Liste der Kulturdenkmale in Heubach
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In der Liste der Kulturdenkmale in Heubach sind die Kulturdenkmale der Stadt Heubach im Ostalbkreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Die ab Oktober 2025 erstellten Tabellen basieren auf den vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im September 2025 veröffentlichten Geodaten. Lizenzhinweis: dl-de/by-2-0 (https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0): Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, www.denkmalpflege-bw.de. Die Adressangaben und Bezeichnungen sind in der dargestellten Form nicht Teil der Ausgangsdaten. Die Adressen wurden automatisch aus den Koordinaten berechnet und können von den korrekten Adressen abweichen. Die Bezeichnungen wurden zunächst automatisiert dem Anfang der vom Landesamt für Denkmalpflege bereitgestellten Objektbeschreibungen entnommen.
- Bild: Zeigt ein ausgewähltes Bild des Objekts, „Weitere Bilder“ verweist auf die zugehörige Kategorie im Medienarchiv Wikimedia Commons. In der Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Bild an einem blauen Marker erkennbar. Auf das Kamerasymbol klicken, um weitere Fotos für diese Liste hochzuladen:

- Bezeichnung: Nennt den Namen, die Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals.
- Lage: Straßenname und Hausnummer oder Flurstücknummer des Kulturdenkmals, gegebenenfalls auch Gemarkung oder Ortsteil. Die Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link (Karte) führt zu verschiedenen Kartendiensten mit der Position des Kulturdenkmals. In einem Tool mit Kartenansicht können die Koordinaten durch Verschieben korrigiert werden.
- Datierung: Baubeginn, Fertigstellung, Datum der Erstnennung oder grobe zeitliche Einordnung entsprechend dem Eintrag in der zugrundeliegenden Denkmaldatenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg.
- Beschreibung: Kurzcharakteristik des Kulturdenkmals, Nennung der geschützten Bestandteile und Begründung der Denkmaleigenschaft. Die Paragraphen § 2, § 12, § 19 oder § 28 verweisen auf die Art der Einstufung gemäß baden-württembergischem Denkmalschutzgesetz.
- ID: Identifikator des Objekts in der zugrundeliegenden Datenbank des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
Abkürzungen
- Bei Datierungen: a = archivalisch, d = dendrochronologische Untersuchung, gk = gefügekundlich, i = inschriftlich, s = stilistisch
- P = Denkmaleigenschaft wird geprüft
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Heubach
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
Weitere Bilder |
Katholische Pfarrkirche | Adlerstraße (Karte) |
In Formen der Reformarchitektur, 1912 von J. Cades, mit Ausstattung
Die kath. Pfarrkirche St. Bernhard von Heubach wurde von Joseph Cades in Formen der Reformarchitektur errichtet. Der süddeutsche Architekt war an der Bauhütte des Ulmer Münsters tätig und gestaltete in Baden-Württemberg etliche Sakralbauten, die an der mittelalterlichen Kunst orientiert sind, so auch z. B. die nahe gelegene Laurentiuskirche in Waldstetten in den Jahren 1905–06. Die Kirche mit Ausstattung ist ein bedeutendes Zeugnis der Heubacher Orts- und Kirchengeschichte. |
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| Gasthaus „Adler“ | Adlerstraße 18 (Karte) |
Traufständiges verputztes Fachwerkhaus mit vier leichten Vorsprüngen am Giebel, schmiedeeiserner Lastenaufzug, wohl 17./18. Jahrhundert mit Veränderungen
Das Gasthaus Adler ist ein Zeugnis für das Heubacher Gasthauswesen des 17./18. Jahrhunderts. Zudem belegt das Gebäude mit dem anschaulich überlieferten Lastenaufzug Technikgeschichte. Es ist ein gutes Beispiel eines kleinen Landgasthofes, der für die wirtschaftliche und soziale Struktur des Ortes eine wesentliche Rolle spielte. |
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| Ev. Kapelle mit Dachreiter | Beuren 4 (Karte) |
Wohl 17. Jahrhundert
Die ev. Kapelle steht im Ortskern von Beuren bei Heubach. Der kleine Bau verweist auf die geringe Anwohnerzahl im Ort. Sie ist ein Zeugnis der Kirchengeschichte des Dorfes. |
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| Wohnhaus eines Gehöftes | Beuren 7 (Karte) |
Verputztes Fachwerkhaus, am Giebel zwei leichte Vorsprünge, wohl 17./18. Jahrhundert
Das frühneuzeitliche Wohnhaus eines bäuerlichen Hofs verweist bereits durch seine große Kubatur auf den Reichtum der Bauernfamilie, die es errichten ließ. Zu dieser Zeit wurden häufig zur Kostenersparnis Wohnhäuser zusammen mit einem Wirtschaftsteil unter einem First gebaut. Das Wohnhaus ist ein wichtiges Zeugnis für Orts- und Hausbaugeschichte von Beuren/Heubach. |
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| Gußeiserner Pumpbrunnen | Beuren 8 (Karte) |
Ende 19. Jahrhundert
Der Pumpbrunnen mit gusseisernem Brunnenstock und steinernem Wassertrog ist ein Zeugnis der historischen Wasserversorgung in Beuren südlich von Heubach am Ende des 19. Jahrhunderts. Mit der Entwicklung der Eisengussherstellung war es möglich, in größeren Serien und damit relativ preiswert Brunnen mit Architekturschmuckgliedern und ähnlichem nach künstlerisch teils aufwendigen Vorlagen zu produzieren, hier der Brunnenstock mit u.a. Ornamenten, Kanneluren und Knospenkapitell. |
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| Kapelle St. Andreas | Bucher Hauptstraße 26 (Karte) |
Kleiner Saalbau in Massivbauweise unter Satteldach mit Turm an der Nordseite, 1959 an Stelle eines Vorgängerbaus nach Plänen des Heubacher Architekten Hans Krieg erbaut. An der nördlichen Langseite Sgraffito von Otto Eberle mit Darstellung der Schöpfungsgeschichte.
Zu dem Kulturdenkmal gehört der aus der Vorgängerkapelle übernommene Flügelaltar von Anfang des 16. Jahrhunderts sowie als Zubehör der 1962 von dem Ellwanger Künstler Hans Schnepf geschaffene und von Bucher Katholiken gestiftete Kreuzweg aus Lindenholz. Die kath. Andreaskapelle in Buch bei Heubach stellt ein charakteristisches Beispiel von Sakralarchitektur der Nachkriegszeit dar. Ebenso bildet das Sgraffito an der Straßenfassade eine für die Zeit gängige künstlerische Gestaltung. Otto Eberle gestaltete es. Der Gmünder Maler schuf zahlreiche Mosaiken und Wandmalereien, insbesondere in der Sakralkunst. Das Innere des von einem lokalen Architekten erbauten Gebäudes beherbergt insbesondere einen Flügelaltar der Frühen Neuzeit sowie hölzerne Kreuzwegbilder des Ellwanger Künstlers Hans Schnepf. Der Sakralbau ist ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte und verweist mit seiner kleinen Kubatur auf die geringe Anwohnerzahl im Ort. |
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| Marktbrunnen | Marktplatz (Karte) |
Gußeiserner Laufbrunnen mit Wappen, bezeichnet 1777
Der Laufbrunnen steht im Ortskern auf dem Marktplatz von Heubach und zeigt das Heubacher Wappen am Brunnentrog. Er wurde im 18. Jahrhundert im nahe gelegenen Königsbronn gefertigt. Der Brunnen belegt handwerkliches Können in gusseiserner Fertigung mit Reliefs am Brunnentrog sowie zahlreichen Verzierungen und Kanneluren am Brunnenstock mit vier Ausläufen und Knospenkapitell. Der zentral gelegene Martkbrunnen zeugt außerdem von der historischen Wasserversorgung in Heubach und bildet ein wichtiges Dokument für die Ortsgeschichte von Heubach. |
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| Evangelisches Pfarrhaus | Hauptstraße 46 (Karte) |
Giebelständiges Fachwerkhaus mit rundbogigem Kellertor, Rückseite mit drei Vorsprüngen, verputzt, 17. Jahrhundert mit Veränderungen
Das zur ev. Stadtkirche gehörige Pfarrhaus weist mit seiner stattlichen Kubatur und der Fachwerkbauweise in teilweise Zierfachwerk auf die hohe soziale Stellung des Pfarrers in Heubach im 17. Jahrhundert. Sowohl das rundbogige Kellertor wie auch die große Öffnung im Giebel belegen frühneuzeitliche Vorratshaltung und Lagerverhältnisse einer Pfarrfamilie, die neben dem Verdienst, den die Seelsorge einbrachte, zudem auf Selbstversorgung angewiesen war. Das Gebäude ist ein anschaulich erhaltenes Dokument für die Orts-, Hausbau- und Kirchengeschichte Heubachs. |
