Liste der Kulturdenkmale in Neresheim
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In der Liste der Kulturdenkmale in Neresheim sind Bau- und Kunstdenkmale der Stadt Neresheim verzeichnet. Die Liste wurde nach der Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte im Regierungsbezirk Stuttgart, Land-/Stadtkreis Ostalbkreis, Gemeinde Neresheim (Ausdruck: 12. Juni 2018) erstellt.



Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Ostalbkreises erhältlich.
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Neresheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkapelle | Auernheimer Weg 14 (Flst.Nr. 0-739/1) (Karte) |
um 1900 | Wegkapelle, kleiner verputzter Massivbau mit dreiseitigem Chorschluss, Vorhalle auf Holzstützen, im Inneren Lourdesgrotte, um 1900
Lourdes-Kapellen wie diese sind charakteristische Zeugnisse einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten spezifischen katholischen Frömmigkeit im späteren 19. Jahrhundert. Nachdem 1858 dem Mädchen Bernadette Soubirous bei der Grotte von Massabielle mehrfach die Jungfrau Maria erschienen war, nutzte Rom den sich entwickelnden Lourdes-Kult zur Stärkung der Marienverehrung im Sinne des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis. Auch im wilhelminischen Deutschen Reich verbreitete sich die Lourdes-Verehrung seit den 1870er-Jahren stark, sicher auch unter dem Vorzeichen des Kirchenkampfes. |
97027792 | |
| Härtsfeldbahnlokomotive | Dischinger Straße (Karte) |
Härtsfeldbahnlokomotive WN Nr. 11 Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Sparkassengebäude | Dischinger Straße 2 (Flst.Nr. 0-213) (Karte) |
1905 | Sparkassengebäude, dreigeschossiger heller Klinkerbau mit sog. Stuttgarter Dach, Mittelrisalit mit geschweiftem Giebel, Gliederung durch dunkle Klinker- und Werksteinelemente, Portal mit Keilsteinkartusche, bezeichnet 1905.
Das stattliche Gebäude ist mit seiner polychromen Verwendung von Klinkern, die zu Werksteinelementen kontrastieren ein charakteristischer Bau des späten Historismus der Zeit um 1900. Die repräsentativen Bauformen verweisen dabei auf die Funktion als Sparkasse. Im Erdgeschoss, erschlossen über ein großes zentrales Rundbogenportal, befanden sich die Büro-, Kassen- und Schalterräume, darüber die Wohnungen der Bankbeamten. Das Gebäude ist wichtiges Zeugnis der städtebaulichen Entwicklung der Kleinstadt zu Anfang des 20. Jahrhunderts und hat mit seiner Funktion als Sparkasse wirtschafts- und sozialgeschichtliche Bedeutung. |
97027793 | |
| Wohnhaus | Dischinger Straße 3 (Flst.Nr. 0-212/3) (Karte) |
um 1810 | Wohnhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, Eingangsportal mit flachem Dreiecksgiebel, um 1810
Das klassizistische Wohngebäude zählt zu den ersten Häusern, die außerhalb der alten Stadtmauern entstanden und dokumentiert so die städtebauliche Entwicklung Neresheims zu Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Stadt von den Fürsten von Oettingen-Wallerstein über Bayern schließlich 1810 an das Königreich Württemberg gelangte. |
97027794 | |
| Ehemalige Zehntscheune | Dischinger Straße 10 (vor) (Flst.Nr. 0-217) (Karte) |
Zehntscheune, verputzter Massivbau mit hohem Walmdach und Rundbogentor, wohl 18. Jahrhundert
Die vor den einstigen Stadtmauern gelegene Zehntscheune veranschaulicht frühere Herrschafts- und Abgabeverhältnisse in Neresheim, das unter der Herrschaft der Grafen bzw. Fürsten von Oettingen-Wallerstein stand, in dem aber bis 1764 auch die Benediktinerabtei Neresheim über umfangreiche Besitzungen und Rechte verfügte. Die Zehntscheune diente der Sammlung und Lagerung der Zehntabgaben. Sie ist Zeugnis der vormodernen Herrschafts- und Besitzgeschichte. |
97027796 | ||
| Härtsfeldbahnhof | Dischinger Straße 11 (Flst.Nr. 0-218) (Karte) |
1900 | Empfangsgebäude des Härtsfeldbahnhofs, zweigeschossiger Bau, Krüppelwalmdach mit Zwerchhaus, massives verputzte Erdgeschoss mit Backsteingliederungen, darüber Zierfachwerk mit Vorkragung, nordwestlich eingeschossiger verputzter Anbau mit flach geneigtem Krüppelwalmdach und Backsteingliederungen, 1900/01
Das späthistoristische Gebäude mit zeittypischem Zierfachwerk ist charakteristisch für die Bahnhofsbauten der Härtsfeldbahn, welche 1900/01 als Schmalspurbahn gebaut wurde und von Aalen bis Dillingen in Bayerisch-Schwaben führte. Sie wurde im Volksmund liebevoll wegen der erzeugten Fahrtgeräusche „Schättere“ genannt und sollte den wirtschaftlichen Aufschwung des Härtsfelds befördern. Die württembergische Nebenbahn war bis 1972 in Betrieb. Der Bahnhof in Neresheim zeugt von diesem großen Verkehrs- und Wirtschaftsförderungsprojekt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und ist damit auch wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte. |
97027797 | |
| Postamt | Dischinger Straße 12 (Flst.Nr. 0-217/1) (Karte) |
1911 | Postamt, zweigeschossiger verputzter Massivbau, Mansardgiebeldach mit Krüppelwalmen, Zwerchhaus und Dachreiter, bossierter Quadersockel, im Erdgeschoss große Rundbogenfenster der Schalterhalle, seitlich kleiner Anbau mit Eingangshalle, 1911
