhe
(Karte)
Kombination aus alt und neu, 1890, gelber Sandstein & Holz, Bildmotiv fehlt, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis und Abschlusselement, Fragment des Kreuzstammes, Bedachung, Inschrift am Kreuzstamm "Sie haben / durchgraben / meine Händ u. / Füss haben / gezahlt alle / meine Gebein, am Sockel "Dieses Kreuz hat zur Ehre Gottes / errichten lassen Michael Stark und / dessen Ehfrau Magdalena geb. Hoffmann / 1890"; ZEEK-Nr. 6959-60-015

Das im späten 19. Jahrhundert am Weg von Billigheim nach Sulzbach aufgestellte Kruzifix ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition Wegekreuze aufzustellen und somit ein Dokument der Frömmigkeit.

100043801BW
Gedenkstein v.L.B. Wald Distr. Stuhlwald
(Karte)
Roter Sandstein, Sockel in der Form eines umgedrehten Korbkapitells, abgerundeter Tafelaufsatz, 1826 (i)

Die Gedenktafel wurde von einer Familie zur Erinnerung an einen Vorfahren gestiftet und ist damit ein charakteristisches Zeugnis der Memorialkultur.

100045157BW
Gasthaus Zum Goldenen Hirsch Karl-von-Goebel-Straße 5
(Karte)
Zweigeschossiges Traufenhaus mit Eckrustika und hohem Mansarddach, 1804

Der in charakteristischer Lage an der zentralen Ortsdurchfahrt stehende Goldene Hirsch ist wichtiges Zeugnis für das Gasthauswesen und die Wirtschaftsgeschichte von Billigheim im 19. Jahrhundert. Zudem belegt er wie zahlreiche andere (ehemalige) Gasthöfe bis heute den Verlauf der alten Land- und Poststraßen durch die Dörfer.

100040846BW
Wohnhaus Karl-von-Goebel-Straße 6
(Karte)
Zweigeschossiges Fachwerkgiebelhaus mit Krüppelwalmdach und Massiverdgeschoss, Inschriftrosetten an den Eckpfeilern, geohrtes Eingangsportal mit geschnitzter Holztüre, bezeichnet 1802

Das stattliche Bauernhaus ist ein regionaltypisches Beispiel des ländlichen Hausbaus, wie er sich in der Barockzeit entwickelte. Über einem in Werkstein errichteten Erdgeschoss erhebt sich ein Wohngeschoss in Fachwerk, die Haupterschließung erfolgt traufseitig. Das Gebäude, entstanden in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts, belegt die vormodernen Lebens- und

Wirtschaftsverhältnisse in Billigheim.

100040872BW
Wohnhaus Karl-von-Goebel-Straße 8
(Karte)
Zweigeschossiges, verputztes Fachwerkhaus mit Massiverdgeschoss und Walmdach, um 1800

Der Bau vermittelt einen Eindruck der Wohn- und Lebensverhältnisse der bäuerlichen Bevölkerung in der Frühen Neuzeit und hat siedlungs- sowie ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert für Billigheim.

100041806BW
Tafelbildstock (eingemauert im Haus) Karl-von-Goebel-Straße 20
(Karte)
1876, gelber Sandstein, „Krönung Mariens“, Sockel mit Abdeckplatte, Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Bekrönungskreuz, Inschrift am Sockel „Erneuert v. Emil Schäfe / u. dessen Ehfrau Ana geb. Keller / 1904/1876“, an der Unterkante der Relieftafel Unglücksdarstellung eines Mannes, der unter ein Mühlrad gerät; ZEEK-Nr. 6959-60-011 100041842BW
Wegkreuz mit trauernder Muttergottes als Assistenzfigur Rothweg 1
(Karte)
Grüner Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Inschrift am Sockel "Jesus drücke deine Schmerz(z)en / Tief in aller Christen Herz(e)n. / Laß mir deine große Pein. / Trost in meinem Leiden sein. / Gestiftet v. der Familie / J – – – Fritz Müller u. seiner Ehe-/ (frau)-Theresia geb. Schäfer., an der Kante der Abdeckplatte "1881" (Kreuz fehlt); ZEEK-Nr. 6959-60-013

Das Wegkreuz ist charakteristischer Ausdruck katholischer Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft um Billigheim in besonderer Weise.

100041910BW
Bildstock Wäldleinäcker
(Karte)
Pieta (Kombination von alten und neuen Teilen), 1724, 1868, 60er Jahre, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, Tafelaufbau aus Schrift- und Bildteil bestehend, Inschrift am Sockel "Gestiftet / J. Michl Knab / 1724 / Erneuert v. / F. Joseph Söhner=Ehfrau / M. Theresia Hornstein / 1868, Oberkante der Frontplatte eine Zeile: nicht entzifferbar und Jahreszahl, am Aufbau "SCHMERZHAFTE / MUTTER GOTTES / BITTE FÜR UNS"; ZEEK-Nr. 6959-60-001

Eine beachtliche Anzahl der Bildstöcke - wie auch dieses Exemplar - belegen durch Erneueurng und Renovationsinschriften die Kontinuität der von der Bevölkerung diesen Andachtsmalen entgegengebrachten Verehrung. Als anschauliches Beispiel dieses Vorgangs besitzt der Bildstock kulturgeschichtlichen Aussagewert.

100044939BW
Bildstockaltar Räusche
(Karte)
Hl. Dreifaltigkeit, 18. Jahrhundert

Der Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Billigheim, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind. Mit der Darstellung der Dreifaltigkeit ist er ein sprechendes Dokument der Frömmigkeitspraxis im 19. Jahrhundert.

100044910BW
Feldkapelle Räusche
(Karte)
1960, Kalksteinmauerwerk, verputztes Mauerwerk, Ziegel, Holz, Heilige Rita, begehbares, vorne offenes Gebäude von rechteckigem Grundriss, und mit Satteldach, Altarraum mit Heiligenstatue, Inschrift am Sockel der Statue „Heilige Rita / bitte für uns“, Inschriftentafel am Altarsockel „Gestiftet zu Ehren / der hl. Rita / von / Familie Josef Wittler / 1960“; ZEEK-Nr. 6959-60-025

Die kleine am Weg von Billigheim nach Sulzbach stehende Kapelle ist ein anschaulich überlieferter Vertreter dieser Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen.

100044786BW
Ehemals Hauptstraße 1 (Flstnr. 17). Figuraler Postamentbildstock Schafgraben 6
(Karte)
/ 1864, grüner Sandstein, Schwarze Madonna, Maria im Ährenkleid, Muttergottes und Kind tragen Ketten mit Kreuzanhängern, vorne unten in der Mitte trägt das Gewand der Gottesmutter innerhalb der Ornamentierung den Buchstaben „M“, Sockel mit zweistufiger Basis und Abdeckplatte, Statue, Inschrift (am Sockel vorne) „— ißt’s dir keine / – gleich – /...“,am Sockel rechts als letzte Zeile „1864“; ZEEK-Nr. 6959-60-007

Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches kulturlandschaftliches Element in der überwiegend katholisch geprägten Gegend.

100041984BW
Ehemalige Schlossremise zum Schloss der Grafen von Leinigen Schefflenztalstraße 2
(Karte)
Eingeschossiger Putzbau mit Mansarddach, spätes 18. Jahrhundert bzw. frühes 19. Jahrhundert. Wappenstein und Stein, bezeichnet 1625, Amtssitz seit 1802, heute Kindergarten

Als die Grafen von Leiningen-Guntersblum im Zuge der Säkularisierung des Kurfürstentums Mainz von Napoleon für den Verlust ihres angestammten linksrheinischen Besitzes während der politischen Umwälzungen nach der Französischen Revolution entschädigt wurden, kamen sie 1803 auch in den Besitz von Billigheim. In der Folge bauten sie das 1584 an Kurmainz gefallene ehemalige Zisterzienserinnenkloster Billigheim zu einer standesgemäßen Schlossanlage aus. Beim Schloss entstand ein in der Art eines Barockgarten gestalteter Park mit Wasserbassins, Fontänen und Pavillon. Als einziger baulicher Rest der 1902 durch einen Brand zerstörten Schlossanlage bzw. der angeschlossenen Kellerei hat sich die noch heute direkt neben der Klosterkirche existente Remise (Wagenhalle) mit barockem Mansarddach erhalten, die das Wohnen und Wirtschaften der Ortsherrschaft im 19. Jahrhundert belegt.

