Höhfröschen

Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Höhfröschen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an. Seit 1959 ist sie eine selbständige Gemeinde.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Höhfröschen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Höhfröschen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 15′ N,  34′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Thaleischweiler-Wallhalben
Höhe: 344 m ü. NHN
Fläche: 4,17 km²
Einwohner: 879 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 211 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66989
Vorwahl: 06334
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 024
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 52
66987 Thaleischweiler-Fröschen
Website: www.vgtw.de
Ortsbürgermeister: Gerhard Hoffmann (BfH)
Lage der Ortsgemeinde Höhfröschen im Landkreis Südwestpfalz
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Ortsbild von Höhfröschen

Geographie

Höhfröschen liegt im zum Zweibrücker Hügelland gehörenden Pirmasenser Hügelland. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Thaleischweiler-Fröschen, Petersberg, Höheischweiler und Rieschweiler-Mühlbach. Durch den Westen der Gemeindegemarkung fließt der Mohrbach. Am nordöstlichen Rand der Bebauung entspringt der Höhfröschener Bach.

Geschichte

Frühe Neuzeit

Der Ort entstand um 1685 als Ausbausiedlung von Thalfröschen an Stelle der Wüstung Schonenbach (Schönbach). Er wurde zunächst „Oberfröschen“, „Neufröschen“ oder „Bergfröschen“ genannt. Später kam die Benennung „Höhfröschen“ auf. Das Dorf gehörte zum Amt Lemberg der Grafschaft Hanau-Lichtenberg und dort zur Amtsschultheißerei Fröschen.[2]

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Durch die Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts

Im Zuge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Lemberg und Höhfröschen – 1794 an Frankreich. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft kam Höhfröschen zum bayerischen Rheinkreis, der späteren Pfalz (Bayern).[3] Thalfröschen, Höhfröschen und Biebermühle bildeten die Gemeinde Fröschen. 1928 hatte Höhfröschen 724 Einwohner, die in 105 Wohngebäuden lebten.[4] 1959 wurde die Gemeinde Fröschen aufgelöst.

Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen zugeordnet. Seit 2014 gehört sie zur Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben.

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Höhfröschen (die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen):[5]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1925[4]724 (1)
1939748
1950579
1961600
1970659
1987793
JahrEinwohner
1997960
2005930
2011876
2017883
2025879
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(1) 
1925 hatte Höhfröschen 105 Wohngebäude.

Religion

Die Katholiken gehören zum Dekanat Pirmasens im Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Die protestantische Kirche steht an der Hauptstraße am Ortsausgang Richtung Pirmasens. Der Grundstein des Gebäudes wurde 1957 gelegt; 1958 wurde es als Pauluskirche eingeweiht.[6] Im selben Jahr wurde das Geläut angeschafft; 1959 folgte mit der endgültigen Fertigstellung die Anschaffung einer Orgel.[7] Eine eigene katholische Kirche gibt es in Höhfröschen nicht.

Politik

Bei Bundestagswahlen gehört Höhfröschen zum Wahlkreis Pirmasens. Bei Landtagswahlen war die Gemeinde von 1991 bis 2016 Bestandteil des Wahlkreises Pirmasens-Land. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Region wurde er aufgelöst, sodass Höhfröschen ab 2021 zum Wahlkreis Zweibrücken gehört.

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Höhfröschen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDCDUFWGBfH
(WGH)
Gesamt
202443512 Sitze[8]
201943512 Sitze[9]
2014253212 Sitze
200935412 Sitze
20044812 Sitze
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  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen e. V., Ortsverband Höhfröschen
  • BfH = Bürger für Höhfröschen e. V., entstanden aus der ehemaligen WGH = Wählergruppe Hoffmann (2014)

Bürgermeister

Gerhard Hoffmann (BfH) wurde am 1. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Höhfröschen.[10] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 53,88 % gewählt worden.[11] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 71,9 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.[12]

Hoffmanns Vorgänger waren Jörg Schneider (CDU, 2014–2019), Peter Sammel (FWG, 2009–2014) und Manfred Hunsicker (CDU, bis 2009).[13]

Wappen

Wappen von Höhfröschen
Wappen von Höhfröschen
Blasonierung: „In Gold auf grünem Dreiberg, erhöht ein grüner Frosch, überhöht in drei roten Sparren.“
Wappenbegründung: Die Sparren entstammen dem Wappen der Grafschaft Hanau. Der Frosch verweist redend auf den Ortsnamen. Der Dreiberg symbolisiert die Höhenlage des Ortes.

Das Wappen wurde 1971 von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen.

Kulturdenkmäler

Denkmalgeschützter Glockenturm

Höhfröschen hat vier Objekte, die unter Denkmalschutz stehen: einen Glockenturm aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, eine Villa der 1920er-Jahre und das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs sowie nordwestlich der Gemeinde die Schonenbacher Tränke, angeblich eine Viehtränke des wüstgefallenen Dorfes Schonenbach.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch Höhfröschen führt die Landesstraße 474, die nach Thaleischweiler-Fröschen und nach Pirmasens führt. Über sie besteht ein direkter Anschluss an die A 62, die unmittelbar südöstlich der Bebauung verläuft. Die Kreisstraße 15 stellt eine Verbindung nach Rieschweiler-Mühlbach her und die Kreisstraße 17 eine solche nach Höheischweiler.

Tourismus

Mitten durch Höhfröschen führen der Pirminius-Radweg und der mit einem rot-weißen Balken gekennzeichnete Höcherbergweg. Im Westen der Gemarkung steht die vom Pfälzerwald-Verein betriebene Stockwieser Hütte.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die mit Höhfröschen verbunden sind

Literatur

  • Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz. Speyer 1870 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In: Schriften der Erwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage. Band 10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985, ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938).
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. Hrsg.: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt. Darmstadt 1962 (Signatur: N 282/6).
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980). 1980, S. 7–9.

Einzelnachweise

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