Das stattliche Gebäude ist mit seinen Putzfassaden und seiner Kubatur charakteristisch für die Reformarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts. Mit dem Eisenbahnanschluss Neresheims 1901 entstand in der Folge auch ein Postamt, das aus logistischen Gründen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof errichtet wurde. Das Postamt ist damit Zeugnis für den Ausbau der Neresheimer Infrastruktur in Zusammenhang der nun besseren Verkehrserschließung der Kleinstadt auf dem Härtsfeld und dokumentiert so die Stadtentwicklung im frühen 20. Jahrhundert. |
97027799 | |
| Amtsgericht | Hauptstraße 2 (Flst.Nr. 0-21) (Karte) |
1809 | Amtsgericht, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Halbwalmdach und Wiederkehr im Giebel, einfache Rechtegewände und umlaufendes Gurtband, giebelseitige Erschließung über Freitreppe, 1809
Das stattliche Gebäude folgt mit seiner Kubatur noch ganz der Architektur von Pfarr- und Amtshäusern des 18. Jahrhunderts. Es erhebt sich unmittelbar vor dem einstigen östlichen Stadtausgang und zählt zu den frühen Bauten außerhalb der Stadtmauer. Das Haus entstand in der kurzen bayrischen Herrschaftszeit 1806-1811 und belegt so die Kontinuität Neresheims als Verwaltungszentrum. |
97027800 | |
| Stadtbefestigung – Sachgesamtheit | Hauptstraße 4, 44, Vorstadtstraße 1 (bei) (Flst.Nr. 0-18, 0-37/2, 0-79/2, 0-89) | Stadtbefestigung mit Stadtmauerresten und Resten des ehemaligen Zwingers, angelegt wohl schon im 13. Jahrhundert
Neresheim ist eine sehr alte Siedlung, die sich bis in die Merowingerzeit zurückverfolgen lässt. Die Stadtgründung an dieser Stelle erfolgte vielleicht noch im 13. Jahrhundert gemeinsam durch die Benediktinerabtei Neresheim als Grundherr und seine Schirmvögte, die Grafen von Oettingen. Spätestens um 1350 war Neresheim Stadt und damit sicherlich auch befestigt. Die überlieferten Reste der schon vor 1860 in weiten Teilen niedergelegten Stadtbefestigung haben wichtige Aussagekraft für die Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte Neresheims und sind als äußerer Ausweis der Stadtrechte auch von rechtsgeschichtlicher Bedeutung. |
97027798 | ||
| Wohnhaus | Hauptstraße 5 (Flst.Nr. 0-3) (Karte) |
18. Jahrhundert | Wohnhaus, zweigeschossiger verputzter Bau mit Satteldach, Fachwerkgiebel und genutete Ecklisenen, wohl 18. Jahrhundert
Das giebelständige Gebäude ist wichtiger Bestandteil der historischen Siedlungsstruktur Neresheims und veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse in der Kleinstadt. Es ist Zeugnis der frühneuzeitlichen Stadtbaugeschichte. |
97027802 | |
| Rathaus, ehemaliges Kastenhaus | Hauptstraße 20 (Flst.Nr. 0-33/1) (Karte) |
Kastenhaus, dann oettingensches Rentamt, ab 1867 im Obergeschoss ev. Betsaal, im Erdgeschoss Schranne, seit 1913 Rathaus, dreigeschossiger verputzter Massivbau, Satteldach mit Sachreiter, im Erdgeschoss Arkadenvorhalle, Kartusche mit Wappen der Grafen von Oettingen-Wallerstein
Der stattliche, das Straßenbild prägende Baukörper entstand ursprünglich als Fruchtkasten und wurde später als Rentamt (Finanzverwaltung) der Grafen bzw. Fürsten von Oettingen-Wallerstein genutzt. 1867-1913 war hier zeitweilig der Betsaal der evangelischen Gemeinde untergebracht, während die Erdgeschosshalle als Schranne dem Verkauf von Waren an Markttagen diente. Seit 1913 beherbergt das Gebäude die Stadtverwaltung. Es ist als Speicher- und Verwaltungsbau der Grafen, seit 1777 Fürsten von Oettingen-Wallerstein wichtiges Zeugnis der Herrschafts- und Stadtbaugeschichte. |
97027778 | ||
| Ehemaliges Oberamtsgebäude | Hauptstraße 21 (Flst.Nr. 0-12) (Karte) |
1842/43 | Oberamtsgebäude, traufständiger verputzter Massivbau mit zwei Geschossen und Satteldach, leichte Seitenrisalite, Rundbogenöffnungen, Horizontalgliederung durch durchlaufendes Kämpfer- und Sohlbankgesims, 1842/43 (a)
Nach dem Übergang Neresheims von Bayern an Württemberg 1810 wurde in der Stadt ein württembergisches Oberamt eingerichtet. Damit fand das einstige oettingensche Oberamt seine Fortsetzung. Die Oberamtei, Sitz der Verwaltung und Wohnung des Oberamtmanns, ist mit seiner Architektur ein charakteristisches Beispiel für den sog. Kameralamtsstil, eine Spielart des Klassizismus, die typisch ist für das Königreich Württemberg und bedingt war durch die strengen Vorgaben der Finanzverwaltung. Es ist wichtiges Zeugnis der Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte und belegt die fortbestehende Mittelpunktfunktion Neresheims für das Härtsfeld im 19. Jahrhundert. |
97027801 | |
| Ehemaliges Vogtshaus | Hauptstraße 22 (Flst.Nr. 0-34) (Karte) |
16./17. Jahrhundert | Vogtshaus (heute Härtsfeldmuseum), zwei- bis dreigeschossiger verputzter Massivbau in Hanglage mit Satteldach, zweigeschossiger polygonaler Eckerker, Relief mit Marienkrönung, giebelseitige Erschließung, 1628
Das Vogtshaus war quasi der funktionale Vorgänger der württembergischen Oberamtei (Hauptstraße 21) und diente als Sitz des Vogtes der Grafen, seit 1777 Fürsten von Oettingen-Wallerstein, welche die Stadtherrschaft inne hatten. Das Gebäude wird durch seinen turmartigen Eckerker innerhalb der übrigen Bebauung deutlich als herrschaftlicher Sonderbau hervorgehoben. Es ist Zeugnis der Stadtbau- sowie der Herrschafts- und Verwaltungsgeschichte Neresheims. |
97027803 | |
| Gasthaus zum Rössle | Hauptstraße 37 (Flst.Nr. 0-70) (Karte) |