100042074BW
Katholisches Pfarrhaus Schefflenztalstraße 4
(Karte)
Zweigeschossiger Massivbau, Walmdach, 19. Jahrhundert

Das Pfarrhaus befindet sich in charakteristischer Lage neben der Pfarrkirche und ist ortsbildprägender Bestandteil der Bebauung im alten Ortskern von Billigheim. Es belegt durch seine Gestaltung als repräsentative, freistehende Villa die Bedeutung als Sonderbau innerhalb der Ortsstruktur und verkörpert so die herausgehobene obrigkeitliche Stellung des Pfarrers.

100042199BW
Tafelbildstock Schefflenztalstraße 4
(Karte)
1873, grüner Sandstein, „Heilig Blut“, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, sich verjüngende Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz und Bekrönungskreuz, Inschrift am Sockel vorne "Erneuert von der Familie / Josef Ant. Groskinski / 1873 / Michael Großkinzkij / 1923, am Sockel rechts "VON DER PFARREI / ÜBERNOMMEN UND / VOM RATHAUS HIER- / HER VERSETZT / 1972"; ZEEK-Nr. 6959-60-010

Der Bildstock ist anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches kulturlandschaftliches Element in der überwiegend katholisch geprägten Gegend. Das Relief stellt das in der Basilika St. Georg in Walldürn verehrte Korporale, eine mittelalterliche Altardecke mit dem Bild des Gekreuzigten, dar. Im Jahr 1330 stieß der Walldürner Priester Heinrich Otto aus Unachtsamkeit den bereits konsekrierten Messkelch um. Der vergossene Wein nahm auf dem Tuch die Gestalt des Gekreuzigten und elf einzelner Häupter Christi mit Dornenkrone an. Nachdem der erschrockene Priester das Tuch 50 Jahre hinter einem Stein des Altars versteckt gehalten hatte, erleichterte er auf dem Sterbebett sein Gewissen. Nachdem das Leinentuch an der von ihm genannten Stelle gefunden wurde, erlangte das wundersame Blutbild eine große Bekanntheit und Verehrung, sodass Walldürn seit dem 15. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort avancierte.

100042213BW
Ehrenmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs Schefflenztalstraße 6
(Karte)
Überlebensgroße Figur des Erzengels Michael, auf dem quadratischen Sockel ein eingemeißelter Helm, Lorbeer und die Namen der Gefallenen und Vermissten,von der Gemeinde Billigheim errichtet in den 1950er-Jahren, GEEK-Nr. 6959-60-022

Das Ehrenmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Billigheimer Soldaten hat ortsgeschichtlichen Zeugniswert und dokumentiert die lokale Erinnerungskultur. Die Gestaltung ist entsprechend der katholischen Prägung der Region religiös konnotiert und zeigt den Erzengel Michael, Patron der Soldaten und Krieger.

110942138BW
Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs Schefflenztalstraße 6
(Karte)
Auf gestuftem Podest kurzer Obelisk aus rotem Sandstein mit Inschriftentafeln aus schwarzem Granit, von der Gemeinde errichtet (an anderem Standort), 1929; GEEK-Nr. 6959-60-022

Das Denkmal ist ein charakteristisches Zeugnis der kommunalen Gedenkkultur nach dem Ersten Weltkrieg. Es hat Bedeutung für die Ortsgeschichte und die mit ihr verknüpften weiteren Dimensionen der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert.

110942124BW
Klosterkirche Schefflenztalstraße 6
(Karte)
Heute kath. Pfarrkirche Mariä Geburt, einschiffiger Bau mit halbrunder Chorapsis, Satteldach (Originaldachstuhl) und Dachreiter, im Inneren qualitätvolle Ausstattung (romanischer Opferstock, Altarteil, Grabsteine): im Wesentlichen Bau des 12. Jahrhunderts, im Westen zwei gotische Maßwerkfenster des 15. Jahrhunderts, im 19. und 20. Jahrhundert mehrfach restauriert, späterer Kirchenanbau (kein Teil des Kulturdenkmals).

Um das Jahr 1000 wird das „Closter Bullikhemb“ erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich ein Benediktinerinnenkloster wurde es 1238 in eine Zisterzienserinnenabtei umgewandelt, das die Ortsherrschaft über Billigheim innehatte. Nach einem durch eine Pestepidemie, den Bauernkrieg und Reformationswirren begründeten Niedergang wurde das nur noch von einer Nonne bewohnte Kloster 1584 von Erzbischof Wolfgang Dallberg von Mainz eingezogen und säkularisiert. 1803 kamen die Konventsgebäude in Besitz des Grafen von Leiningen-Billigheim, der sie weitgehend abreißen ließ und an ihrer Stelle ein Schloss errichtete. Dieses fiel 1902 einem Brand zum Opfer. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche des Ortes umgewidmet. Dendrochronologische Untersuchungen konnten den Dachstuhl in die Zeit von 1180/90 datieren. Damit gehört er zu den ältesten erhaltenen Dachstühlen in Baden-Württemberg. Das Gotteshaus stellt ungeachtet späterer Überformungen eines der ältesten Beispiele einer Kirche nach dem Zisterzienserinnenkirchen-Schema dar. Auch wenn die Kirche 1878/79 im Sinne der Neugotik umgestaltet und 1971 ein moderner Anbau erstellt wurde, ist sie bis heute ein beredtes Zeugnis romanischer Baukunst.

100042260BW
Schul- und Rathaus Schefflenztalstraße 11
(Karte)
Heute Bürgersaal, dreigeschossiges Traufenhaus mit Walmdach und Dachreiter, am Portal 1838 (i)

Der stattliche, durch seine Größe das Ortsbild prägende Bau, ist ein für seine Entstehungszeit charakteristischer Kombinationsbau aus Schul- und Rathaus, wie er in vielen Landgemeinden der Biedermeierzeit zu finden war. Das Gebäude hat als Verwaltungs- und Schulbau der 1973/74 durch die Vereinigung mit Waldmühlbach, Allfeld, Katzental und Sulzbach gewachsenen Gemeinde Billigheim orts- und schulgeschichtlichen Zeugniswert.

100042278BW

Kapellenbildstock Schefflenztalstraße 54
(Karte)
Kleiner nicht begehbarer Bau von halbrundem Grundriss, mit halbem Walmdach, Bekrönungskreuz, große Nische mit Statue, 18. Jahrhundert, Statue erneuert, ZEEK-Nr. 6959-60-003

Der in charakteristischer Weise an einer Wegkreuzung stehende Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Billigheim, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind.

100040481
Gaststätte Schefflenztalstraße 62, 64
(Karte)
Massivbau mit Kunststeingewänden und Ziegel-Entlastungsbogen über dem Sturz, Eingangstür über Eck, erbaut 1910, erweitert 1923

Die in charakteristischer Lage an der zentralen Ortsdurchfahrt stehende Gasthof ist wichtiges Zeugnis für das Gasthauswesen und die Wirtschaftsgeschichte von Billigheim im 19. Jahrhundert.

100042870BW
Figuraler Postamentbildstock Schefflenztalstraße
(Karte)
Versetzt vom „Württemberger Hof“, dort in einer Nische am Haus vom Großvater eingebaut, nach Hausverkauf mitgenommen, um 1900, gelber Sandstein, Kunststeinsockel, Maria Immaculata, vierkantiger Sockel mit gestuftem Abschluss, Statue mit Basis, Inschrift an der Basis „S. MARIA“, am Sockel „Unbefleckte / Empfängnis / O Maria / Bitte für uns“; ZEEK-Nr. 6959-60-019

Die Madonnenstatue stand ursprünglich in einer Nische des Gasthauses Württemberger Hof. Der Typus der Immaculata, der auf der Weltkugel mit Schlange stehenden Muttergottes, verweist auf die unbefleckte Empfängnis. Als diese 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma erhoben wurde, erfuhr die Marienverehrung einen neuen Impuls und die Immaculata avancierte zu einer beliebten Darstellung.

