Reifenberg
Gemeinde in Rheinland-Pfalz, Deutschland
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Reifenberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 17′ N, 7° 31′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Thaleischweiler-Wallhalben | |
| Höhe: | 350 m ü. NHN | |
| Fläche: | 7,72 km² | |
| Einwohner: | 779 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66507 | |
| Vorwahl: | 06375 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS, ZW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 220 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstraße 52 66987 Thaleischweiler-Fröschen | |
| Website: | keine eigene Webseite, Webseite der Verbandsgemeinde www.vgtw.de | |
| Ortsbürgermeister: | Pirmin Zimmer (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Reifenberg im Landkreis Südwestpfalz | ||

Geographie
Reifenberg liegt auf der Sickinger Höhe auf einem Höhenrücken nördlich des Schwarzbachtals. Der Weiler Stockbornerhof liegt im Westen der Gemarkung am Waldrand. Nördlich des Reifenberger Siedlungsgebiets verläuft der Faltenbach. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Schmitshausen, Maßweiler, Rieschweiler-Mühlbach, Contwig, Battweiler und Winterbach.
Geschichte
Eine Burg bestand mindestens seit Mitte des 13. Jahrhunderts. Der Ort Reifenberg wurde 1447 erstmals erwähnt, als Herzog Stephan von Pfalz-Zweibrücken diese und benachbarte Ortschaften von den Grafen von Homburg erwarb. Fortan teilte Reifenberg das Schicksal Pfalz-Zweibrückens. Es entstand vermutlich, als die Bewohner der ehemaligen Dörfer Bettingen, Brenwiler und Kellingen hierher umsiedelten.
Nach der Erbauung des Stockbornerhofs im Jahr 1766 entwickelte sich um ihn herum eine kleine Ansiedlung.
Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Reifenberg in den Kanton Zweibrücken eingegliedert und unterstand der Mairie Schmittshausen. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Reifenberg wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Zweibrücken an; aus dem das Bezirksamt Zweibrücken hervorging.
Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Zweibrücken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Reifenberg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort 1972 in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) und wurde im selben Jahr der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen zugeordnet.
Seit 2014 gehört Reifenberg zur Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, die durch Zusammenlegung der Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben entstand.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Reifenberg besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2025 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. 2004 und 2009 wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
Bürgermeister
Pirmin Zimmer (CDU) wurde am 1. August 2019 Ortsbürgermeister von Reifenberg.[5] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 51,79 % gewählt worden.[6] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 64,0 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.[7]
Zimmers Vorgängerin war Michaela Hüther (CDU), die das Amt 20 Jahre ausübte.[5]
Wappen
| Wappen | |
| Blasonierung: „Von Rot und Schwarz durch eine aufsteigende, eingebogene, von Silber und Blau gerautete Spitze gespalten, rechts ein blau bewehrter und -bezungter silberner Löwe, links ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, beide einander zugekehrt.“[8] | |
| Wappenbegründung: Der silberne Löwe entstammt dem Wappen der Grafen von Homburg. Der goldene Löwe und die weiß-blauen Rauten sind dem Wappen der Wittelsbacher entlehnt, dem Herrschergeschlecht von Pfalz-Zweibrücken. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler
In Reifenberg stehen sechs Objekte unter Denkmalschutz, darunter die 1925 erbaute Kriegergedächtniskapelle. Wegen ihrer als malerisch empfundenen Lage auf dem Häselberg ist die Kapelle ein häufig fotografiertes Motiv, das bereits mehrfach Kalenderblätter zierte.
Natur
Innerhalb der Gemeindegemarkung existieren drei Naturdenkmale.
Veranstaltungen
Großer Beliebtheit erfreute sich das Dorffest in Reifenberg, das bis 2014 jedes Jahr am zweiten Wochenende im August stattfand; 2015 wurde es durch das inoffizielle, verkleinerte Sommerfest am selben Wochenende ersetzt.[9]
Das Reifenberger Sportheim wird für gesellige Veranstaltungen genutzt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Die in Maßweiler ansässige Kneispermühle versorgte unter anderem Reifenberg. In Reifenberg gab es einst die Raiffeisenkasse Reifenberg eGmbH, die 1973 mit der Raiffeisenbank Zweibrücken – Stadt und Land – eGmbH fusionierte und über den Umweg mehrerer weiterer Fusionen in der heutigen VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken aufging. Ein Ausflugsziel ist der Stockbornerhof mit seiner Gaststätte.
Verkehr
Durch Reifenberg verläuft die Kreisstraße 76. Die Pottschütthöhe mit einem Luftlandeplatz, der dem Aero-Club Pirmasens gehört, liegt zwei Kilometer südöstlich des Ortes auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Rieschweiler-Mühlbach südlich des Stockbornerhofs.
Tourismus
Über den Auerbacher Berg zieht sich ein Wanderweg Richtung Zweibrücken mit mehreren Abzweigungen in Seitentäler. Im äußersten Norden der Gemarkung verlaufen der Fernwanderweg Saar-Rhein-Main und mit der Südwestpfalz-Tour ein Radweg.
Literatur
- Ludwig Härich: Ortsgeschichte von Reifenberg. 1977.
- Toni Hüther: Reifenberg – Beiträge aus Geschichte und Gegenwart. 1995.
Weblinks
- Reifenberg auf den Seiten der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben
- Literatur über Reifenberg in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie

