Schallershof (Erlangen)

Ortslage in der Gemarkung Frauenaurach, Erlangen, Bayern, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Schallershof (fränkisch Schallashuf[2]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).[3] Schallershof liegt in der Gemarkung Frauenaurach.[4]

Schnelle Fakten Kreisfreie Stadt Erlangen ...
Schallershof
Kreisfreie Stadt Erlangen
Koordinaten: 49° 35′ N, 10° 58′ O
Höhe: 279 m ü. NHN
Einwohner: 101 (25. Mai 1987)[1]
Vorwahl: 09131
Luftbildaufnahme Schallershof (2019) Unmittelbar westlich der Ortschaft liegt der Main-Donau-Kanal
Luftbildaufnahme Schallershof (2019) Unmittelbar westlich der Ortschaft liegt der Main-Donau-Kanal
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Geografie

Das Dorf bildet mit Siedlung Sonnenblick im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal im Westen und den Flussauen der Regnitz im Osten. Die Kreisstraße ER 2 führt zu einer Anschlussstelle der Staatsstraße 2244 (0,4 km südlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Kreisstraße ER 1 (0,8 km nördlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1409 als „Schallers Hofe“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde das Anwesen nach dem Familiennamen Schaller. Das Kloster Frauenaurach war von Anbeginn Lehensherr des Hofes (ab dem 16. Jh. das brandenburg-kulmbachische Klosteramt Frauenaurach).[6] 1440 gehörten zum Einzelhof etwa 20 Morgen Acker und 14 Tagewerk Wiesen.[7]

1690 erwarb der Metzger und Gastwirt Hans Frank aus der Neustadt Erlangen den Schallershof, um hier ein Wirtshaus einzurichten. 1711 kaufte die Elisabeth Sophie von Brandenburg den Besitz für 3020 fl. Sie ließ hier ein ‚Lusthaus‘ (Mon Plaisir) erbauen, was sie wegen Überschuldung bereits 1716 an Baron Groß von Trockau verkaufte.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Schallershof dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Frauenaurach[8] und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Frauenaurach zugewiesen.[9] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schallershof am 1. Juli 1972 nach Erlangen eingemeindet.[10]

Baudenkmäler

In Schallershof sind mehrere Objekte zu einem Baudenkmal zusammengefasst:[11]

  • Romesstraße 1: Bürgerhaus
  • Schallershofer Straße 148: Wirtschafts- und Wohngebäude des ehemaligen Schlosses Mon Plaisir mit ehemaligen Barockgarten
  • Schallershofer Straße 150: Wohnhaus

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 451820164743365913697101
Häuser[12] 5459782531
Quelle [8][13][14][15][16][17][18][19][20][21][1]
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Religion

Schallershof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Matthäus (Frauenaurach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt.[22]

Literatur

Commons: Schallershof (Erlangen) – Sammlung von Bildern

Fußnoten

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