100042885BW
Gehöft Schmelzenhof 1
(Karte)
Wohnhaus und zwei Scheunen mit gewölbten Tiefkellern, 18./19. Jahrhundert(Sachgesamtheit) 100042922BW
Fragment einer Relieftafel mit der Heiligen Familie Schmelzenhof 3
(Karte)
18. Jahrhundert, Relieftafel aus rotem Sandstein, Sockel gelber Sandstein, rot gestrichen, quaderförmiger Sockel, eingemauerte Relieftafel, Inschrift am Sockel "Erneuert 1900 / STEH (STILL) / O WANDESMANN / ANNO 67(?)HAT DER / EHRSAME (KA)SPA(R) SÖNER / UND JVLIA EVA SEINE / HAVSFRAV DISEN / BILDTOCK MACHEN / LASEN, am Aufsatz "IESVS MARIA JOSEPH"; ZEEK-Nr. 6959-60-006

Die Relieftafel stammt von einem Bildstock aus dem 18. Jahrhundert und ist heute in einer Hauswand eingemauert. Sie zeigt den Hl. Wandel, eine in den apokryphen Schriften beschriebene Szene aus der Kindheit Jesu, in der Jesus von seinen Eltern an der Hand geführt wird. Der Hl. Wandel, der auch als Rückkehr aus Ägypten, Rückkehr aus dem Tempel oder Gang der Heiligen Familie übers Gebirge bezeichnet wird, avancierte seit der Gegenreformation zu einem beliebten Bildmotiv.

100042955BW
Figuraler Postamentbildstock (1807/1868) 1925 Schmelzenhof
(Karte)
Grüner Sandstein, Marienstatue auf Sockel, vierkantiger Sockel mit zweistufiger Basis, Statur mit Basis, Inschrift am Sockel „O Königin / des / Rosenkranzes / Bitte für uns , auf der Sockelbasis vorne“Erneuert / v. Max Fichter u. dessen / Ehefrau Wilhelmina / geb. Söhner / 1925„, Inschriftentafel“Gestiftet von dem verstorbenen Hofbauern / 1807 / Erneuert / von Karl Fichter / u. Ehfrau / Katharina geb. Fichter; ZEEK-Nr. 6959-60-023

Der Bildstock ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Wie viele andere auch wurde dieses Exemplar mehrfach erneuert und belegt damit die Kontinuität der von der Bevölkerung diesen Andachtsmalen entgegengebrachten Verehrung.

100044177BW
Bildstock Sulzbacher Straße 2 a
(Karte)
Madonna mit Kind, 17. Jahrhundert 100041971BW
Tafelbildstock Sulzbacher Straße 2
(Karte)
1729/1873, roter und weißer Sandstein, Kreuzigungsgruppe, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Inschrift am Sockel „Paul Schäfer / 1975 / Erneuert / durch Karl / Johman / 1873. / STEFFEN IOMAN /·1·7·2·9“·, vorne am Sockel innerhalb eines Kranzes das Lamm mit der Fahne; ZEEK-Nr. 6959-60-002

Der Bildstock ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Bei diesem Exemplar handelt es sich um ein qualitätvolles Beispiel des 18. Jahrhunderts, dessen Reliefdarstellung - eine Kreuzigungsgruppe - inhaltlich zu einem der am häufigsten vertretenen Motive zählt.

100043005BW
Hofanlage Sulzbacher Straße 2, 2 a, 4
(Karte)
Bestehend aus: zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach, verschindeltes Fachwerk mit massivem Sockel, originales Türblatt, 19. Jahrhundert; Scheune, massiv, am Giebel Inschriftenplatte mit Daten der Erbauung 1772 und 1919

Die Hofanlage vermittelt ein anschauliches Bild der Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse in Billigheim im 18. und 19. Jahrhundert und hat überdies ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert.

100043053BW
Kreuzigungsgruppe Sulzbacher Straße
(Karte)
1899, gelber Sandstein, Kreuzigungsszene, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Kreuz mit hohem Fuß und Kleeblattenden, Corpus, Marienstatue mit Basis, Johannesstatue mit Basis, Inschrift am Kreuzfuß "Im / Kreuz ist / Heil", an der Abdeckplatte "Jeder der hier vorübergeht soll ein Vater unser beten für die armen Seelen im Fegefeur u. / ewige Licht leuchte ihnen", am Sockel "Ich will im Leiden nimmer Klagen / Will alles tragen mit Geduld / Der Heiland lässt ans Kreuz sich schlagen / zur Sühne meiner Sündenschuld / – – / Gestiftet / Emil Straub / 1899, an der Basis der Marienstatue "Maria", an der Basis der Johannesstatue "Johannes"; ZEEK-Nr. 6959-60-018

Die qualitätvoll ausgeführte Kreuzigungsgruppe bezeugt beispielhaft die typische bildhauerische Gestaltung solcher im 18. und 19. Jahrhunderts vielerorts neu aufgestellten Andachtsmale. Sie ist ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die vom Katholizismus geprägte Region und ihre Kulturlandschaft prägen.

100043707BW
Friedhof; Friedhofskreuz Sulzbacher Straße
(Karte)
Heller Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Kreuz mit Fuß und Korpus, 1862 (i); Gedenktafel für die ermordeten Juden an der Aussegnungshalle, Stein, Eisen, vermutl. Mitte 20. Jahrhundert; Grabmonumente, u.a. für die Grafen zu Leiningen-Billigheim, um 1900

Der Friedhof von Billigheim überliefert anschaulich erhalten eine ländliche Friedhofsanlage aus dem 19. Jahrhundert, einer Zeit, in der vielerorts die Begräbnisplätze um die Kirchen vor allem aus Platz- und hygienischen Gründen aufgelassen und zahlreiche neue Friedhöfe außerhalb der Ortskerne angelegt wurden. Der Friedhof mit den qualitätvoll gearbeiteten Grabsteinen hat ortsgeschichtliche Bedeutung und ist Zeugnis der Bestattungskultur.

100043728BW
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Katzental

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Friedhof mit Einfassung; Friedhofskreuz Elztalstraße
(Karte)
Gelber Sandstein, Kruzifix und mater dolorosa, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit gegliedertem Stamm und Bedachung, Muttergottesstatue mit Basis, 1898 (i); Tafelbildstock, roter Sandstein, Kreuzigungsszene (vorne), Hl. Katharina (hinten), vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, sich verjüngende Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, bekrönendes Kruzifix, 1823 (i)

Der Friedhof von Katzental überliefert anschaulich erhalten eine kleine ländliche Friedhofsanlage. Zusammen mit dem qualitätvoll gearbeiteten Friedhofskreuz und Bildstock hat er ortsgeschichtliche Bedeutung und ist Zeugnis der Bestattungskultur.

100045214BW
Zweiseitiger Tafelbildstock Elztalstraße
(Karte)
18. Jh/1823, roter Sandstein, Kreuzigungsszene (vorne), Hl. Katharina (hinten), vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, sich verjüngende Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, bekrönendes Kruzifix, Inschrift am Sockel "Dieses Bild/hatte zur Ehre Gottes / aufrichten lasen Georg Adam / G(?)eßenberger u. Maria Eva / seine Hausfrau von / Katzenthal 1823, am Aufsatz vorne "RENOVIERT / 1983", am Aufsatz hinten "s·catharin / a"; ZEEK-Nr. 6959-62-001 100045238BW
Friedhofskreuz Elztalstraße 8
(Karte)
1898, gelber Sandstein, Kruzifix und mater dolorosa, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit gegliedertem Stamm und Bedachung, Muttergottesstatue mit Basis, Inschrift am Querbalken „Es ist vollbracht“, am Sockel vorne „O, ihe alle, die ihr / vorübergehet, schaut, / gebet acht und sehet / ob ein Schmerz gleich / ist meinem Schmerze, am Sockel links“Errichtet zur Ehre Gotte / von / Franz Iosef Großkinsky / u. seiner Ehefrau / Magdalena geb. Felleisen / 1898, am Sockel rechts „Vor Blitz, Hagel und / Ungewitter bewahre uns / O Herr Jesus Christus!“, an der Sockelbasis links „Gef. v. W. Zartmann / Neckarsulm“, 1898 (i); (ZEEK-Nr. 6959-62-004) 100045264BW
Marienstatue Fontanestraße 17
(Karte)
Vierkantiger ins Oktogan übergehender Sockel, Inschriftfeld mit Maßwerkrahmung, farbig gefasste Statue, 1881 (i)

Die Madonnenstatue ist Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Der Typus der Immaculata, der auf der Weltkugel mit Schlange stehenden Muttergottes, verweist auf die unbefleckte Empfängnis. Als diese 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma erhoben wurde, erfuhr die Marienverehrung einen neuen Impuls und die Immaculata avancierte zu einer beliebten Darstellung.

