Traindorf (Marktleugast)

Gemeindeteil von Marktleugast From Wikipedia, the free encyclopedia

Traindorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Marktleugast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Traindorf hat eine Fläche von 1,260 km². Sie ist in 204 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 6175,34 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Baiersbach, Hohenreuth und Tannenwirtshaus.[4]

Schnelle Fakten Markt Marktleugast ...
Traindorf
Koordinaten: 50° 11′ N, 11° 36′ O
Höhe: 589 m ü. NHN
Einwohner: 70[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 95352
Vorwahl: 09255
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Geografie

Das Kirchdorf liegt auf einem Höhenrücken, der zu den südlichen Ausläufern des Frankenwaldes zählt. Im Norden befindet sich die Weidmeser Höhe (627 m ü. NHN). Die Kreisstraße KU 13 führt nach Neuensorg zur Staatsstraße 2158 (2 km nordöstlich) bzw. nach Tannenwirtshaus (0,6 km südwestlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde in einem „Tauschvertrag“ des Bamberger Bischofs Eberhard II. von Otelingen (1146–1170) als „Tragenendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. 1384 fiel „Treyndorf“ wieder an das Hochstift Bamberg heim.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Traindorf aus 16 Anwesen (1 Hof, 3 Güter, 1 Sölde, 1 Schenkstatt, 10 Häuser). Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Grundherren waren das Burggericht Guttenberg, das Rittergut Schlößlein und das Rittergut Steinenhausen.[7]

1810 kam Traindorf zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem Steuerdistrikt Guttenberg zugewiesen. 1812 entstand die Ruralgemeinde Traindorf, zu der Baiersbach, Hohenreuth und Tannenwirtshaus gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. Von 1819 bis 1848 übernahm das Herrschaftsgericht Guttenberg weitestgehend die Befugnisse, die das Landgericht hatte. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Stadtsteinach und 1853 an das Rentamt Stadtsteinach überwiesen (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt).[8] Ab 1862 gehörte Traindorf zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). Die Gemeinde hatte ursprünglich eine Gebietsfläche von 1,141 km²,[9] die sich durch die Eingemeindung von Neuguttenberg im Jahr 1964 auf 1,247 km² vergrößerte.[10] Am 1. Juli 1971 wurde die Gemeinde Traindorf in Marktleugast eingegliedert.[11]

Kunstdenkmal

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Traindorf

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181918401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 150431457476419392377369444409402399354395376364431372330385332313403337
Häuser[13] 36434241535077
Quelle [14][15][15][15][16][17][18][19][20][21][22][15][23][15][24][15][25][15][15][15][9][15][10][26]
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Ort Traindorf

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001802001818001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 5211921019122315515616810510387
Häuser[13] 1517211820212224
Quelle [27][8][14][16][18][21][23][25][9][10][26][28]
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In den 2010er Jahren gab es in Traindorf ca. 70 Einwohner, die in ca. 50 Haushalten lebten.[1]

Religion

Traindorf ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Zum Heiligen Geist (Grafengehaig), die Katholiken waren ursprünglich nach Mariä Heimsuchung in Marienweiher gepfarrt[7] und kamen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Pfarrei St. Jakobus der Jüngere (Guttenberg).[9]

Literatur

Fußnoten

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