1888 | Gasthaus Zum Rössle, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, traufseitige Erschließung, Hauseingang mit zweiflügeligem kassettiertem und beschnitztem Türblatt, am Eck Ausleger in Gusseisen mit vergoldeter Pferdefigur, 1888
Das stattliche freistehende Gebäude in verkehrsgünstiger Lage an der Hauptdurchgangsstraße von Neresheim ist ein anschauliches Beispiel für ein kleinstädtisches Gasthaus der Gründerzeit. Zeittypisch ist der ornamentale Ausleger aus Gusseisen, der von der seriellen Produktion solcher Objekte im Zeitalter der Hochindustrialisierung zeugt und das namengebende goldene Ross trägt. Das Gebäude veranschaulicht Wirtshauskultur und hat stadt- sowie als alter gesellschaftlicher Treffpunkt sozialgeschichtliche Bedeutung. |
97027779 | |
| Kellerhaus des ehemaligen Gasthofs Zum Storchen | Kürschnergasse 14 (Flst.Nr. 0-25/3) (Karte) |
1809 | Kellerhaus des ehemaligen Gasthofs Zum Storchen mit Gewölbekeller, zweigeschossiger verputzter Bau, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, im Kern wohl 18. Jahrhundert, bezeichnet im hölzernen Türsturz, 1809 (i)
Das Kellerhaus, das im Obergeschoss wohl eine Bedientenwohnung umfasste, gehörte einst zum Gasthof Zum Storchen und diente als Bierkeller zur kühlen Lagerung des Gerstensaftes. Es ist damit ein charakteristischer Funktions- und Speicherbau der Vormoderne und hat stadtbau- wie wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung. |
97027816 | |
| Wallfahrtskirche Maria Buch | Maria Buch 1 (Flst.Nr. 0-1037, 0-1037/1) (Karte) |
1859/89 | Kath. Wallfahrtskirche Maria Buch, massiver verputzter Saalbau mit eingezogenem Polygonajchor, Satteldach mit einseitigem Krüppelwalm und Glockenreiter, Gliederung durch Strebepfeiler, im Inneren offener Dachstuhl, bauzeitliche Ausmalung und Gnadenbild, errichtet nach Entwurf von Josef Cades, 1889/90 (a), Ausmalung durch Bruder Ephräm König unter Mitwirkung von Bruder Didakus, Beuron, 1929 (a); davor Statue des Hl. Josef auf Tuffsteinsockel; Pietà auf Tuffsteinsockel
Die Wallfahrt zur Kapelle Maria Buch hat eine lange Tradition und reicht bis in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück. Das Pferd des Abtes Meinrad von Neresheim scheute mehrmals bei Ausritten vor einer bestimmten Buche und ging davor sogar in die Knie. Als der Abt vom Ross stieg und den Baum näher untersuchte, entdeckte er darin ein eingewachsenes tönernes Madonnen Bildnis. Bald schon entwickelte sich eine rege Wallfahrt. Eine erste hölzerne Kapelle wurde durch eine 1711 fertiggestellte Wallfahrtskirche abgelöst, welche 1796 in den Kampfhandlungen des Koalitionskrieges rund um Neresheim durch die Franzosen niedergebrannt wurde. Es dauerte lange bis zum Wiederaufbau als bescheidene Kapelle um die Mitte des 19. Jahrhunderts, die 1889/90 durch den heutigen Bau ersetzt wurde. Dieser zeigt äußerlich neuromanische Bauformen, im Inneren weist er eine reiche Ausmalung auf, die von dem Beuroner Malermönch Ephräm König unter Mitwirkung von Bruder Didakus geschaffen wurde und ein anschauliches und qualitätvolles Beispiel für den Stil der Beuroner Malerschule ist. Das erhöht in der Landschaft gelegene, weithin sichtbare Marienheiligtum ist ein damit ein bemerkenswertes Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten katholischen Frömmigkeit sowie wichtiges Dokument der regionalen Wallfahrtskultur. |
97027776 | |
Weitere Bilder |
Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt – Sachgesamtheit | Marienplatz 1 (Flst.Nr. 0-34/2) (Karte) |
1468 | Kath. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, Nordturm mit dreigeschossigem Achteckaufbau und Zwiebelhaube, an südlicher Langhauswand Sonnenuhr, außen am Chor Kerkerheilandkapelle, 1742 (a), und Ölbergkapelle, im Inneren Flachdecke über Voute, im Chor Stichkappengewölbe, reicher Deckenstuck mit Bandelwerk und Akanthusranken um Deckenbilder von Johann Michael Zink, 1716, 1728 und 1745 (a), Wandgemälde von Fr. Freihart, 1717 (a), Westempore nach Entwurf von Thomas Schaidhauf, 1798 (a), im Chor Oratorium mit Brüstungsbildern von Zink, 1745 (a), weitgehend barockzeitliche Ausstattung, u. a. Gestühl von Dominikus Eisele, 1716 (a), Kanzel (aus der Friedhofskapelle), sowie ältere Stücke, Kirche errichtet 1486 (a), verlängert und verbreitert, 1578 (a), Turmaufsatz 1715 (a), Verlängerung nach Osten und Neubau des Chores, wohl nach Riss von Maurermeister Hans Mayr, Ohmenheim, 1716 (a)
Die große katholische Pfarrkirche prägt mit ihrem hohen Turm Stadtbild und Fernansicht von Neresheim. Sie ersetzte 1486 funktional eine ältere Pfarrkirche außerhalb der Stadtmauern, welche den Standort der frühmittelalterlichen Siedlung markiert. Bereits im 16. Jahrhundert musste der Bau erweitert werden, eine zweite Erweiterung und der Neubau des Chores erfolgten 1716. In diesem Zusammenhang wurde das Gotteshaus barockisiert und erhielt seine bis heute bestehende Innengestalt mit Akanthus- und Bandelwerkstuck, der Deckengemälde des viel für die Abtei Neresheim tätigen Malers Johann Michael Zink (1694-1765) rahmt. Das Gotteshaus ist ein charakteristisches Beispiel einer barocken Stadtpfarrkirche, die in der aufwendigen Ausführung und Ausstattung den gesteigerten gestalterischen Anspruch der Patronatsherrschaft - hier der Abtei Neresheim - repräsentiert. Als geistlicher Mittelpunkt der Gemeinde hat die Pfarrkirche zudem wichtigen orts- und kirchengeschichtlichen Wert.(Sachgesamtheit) |