100046569BW
Wohnhaus Fontanestraße 19
(Karte)
Zweigeschossiges Traufenhaus, teils Fachwerk in spätklassizistischen Formen, Figurennische, Satteldach, 1850/60

Das in der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude ist mit seiner rein massiven Bauweise und der spätklassizistischen Formensprache ein bauzeittypisches Beispiel für die Übertragung städtischer Architekturformen und neuer Baumaterialien in ländliche Regionen. Es belegt die jüngere Ortsbaugeschichte von Katzental.

100046657BW
Wegweiser Fontanestraße 22
(Karte)
Roter Sandstein, vierkantiger, sich verjüngender Monolith, spätes 19. Jahrhundert

Der Kilometerstein ist ein Zeugnis der systematischen Verkehrserschließung in der Peripherie des Großherzogtums Baden, die mit der Ausstattung der Straßen mit Wege- und Entfernungszeichen verbunden war. Mit seinen Entfernungsangaben belegt er zudem die Einführung des metrischen Maßes in Baden im Jahr 1872.

100046722BW

Weitere Bilder
Kath. Kirche St. Katharina Fontanestraße 37
(Karte)
Saalkirche mit halbrundem Chor und Sakristeianbau, quadratischer Westturm mit Welscher Haube, Portal mit Sprenggiebel, im Inneren u.a. Altäre des 18. Jahrhunderts, unter Einbeziehung älterer Bauteile erbaut 1751, erweitert 1910

Die Katharinenkirche wurde 1751 anstelle eines Vorgängerbaus - von dem der untere Teil des Turms weiterverwandt wurde - als barocke Saalkirche errichtet. Das kleine Gotteshaus ist mit seiner bauzeitlichen Ausstattung ein anschauliches Beispiel für eine ländliche Filialkirche. Mit ihrem markanten Zwiebelturm hat sie wichtigen, prägenden Charakter für das historisch gewachsene Ortsbild und ist von zentralem orts- und siedlungsgeschichtlichem Zeugniswert für Katzental.

100046847
( Wikidata)
Hofanlage Lessingstraße 3
(Karte)
Bestehend aus: Wohnhaus eingeschossiger verputzter Bau mit Satteldach, Kellersockel, einläufige Außentreppe, Nische mit Pietà, 1835 (i); rückwärtige Massiv- und Fachwerkscheune mit Satteldach

Die Hofanlage vermittelt ein anschauliches Bild der Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse in Katzental in vergangenen Zeiten. Die kleine, 1832 angebrachte Pietà in einer Nische an der Giebelfront steht in der Tradition der Hausfigur und ist ein typisches Zeugnis der Frömmigkeit in der katholisch geprägten Region.

107775978BW
Wegkreuz Dallau/Waldmühlbach
(Karte)
1874, gelber Sandstein, Kruzifixus, vierkantiger Sockel mit dreistufiger Basis und Abschlusselement, Kreuz mit gegliedertem Fuß, Korpus in Relief, Inschrift am Sockel "Gestiftet von / Wendelin Schwab / seine Ehfrau Anastasia geb. Leist / u. seine zwei Söhne / 1874, am Kreuzkopf "INRI"; ZEEK-Nr. 6959-62-002

Das am Weg von Katzental nach Waldmühlbach in der Flur als private Stiftung errichtete Kruzifix ist charakteristischer Ausdruck der Frömmigkeit. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise.

100048090BW
Bildstock Mörikeweg 19
(Karte)
1954, gelber Sandstein, Holz, Muttergottes mit Kind, vierkantiger, sich nach oben verjüngender Monolith (alter Wegweiser auch KD), aufgesetzt ein Holzschaft mit Holzhäuschen, Figur (Kombination von Wegweiser und Bildstockelement), Inschrift an der Rückwand des Bildstocks „AVE MARIA“; ZEEK-Nr. 6959-62-005

Bei diesem Bildstock handelt es sich um eine ungewöhnliche Kombination aus einem alten Wegweiserstein und einem in den 1950er-Jahren aufgesetzten Holzhäuschen mit Madonnenstatue. Als anschauliches Beispiel der auch in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts fortgeführten Tradition der Bildstocksetzung hat das Objekt kulturgeschichtlichen Aussagewert.

100048065BW
Monolithischer Wegweiserstein Mörikeweg 19
(Karte)
Sandstein, links „Fu...“, rechts „Dallau / -,5 km“, 19. Jahrhundert darüber Bildstock von 1954 (auch KD) befestigt

Der Wegweiser ist ein Zeugnis der systematischen Verkehrserschließung in der Peripherie des Großherzogtums Baden, die mit der Ausstattung der Straßen mit Wege- und Entfernungszeichen verbunden war. Bis zur Einführung des metrischen Maßes 1872 war die Wegstunde z.B. in Baden ein übliches Längenmaß.

100048302BW
Lourdesgrotte Röhrleinshof
(Karte)
Kalksteinmauerwerk, Bauwerk von rundbogigem Grundriss und mit gewölbtem Abschluss, mit großer Nische, zwei Keramikstatuen, Inschriftenplatte „Gestiftet zu Ehren der Lieben / Frau von N.D. Lourdes / im Gedenken an unsere Eltern / von Benedikt Gätschenberger / und dessen Ehefrau Katharina / und seinen 4 Geschwistern. 1890“; ZEEK-Nr. 6959-62-003

Die am Weg von Katzental nach Elztal künstlich erstellte Felssteingrotte knüpft an die wichtige katholische Wallfahrt nach Lourdes an, wo dem Bauernmädchen Bernadette Soubirous am 11.2.1858 die unbefleckt empfangene Jungfrau Maria erschienen sein soll. In der Folge entstanden - auch in deutschen katholischen Gebieten - zahlreiche dieser sog. Lourdesgrotten. Sie sind für katholisch geprägte Regionen charakteristische kleine Andachtsstätten und Zeugnisse der allgemeinen Zunahme der Marienverehrung während des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts.

100048143BW
Wegweiserstein Röhrleinshof
(Karte)
Vierkantiger Monolith mit eingemeißelten Stundenangaben, „Kazenthal 1/4 Stund / Mosbach 1 1/2 Stund“ und „Billigheim 1/2 Stund“, 2. Hälfte 19. Jahrhundert

Der Wegweiser ist ein Zeugnis der systematischen Verkehrserschließung in der Peripherie des Großherzogtums Baden, die mit der Ausstattung der Straßen mit Wege- und Entfernungszeichen verbunden war. Bis zur Einführung des metrischen Maßes 1872 war die Wegstunde z.B. in Baden ein übliches Längenmaß.

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Sulzbach

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Winkelgehöft An der Steige 4
(Karte)
Eingeschossiges, giebelständiges Fachwerkhaus mit Satteldach und Hochkeller, 18. Jahrhundert, Fachwerkscheune mit massivem Unterbau, Satteldach, 18./19. Jahrhundert

Die Hofanlage vermittelt ein anschauliches Bild der ländlichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im 18. und 19. Jahrhundert. Charakteristisch sind das giebelständig zur Straße orientierte Wohnstallhaus mit der quer dazu stehenden Scheune im rückwärtigen Teil der Parzelle und die Gruppierung der Gebäude um einen zur Straße offenen Innenhof. Das Anwesen hat siedlungs- und ortsgeschichtlichen Zeugniswert für Sulzbach.