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| Gasthof „Lamm“ | Hauptstraße 50 (Karte) |
Traufständiger verputzter Massiv- und Fachwerkbau mit je drei leichten Vorstößen an den Giebelseiten, wohl 16./17. Jahrhundert mit Veränderungen
Das Gasthaus Zum Lamm liegt zentral in der Nähe des Marktplatzes, gegenüber des Rathauses. Es veranschaulicht eindrucksvoll die große Bedeutung, die Landgasthäusern im 16./17. Jahrhundert in den Städten als Treffpunkt und Festort zukam. Aufgrund seines langen Bestehens an dieser Stelle ist die Wirtschaft darüber hinaus ein bedeutendes Zeugnis für die Ortsgeschichte. Als zentraler Treffpunkt für Anwohner und Angereiste zeichnet es zudem ein Stück Sozial- und Wirtschaftsgeschichte von Heubach nach. |
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| Wirtshausausleger | Hauptstraße 51 (Karte) |
Des Gasthauses Zum Rössle, 18. Jahrhundert
Auf den Gasthof Zum Rössle als wichtigen Treffpunkt in der Stadt Heubach weisend, dokumentiert das Wirtshausschild ein Stück Ortsgeschichte. Zudem ist es ein Zeugnis der Schmiedekunst des 18. Jahrhunderts. |
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| Rathaus | Hauptstraße 53 (Karte) |
Fachwerkbau in Ecklage zur Schloßstraße, mit Dachreiter, 1581, 1965 umgebaut
Der stattliche Fachwerkbau steht zentral in der Stadt Heubach unweit des Marktplatzes. Sein Dachreiter mit Feuerglocke, das Heubacher Wappen am Gebäudeeck der Hauptstraße zur Schloßstraße sowie die Arkaden im Untergeschoss verweisen auf die öffentliche Nutzung als Rathaus. Wie bei Rathäusern des 16. Jahrhunderts häufig anzutreffen, befand sich im Erdgeschoss ein Verkaufsbereich von Lebensmitteln. Das Innere beherbergte neben der öffentlichen Nutzung und der Verwaltungsräume auch eine Küche sowie ein Tanzsaal und eine Wohnung für die lokale Spießträgerfamilie. Es ist ein anschaulich überliefertes wichtiges Dokument für die Orts- und Hausbaugeschichte Heubachs. |
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| Apotheke | Hauptstraße 55 (Karte) |
Barocker Fachwerkbau
Das Gebäude wurde in barocker Zeit zentral im Ortskern neben dem Rathaus und der Gaststätte Zum Lamm errichtet. Sein Fachwerk verweist auf lokale Zimmermannskunst. Es beherbergte die Apotheke von Heubach und ist dadurch ein wichtiges Dokument für die Ortsgeschichte. |
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| Quereinhaus mit ornamentierter Schieferverkleidung | Hauptstraße 107 (Karte) |
Um 1900
Das Bauernhaus mit südlich angebauter Scheune belegt die landwirtschaftliche Geschichte Heubachs. Das Gebäude stellt ein relativ spätes Beispiel des Bautypus des quergeteilten Einhauses dar, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinigt. Die Schieferverkleidung in changierenden Farben bildet ein Ornament und zeugt von lokaler Handwerkskunst. Zudem leistet sie Kältedämmung im Winter, Wärmeschutz im Sommer sowie ganzjährig Wetterschutz. Das Gebäude hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus | Hauptstraße 109 (Karte) |
Eingeschossiges, traufständiges Fachwerkhaus mit ornamentierter Schieferverkleidung, um 1900
Das Wohnhaus aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert wurde in Fachwerk gestaltet. Die Schieferverkleidung in changierenden Farben bildet ein Ornament und zeugt von lokaler Handwerkskunst. Zudem leistet sie Kältedämmung im Winter, Wärmeschutz im Sommer sowie ganzjährig Wetterschutz. Das Gebäude hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Weitere Bilder |
Gymnasium | Helmut-Hörmann-Straße 19 (Karte) |
Walmdachbau mit eingezogenem Mittel-Portikus, 1912 von A. Feifel
