Roth (Marktleugast)
Gemeindeteil des Marktes Marktleugast
From Wikipedia, the free encyclopedia
Roth ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktleugast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Roth liegt in der Gemarkung Marienweiher.[3]
Roth Markt Marktleugast | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 11° 40′ O |
| Höhe: | 561 m ü. NHN |
| Einwohner: | 8 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95352 |
| Vorwahl: | 09256 |
Ortsansicht von Roth | |
Geografie
Der Weiler liegt im Tal eines namenlosen rechten Zuflusses des Stammbaches und ist im Norden wie im Süden von bewaldeten Anhöhen des Frankenwaldes umgeben. Die Kreisstraße KU 27/HO 21 führt nach Stammbach (1,5 km südöstlich) bzw. nach Steinbach (1,7 km westlich).[4]
Geschichte
Der Ort erschien in einem Brief des Bamberger Bischofs Albrecht von Wertheim im Jahre 1406 mit dem Namen „Rode“ als Wüstung.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Roth aus 5 Anwesen (3 Sölden, 2 Tropfhäuser, 1 Jägerhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Marktschorgast aus. Die Grundherrschaft oblag dem Kastenamt Stadtsteinach.[6]
Mit dem Gemeindeedikt wurde Roth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Marienweiher und der im selben Jahr gebildeten Gemeinde Marienweiher zugewiesen.[7] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Roth am 1. Januar 1977 in die Gemeinde Marktleugast eingegliedert.
Ehemaliges Kunstdenkmal
- Haus Nr. 27: Zweigeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus mit Satteldach; das Obergeschoss wurde in jüngerer Zeit massiv ausgebaut, der Giebel ist aus verschiefertem Ständerwerk, der Stallteil von 1906; Fenster- und Türrahmungen sind aus Sandstein, das Haustürgewände hat Zierpilaster, einen profilierten Sturz mit geschwungener Untersicht und einen Scheitelstein, der mit „JP / 1775“ (Johann Pezold) bezeichnet ist.[8] Das Haus listete Karl-Ludwig Lippert in dem Buch Landkreis Stadtsteinach von 1964 mit seiner ursprünglichen Hausnummer von Steinbach als Kunstdenkmal auf. Es ist in der Denkmalschutzliste nicht aufgeführt, da es entweder nicht aufgenommen, abgebrochen oder stark verändert wurde.
Einwohnerentwicklung
Religion
Roth ist katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Bartholomäus und Martin (Marktleugast) gepfarrt.[6] Seit dem 19. Jahrhundert gehören die Katholiken zur Pfarrei Mariä Heimsuchung in Marienweiher.[12]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Roth. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 880 (Digitalisat).
- Erich Freiherr von Guttenberg, Hanns Hubert Hofmann: Stadtsteinach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 3). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 451738985 (Digitalisat).
- Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 520.
- Karl-Ludwig Lippert: Landkreis Stadtsteinach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 20). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453135242, S. 76.
Weblinks
- Roth in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 15. August 2021.
- Roth in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. August 2021.
