Wikipedia:Auskunft
Portal zur Beantwortung allgemeiner Wissensfragen
From Wikipedia, the free encyclopedia
12. Juli
Einzeln nach Nordkorea?
Darf ich allein nach Nordkorea reisen ? --~2026-39354-06 (Diskussion) 10:53, 12. Jul. 2026 (CEST)
- „Individualtourismus europäischen Zuschnitts gibt es nicht.“ --Rôtkæppchen₆₈ 11:51, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Kommt auf die Staatsangehörigkeit an. Zu Beginn von Covid wurde Nordkorea komplett gesperrt und seitdem nur noch selektiv geöffnet. Russen dürfen rein, Staatsangehörige einiger asiatischer Länder auch. Aber nur mit Visum, und das bekommt man nur über eine organisierte Reise eines nordkoreanischen Reisebüros, und da die nicht mit beliebigen Privatpersonen verhandeln, bekommt man sie nur über spezialisierte Reisebüros. Die An- und Abreise erfolgt aber tatsächlich ohne offizielle Begleitung. MBxd1 (Diskussion) 11:55, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Es gibt Berichte von Radfahrern, die sich als Deutsche ein chinesisches Visum besorgt haben und dann mit dem Fahrrad einreisen konnten. Aber nur als Transit wieder zurück nach China. --Ralf Roletschek (Diskussion) 12:03, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Wann war das? Und hast du einen Link oder eine Quelle dafür? --Grullab (Diskussion) 12:17, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Ein Ping @Ralf Roletschek, weil ich davon noch nie gehört habe mit freundlichem Verweis auf meine direkt darüber gestellte Fragen. --Grullab (Diskussion) 16:08, 12. Jul. 2026 (CEST)
- War das noch zu DDR-Zeiten und waren das Bürger der DDR? --Elrond (Diskussion) 18:40, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Da konnte man das vergessen. Individualreisen nach China gab es nicht. –Falk2 (Diskussion) 19:21, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Richtig, zu DDR- Zeiten war sowas unmöglich. Zumindest für Normalsterbliche. Botschaftsangestellte und ihre Familien hatten wohl weitreichendere Freiheiten (wie auch heute). Es war 2009, ich habe das von Teilnehmern des Wanted-day bei Rohloff gehört. Das war ein Treffen von Vielfahrern, die mehr als 60.000 km mit der Speedhub gefahren sind. --Ralf Roletschek (Diskussion) 15:31, 15. Jul. 2026 (CEST)
- Es gibt Berichte von Radfahrern, die sich als Deutsche ein chinesisches Visum besorgt haben und dann mit dem Fahrrad einreisen konnten. Aber nur als Transit wieder zurück nach China. --Ralf Roletschek (Diskussion) 12:03, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Du wirst keine unbegleitete Individualreise in Nordkorea machen können. Du wirst immer in einer begleiteten Reisegruppe unterwegs sein. Theoretisch ist es möglich, dass diese Reisegruppe nur aus dir besteht. Aber eben auch dann, alles ist von Ladung in Nordkorea bis du wieder abhebst durch geplant. Ohne vor-gängig geplante und genehmigter Reiseroute usw., wirst du kein Visum erhalten. Spontan irgend etwas besuchen, was nicht vor gängig bewilligt wurde? Vergiss es, nicht in Nordkorea. Es sei denn du möchtest ganz lange in Nordkorea bleiben. Allerdings haben nordkoreanische Gefängnisse eine Null-Sterne-Bewertung. --Bobo11 (Diskussion) 12:14, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Das Schicksal Otto Warmbiers sollte hoffentlich angemessen abschrecken. --Rôtkæppchen₆₈ 12:28, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Was allerdings fern von dem war, was normalen Touristen passieren konnte. MBxd1 (Diskussion) 12:33, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Laut Ria Westergaard Pedersen, die in derselben Reisegruppe unterwegs war, war er genau das: ein normaler Tourist, der nur