Der repräsentative Altbau des Heubacher Gymnasiums wurde wie das Wohnhaus am Postplatz 1912 nach Plänen des Gmünder Architekten Albert Feifel in Formen des Jugendstils errichtet. Insbesondere der eingezogene Mittelrisalit an der Ostfassade spiegelt am gewellten Pultdach über dem Portikus und an der abgerundeten Freitreppe die für Feifel charakteristischen geschwungenen Formen wider. Das Schulgebäude hat mit einem großen Einzugsgebiet lokalen Zeugniswert für Bildungs- und Sozialgeschichte und ist ein wichtiges Dokument für die Baugeschichte von Heubach. |
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| Gefallenendenkmal des Ersten Weltkriegs | Lauterner Straße (Karte) |
Um 1920/25
Das Gefallenendenkmal auf dem Friedhof nordöstlich des Heubacher Ortskerns ist ein Dokument der lokalen Erinnerungskultur und bezeugt die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Geschichte des Ortes. |
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| Gotischer Torturm mit im 19. Jahrhundert erneuertem Fachwerkaufsatz | Kirchplatz 3 (Karte) |
Über dem spitzbogigen Durchgang bezeichnet 1473
Weder zu einer Stadtmauer noch zu einer Burganlage gehört der mittelalterliche Torturm, sondern zu der ev. Stadtkirche Heubachs, St. Ulrich. Er bildet zusammen mit der Kirche eine ortsbildprägende Anlage am Marktplatz sowie mit dem nahe, gegenüber am Marktplatz gelegenen ev. Pfarrhaus das religiöse Zentrum im Ortskern. Er bezeugt die ältere Kirchengeschichte und zeigt mit spärlicher Durchfensterung Charakteristika einer Wehrkirche. Gemeinsam mit dem Turmaufsatz in Fachwerkausfertigung des 19. Jahrhunderts hat der Chorturm wichtigen Zeugniswert für die bis ins Mittelalter zurückreichende Kirchen- und Ortsbaugeschichte. |
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Weitere Bilder |
Evangelische Stadtkirche (ehem. St. Ulrich) | Kirchplatz 16 (Karte) |
Wiederholt umgebaute romanische Basilika, frühgotische Sakristei, wohl ehemalige Kapelle, freistehender Glockenturm, Ausstattung, Kirchhofmauer
Die ortsbildprägende Anlage aus ev. Stadtkirche mit Glockenturm sowie Torturm innerhalb der Kirchhofmauer bildet das religiöse Zentrum des Heubacher Ortskerns, gemeinsam mit dem dazugehörigen ev. Pfarrhaus. Im Inneren des Sakralbaus ist die Kirchenausstattung mit insbesondere spätmittelalterlichem Netzgewölbe im Chor sowie gotischen Wandmalereien von kulturhistorischer Bedeutung. Neben den Zeugnissen der vorreformatorischen Kirchengeschichte steht das Langhausinnere in der Tradition eines eher schmucklosen evangelischen Predigtraumes der Bauzeit. Die Kirchmauer sowie der Torturm verweisen auf die mittelalterliche Geschichte, der Sakralbau war Teil einer Wehranlage seit der Romanik, von der wenige Bauschichten, wie beispielsweise am Turm, erhalten sind. Der vielschichtige Kirchenbau ist samt der an den Kirchturm angrenzenden, im Kern mittelalterlichen Sakristei ein Zeugnis der Kirchen- und Ortsgeschichte. |
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| Gefallenendenkmal für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs in Form einer sich verjüngenden Stele mit zeltdachförmigem Abschlussstein | Mögglinger Straße 73/1 (Karte) |
Eisernem Kreuz und Inschriftentafel, die Oberfläche rustizierend gestaltet. | 112867810 | ||
| Fachwerkhaus mit einseitigem Krüppelwalm in Hanglage | Postgäßle 9 (Karte) |
Verputzt, mit Vorsprüngen am Giebel, teilweise Schiefer verkleidet, wohl 17. Jahrhundert
Das quergeteilte Einhaus ist ein Zeugnis der ländlichen Prägung der Stadt Heubach am Rande der Ostalb. Im Ortskern gelegen verweist es auf einen über Jahrhunderte hinweg gängigen Bautypus auf dem Land, der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereinigt. Die Schieferverkleidung in changierenden Farben bildet ein Ornament und zeugt von lokaler Handwerkskunst. Zudem leistet sie Kältedämmung im Winter, Wärmeschutz im Sommer sowie ganzjährig Wetterschutz. Das Gebäude hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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| Wohnhaus in Kopflage zwischen Mögglinger Straße und Poststraße | Postplatz 1 (Karte) |