100049776BW
Gasthaus Linde An der Steige 6
(Karte)
Zweigeschossiger, verputzter Massivbau inmit Satteldach, dem Portal vorgelegt eine zweiläufige Steintreppe; mehrteilige Scheunenzeile, massiv mit Fachwerkaufsätzen, um 1850

Die Linde ist ein wichtiges Zeugnis für das Gasthauswesen des 19. Jahrhunderts in Sulzbach. Charakteristisch für solche Langgasthöfe sind die Dimensionen und die großen Stall- und Scheunengebäude zum Einstellen von Wagen und Zug- sowie Reittieren. Das Anwesen veranschaulicht eindrucksvoll die große Bedeutung, die Gasthäusern früher in den Dörfern als Treffpunkt und Festort zukam und die sich bereits an den im Verhältnis zu den Bauernhäusern besonders stattlichen Ausmaßen erkennen lässt.

100049802BW
Kellergebäude mit Stall An der Steige
(Karte)
Massiver Unterbau mit Rundbogentor, Fachwerkgeschoss und Satteldach, verzierter Schlussstein mit (nicht mehr lesbarer) Datierung, 18./19. Jahrhundert

Kellerhäuser dienten früher zur Vorratshaltung und boten kühle Räume für die Lagerung empfindlicher Lebensmittel. Über dem Keller befand sich meist noch ein Raum zur Lagerung verschiedenster Materialien. Mit der Einführung von Kältemaschinen am Ende des 19. Jahrhunderts verloren die Kellerhäuser allmählich ihre Bedeutung und sind daher heute nur noch selten überliefert.

100049857BW
Figuraler Pfeilerbildstock Edelweißstraße 3
(Karte)
1772, gelber Sandstein, Maria Immaculata, schlanker vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Pfeiler mit Plinthe, Fußteil und Kapitell, Freifigur, Inschrift am Sockel "Gestiftet von / Mathias Keller / desen Ehefrau / Lina Keller / Ano Domini / 1772, am Fußteil des Schaftes "h:Maria durch deine / unbefleckte Empfängnis / bitt für mich / das ich ohne Mackel / lebe und selig sterbe / Amen"; ZEEK-Nr. 6959-63-002

Der Bildstock ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Der Typus der Immaculata, der auf der Weltkugel mit Schlange stehenden Muttergottes, verweist auf die unbefleckte Empfängnis. Als diese 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma erhoben wurde, erfuhr die Marienverehrung einen neuen Impuls und die Immaculata avancierte zu einer beliebten Darstellung.

100050643BW
Friedhof; Kreuzigungsgruppe Friedhofweg 8
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, hohes Kreuz lateinischer Form mit hohem verstärkten Bereich im unteren Abschnitt und Korpus, Statuen der Maria und des Johannes, 1860 (i)

Wie in vielen Gemeinden so wurde auch in Sulzbach im 19. Jahrhundert der Begräbnisplatz auf dem Kirchhof aufgegeben und aus Platz- und Hygienegründen an den Ortsrand verlegt. Die Anlage ist Zeugnis der Siedlungs- und Religionsgeschichte. Hervorzuheben ist die als private Stiftung 1860 aufgestellte Kreuzigungsgruppe, die an die Auferstehung von den Toten, die den Gläubigen nach christlicher Auffassung durch den Kreuzestod ermöglicht wurde, erinnert.

100050782BW
Steg über den Sulzbach

Der Steg verband den Dorfkern mit den rechts des Sulzbachs gelegenen Wiesen und Feldern und ist damit ein Beleg der Verkehrs- und Siedlungsgeschichte.

Hauptstraße
(Karte)
100049365BW
Doppelwohnhaus Hauptstraße 38 a, 38 c
(Karte)
Eingeschossiges, giebelständiges Fachwerkhaus unter Satteldach mit massivem Hochkeller, traufseitige Erschließung mit langer Außentreppe, im Kellerrundbogen 1750 (i), Baudatum auf das gesamte Haus zu beziehen, Türgewände 1870 (i, wohl Umbau) mit originalem Türblatt, rückwärtige Haushälfte stärker verändert

Das Gebäude ist als gestelztes Wohnstallhaus ein Beispiel eines ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit Fachwerkwohnteil über massivem Stallgeschoss und belegt die stark von der Landwirtschaft geprägte Ortsbaugeschichte von Sulzbach im 18./19. Jahrhundert.

100051598BW
Scheunen Hauptstraße 44 a, 46
(Karte)
Fachwerk über Massiverdgeschoss, Satteldach, 19. Jahrhundert, Nr. 44 Umbau zu Wohnzwecken in den 1980er Jahren

Bei den heute zu Wohnzwecken umgebauten Gebäuden handelte es sich ursprünglich um zwei Scheunen. Scheunen sind charakteristische Beispiele ländlicher Funktionsarchitektur und belegen die Vorratshaltung in früherer Zeit. Damit legen sie Zeugnis ab von der jahrhundertelang von der Landwirtschaft geprägten Geschichte von Sulzbach.

100051806BW
Kath. Pfarrhaus Hauptstraße 54
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit verschränkten Walmdächern über geschnitzten Sparren bzw. Pfetten, Ende 19. Jahrhundert; Schuppen und Garten

Das Pfarrhaus befindet sich in historisch-charakteristischer Lage neben der Pfarrkirche. Der stattliche freistehende Bau knüpft mit seinem hohen Krüppelwalmdach an die Tradition schlichter barockzeitlicher Pfarrhausbauten an und ist von Bedeutung für die Orts- und Kirchengeschichte von Sulzbach.

100051941BW
Kath. Pfarrkirche St. Martin Hauptstraße 56
(Karte)
Saalkirche mit eingezogenem Chor im 5/8-Schluss, Westturm mit Pyramidendach, unter Beibehaltung des mittelalterlichen Turms erbaut 1836; Kirchhof mit Resten der Umfassungsmauer

Die kath. Pfarrkirche St. Martin wurde 1836 unter Verwendung des mittelalterlicher Chorturms des Vorgängerbaus neu erbaut. Die sparsame und klare Gliederung wie auch der Bautypus sind kennzeichnend für den klassizistischen Kirchenbau der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Martinskirche hat wichtigen, prägenden Charakter für das historisch gewachsene Ortsbild des Dorfes und ist von hohem orts- und kirchengeschichtlichem Zeugniswert für Sulzbach.

100051976BW
Wegkreuz Hauptstraße 75
(Karte)
1859, roter (Korpus) und gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit Fuß, Korpus, Inschrift am Sockel „Dieses Bild hat / zur Ehre Gottes ge - - - t / und aufrichten lassen / Joseph Schnizler und / Katharina (Elisab)etha / (seine Hausfrau) / Sulzbach 2 Juni 1859“; GEEK-Nr. 6959-63-004 (bei der jüngsten Sanierung Schrift erneuert, dabei 1859 statt wie zuvor notiert 1854)

Das Kruzifix ist ein für seine Entstehungszeit charakteristisches Beispiel der in katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition des Wegkreuzes, die auch innerörtlich Aufstellung fanden und so den Dorfraum quasi sakralisierten. Als Privatstiftung ist das Wegkreuz ein Zeugnis einer tief empfundenen Religiosität.

100052167BW
Scheune Hauptstraße
(Karte)
Giebelständiger Massivbau mit Fachwerkgiebel und Satteldach, traufseitig erschlossen

Die Stallscheune ist ein Beispiel ländlicher Funktionsarchitektur und belegt die Vorratshaltung in früherer Zeit. Damit legt sie Zeugnis ab von der jahrhundertelang von der Landwirtschaft geprägten Sulzbacher Orts- und Wirtschaftsgeschichte.

100052230BW
Ev. Kirche Hauptstraße 80
(Karte)
Saalkirche mit Satteldach und Glockendachreiter, Massivbau aus rotem und hellem Werkstein, teils noch mit originaler Innenausstattung, erbaut 1862, Sakristeianbau 1937; Treppenanlage

Lange Zeit wurden die evangelischen Sulzbacher Bürger von Neckarburken aus pastoriert. Nachdem die alte Kirche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts 1860-1862 durch einen Neubau ersetzt worden war, erfolgte 1869 die Erhebung zur selbständigen Pfarrei. Der Kirchenneubau wurde im neugotischen Stil ausgeführt und stellt ein anschauliches bauzeittypisches Beispiel für die Sakralarchitektur des Historismus auf dem Lande dar. Er ist ein wichtiges bauliches Zeugnis der Konfessions- und Ortsgeschichte von Sulzbach.