97027780 |
| Ettertafel | Nördlinger Straße (Flst.Nr. 0-149/2) | 19. Jahrhundert | Aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Katholischer Pfarrhof | Obere Gasse 3 (Flst.Nr. 0-34/1) (Karte) |
1733 | Kath. Pfarrhaus, dreigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach und eingeschossigem Verbindungstrakt zum Chor der Stadtpfarrkirche, Hauseingang mit Ohrengewände und Oberlicht, darüber Segmentbogennische mit Marienbildnis von Johann Michael Zink, 1742 (a), im Inneren sog. Kapitelsaal mit Deckengemälde von Zink, erbaut unter Leitung von Hans Mayr und Veit Grueber, 1733 (a); davor Bildsäule des hl. Benedikt mit Wappen der Grafen von Oettingen-Wallerstein, 18. Jahrhundert
Das stattliche Gebäude vor der Stadtpfarrkirche ist ein anschauliches Beispiel für ein barockzeitliches Pfarrhaus. Es wurde durch die Benediktinerabtei Neresheim als Patronatsherrin der ins Kloster inkorporierten Pfarrei errichtet und veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse des Stadtpfarrers in der Frühen Neuzeit. Entsprechend der Patronatsherrschaft wurde das Gebäude repräsentativ gestaltet. So ziert die Nische über dem Eingang ein Marienbildnis des für die Abtei mehrfach tätigen Malers Johann Michael Zink (1696-1765), der auch die Decke des sog. Kapitelsaal im Inneren ausmalte. Dort erscheint im Hintergrund eine Darstellung des Klosters Neresheim mit Klosterschülern und Mönchen bei der Weinlese, ein auch klostergeschichtlich wichtiges Bilddokument. Als Verwaltungssitz der 1223 erstmals genannten Pfarrei hat das Pfarrhaus orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung. Die bis 1765 gemeinsame Herrschaft über Neresheim hingegen symbolisiert die Statue des hl. Benedikt auf dem Vorplatz zwischen Pfarrhaus und Kirche: Der Heilige steht für das Kloster und hält dabei das Wappen der Grafen von Oettingen-Wallerstein. Die Figur ist ein qualitätvolles Beispiel für die regionale Bildhauerkunst im 18. Jahrhundert. |
97027819 | |
| Wohnhaus einer Hofanlage | Obere Gasse 18 (Flst.Nr. 0-39/10) (Karte) |
18. Jahrhundert | Wohnhaus einer Hofanlage, eingeschossiger verputzter Bau mit hohem Sockel und Satteldach, Fenster mit Verdachungen, giebelseitige Erschließung, 18. Jahrhundert
Das Wohngebäude einer bäuerlichen Hofanlage illustriert die stark landwirtschaftliche Prägung des vormodernen Erwerbslebens in der Kleinstadt Neresheim. Es veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse in der Frühen Neuzeit und hat Bedeutung für die Siedlungs- und Sozialtopographie sowie die Stadtbaugeschichte. |
97027824 | |
| Wohnhaus | Schulstraße 3 (Flst.Nr. 0-33/3) (Karte) |
18. Jahrhundert | Wohnhaus, giebelständiges verputztes Fachwerkhaus mit Satteldach, 18. Jahrhundert
Das Gebäude ist wichtiger Bestandteil der historischen Siedlungsstruktur Neresheims. Es veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und ist Zeugnis der Neresheimer Stadtbaugeschichte in der Frühen Neuzeit. |
97027825 | |
| Wohnhaus | Schulstraße 5 (Flst.Nr. 0-33/4) (Karte) |
17. Jahrhundert | Wohnhaus, giebelständiges verputztes Fachwerkhaus mit Satteldach, Konstruktion zum Teil verblattet, 17. Jahrhundert
Das Gebäude zeigt im Inneren noch eine teilweise verblattete Konstruktion auf. Sie könnte auf einen spätmittelalterlichen Kern hinweisen oder auf eine sehr lange Tradition dieser Konstruktionsweise, die in manchen Regionen Südwestdeutschlands durchaus noch bis ins 17. Jahrhundert neben der nun üblichen Verzapfung Anwendung fand, so insbesondere beim Bau von Dachwerken. Das Haus ist wichtiger Bestandteil der historischen Siedlungsstruktur Neresheims. Es veranschaulicht vormoderne Wohn- und Lebensverhältnisse und ist Zeugnis der Stadtbaugeschichte. |
97027826 | |
| Rathaus und Schulhaus | Schulstraße 10 (Flst.Nr. 0-32/4) (Karte) |
1836 | Rat- und Schulhaus, dreigeschossiger verputzter Massivbau mit Walmdach, im Erdgeschoss Feuerspritzenremise, 1836
Das stattliche Gebäude bildet eine Kombination aus Rat- und Schulhaus, wie sie für viele württembergische Landgemeinden und Kleinstädte im 19. Jahrhundert charakteristisch ist. Im Erdgeschoss fand in der üblichen Weise die kommunale Feuerspritze in einer Remise Platz. Das Gebäude veranschaulicht die Neresheimer Bildungs- und Verwaltungsgeschichte in der Zeit König Wilhelms I. und hat stadtbaugeschichtliche Bedeutung. |
97027827 | |
| Friedhofskirche (ehemalige Pfarrkirche?) | Stadtgraben 15 (Flst.Nr. 0-236) (Karte) |
um 1600 | Alte Pfarrkirche, seit 1486 kath. Friedhofskapelle St. Maria, massiver verputzter Saalbau mit leicht eingezogenem Polygonalchor, nördlich Chorflankenturm mit zweigeschossigem Achteckaufsatz und Zwiebelhaube sowie Sakristeianbau mit Pultdach, Langhaus im Inneren flach gedeckt mit reichen Bandelwerkstuckaturen von Benedikt Vogl, Oettingen, Chor mit stuckiertem Stichkappengewölbe, über Chorbogen Wappen der Neresheimer Äbte Amandus Fischer und Edmund Heyser, Deckengemälde von Johann Michael Zink, 1717/18, barockzeitliche Ausstattung, Westempore mit Brüstungsbildern, 1720 (a), u. a. Hochaltar, 1706 (a), Seitenaltäre, 1754/55 (a), Gestühl von Dominikus Eisele, Turm und Sakristei im Kern wohl 14. Jahrhundert, weitgehender Neubau unter Abt Melchior Hänlein, 1596/97 (a), Turmerhöhung sowie Erweiterung des Chores durch Hans Mayr und Veit Grueber, Ohmenheim, 1717 (a), und Barockisierung des Inneren, 1711-1730 (i, a)