Eingeschossig, Mansarddach, in der Mitte überhöhter Standerker, 1912 von A. Feifel
Das eingeschossige Eckgebäude prägt den Postplatz. Es weist mit dem Sockel, dem geschwungenen Mansarddach und dem verspielten Mittelrisalit an der Hauptfassade charakteristische Formen für den Stil des Gmünder Architekten Albert Feifel in Anlehnung an Jugendstil auf. Zudem verweist es auf den repräsentativen Anspruch der Bauherren Anfang des 20. Jahrhunderts. Im selben Jahr zeichnete Feifel in Heubach für das Gymnasium verantwortlich, dessen verspielte und geschwungene Formen sich hier im Wohnhaus am Postplatz wiederfinden. Letzteres hat für Heubach orts- und baugeschichtlichen Zeugniswert. |
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Burgruine Rosenstein | Steigwasen (Karte) |
Mittelalterlich, Erinnerungstafeln des 19. und 20. Jahrhunderts
Die Burgruine bildet einen Teil der Burgenlandschaft am Albrand. Sie steht auf dem ca. 700 m hohen Berg Rosenstein und prägt in ihrer hervorgehobenen Lage das Landschaftsbild des darunter liegenden Trauftals des Klotzbachs, in dem die Stadt Heubach liegt. Umfangreiche Bau- und Befestigungsreste der im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Burganlage sind erhalten, deren Datierung nicht gewiss, jedoch ins späte Mittelalter einzugrenzen ist. Sie ist ein Zeugnis lokaler und regionaler Herrschaftsgeschichte. |
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| Fußgängerbrücke zur Ruine Rosenstein | Rosenstein (Karte) |
Eiserne Bogenbrücke mit Fußgängersteig und Gittergeländer, bez. Maschinenfabrik Esslingen, 1891.
Die Fußgängerbrücke zur Ruine Rosenstein wurde vom Schwäbischen Albverein seit 1888 geplant und im Zuge des Rosensteinfestes im Jahr 1892 eingeweiht. Die Brücke hat einen hohen Wert für die Geschichte der Wanderbewegung, die seit Gründung des Schwäbischen Albvereins einen Aufschwung erhielt und kulturelle Wanderziele wie hier eine mittelalterliche Burgruine integrierte. Zudem ist sie Zeugnis des Ingenieurbaus im Königreich Württemberg. |
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| Gieblständiges Fachwerkhaus in Hanglage | Scheuelbergstraße 3 (Karte) |
Verputzt, Giebel mit Vorsprung, seitlich großes Scheuertor, wohl 17./18. Jahrhundert mit Veränderungen
Das Heubacher Wohnhaus an der Straße zum Scheuelberg entlang des Klotzbaches hat eine seltene Kubatur, ist der Giebel breiter als der Trauf. Es hat anhand des hohen Alters einen wichtigen Zeugniswert für die Haus- und Ortsbaugeschichte und verweist mit der angebauten Scheuer auf den ländlichen Zug der Stadt Heubach im 17./18. Jahrhundert. |
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Schloß Heubach | Schloßstraße 9, 11, 12, 14, 16 (Karte) |
Bestehend aus: Schlossgebäude (Nr. 11), dreigeschossiger, giebelständiger, verputzter Fachwerkbau, 16. Jahrhundert und älter; zugehörig ehemaliges Marstallgebäude (Schloßstr. 12, 14, 16)
Die für die Kulturlandschaft Burgendland am Albrand im 16. Jahrhundert gängige Verlagerung von mühsam erreichbaren Höhenburgen in Schlösser in die Ortschaften im Tal spiegelt sich auch in Heubach wider. Die Höhenburg auf dem Rosenstein wurde ins Klotzbachtal verlagert, stets auf einer kleinen Anhöhe das Ortsbild prägend, und lag innerhalb der Stadtbefestigung. Beim woellwarthischen Heubacher Schloss, ein für ein Rittergeschlecht eher schlichter dreigeschossiger Bau, samt Marstall handelt es sich um eines der überaus seltenen profanen Bauwerke im Ostalbkreis aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Anschaulich überliefert vermittelt es ein Dokument der Wohn- und Lebensweise eines niederadeligen Rittergeschlechts dieser Zeit. Das Heubacher Schloss bildet eine anschaulich überlieferte bauliche Anlage mit großer Bedeutung für die Ortsgeschichte und belegt lokale Adelsgeschichte. |
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Lautern