das Pech hatte, sich als plakativer Sündenbock zu eignen. Sein „Geständnis“ ist doch von A bis Z erpresst und erlogen („Entweder sagst du das glaubhaft aus, oder du wirst bis zu deiner Entlassung kontinuierlich auf die lebensnotwendigen Körperteile reduziert“). --Kreuzschnabel 14:12, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Nein, nicht von A bis Z. Der versuchte Diebstahl steht außer Frage. Nur die Geschichte drumherum ist konstruiert. Im übrigen dürfte, selbst wenn man den Eigenanteil ignoriert, das Risiko einer ungewollten Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit während des Urlaubs in Nordkorea eher geringer als anderswo (gewesen) sein. MBxd1 (Diskussion) 15:06, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Leichtsinn oder Naivität kann allerdings das Risiko erhöhen: . Ein noch höheres Risiko ist allerdings, dass die "Aufpasser" schwere Konsequenzen zu tragen haben, wenn etwas dem Regime nicht genehmes geschieht. Das kann auch durch Veröffentlichungen nach der Reise der Fall sein. Das ist etwas, was man beachten und mit seinem Gewissen ausmachen sollte. -- ~2026-41394-12 (Diskussion) 14:54, 24. Jul. 2026 (CEST)
- Nein, nicht von A bis Z. Der versuchte Diebstahl steht außer Frage. Nur die Geschichte drumherum ist konstruiert. Im übrigen dürfte, selbst wenn man den Eigenanteil ignoriert, das Risiko einer ungewollten Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit während des Urlaubs in Nordkorea eher geringer als anderswo (gewesen) sein. MBxd1 (Diskussion) 15:06, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Laut Ria Westergaard Pedersen, die in derselben Reisegruppe unterwegs war, war er genau das: ein normaler Tourist, der nur das Pech hatte, sich als plakativer Sündenbock zu eignen. Sein „Geständnis“ ist doch von A bis Z erpresst und erlogen („Entweder sagst du das glaubhaft aus, oder du wirst bis zu deiner Entlassung kontinuierlich auf die lebensnotwendigen Körperteile reduziert“). --Kreuzschnabel 14:12, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Was allerdings fern von dem war, was normalen Touristen passieren konnte. MBxd1 (Diskussion) 12:33, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Das Schicksal Otto Warmbiers sollte hoffentlich angemessen abschrecken. --Rôtkæppchen₆₈ 12:28, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Für solche Fragen wurde auf de.wikivoyage.org unter dem Stichwort "Nordkorea" etwas vorbereitet. --Grullab (Diskussion) 12:19, 12. Jul. 2026 (CEST)
Helmut Uttenthaler aus Wien, 2008. Unbegleitet per Bahn via Russland eingereist und quer durch das Land gefahren. Habe mit ihm damals gelegentlich kommuniziert, über ein Eisenbahnforum (ging hauptsächlich um den russischen Teil der Reise, womit ich mich etwas auskenne). OK, fast 20 Jahre her... --AMGA 🇺🇦 (d) 19:22, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Die Regeln waren aber wohl die gleichen wie bis Covid. Die An- und Abreise erfolgt grundsätzlich unbegleitet, erst am ersten Ort der Reise wird es zum permanent begleiteten Programm. Die Besonderheit damals (und der Sachverhalt, wegen dessen im Land wohl diverse Köpfe gerollt sein dürften) war der ungewöhnliche Einreiseweg. Das eigentlich gebuchte Programm tritt da etwas in den Hintergrund, hat aber ganz sicher bestanden. Die Einreise über Chassan war auch später grundsätzlich möglich. MBxd1 (Diskussion) 19:45, 12. Jul. 2026 (CEST)
- Wenn man sich zu einem Sportereignis anmeldet, kann man auch individuell reisen. Die nordkoreanischen Konsulate in Chaborowsk, Nachodka oder Wladiwostok erteilen Visa. Da sollte man dann jedoch praktischerweise russisch sprechen. Es geht jedoch auch für EU- Bürger. --Ralf Roletschek (Diskussion) 01:08, 17. Jul. 2026 (CEST)