100052259BW
Stadtmühle Hauptstraße 129
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Fachwerkbau mit Hochkeller und Krüppelwalmdach, traufseitig Rundbogen, 1785 (i), Bruchsteinscheune mit Satteldach, 19. Jahrhundert

Die vor dem südlichen Ortsausgang stehende Stadtmühle belegt das über Jahrhunderte wichtige Mühlengewerbe im Tal des Sulzbachs. Mit dem landwirtschaftlichen Nebengebäude veranschaulicht das Anwesen die Lebenswelt der Müller, die in der Regel eine Nebenerwerbslandwirtschaft betrieben.

100052689BW
Tafelbildstock Im Steinbrunnen 20 a
(Karte)
Roter Sandstein, Bodenplatte, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Säule mit Plinthe und Kapitell, Tafel mit Hl. Familie, 1784 (i); ZEEK-Nr. 6959-63-003

Der Bildstock belegt die vom Katholizismus geprägte Glaubensidentität von Sulzbach. Das Relief zeigt den Hl. Wandel, eine in den apokryphen Schriften beschriebene Szene aus der Kindheit Jesu, in der Jesus von seinen Eltern an der Hand geführt wird. Der Hl. Wandel, der auch als Rückkehr aus Ägypten, Rückkehr aus dem Tempel oder Gang der Heiligen Familie übers Gebirge bezeichnet wird, avancierte seit der Gegenreformation zu einem beliebten Bildmotiv.

100050611BW
Nischenbildstock Häldenteich
(Karte)
Gelber Sandstein, achtkantiger Schaft mit drei Nägeln, darunter ein Herz, Nischenkopfteil mit zwei Figürchen aus Porzellan, 16. Jahrhundert, erneuert 1856 (i); ZEEK-Nr. 6959-63-001

Eine beachtliche Anzahl der Bildstöcke - wie auch dieses Exemplar - belegen durch Renovationsinschriften früherer Jahrhunderte oder Verwendung von älteren Einzelteilen die Kontinuität der von der Bevölkerung diesen Andachtsmalen entgegengebrachten Verehrung. Als anschauliches Beispiel dieses Vorgangs besitzt der Bildstock kulturgeschichtlichen Aussagewert.

100053361BW
Wegkreuz von Billigheim nach Mosbach
(Karte)
1922, heller Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Kreuz mit zweistufigem Fuß, Korpus in Relief, Inschrift am Sockel „Gekreuzigter / Herr Jesus Christus / Erbarme dich unser / Vater unser / Gestiftet zur Ehre Gottes / von Karolina Metz u. Kindern / 1922“; ZEEK-Nr. 6959-63-008

Das Kruzifix steht in charakteristischer Weise in der Flur zwischen Sulzbach und Mosbach an einer Weggabelung. Es ist ein anschauliches Zeugnis der katholischen Prägung der Region und der Frömmigkeit.

100053488BW
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Waldmühlbach

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Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Friedhofskreuz Hofäckerweg
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit hoher Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit verstärktem Fuß, Corpus, Inschrift am Sockelmittelteil „Verleih’ o Jesu! mir ein seelig’s Ende, / Nim meinen Geist dan auf in deine Hände,/Aus Liebe littest du für mich den Tod_ / Verlaß mich nicht in meiner Noth— / Ich bin die Auferstehung und das Leben. / Wer an mich glaubt, der wird leben, / ob ergleich stürbe./ /—“, Sockelbasis vorne „Errichtet im Jahr 1860“; ZEEK-Nr. 6959-64-006

Friedhofskreuze sind charakteristische Ausstattungsstücke historischer Friedhofsanlagen. Sie gemahnen nicht nur an die Vergänglichkeit, sondern auch an die Auferstehung von den Toten, die den Gläubigen nach christlicher Auffassung durch den Kreuzestod Christi ermöglicht wurde. Das Kreuz ist damit bildlicher Ausdruck gelebter Frömmigkeit und der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Wie in diesem Fall auch wird der Bitte um göttlichen Beistand häufig auch explizit durch Inschriften Ausdruck verliehen.

100055955BW
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Am Kirchplatz 1
(Karte)
Dreischiffige Basilika, flach geschlossener Chor mit halbrunder Apsis, in die Fassade eingestellter Turm mit Spitzhelm, Quadermauerwerk, Gliederung durch Wandvorlagen und Rundbogenfriese, mit Ausstattung, u.a. Apsisgemälde, kassettierte Holzdecke, Nikolausskulptur um 1500; Figuren der Nothelfer aus Nothelferkapelle, 1820, erbaut 1884; Umfassungsmauer

Ein erster Kirchenbau in Waldmühlbach ist für das späte 13. Jahrhundert bezeugt. Dieser wurde vermutlich 1748 durch einen barocken Neubau ersetzt, der sich aber schon bald als zu klein für die Gläubigen von Waldmühlbach und der Filialgemeinde Katzental erwies. 1865 wurde ein Neubau beschlossen, der ab 1883 am Platz der alten Kirche realisiert wurde. Die zwei Jahre später fertiggestellte Kirche entstand nach Plänen von Ludwig Maier, dem Leiter des erzbischöflichen Bauamts in Mosbach. Sie ist neuromanischen Formen gestaltet, die sie als charakteristischen Vertreter des Historismus ausweisen und dokumentiert die Entwicklung des katholischen Kirchenbaus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die im Mittelpunkt des Dorfes auf einer leichten Anhöhe erbaute Pfarrkirche verleiht bis heute dem Ortsbild seine charakteristische Silhouette und ist zentrales Dokument der konfessionellen Geschichte von Waldmühlbach.

100053687BW
Figuraler Pfeilerbildstock mit Marienfigur „Maria die Gnadenreiche“ Büchlein
(Karte)
Bezeichnet „1896“, gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis, Pfeiler mit Kapitell, Statue mit Basis, Bedachung, Inschrift am Pfeiler „O / Maria / ohne / Sünde / empfanen / bitte für uns!“, am Sockel „Gestiftet / von Blasius Nuß und / seiner Ehefrau Cäcilia geb. Graf / und Familie/1896“

Der Bildstock steht in charakteristischer Weise an einer Weggabelung. Er ist eine der für katholisch geprägte Regionen charakteristischen kleinen Andachtsstätten und Zeugnis der allgemeinen Zunahme der Marienverehrung während des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts.

100057566BW
Fragment eines Bildstocks Billigheimer Weg
(Karte)
Vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Plinthe, Fragment einer Säule, bezeichnet „1741“, Inschrift am Sockel „GOTT·ZV EHREN / HAT DER EHRBARE / MAN MARTHIN / NVS VND ANNA / MARIA SEINE HAVS / FRAV DIESENBILT / STOCK AVFRICHEN / LASEN·1741“; ZEEK-Nr. 6959-64-002

Der heute nur noch als Fragment erhaltene Bildstock wurde 1741 als private Stiftung zwischen Waldmühlbach und Billigheim in der Feldflur aufgestellt. Er gehört zu einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen.

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Gasthaus Zum Falken Dorfstraße 15
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Bau mit Werksteinsockel und Satteldach, Erdgeschoss massiv mit Eckquaderung, darüber Fachwerk, am Kellertorbogen 1807 (i), auf älterem Keller erbaut, um 1850; Fachwerkscheune

Der in gasthaustypischer Lage an der zentralen Straßengabelung in Waldmühlbach stehende Falken ist wichtiges Zeugnis für das dörfliche Gasthauswesen des 19. Jahrhunderts. Charakteristisch für solche Gasthöfe sind die Dimensionen und das große Stall- und Scheunengebäude. Zudem belegen diese Gasthöfe bis heute den Verlauf der alten Landstraßen durch die Dörfer.

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Kath. Pfarrhaus Dorfstraße 19
(Karte)
Eingeschossiges Massivgebäude über hohem Kellergeschoss mit Stützpfeilern, Mansarddach mit Krüppelwalm

Das in ortsbildprägender Lage an der Dorfstraße unweit der Kirche stehende Pfarrhaus ist ein stattliches und aufgrund der gesellschaftlichen Stellung und Aufgaben der Pfarrer ortsgeschichtlich bedeutendes Gebäude. Es hebt sich durch die Dachform von der sonst üblichen Wohnbebauung als Gebäude mit Sonderfunktion ab und besitzt Zeugniswert für die Kirchen- und Ortsgeschichte von Waldmühlbach.