Die katholische Friedhofskirche St. Maria prägt mit ihrem Turm maßgeblich das Stadt- und Fernbild Neresheims mit. Sie hat zentrale siedlungs- und kirchengeschichtliche Bedeutung für die Stadt, markiert sie wohl doch die Lage des frühmittelalterlichen Dorfes, neben dem - vermutlich bereits im 13. Jahrhundert - das Benediktinerkloster und die Grafen von Oettingen als dessen Schirmvögte die Stadtanlage gründeten. Daher liegt die Kirche auch direkt außerhalb der einstigen Stadtbefestigung. Erst 1486 kam es zum Bau einer neuen Pfarrkirche innerhalb der Mauern (Marienplatz 1). Bis dahin bildete die Friedhofskirche den Mittelpunkt der 1223 erstmals genannten und dem Kloster inkorporierten Pfarrei. Als Patronatsherrin sorgte die Abtei für den Bauunterhalt der Kirche, wie u. a. die Wappen der Äbte Amandus Fischer und Edmund Heyer am Chorbogen belegen. Vom mittelalterlichen Bau zeugen noch der Unterbau des Kirchturms und die Sakristei, das Übrige ist ein Werk des späten 16. und des 18. Jahrhunderts. Das Innere zeichnet sich durch die reichen Stuckaturen der Werkstatt von Benedikt Vogl aus Oettingen sowie die Deckenfresken des Malers Johann Michael Zink (1696-1765) aus, der mehrfach für die Abtei Neresheim tätig war. Der Sakralbau nimmt im Baubestand der Stadt einen herausragenden Stellenwert ein. Er ist besonders aufgrund seiner künstlerisch hochwertigen und weitgehend geschlossen überlieferten Ausstattung im Stil des Barock und Rokoko ein für die Region wichtiges kunst- und kulturgeschichtliches Dokument. In der aufwendigen Ausführung und Ausstattung zeigt sich der gesteigerte gestalterische Anspruch der Patronatsherrschaft. |
97027777 | |
| Wohnhaus | Storchengasse 8 (Flst.Nr. 0-25/5) (Karte) |
17. Jahrhundert | Wohnhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit Satteldach, Schweifgiebel und mittigem Kastenerker, giebelseitige Erschließung über kleine Freitreppe, Hauseingang in gefastem Rundbogengewände, daneben Kellerportal, Kellergewölbe, Anfang 17. Jahrhundert
Das Gebäude zählt mit seiner Baugestalt zu den herausragenden Wohnhäusern in der Neresheimer Altstadt. Es ist mit seinem Schweifgiebel ein anschauliches Beispiel für die Architektur der Renaissancezeit und dokumentiert die Stadtbaugeschichte vor dem Dreißigjährigen Krieg. Der Giebel und der zentrale Erker verweisen in ihrem Repräsentationsanspruch auf eine wohlhabende Bauherrschaft. |
98899329 | |
| Gasthof Adler | Vorstadtstraße 1 (Flst.Nr. 0-89) (Karte) |
19. Jahrhundert | Gasthaus Adler, zweigeschossiger verputzter Bau mit Halbwalmdach, massives Erdgeschoss, darüber Fachwerk, aufgeputzte Eckquaderung, im Kern wohl 1. Hälfte 19. Jahrhundert, in rückwärtigem Stallscheunenteil verbaute Stadtmauer
(s. Stadtbefestigung, Hauptstraße 4) Das stattliche Gebäude, das sich mit seiner Ostseite gegen die alte Stadtmauer lehnt, ist ein anschauliches Beispiel für ein großes Gasthaus aus dem frühen 19. Jahrhundert in verkehrsgünstiger Lage an der Hauptdurchgangsstraße. Das Gasthaus Adler veranschaulicht vormoderne Wirtshauskultur und hat Bedeutung für die Wirtschafts- und Stadtbaugeschichte Neresheims. Abgerissen 2023 |
97027828 |
Dehlingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Ulrichskapelle oder Ulrichsbrunnen, resp. Brunnenkapelle | Am Weiher 1 (Flst.Nr. 0-1013) (Karte) |
18. Jahrhundert | St. Ulrichskapelle oder Ulrichsbrunnen, resp. Brunnenkapelle, quadratischer verputzter Massivbau mit Walmdach, im Inneren Wandmalereien und barocke Statue Bischof Ulrichs von Augsburg, vierpassförmiges Brunnenbecken aus Sandstein, erbaut 1613 (i), Ausmalung, wohl von Johann Michael Zink, um 1730/40
Der kleine Kapellenbau soll laut Inschrift im Inneren unter dem Neresheimer Abt Melchior Hanle erbaut worden sein. Sie birgt den Ulrichsbrunnen, welchen der legende nach der hl. Ulrich, Bischof von Augsburg, um das Jahr 950 geweiht haben soll. Das Innere zeigt eine barocke Statue des Heiligen über dem Brunnen. Die Kapelle ist Ziel einer jährlichen lokalen Wallfahrt mit Reiterprozession, die ihren Ausgangspunkt von der örtlichen Kirche (Lindenberg 3) nimmt. Die Kapelle ist damit ein sehr anschauliches Zeugnis einer gelebten und bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft in der überwiegend katholisch geprägten Gegend um die einstige Benediktinerabtei Neresheim. Das Brunnenheiligtum hat als Bezugspunkt einer lokalen Legende wichtige ortsgeschichtliche Bedeutung. |
97027831 | |
| Katholische Kirche St. Ulrich – Sachgesamtheit | Lindenberg 3 (Flst.Nr. 0-1025-1026, 0-1028/1) (Karte) |
