Schallershof (Erlangen)
Ortslage in der Gemarkung Frauenaurach, Erlangen, Bayern, Deutschland
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Schallershof (fränkisch Schallashuf[2]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).[3] Schallershof liegt in der Gemarkung Frauenaurach.[4]
Schallershof Kreisfreie Stadt Erlangen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 35′ N, 10° 58′ O |
| Höhe: | 279 m ü. NHN |
| Einwohner: | 101 (25. Mai 1987)[1] |
| Vorwahl: | 09131 |
Luftbildaufnahme Schallershof (2019) Unmittelbar westlich der Ortschaft liegt der Main-Donau-Kanal | |
Geografie
Das Dorf bildet mit Siedlung Sonnenblick im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal im Westen und den Flussauen der Regnitz im Osten. Die Kreisstraße ER 2 führt zu einer Anschlussstelle der Staatsstraße 2244 (0,4 km südlich) bzw. zu einer Anschlussstelle der Kreisstraße ER 1 (0,8 km nördlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1409 als „Schallers Hofe“ erstmals urkundlich erwähnt. Benannt wurde das Anwesen nach dem Familiennamen Schaller. Das Kloster Frauenaurach war von Anbeginn Lehensherr des Hofes (ab dem 16. Jh. das brandenburg-kulmbachische Klosteramt Frauenaurach).[6] 1440 gehörten zum Einzelhof etwa 20 Morgen Acker und 14 Tagewerk Wiesen.[7]
1690 erwarb der Metzger und Gastwirt Hans Frank aus der Neustadt Erlangen den Schallershof, um hier ein Wirtshaus einzurichten. 1711 kaufte die Elisabeth Sophie von Brandenburg den Besitz für 3020 fl. Sie ließ hier ein ‚Lusthaus‘ (Mon Plaisir) erbauen, was sie wegen Überschuldung bereits 1716 an Baron Groß von Trockau verkaufte.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Schallershof dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Frauenaurach[8] und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Frauenaurach zugewiesen.[9] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Schallershof am 1. Juli 1972 nach Erlangen eingemeindet.[10]
Baudenkmäler
In Schallershof sind mehrere Objekte zu einem Baudenkmal zusammengefasst:[11]
- Romesstraße 1: Bürgerhaus
- Schallershofer Straße 148: Wirtschafts- und Wohngebäude des ehemaligen Schlosses Mon Plaisir mit ehemaligen Barockgarten
- Schallershofer Straße 150: Wohnhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Schallershof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Matthäus (Frauenaurach) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schallershof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 71–72 (Digitalisat).
- Dorothea Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 7). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2015, ISBN 978-3-7696-6869-8, S. 250–252.
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Erlangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 14). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450949, S. 141.
- Andreas Jakob: Schallershof. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 606 (online).
Weblinks
- Schallershof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Schallershof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 23. November 2022.
- Schallershof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 13. September 2025.