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Außenwand des Pfarrhauses Fragment eines Bildstocks Dorfstraße 19
(Karte)
Darstellung der hl. Familie mit St. Nikolaus links und St. Martin rechts, Mitte 18. Jahrhundert, roter Sandstein, Inschrift an der Unterkante der Relieftafel „NICOLAUS·Jesu·Maria·Josef·Mardinus“; ZEEK-Nr. 6959-64-003

Die heute in die Wand des Pfarrhauses eingemauerte Bildtafel stammt vom Aufsatz eines Bildstocks aus dem 18. Jahrhundert. Das Relief zeigt den von zwei Heiligendarstellungen flankierten Hl. Wandel, eine in den apokryphen Schriften beschriebene Szene aus der Kindheit Jesu, in der Jesus von seinen Eltern an der Hand geführt wird. Der Hl. Wandel, der auch als Rückkehr aus Ägypten, Rückkehr aus dem Tempel oder Gang der Heiligen Familie übers Gebirge bezeichnet wird, avancierte seit der Gegenreformation zu einem beliebten Bildmotiv.

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Gehöft Dorfstraße 26
(Karte)
Wohnhaus und Scheune 100055403BW
Wohnhaus Dorfstraße 31
(Karte)
Zweigeschossig, Fachwerk über massivem Erdgeschoss, Satteldach, 19. Jahrhundert

Als gestelztes Einhaus, in dem die Funktionen Wohnen, Tier- und Vorratshaltung unter einem Dach vereint sind, ist das Gebäude für die historische Hauslandschaft der Region charakteristisch. Es dokumentiert Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse auf dem Land und hat ortsbaugeschichtlichen Zeugniswert.

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Schul- und Rathaus Dorfstraße 33
(Karte)
Dreigeschossiger verputzter Massivbau, Walmdach, im Eingangsportal bezeichnet 1837

Das Rat- und Schulhaus ist ein anschauliches Beispiel für einen öffentlichen Kommunalbau des

19. Jahrhunderts im Großherzogtum Baden. In für Landgemeinden charakteristischer

Weise kombiniert er aus finanziellen und organisatorischen Gründen Rathaus- und Schulfunktion unter einem Dach. Die Bedeutung als Verwaltungsmittelpunkt und Bildungsstätte des Ortes kommt auch durch den gestalterischen Aufwand, der deutlich über das Maß der örtlichen Wohnhausbebauung hinausgeht, sowie durch die Wappenschilder am Traufgesims zum Ausdruck.

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Keller eines Wohnhauses Dorfstraße 38
(Karte)
Tonnengewölbe, rundbogiger Kellereingang, wohl 17./18. Jahrhundert, Wohnhaus erneuert

Der unter dem erneuerten Wohnhaus erhaltene frühneuzeitliche Keller veranschaulicht vormoderne Vorratshaltung und hat siedlungsgeschichtlichen Zeugniswert für Waldmühlbach.

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Pieta Dorfstraße 38
(Karte)
Barocke, farbig gefasste Pieta in geschnitzter Nische über dem Eingang 100055461BW
Wohnhaus Dorfstraße 41
(Karte)
Massivgebäude mit Satteldach, mittiger Eingang, Eckquaderung und Steingesims, Haustürgewände und Haustürblatt, um 1850

Das um die Mitte des 19. Jahrhunderts an der Dorfstraße erbaute Wohnhaus weist sich durch seine schlichte axialsymmetrische Fassadengliederung mit mittigem Portal, das durch eine gerade Verdachung betont wird, als Bau des Klassizismus aus. Damit ist es von Bedeutung für die jüngere Ortsbaugeschichte von Waldmühlbach.

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Streckgehöft Dorfstraße 45
(Karte)
Wohnteil als zweigeschossiger Massivbau, Natursteinerdgeschoss, Backsteinobergeschoss, Satteldach, Fachwerkscheune, im Eingangssturz 1900 (i)

Das Anwesen entspricht dem ländlichen Bautypus des Streckgehöftes, der aus einem Wohnteil und daran angebauter Scheune besteht. Es vereint die Funktionen Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach und belegt somit die Arbeits- und Lebensverhältnisse in Waldmühlbach an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Mit seiner dekorativen Fassade ist der Wohnteil ein bauzeittypisches Beispiel für die Übertragung städtischer Architekturformen und neuer Baumaterialien auf das Bauernhaus.

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Figuraler Säulenbildstock mit der Darstellung der Maria Immaculata Dorfstraße 52
(Karte)
Bezeichnet "1809" (an der Grundstücksecke in der Gartenmauer), gelber Sandstein, metallener Sternenkranz, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Säule mit Plinthe und Kapitell, Inschrift am Sockel "Sei gegrüßt du schneeweise / Lilie der heiligsten/Dreifaltigkeit. Sei gegrüßt / du blühende Rose der himlischen / Glückseligkeit, heilige Maria an meinem letzten End verlaß mich / Amen. / Erneuert /----rd Walter--- / Ehefrau Karolina, Tafel "ERRICHTET 1809 VON / FRANZ UND MAGDALENA / WALTER / RENOV. 1856 VON / BERNHARD UND MARIA- / THERESIA WALTER / RENOV. 1990 VON FAMILIE BLASIUS WALTER"; ZEEK-Nr. 6959-64-004

Die Mariensäule ist ein für ihre Entstehungszeit charakteristisches Beispiel der in katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition der Bildstöcke, die auch innerörtlich Aufstellung fanden und so den Dorfraum quasi sakralisierten. Der Typus der Immaculata, der auf der Weltkugel mit Schlange stehenden Muttergottes, verweist auf die unbefleckte Empfängnis. Als diese 1854 von Papst Pius IX. zum Dogma erhoben wurde, erfuhr die Marienverehrung einen neuen Impuls und die Immaculata avancierte zu einer beliebten Darstellung.

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Tafelbildstock Hofäckerweg 9
(Karte)
Schaft mit Weinranken, Bild: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen, gelber und weißer Sandstein, bezeichnet "1896", quaderförmiger Sockel, Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Inschrift am Sockel "Liebster Heiland und Erlöser! / Ich erinere mich an deine gros: Pein / welche du am Kreuz ausgestanden / Ich bitte dich erbarme dich der längst / leidenden Seele im Fegefeuer. / Ihrer mögest du gedenken. / Ihr deine Huld und Gnade schenken / Gestiftet zur Ehre Gottes / u. zum Andenken a. Peter Henn / 1896, an der Unterkante des Aufsatzes Lanze, Zange, Geißelsäule mit Hahn, Hammer, Würfel, auf dem Pilaster links Leiter, auf dem Pilaster rechts Schwammstock und Geißel; (1991: GEEK-Nr. 6959-64-010)

Der am westlichen Ortsrand von Waldmühlbach aufgestellte Bildstock ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis einer in ländlichen katholischen Gebieten weit verbreiteten Tradition und Dokument der Frömmigkeit. Das Sujet des kreuztragenden Christus gehört seit der Spätgotik zu den Stationen des Kreuzwegs, wurde aber auch immer wieder in Bildstöcken verarbeitet.

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Lourdesgrotte Hofäckerweg 9
(Karte)
1897 (bez.) errichtet, Kalk- und Tuffstein, Aufbau über breitem Sockel mit rundbogigem Abschluss, Bekrönungskreuz, Keramikstatuen der Lourdesmadonna und der Bernadette, bez. 1897, Inschrift: (Marmortafel) Gestiftet zur Ehre u.z. Lobe / der allersel. Iungfrau Maria / von Peter Ioseph Schönith / u. seiner Ehefrau / Philippine geb. Söhner / 1892 (1984 erfasst, Tabelle Nr. 14; 1991: GEEK 6959-64-012)

Die künstlich erstellte Felssteingrotte knüpft vom Motiv her an die Marienerscheinung der Bernadette Soubirous am 11.2.1858 in Lourdes an. Zur Erinnerung an dieses Ereignis entstanden vielerorts immer gleiche - auf ein Vorbild von Jerome Fabisch aus dem Jahr 1864 zurückgehende - Darstellungen des in einer künstlichen Felsgrotte arrangierten Figurenpaares von Maria und Bernadette. Lourdesgrotten sind für katholisch geprägte Regionen charakteristische kleine Andachtsstätten und Zeugnisse der allgemeinen Zunahme der Marienverehrung während des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts.

