Neuses (Roßtal)

Gemeindeteil des Marktes Roßtal From Wikipedia, the free encyclopedia

Neuses (fränkisch: „Naises“[2]) ist ein Gemeindeteil des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Neuses liegt in der Gemarkung Weinzierlein.[4]

Schnelle Fakten Markt Roßtal ...
Neuses
Markt Roßtal
Koordinaten: 49° 25′ N, 10° 52′ O
Höhe: 314 m ü. NHN
Einwohner: 193 (1. Jan. 2023)[1]
Postleitzahl: 90574
Vorwahl: 09127
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Steinkreuz
Milchhaus

Geographie

Das Dorf liegt an der Bibert und am Muselbach, der dort als rechter Zufluss in die Bibert mündet. Der Ort ist von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. Unmittelbar östlich befindet sich der Petersbuck (336 m ü. NHN), unmittelbar westlich der Steinbuck (333 m ü. NHN).

Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraße FÜ 15 kreuzend nach Herboldshof (0,8 km westlich) bzw. an der Kernmühle vorbei nach Weinzierlein zur Staatsstraße 2409 (2,8 km nordöstlich), eine weitere führt die FÜ 15 kreuzend nach Buttendorf (1 km südlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde um 1204 als „Nivsazzen“ erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der dem Kloster Heilsbronn eine Lehen der Eichstätter Kirche übergeben wird. Der Ortsname bedeutet zum neuen Sitz.[2]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Neuses neun Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus. Grundherren waren das Rittergut Neudorf (1 Halbhof), die Pfarrei Roßtal (1 Halbhof), die Reichsstadt Nürnberg: Landesalmosenamt (1 Hof), St.-Klara-Klosteramt (1 Gut) und Nürnberger Eigenherren: von Kreß (1 Halbhof), von Oelhafen (1 Mühle), von Tucher (1 Hof), von Wölckern (1 Gut). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde von den Grundherren im Turnus ausgeübt.[6] 1801 gab es im Ort zehn Anwesen, von denen einer ansbachisch und neun fremdherrisch waren.[7]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neuses dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weinzierlein und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Weinzierlein zugeordnet. Ein Anwesen unterstand in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1812 und von 1822 bis 1835 dem Patrimonialgericht Lohe und Behringersdorf, ein Anwesen von 1820 bis 1836 dem Patrimonialgericht Neudorf und ein Anwesen bis 1812 dem Patrimonialgericht von Oelhafen.[8]

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde Neuses am 1. Mai 1978 nach Roßtal eingemeindet.[9]

Baudenkmäler

In Neuses gibt es vier Baudenkmäler:[10]

  • Bibertstraße 4, 6: Mühle mit Wohnhaus und Scheune
  • Bibertstraße 9: Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude
  • Gedenksäule
  • Steinkreuz

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987001997002007002018002023
Einwohner 120118133123131121115179149198182 *214 *203 *198 *193
Häuser[11] 1520232322223246
Quelle [12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][1][1][1][1]
Schließen
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inklusive Zweitwohnsitzen

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt.[6] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Christkönig (Roßtal) gepfarrt.[20][23]

Literatur

Commons: Neuses (Roßtal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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