Bundesstraße 110

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Die Bundesstraße 110 (Abkürzung: B 110) ist eine deutsche Bundesstraße. Sie beginnt auf der Insel Usedom bei Garz an der polnischen Grenze vor Swinemünde und endet in Rostock-Süd an der A 19.

Schnelle Fakten
Bundesstraße 110 in Deutschland
Bundesstraße 110
Karte
Verlauf der B 110
Basisdaten
Betreiber: Deutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Garz
(53° 53′ 28″ N, 14° 12′ 47″ O)
Straßenende: Rostock
(54° 4′ 51″ N, 12° 11′ 46″ O)
Gesamtlänge: 161 km

Bundesland:

Ausbauzustand: zweistreifig
Straßenverlauf
Vorlage:AB/Wartung/WeiterPL Weiter auf D93 Richtung Swinemünde
Land Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis Vorpommern-Greifswald
Grenzübergang Garz/Świnoujście
Zirchow L 266
Zubringer Symbol: FlugFlughafen
bei Mellenthin B111
Usedom
Peenestrom (Zecheriner Brücke 325 m)
Murchin
bei Ziethen B109
Peene
Anklam
Ortsumgehung Anklam B109 B197
Postlow OT Görke B199
Peene-Südkanal
Liepen
Neetzow
(28)  Jarmen A20 E251
Ortsumgehung Jarmen L 35
Kruckow
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
L 261
Siedenbrünzow OT Eugenienberg
Demmin B194
Peene
Warrenzin
Dargun L 20
Landkreis Rostock
Finkenthal
L 201
Warbel
Gnoien L 23
Warbel
Lühburg
(19)  Tessin A20 E22
L 232
Tessin OT Vilz
L 18
Recknitz
Tessin
(18)  Sanitz A20 E22
Sanitz L 19 L 191
Broderstorf
Kreisfreie Stadt Rostock
(7)  Rostock-Süd A19 E55 L 191
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Geschichte

Vorläufer der Bundesstraße 110 ist die Reichsstraße 110, die bereits 1932, zum Zeitpunkt der noch im Kern gültigen Festlegung der Nummerierung für das deutsche Fernstraßensystem, als Reichsstraße gewidmet wurde.

Die R 110 begann bis 1945 in der Stadt Swinemünde, wo sie Anschluss an die Reichsstraße 111 hatte. Die kurze Strecke bis zur jetzigen deutsch-polnischen Grenze wird von der polnischen Landesstraße 93 wahrgenommen.

Auf der „Karte der Fernverkehrsstraßen Deutschlands“ des Reichsamtes für Landesaufnahme von 1930 ist zu erkennen, dass die Fernverkehrsstraße 110 westlich von Anklam nach Friedland verlief und östlich von Neubrandenburg in die Fernverkehrsstraße 104 einmündete. Da am 22. Mai 1931 die Usedomer Bäderbrücke eröffnet worden war, die die Insel Usedom im Südabschnitt des Peenestroms mit dem Festland verbindet, konnte die R 110 bereits in ihren Anfangsjahren ohne Unterbrechung befahren werden.

Durch die Errichtung der Oder-Neiße-Grenze im Osten Usedoms im Jahr 1945 war jahrzehntelang der Ostabschnitt der ehemaligen R 110 im Grenzbereich nicht befahrbar. Am 24. April 2007 wurde die Grenze zwischen Garz und Swinemünde für Fußgänger, Radfahrer und Busse geöffnet.[1] Seit dem 21. Dezember 2007 dürfen Pkw den Grenzübergang passieren.[2] Für den Schwerlastverkehr ist er noch gesperrt.

Änderungen des Streckenverlaufs ergaben sich auf der B 110 durch den Bau von Ortsumgehungen. Von besonderer Bedeutung ist die Freigabe der Umgehungsstraße bei Anklam am 8. Mai 2015.[3]

Östliches Ende der B 110
Zecheriner Brücke

Verlauf

Kahldenbrücke in Demmin

Planungen

Im „Regionalen Raumentwicklungsplan Vorpommern / Umweltbericht 2010“ werden Überlegungen über den Bau von Ortsumgehungen der Stadt Usedom und des Ortes Zirchow angestellt.[4] Für den Bundesverkehrswegeplan 2030 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern die Ortsumgehung Dargun angemeldet.[5]

Siehe auch

Commons: Bundesstraße 110 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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