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Wegkreuz Kastanienstraße 2
(Karte)
Gelber Sandstein, vierkantiger Sockel mit Basis und Abschlusselement, Basis, lateinisches Kreuz mit Korpus und Marienstatue, Inschrift am Sockel „Oh Ihr alle / die ihr vorübergehet / am Wege, sehet doch / u. schauet ob ein Schmerz / gleich sei / meinem Schmerz. Klagl 13“, auf dem Querbalken „Es ist vollbracht“, 1878 (i); ZEEK-Nr. 6959-64-007

Das qualitätvoll ausgeführte Kreuz mit der trauenden Muttergottes bezeugt durch seine anschauliche Überlieferung beispielhaft die typische bildhauerische Gestaltung solcher im späten 19. Jahrhundert vielerorts neu aufgestellten Weg- und Flurkreuze. Es ist ein wichtiger Vertreter dieser Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die vom Katholizismus geprägte Region und ihre Kulturlandschaft prägen.

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Tafelbildstock mit Darstellung des Heiligblutwunder Kastanienstraße 8
(Karte)
Versetzt von Flstnr. 4803, roter Sandstein, Kopf gelber Sandstein, 19. Jahrhundert, vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Inschrift am Aufsatz „Das hl. Blut/?“; ZEEK-Nr. 6959-64-005

Der Bildstock ist ein bildlicher Ausdruck der Frömmigkeit und ein charakteristischer Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Das Relief stellt das in der Basilika St. Georg in Walldürn verehrte Korporale, eine mittelalterliche Altardecke mit dem Bild des Gekreuzigten, dar. Im Jahr 1330 stieß der Walldürner Priester Heinrich Otto aus Unachtsamkeit den bereits konsekrierten Messkelch um. Der vergossene Wein nahm auf dem Tuch die Gestalt des Gekreuzigten und elf einzelner Häupter Christi mit Dornenkrone an. Nachdem der erschrockene Priester das Tuch 50 Jahre hinter einem Stein des Altars versteckt gehalten hatte, erleichterte er auf dem Sterbebett sein Gewissen. Nachdem das Leinentuch an der von ihm genannten Stelle gefunden wurde, erlangte das wundersame Blutbild eine große Bekanntheit und Verehrung, sodass Walldürn seit dem 15. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort avancierte.

100056282BW
Wohnhaus Kellereigasse 5
(Karte)
Zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Obergeschoss mit Eckquaderung, 1889 (i)

Das Gebäude ist ein anschaulich überliefertes Beispiel eines Wohnstallhauses aus dem späten 19. Jahrhundert. Mit seinem bis heute ablesbaren massivem Stallteil im Erdgeschoss belegt es die von Landwirtschaft geprägte Ortsbaugeschichte von Waldmühlbach.

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Wegkreuz Judenbuckel
(Karte)
Lauerskreuz, grüner Sandstein, bezeichnet "1898", vierkantiger Sockel mit Basis und Abdeckplatte, lateinisches Kreuz mit verstärktem Fußbereich, Corpus in Relief, Inschrift am Kreuzfuß "Sieh an ich lag begrabe / meine Hände u. Füsse / u. haben gezählt / alle meine Gebeine, am Sockel "Gestiftet von der Familie / Andreas Bauer / und dessen Ehfrau / Amalie geborne Sommer. 1898"; ZEEK-Nr. 6959-64-013

Der Bildstock ist ein bildlicher Ausdruck der Frömmigkeit und ein charakteristischer Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen.

100057611
Streckgehöft Lärchenweg 2
(Karte)
Verputzter Massivbau mit Satteldach, am Wohnteil Eingangstür mit gerader Verdachung und Nische mit Madonnenfigur, Scheune mit rundbogige Torfahrt, 18. Jahrhundert

Das Anwesen entspricht dem Typus des Streckgehöftes. Es zeigt einen charakteristischen Aufbau mit Wohnstallhaus und firstparallel angebauter Scheune. Es ist ein anschaulich überliefertes Beispiel dieses ländlichen Bautyps, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint. Die in einer verglasten Nische stehende Madonna ist ein charakteristisches Beispiel einer zum Schutz des Anwesens aufgestellten Hausfigur.

100056348BW
Tafelbildstock mit Pietadarstellung Lindenstraße 18
(Karte)
Roter Sandstein, 1727, vierkantiger Sockel mit Abdeckplatte, sich nach oben verjüngende Säule mit Plinthe und Kapitell, Relieftafelaufsatz, Inschrift am Sockel "MVHLBACH / DEN·G·MARTI / DIE·GANZE·GEM/EIN·GOTT·ZV·EHR/EN·DISE·BILT-NVS·/ AVF·RIGCHTEN·LASEN / 1727, am Aufsatz "GOTT·KÖRT / EHPAL / LEIN"; ZEEK-Nr. 6959-64-001

Der an einer Weggabelung stehende Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Waldmühlbach, dessen Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt ist. Mit der Darstellung der Pietà ist er ein sprechendes Dokument der Frömmigkeitspraxis im 18. Jahrhundert

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Tafelbildstock Reutäcker 16
(Karte)
Aufsatz mit Voluten und Kreuzigungsdarstellung wohl in Zweitverwendung über neuem Sockel und Säule, 18. Jahrhundert

Der barocke Reliefaufsatz wurde auf einer neu angefertigten Säule mit Sockel 2010 an diesem Ort aufgestellt. Die Kreuzigungsgruppe zählt inhaltlich zu einem der am häufigsten vertretenen Motive bei Bildstöcken. Interessant ist hier der beigefügte Kreuzanbeter, der wohl den frommen Stifter des Andachtsmals darstellt.

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Wegweiserstein Steinig
(Karte)
Bezeichnet „½ Std. Bittelbronn, ½ Std. Mühlbach, 1 ¼ Std. Neudenau“

Der Kilometerstein ist ein Zeugnis der systematischen Verkehrserschließung in der Peripherie des Großherzogtums Baden, die mit der Ausstattung der Straßen mit Wege- und Entfernungszeichen verbunden war. Mit seinen Entfernungsangaben belegt er zudem die Einführung des metrischen Maßes in Baden im Jahr 1872.

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Figuraler Postamentbildstock Steigenrain
(Karte)
Grüner Sandstein und Kalkstein, große Pieta über einem vierkantigen, gemauerten Sockel, Statue mit Basis, wohl ehemals Teil eines Gefallenendenkmals, bezeichnet „gebo...1818“ und „gest...1889“; ZEEK-Nr. 6959-64-008

Der Bildstock ist ein anschauliches Zeugnis für die katholische Glaubensidentität von Waldmühlbach, dessen Ortsbild und Umgebung durch zahlreiche derartige Andachtsstätten geprägt sind. Mit der Darstellung der Pietà ist er ein sprechendes Dokument der Frömmigkeitspraxis im späten 19. Jahrhundert und belegt in der anspruchsvollen plastischen Gestaltung des Aufsatzes der Figurengruppe die regionale Steinmetzkunst jener Zeit.

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Nischenbildstock Etzwiesen
(Karte)
1896, gelber und roter Sandstein, Kalksandstein, breiter, flacher Sockel, breiter zweistufiger Schaft, Nischenaufsatz mit Bekrönungskreuz, Statue, Inschrift am Schaft „Bitt für uns / o schmerzhafte Mutter / Maria! / Errichtet zur Ehre/Gottes / v. Wilh./Maissenhälter / und seiner Familie / 1896“; ZEEK-Nr. 6959-64-011

Der Bildstock ist ein Vertreter einer Gruppe religiöser Kleindenkmale, die die Kulturlandschaft in katholischen Gebieten in besonderer Weise prägen. Die Reliefdarstellung - eine Pietà - zählt inhaltlich zu einem der am häufigsten vertretenen Motive. Die Darstellung der trauernden Gottesmutter mit dem vom Kreuz abgenommenen toten Sohn auf dem Schloss sollte die vorbeigehenden Gläubigen zur Andacht und Kontemplation einladen.

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Einzelnachweise

Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.

Commons: Kulturdenkmale in Billigheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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