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Lourdes-Grotte in Tabernakelform | Ölmühle (Karte) |
Um 1912
Unweit der Lautern-Öhlmühle steht an einem Feldweg entlang der Lauter die Lourdesgrotte. Die künstlich erstellte Felssteingrotte knüpft an die Marienerscheinung der Bernadette Soubirous im Jahr 1858 in Lourdes an. Danach entstanden zahlreiche dieser Lourdesgrotten wie dasjenige im Lappertal, die Zeugnisse der allgemeinen Zunahme der Marienverehrung sind. |
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| Kath. Pfarrhaus | Rosensteinstraße 85 (Karte) |
Giebelständiges verputztes Fachwerkhaus mit barockisierendem Erdgeschoß, Portal mit Oberlichtgitter, Treppe, Stuckdecken, 1810 und älter
Das kath. Pfarrhaus bildet mit der dazugehörigen Marienkirche eine ortsbildprägende Anlage und das religiöse Zentrum des Ortes. Der stattliche Bau mit vielschichtigen Fassadenelementen und Stuckdecken im Inneren deutet auf die hohe Stellung des Pfarrers zur Zeit der Errichtung im 19. Jahrhundert. Der Bau hat wichtigen Zeugniswert für die Kirchen- und Ortsbaugeschichte von Lautern und dokumentiert anschaulich vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse eines Pfarrers auf dem Land. |
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Weitere Bilder |
Kath. Pfarrkirche St. Maria (§ 28) | Rosensteinstraße 86 (Karte) |
Rokoko-Saal-Kirche mit Ostchor und Westturm mit Eingangshalle, 1783/85 von J. M. Keller; Ausstattung; Steinkreuz, in Friedhofsmauer eingelassen, wohl 15./16. Jahrhundert
Die kath. Marienkirche prägt anhand des Kirchturms mit Welscher Haube als vertikale Dominante das Bild des Lautertals und den Ortskern der nach dem Bach genannten Ortschaft Lautern. Der Bau wurde von dem Gmünder Baumeister Johann Michael Keller errichtet, insbesondere die Kirchenausstattung weist Stilelemente des Rokokos auf. In der die Kirche umgebenden Mauer ist ein Steinkreuz des späten Mittelalters unverputzt eingelassen, was den sakralen Charakter des religiösen Zentrums von Lautern betont. Die Anlage ist ein wichtiges Zeugnis der Kirchen- und Baugeschichte des Ortes. |
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| Nische (an Wohnhaus) mit Herz-Jesu-Malerei | Rosensteinstraße 95 (Karte) |
19. Jahrhundert
Die gemalte Herz-Jesu-Darstellung in der Hausnische ist ein anschaulich überliefertes Zeugnis der Frömmigkeit der Hausbesitzer zur Entstehungszeit im 19. Jahrhundert und dient im christlichen Glauben zum Schutz der Hausbewohner und des Anwesens. Sie folgt der Herz-Jesu-Mystik und ist ein charakteristisches Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität im Ostalbkreis. |
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| Kruzifix (am Wohnhaus) | Schulstraße 5 (Karte) |
19. Jahrhundert
Das Kruzifix an der Lauterner Hausfassade ist Ausdruck religiöser Frömmigkeit der Hausbesitzer zur Zeit der Anbringung im 19. Jahrhundert. Religiöse Kleindenkmale wie dieses prägen die Ortschaft zwischen den Rosensteinrandhöhen sowie allgemein den Ostalbkreis und sind ein charakteristisches Zeugnis der gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität. Christliche Figuren an Hausfassaden schützen im christlichen Glauben zudem das Anwesen und deren Bewohner. |
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| Quereinhaus | Schulstraße 29 (Karte) |
Fachwerkhaus, teilweise verputzt, am Giebel drei Vorsprünge, wohl 17. Jahrhundert
Das bäuerliche Anwesen entspricht als gestelztes Einhaus einem über Jahrhunderte weit verbreiteten Typus. Wohnen und Wirtschaften sind in charakteristischer Weise unter einem Dach vereinigt. Das Gebäude veranschaulicht frühneuzeitliche Wohn- und Lebensverhältnisse auf dem Land und hat haus- und ortsgeschichtliche Bedeutung. |
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Einzelnachweise
Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg. Geoportal Baden-Württemberg, abgerufen am 10. September 2025.