1612 | Kath. Filialkirche St. Ulrich, massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss und Sakristeianbau im Chorscheitel, abgewalmtes Satteldach, über dem Chor schlanker Turm mit achteckigem Glockengeschoss und Zwiebelhaube, Giebelseite mit Figurennische und Statue des hl. Ulrich von Augsburg von Steinmetz Kaspar Sartor, 1614 (a), im Inneren Flachdecke mit Malereien, wohl von Johann Michael Zink, 1732 (a, i), hölzerne Westempore auf Balusterpfeilern, barocke Ausstattung mit Altar, Kanzel und beschnitztem Gestühl, erbaut 1612 (a), Erneuerung 1695/96 (a) und 1732 (a); Kirchhofmauer
Die katholische Filialkirche ist eine von drei Wallfahrtskirchen, welche die Benediktinerabtei Neresheim einst errichten ließ und Ziel einer lokalen Pilgerfahrt am Namenstag des Kirchenpatrons, des hl. Bischofs Ulrich von Augsburg. Der Bau, errichtet 1612, zeigt sich heute weitgehend in barockem Gewand. Die Deckenbemalung, wohl 1732 geschaffen von Johann Michael Zink (1694-1765), wie auch die Ausstattung zeugen von der Fürsorge der Abtei für ihre Kirchen, sollte doch eine möglichst angemessene Ausgestaltung der Kirchenräume diese für die Wallfahrer attraktiv machen. Zugleich dienten die Bauten der Repräsentation des Klosters, zu dem die Kirche gehörte. Die Kapelle ist damit wichtiges Zeugnis der Orts-, Herrschafts- und Glaubensgeschichte in der katholisch geprägten Region. |
97027784 |
Dorfmerkingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Ofenstein | Burghaldenweg 9 (Karte) |
1802 | Bezeichnet „1802“ Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Laufender Brunnen | Dossinger Straße (Flst.Nr. 0-197/1) (Karte) |
2. Hälfte 19. Jahrhundert | Brunnensäule und Bronnentrog, Gusseisen, 2. Hälfte 19. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Katholisches Pfarrhaus | Dossinger Straße 20 (Flst.Nr. 0-4/2) (Karte) |
17. Jahrhundert | Kath. Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit hohem Walmdach, axialsymmetrische Fassade, erbaut nach Entwurf von Hans Mayer und Veit Grueber, 1721 (a)
Das stattliche Gebäude ist ein anschauliches Beispiel für ein großes barockzeitliches Pfarrhaus auf dem Land. Es entstand unter der Patronatsherrschaft der Grafen von Oettingen und ist durch seine Kubatur als Sonderbau innerhalb der Siedlungsstruktur des Dorfes deutlich hervorgehoben. Das Gebäude veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse eines katholischen Landgeistlichen in der Frühen Neuzeit und hat als Verwaltungssitz der seit 1411 belegten Pfarrei orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung. |
97027834 | |
| Ehemalige Leonhardkapelle | Felsenstraße 30 (Flst.Nr. 0-169) (Karte) |
2. Hälfte 18. Jahrhundert | Kapelle St. Leonhard, heute Lourdeskapelle, massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, Walmdach mit hölzernem Glockenreiter, 2. Hälfte 18. Jahrhundert
Die am westlichen Ortsausgang und damit am Weg zu den Feldern gelegen Kapelle ist in typischer Weise einem ländlichen Schutzheiligen des Viehs gewidmet, dem hl. Leonhard. Das Barockgebäude ist charakteristisch für kleinere Sakralbauten auf dem Land. Die spätere Umwidmung zu einer Lourdeskapelle ist wiederum eine bezeichnende Äußerung der strak zunehmenden Marienfrömmigkeit im Zusammenhang mit der Verbreitung des Lourdes-Kultes auch im Deutschen Reich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Das Gotteshaus ist damit ein anschauliches Zeugnis einer gelebten und baulich wie bildlich zum Ausdruck gebrachten Religiosität und charakteristisches Element in der mit solchen kleinen Andachtsstätten besetzten Kulturlandschaft in der überwiegend katholisch geprägten Gegend. |
97027837 | |
| Gasthaus Hirsch | Felsenstraße 37 (Karte) |
19. Jahrhundert | Reklametafel, wohl 19. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Katholische Pfarrkirche St. Mauritius, St. Georg und Maria Immaculata | Kirchweg 10 (Flst.Nr. 0-5/1) (Karte) |
1797 | Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und St. Georg, 1747 mit markantem Zwiebelturm im Zopfstil errichtet, enthält mehrere Deckenfresken von Johann Michael Zink. Das Hauptbild zeigt die Maria Immaculata, in den Zwickeln werden Szenen aus dem Leben der Kirchenpatrone Mauritius und Georg gezeigt. Der barocke Hauptaltar zeigt ein Bild des Heiligen Mauritius vor dem römischen Kaiser; der Chorraum wurde 2000 von Michaela A. Fischer neu gestaltet.[1][2] Geschützt nach §§ 2, 28 DSchG |
97027785 |
Elchingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Katholische Pfarrkirche St. Otmar – Sachgesamtheit | Am Kirchplatz 3 (Flst.Nr. 0-23/6) (Karte) |
1725 | Kath. Pfarrkirche St. Ottmar, massiver verputzter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss, nördlich Viereckturm mit zweigeschossigem Achteckaufbau und Welscher Haube, südlich kleiner Sakristeianbau, Südportal mit Wappen des Abtes Amandus Fischer, Langhaus und Chor mit Flachdecken über hoher Voute, Deckengemälde von Anton Wintergerst, 1795 (a), über dem Chorbogen Abts- und Klosterwappen in Stuck, zweigeschossige Westempore mit Gemäldemedaillons, Altarausstattung und Kanzel, wohl von Thomas Schaidhauf, 1796, Taufstein mit Rocaillestuck, getragen von Evangelistenfiguren, von Johann Ludwig, Ellwangen, um 1730/40, reich geschnitztes Chorgestühl, Turm im Kern mittelalterlich, erhöht durch Kaspar Mayr, 1698 (a), Kirche erbaut durch die Benediktinerabtei Neresheim unter Leitung von Hans Mayr und Veit Grueber, 1724/25 (a, i), erneuert 1792-1796 (a); Ölbergkapelle, kleiner verputzter Massivbau mit Figurengruppe, wohl 18. Jahrhundert; verputzte Friedhofsmauer
Die stattliche katholische Pfarrkirche zu Elchingen gehört zu einer Reihe verhältnismäßig aufwendig ausgestatteter Landkirchen der Barockzeit auf dem Härtsfeld. Hier trat die Benediktinerabtei als Bauherrin auf, war ihr doch das Gotteshaus schon seit 1422 inkorporiert. Der Sakralbau bestimmt durch seinen hohen Turm das Ortsbild und nimmt im Baubestand von Elchingen einen herausragenden Stellenwert ein. Er ist besonders aufgrund seiner künstlerisch hochwertigen und geschlossen überlieferten Ausstattung im Stil des Barock und Barockklassizismus ein für die Region wichtiges kunst- und kulturgeschichtliches Dokument. Das Gotteshaus ist ein charakteristisches Beispiel einer barocken Pfarrkirche, die in der ungewöhnlich aufwendigen Ausführung und Ausstattung den gesteigerten gestalterischen Anspruch der geistlichen Orts- bzw. Patronatsherrschaft repräsentiert. Als geistlicher Mittelpunkt der Gemeinde hat die Pfarrkirche zudem wichtigen orts- und kirchengeschichtlichen Wert und zeugt nicht zuletzt von der Herrschaft des Klosters Neresheim. |
97027786 | |
| Katholischer Pfarrhof | Am Kirchplatz 5 (Flst.Nr. 0-23/3) (Karte) |
2. Hälfte 18. Jahrhundert | Kath. Pfarrhaus, zweigeschossiger verputzter Massivbau mit hohem Walmdach, pilastergerahmter Eingang mit Sprenggiebel, erbaut unter Abt Edmund Heyser von Neresheim, 1729/30 (a)
Das stattliche Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pfarrkirche ist ein charakteristisches Beispiel für die großen katholischen Pfarrhäuser auf dem Land und wurde durch die Benediktinerabtei Neresheim als Patronatsherr der 1411 dem Kloster inkorporierten Pfarrei errichtet. Es veranschaulicht Wohn- und Lebensverhältnisse eines Landgeistlichen in der Barockzeit und hebt sich mit seiner Kubatur sowie dem repräsentativen Portal deutlich als Sonderbau unter der übrigen Wohnbebauung des Dorfes ab. Es hat als Verwaltungssitz der Pfarrei orts- und kirchengeschichtliche Bedeutung und zeugt nicht zuletzt von der Klosterherrschaft Neresheims. |
99944534 |
Härtsfeldwerke
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Trafostation des ehemaligen Kalkwerkes | Härtsfeldwerke 12 (Flst.Nr. 0-776) (Karte) |
um 1925 | Trafostation des ehemaligen Kalkwerkes, expressionistischer, steinsichtiger Bau mit flachem Walmdach, 1920er-Jahre
Das anspruchsvoll gestaltete Funktionsgebäude ist Zeugnis der Technikgeschichte im 1. Viertel des 20. Jahrhunderts und veranschaulicht die zunehmende damalige Elektrifzierung der Gemeinden und die dazu benötigte Infrastruktur. |
97027856 |
Hohenlohe
Kösingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Forsthaus | Frickinger Straße 1 (Flst.Nr. 0-97) (Karte) |
1585 | Im Giebel bezeichnet 1585 Geschützt nach §§ P DSchG |
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| Brunnensäule | Hohlensteiner Straße (Flst.Nr. 0-8) | um 1900 | Gusseisen, um 1900 Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Wegkapelle mit Kreuzigung | Kapellenweg 2 (Flst.Nr. 0-1/3) (Karte) |
1745 | 1745; mit Figuren des 16./17. Jahrhunderts Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Katholische Pfarrkirche Hl. Maria, Hl. Vitus und Hl. Sola – Sachgesamtheit | Kirchbergstraße 1 (Flst.Nr. 0-7/2, 0-7/3, 0-61/20) (Karte) |
1717/1720 | Turmuntergeschosse mittelalterlich (§ 28); einschließlich Friedhofsmauer mit integrierter Ölbergkapelle (oder Kalvarienberg, Kapellennische, § 28) 1717/1720 (Sachgesamtheit) Geschützt nach § 28 DSchG |
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| Ehemalige Pfarrscheune (heute Gemeindehaus) | Kirchbergstraße 1 (bei) (Flst.Nr. 0-7/4) (Karte) |
wohl 17. Jahrhundert | Massivbau mit Walmdach, wohl 17. Jahrhundert Geschützt nach §§ 2, 28 DSchG |
Mörtingen
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Marmorrelief | Mörtingen 7 (Flst.Nr. 0-395) | 1626 | (an Nebengebäude) mit Kreuzigung, bezeichnet „1626“ Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Wappenstein der Reichsstadt Nördlingen | Mörtingen 7 (Flst.Nr. 0-395) (Karte) |
Wappenstein Öttingen-Wallerstein, Sandsteinrelief mit Kopf eines Bärtigen (Eisenbarth) Geschützt nach § 2 DSchG |
Ohmenheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Gasthof „Zur Kanne“ | Brühlstraße 2 (Flst.Nr. 0-617) (Karte) |
1675 | Giebelständiger Putzbau mit Satteldach, bezeichnet „1675“ Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Lohbühlkapelle (Wegkapelle) | Loch 1 (Flst.Nr. 0-415) (Karte) |
um 1900 | Kruzifix, wohl um 1900 Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Katholischer Pfarrhof – Sachgesamtheit | Schwäbische Albstraße 38 (Flst.Nr. 0-30) (Karte) |
1527 | Traufständiger Putzbau mit Walmdach, 1527 erbaut, 1791 erneuert;
Pfarrscheune, Massivbau mit Satteldach, wohl 17. Jahrhundert; Pumpbrunnensäule, Gusseisen, um 1900 (Sachgesamtheit) |
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Weitere Bilder |
Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth – Sachgesamtheit | Schwäbische Albstraße 40 (Flst.Nr. 0-31) (Karte) |
1732 | Putzbau mit polygonalem Chor, 1732, Turmuntergeschosse mittelalterlich. Im Jahr 1727 malte Johann Michael Zink die Deckenfresken.
Am Turmuntergeschoss Ölbergkapelle, bezeichnet „1762“; Überdachte Kreuzwegstationen an der Friedhofsmauer, dazugehörige Kapelle mit Kerkerheiland, wohl 19. Jahrhundert (Sachgesamtheit) |
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| Sogenanntes Kautzerhaus, ehemalige Mühle | Untere Straße 35 (Flst.Nr. 0-162/1) (Karte) |
17. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach, wohl 17. Jahrhundert Geschützt nach §§ 2, 28 DSchG |
Schloss Neresheim
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Kruzifix | Alte Kösinger Straße (Flst.Nr. 0-1002) | 18. Jahrhundert | Corpus wohl 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Ehemaliges Forsthaus | Alte Kösinger Straße 19 (Flst.Nr. 0-1033) (Karte) |
19. Jahrhundert | Verkleidetes Fachwerkhaus, wohl Anfang 19. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Ehemaliges Klosterbedienstetenwohnhaus | Klosterallee 16 (Flst.Nr. 0-1048/4) (Karte) |
18. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach, 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Ehemaliges Klosterbedienstetenwohnhaus | Klosterallee 18, 20 (Flst.Nr. 0-1015-1016) (Karte) |
18. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach, Zwerchhaus, 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Ehemaliges Klosterbedienstetenwohnhaus | Klosterallee 19, 21 (Flst.Nr. 0-1010-1011) (Karte) |
18. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach und Zwerchhaus, Figurennische mit Schmerzensmadonna, 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Ehemaliges Klosterbedienstetenwohnhaus | Klosterallee 22, 24 (Flst.Nr. 0-1017, 0-1020, 0-1048/6) (Karte) |
18. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach und Zwerchhaus, 18. Jahrhundert;
Wandbrunnen (beim Parkplatz) |
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| Ehemaliges Klosterbedienstetenwohnhaus, sogenanntes Martin-Koller-Haus | Klosterallee 23, 25 (Flst.Nr. 0-1008-1009) (Karte) |
18. Jahrhundert | Putzbau mit Walmdach, Zwerchhaus mit Schweifgiebel, 18. Jahrhundert Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Sogenannter Abeleshof | Schafhof 1 (Flst.Nr. 0-1045/1) (Karte) |
1770/80 | Ehemaliges Schafhaus des Klosters, 1770/80 Geschützt nach § 2 DSchG |
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Weitere Bilder |
Benediktinerkloster mit Klostergebäude, Kirche, Ökonomie, Michaelsbrunnen, Ummauerung – Sachgesamtheit | Schloss Neresheim 1, Alte Kösinger Straße 5/0, Schloß Neresheim 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12 (Flst.Nr. 0-1001-1002, 0-1002/3) (Karte) |
Abtei Neresheim, das Benediktinerkloster ist eine Sachgesamtheit mit den Bestandteilen
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Schweindorf
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Evangelischer Pfarrhof | Kirchstraße 3 (Flst.Nr. 0-31/4) (Karte) |
vor 1900 | Putzbau mit Satteldach, vor 1900 Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Evangelische Kirche St. Stephanus | Kirchstraße 5 (Flst.Nr. 0-31/5) (Karte) |
1911, Mittelalter (Chorturm) | Chorturm mittelalterlich, Langhaus 1911.
Aufgrund seiner früheren Zugehörigkeit zur Reichsstadt Nördlingen ist Schweindorf die einzige evangelisch geprägte Ortschaft auf dem sonst traditionell katholischen Härtsfeld.[3] Die vermutlich dem heiligen Stefan geweihte evangelische Kirche besitzt einen romanischen Chorturm und wurde 1380 erstmals erwähnt. Der Chorraum ist mit einem Rippenkreuzgewölbe ausgestattet. 1507 kam die Kirche von der Adelslinie auf Katzenstein an das Nördlinger Spital. |
Steinmühle
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Wegkapelle | Steinmühle 2 (Flst.Nr. 0-1052/1) | vor 1900 | Neugotischer Backsteinbau, vor 1900 Geschützt nach § 2 DSchG |
Stetten
| Bild | Bezeichnung | Lage | Datierung | Beschreibung | ID |
|---|---|---|---|---|---|
| Katholische Kirche St. Maria, St. Florian und St. Wendelin | Härtsfeldstraße 30 (Flst.Nr. 1-12, 1-27) (Karte) |
1749 | Die Kirche – ein Putzbau mit polygonalem Schluss – wurde 1749 erbaut und ist der heiligen Maria, St. Florian und Wendelin geweiht. In der Kirche befinden sich drei Barockaltäre aus der älteren Neresheimer Klosterkirche.[4] Geschützt nach § 2 DSchG |
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| Sogenanntes Benefiziathaus | Härtsfeldstraße 32 (Flst.Nr. 1-11) (Karte) |
1783 | Ehemaliges Schulhaus, Putzbau mit Walmdach, 1783 Geschützt nach § 2 DSchG |
Weilermerkingen
Siehe auch
Literatur
- Konrad A. Theiss: Kunst- und Kulturdenkmale im Ostalbkreis. Gulde-Druck, Tübingen 2000, ISBN 3-8062-1542-1