Modularer Querbaukasten

Fahrzeugplattform der Volkswagen AG From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Modulare Querbaukasten, kurz MQB, ist ein Baukastensystem für Autos mit quer eingebauten Motoren und Getrieben[1], das bei der Volkswagen AG 2012 mit dem Audi A3 8V, Golf VII, Seat Leon III und dem Škoda Octavia III eingeführt wurde.[2] Der MQB ersetzt als technisches Fundament konzernweit die bisherigen Plattformen, die sich im Fahrzeugaufbau (Seitenteile, Dach, Türen und Deckel; auch Fahrzeughut genannt) und bei den Systemteilen (Bauteile, die Plattform und Fahrzeugaufbau verbinden) unterscheiden.

Der MQB ist Nachfolger des Plattformkonzeptes, das seit 2005 bei der Volkswagen AG angewendet wird.[3]

In den ersten 10 Jahren bis 2022 wurden 32 Millionen Fahrzeuge auf MQB-Basis produziert.[4]

Merkmale des MQB

MQB-Bodengruppe
35 Prozent der MQB-Bodenstruktur bestehen aus höchstfesten, warmumgeformten Stählen, weitere 12 Prozent aus höchstfestem Dualphasenstahl. Mit diesem Werkstoffkonzept und optimierter Form ist die Bodengruppe 18 kg leichter als ihr Vorgänger.

Etwa 40 Modelle von Audi, Seat, Škoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge werden mit den neuen verschiedenen Vorder- und Hinterwagen-Modulen gebaut. Diese Module lassen Kombinationen aus unterschiedlichen Radständen und Spurweiten zu, die mit verringertem Gewicht aus neuen hochfesten warmumgeformten Stählen und Dualphasenstählen hergestellt werden. Durch die Vereinheitlichung der Baugruppen können in einer Fertigungslinie 30 Fahrzeuge in der Stunde gebaut werden, was bei höherem Bedarf mit zusätzlichen Industrierobotern auf 60 Fahrzeuge erhöht werden kann. Die Produktionslinien sind durch eine flexible Verschiebetechnik in der Lage, die unterschiedlichen Modelle gemischt aufzubauen.

Die nach dem MQB-Standard gebauten Fahrzeuge sind 40 kg bis 60 kg leichter als die vorherigen.

Der Modulare Produktionsbaukasten (MPB) für Anbauteile und Aggregate wurde gleichzeitig mit dem MQB eingeführt, um die Produktion in den Werken der Volkswagen AG zu standardisieren. Als Hinterachskonstruktionen, die auch zum MPB gehören, sind Verbundlenker-[5] oder Mehrlenkerachsen möglich.[6][7]

Fahrzeuge

MQB

1. Generation des MQB – Start 2012 mit dem neuen VW Golf VII.

MQB-Ax

Die zweite Generation des MQB wurde 2016 mit dem VW Tiguan II eingeführt.

Weitere Informationen Hersteller, Baureihe ...
Hersteller Baureihe Plattform MQB-Ax
Audi Audi A1 GB allstreet/Sportback/citycarver MQB-A0
Audi Q3 F3/Audi Q3 F3 Sportback MQB-A2
Seat Seat Arona MQB-A0
Seat Ateca MQB-A1
Seat Ibiza V MQB-A0
Seat Tarraco MQB-A2
Škoda Škoda Fabia IV MQB-A0
Škoda Karoq MQB-A1
Škoda Kodiaq I MQB-A2
Škoda Scala MQB-A0
Škoda Kamiq
Škoda Kushaq
Škoda Kylaq
Škoda Slavia
Volkswagen VW Polo VI
VW T-Cross
VW Taigo
VW Tera
VW Virtus
VW T-Roc I MQB-A1
VW Tayron MQB-A2
VW Teramont X
VW Tharu
VW Tiguan II
Schließen

MQB evo

Die Weiterentwicklung des MQB wurde 2019 mit dem Cupra Formentor als Konzeptfahrzeug eingeführt.

Weitere Baukästen und Plattformen des VW-Konzerns

Commons: Modularer Querbaukasten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

Related Articles

Wikiwand AI