- Was ist mit der Botschaft in Berlin? Gibt es da keine Visa? --Rôtkæppchen₆₈ 13:39, 19. Jul. 2026 (CEST)
- Den Ort der Visumbeschaffung bestimmt in erster Linie das Reisebüro, bei dem man bucht. Die meisten Veranstalter wickelten die Visumbeschaffung über China ab (erkennbar am Einlegeblatt, das bei Ausreise wieder entfernt wird). Visumbeschaffung über Deutschland kam aber auch vor. Und für die individuelle Reise bei Teilnahme an Sportveranstaltungen hätte ich dann doch gern mal einen Beleg, ebenso für die Ermöglichung für Europäer. MBxd1 (Diskussion) 13:47, 19. Jul. 2026 (CEST)
- War ja klar, dass da keine Antwort kommt. MBxd1 (Diskussion) 21:12, 21. Jul. 2026 (CEST)
- Den Ort der Visumbeschaffung bestimmt in erster Linie das Reisebüro, bei dem man bucht. Die meisten Veranstalter wickelten die Visumbeschaffung über China ab (erkennbar am Einlegeblatt, das bei Ausreise wieder entfernt wird). Visumbeschaffung über Deutschland kam aber auch vor. Und für die individuelle Reise bei Teilnahme an Sportveranstaltungen hätte ich dann doch gern mal einen Beleg, ebenso für die Ermöglichung für Europäer. MBxd1 (Diskussion) 13:47, 19. Jul. 2026 (CEST)
- Was ist mit der Botschaft in Berlin? Gibt es da keine Visa? --Rôtkæppchen₆₈ 13:39, 19. Jul. 2026 (CEST)
- Wenn man sich zu einem Sportereignis anmeldet, kann man auch individuell reisen. Die nordkoreanischen Konsulate in Chaborowsk, Nachodka oder Wladiwostok erteilen Visa. Da sollte man dann jedoch praktischerweise russisch sprechen. Es geht jedoch auch für EU- Bürger. --Ralf Roletschek (Diskussion) 01:08, 17. Jul. 2026 (CEST)
23. Juli
Schwarze Armbinde

Das nebenstehende Bild von Lovis Corinth (1858-1925) zeigt Walter Leistikow (1865-1908) mit einer schwarzen Armbinde. Dabei fiel mir ein, dass in meiner Kindheit und Jugend (bis ca 1970) männliche Jugendliche und erwachsene Männer anlässlich eines Trauerfalls diese/s sogenannte "Trauerbinde" bzw. "Trauerband" oder auch "Trauerflor" über dem linken Ärmel ihres Anzugs bzw. Mantels trugen. Ging es um einen Sterbefall innerhalb der Familie wurde das Trauerband nicht nur bei der Beerdigung sondern über einen längeren Zeitraum getragen, bei Witwern sogar ein ganzes Jahr. Das jedenfalls war die Sitte in der ostfriesischen Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin. Ich kann mich sogar an zwei Geschäfte erinnern, wo dieses Band käuflich zu erwerben war. Meine Frage: Weiß jemand, der sich in der Sepulkralkultur auskennt, wann dieser Brauch verschwand? Seit 1976 bin ich selber mit Trauerfeiern befasst, kann mich aber nicht daran erinnern, dass in dieser Zeit noch irgendwo Trauerbinden getragen wurden. Vielleicht gibt es ja heute noch Regionen, wo das Trauerband getragen wird. MfG, GregorHelms (Diskussion) 08:17, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Hast Du Trauerflor gefunden? ~2026-41259-25 (Diskussion) 08:34, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Danke für den Hinweis! MfG, GregorHelms (Diskussion) 08:41, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Trauerbinden waren in vielen Fällen auch ein Zeichen mangelnder Ressourcen. Man hatte schlicht keinen schwarzen Anzug, weil man dafür kein Geld hatte. Das kenne ich aus meiner Kindheit noch gut. --Elrond (Diskussion) 10:31, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Dem Aufsatz Kollektives Trauern – Symbole in der deutschen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik von Hannah Wellpott (Bauhaus-Universität) zufolge war es „Bis in die 1970er Jahre […] in Deutschland für Männer in der Trauerzeit (sechs Wochen oder ein Jahr) üblich, bei nicht schwarzer Oberbekleidung am linken Ärmel ein etwa handbreites Stück Trauerflor anzubringen. Für Frauen war schwarze Oberbekleidung und eventuell eine Kopfbedeckung üblich.“ --Kompetenter (Diskussion) 12:20, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Ich sehe gerade, dass das fast wortgleich aus dem Artikel Trauerflor übernommen ist, der auch als einzige Quelle angegeben ist. Asche über mein Haupt! --Kompetenter (Diskussion) 17:11, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Herzlichen Dank fü alle Antworten. MfG, GregorHelms (Diskussion) 18:31, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Dem Aufsatz Kollektives Trauern – Symbole in der deutschen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik von Hannah Wellpott (Bauhaus-Universität) zufolge war es „Bis in die 1970er Jahre […] in Deutschland für Männer in der Trauerzeit (sechs Wochen oder ein Jahr) üblich, bei nicht schwarzer Oberbekleidung am linken Ärmel ein etwa handbreites Stück Trauerflor anzubringen. Für Frauen war schwarze Oberbekleidung und eventuell eine Kopfbedeckung üblich.“ --Kompetenter (Diskussion) 12:20, 23. Jul. 2026 (CEST)
Neben den schon gelisteten Links siehe auch Trauerkleidung. Gruss, --Cú Faoil RM-RH 22:46, 25. Jul. 2026 (CEST)
NVA in der UdSSR
Mein Vater, Jahrgang 1954, hat früher immer davon erzählt, dass er während seines Wehrdienstes in der NVA (das müsste irgendwann 1972/73/74/75 gewesen sein, ich bin mir nicht sicher, wie schnell nach der Schule er eingezogen worden ist) irgendwann mal sein Mot. Schützenregiment an einer Übung an der UdSSR teilgenommen hat. Er berichtete von einer mehrtägigen Eisenbahnfahrt, dann Lager irgendwo in der „Wüste“ und Gerüchte, dass es ihre Aufgabe wäre, den äußeren Rand eines Atomtestgeländes zu sichern, oder es ging um einen Raketenstart. Gerüchteweise hätten andere Soldaten auch einen Atompilz am fernen Horizont gesehen, klare Informationen von den Offizieren gab es aber wohl nicht. Dann wieder mit dem Zug zurück.
Leider kann ich meinen Vater nicht mehr nach näheren Informationen fragen. Kann mir hier jemand damit weiterhelfen, wann genau und wo genau das gewesen sein könnte? --~2026-41126-61 (Diskussion) 10:44, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Eine Liste sowjetischer Atomwaffentests ist hier zu finden: Chronologie der Kernwaffentests in der Sowjetunion, dort sind auch mehrere Testgelände in sehr trockenen und wüstenähnlichen Gegenden aufgeführt. --Schraubenbürschchen (Diskussion) 11:18, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Hilfreich wäre zu wissen, in welchem motSchützenregiment der Vater gedient hat, bzw. den Standort in der DDR. --Kiew86 (Diskussion) 11:35, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Schießen mit scharfen Raketen größerer Reichweite ist in Mitteleuropa in Friedenszeiten so gut wie unmöglich. Das betrifft auch Luft-Luft-Raketen, weil in jedem Fall Bruchstücke auf der Erde landen und kaum zu steuern ist, wo das passiert. Eben deshalb waren solche Einsätze gar nicht so selten. Reservisten, die dabei waren, hatten wir mehrfach. Das Sicherstellungspersonal von Jagdfliegereinheiten verlegte allerdings zu meiner aktiven Dienstzeit 1982 bis 1985 schon mit auf dem Luftweg. Die Personallage ließ es nicht mehr zu, dass das technische Personal einer Staffel (das waren etwa 50 Mann) mehrere Wochen abwesend war, während der Betrieb in der Heimat weiterlief. Das sah bei den Landstreitkräften anders aus. Das Thema »deutsches Militär in Uniform tief in der Sowjetunion« war damals noch eins und dabei war vielen nicht besonders wohl.
- Kernwaffenexplosionen auf der Erdoberfläche oder in der Atmosphäre waren Anfang der Siebziger schon ausgeschlossen. Einen Verstoß gegen das Kernwaffenteststoppabkommen von 1963 kann ich mir nicht vorstellen, den hätte die andere Feldpostnummer unbedingt bemerkt und nicht geschluckt. Das hat in den frühen Siebzigern (man bedenke, seinerzeit lief der Vietnamkrieg noch) niemand riskiert. Die optische Erscheinung einer solchen Explosion lässt sich jedoch mit konventionellen Mitteln nachbilden. Wenn, dann war es das. –Falk2 (Diskussion) 12:38, 23. Jul. 2026 (CEST)
- +1. So ein "konventioneller Atompilz" wurde "uns" Mitte der 80er auf dem TÜP Streganz (oder war es ein StÜP? heute jedenfalls "Wildnisentwicklungsgebiet" im Naturpark Dahme-Heideseen) auch vorgeführt. Wir waren dann alle "tot". Manche Offiziere waren ganz heiß drauf, Atomkrieg zu spielen. --AMGA 🇺🇦 (d) 13:04, 23. Jul. 2026 (CEST)
- In Streganz habe ich auch so einen Atompilz ansehen müssen. Das dürfte 1984 gewesen sein. Wir waren in Storkow stationiert (2. StuPiB). Einmal sind wir auch bis weit in die SU gefahren, wir haben berechnet, daß das grob 2000 km gewesen sind (48h Zugfahrt). Also haben wir geschlußfolgert, daß wir in Kasachstan waren. Da gab es dann auch so einen "Atompilz". Der war jedoch alles andere als ein Pilz. Das war nur irgendwie sehr viel aufgewirbelter Staub in der Wüste. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:42, 23. Jul. 2026 (CEST)
- 2000 km bis Kasachstan? Von wo aus? Komm per Google Maps von der deutschen Ost- zur kasachischen Westgrenze auf fast 3000 km, allerdings auf der Straße. Zugverbindungen werden aus bekannten Gründen derzeit nicht ausgespuckt. eryakaas • D 23:07, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Da hast du vollkommen Recht. Um ehrlich zu sein: ich habe keine Ahnung mehr, was wir uns damals ausgerechnet haben. Das war vielleicht auch irgendwo in der Russerei oder Ukraine. Vielleicht waren es auch 3 Tage? Ist zu lange her. Auf jeden Fall waren Schilder kyrillisch aber nicht mit unserem Schulrussisch vereinbar. --Ralf Roletschek (Diskussion) 23:40, 23. Jul. 2026 (CEST)
- 2000 km bis Kasachstan? Von wo aus? Komm per Google Maps von der deutschen Ost- zur kasachischen Westgrenze auf fast 3000 km, allerdings auf der Straße. Zugverbindungen werden aus bekannten Gründen derzeit nicht ausgespuckt. eryakaas • D 23:07, 23. Jul. 2026 (CEST)
- In Streganz habe ich auch so einen Atompilz ansehen müssen. Das dürfte 1984 gewesen sein. Wir waren in Storkow stationiert (2. StuPiB). Einmal sind wir auch bis weit in die SU gefahren, wir haben berechnet, daß das grob 2000 km gewesen sind (48h Zugfahrt). Also haben wir geschlußfolgert, daß wir in Kasachstan waren. Da gab es dann auch so einen "Atompilz". Der war jedoch alles andere als ein Pilz. Das war nur irgendwie sehr viel aufgewirbelter Staub in der Wüste. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:42, 23. Jul. 2026 (CEST)
- +1. So ein "konventioneller Atompilz" wurde "uns" Mitte der 80er auf dem TÜP Streganz (oder war es ein StÜP? heute jedenfalls "Wildnisentwicklungsgebiet" im Naturpark Dahme-Heideseen) auch vorgeführt. Wir waren dann alle "tot". Manche Offiziere waren ganz heiß drauf, Atomkrieg zu spielen. --AMGA 🇺🇦 (d) 13:04, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Einen realen oberirdischen Atomtest würde auch ich für den genannten Zeitraum ausschließen, und ganz besonders mit Beteiligung ausländischer Militärs. Die Geheimhaltung auch gegenüber Verbündeten war in der Sowjetunion stark ausgeprägt. Vorstellbar wäre für mich Imitationskörper, der konventionelle einen "Atompilz" zu Übungszwecken sozusagen nachahmt.
- Die Fla-Raketenregimenter der Landstreitkräfte NVA haben regelmäßig in Aschuluk geübt (auch bei den LaSK wurde ab Mitte der 80er aus den o. a. Gründen ein Teil des Personals mit Flugzeugen verlegt). Da die ersten 2K12 Ende der 1970er Jahre zuliefen, fallen die FFR der motSchützen-Divisionen hier raus. Denkbar wären die mit 2K11 ausgerüsteten FRR-3 bzw. -5, die ihre Systeme ab 1973 erhielten - aber das sind eben keine motSchützen. Die Fla-Batterien der motSchützenregimenter übten meines Wissens im scharfen Schuß nicht in der UdSRR, außerdem liefen die 9K34/35 erst in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre zu. Fla-Rak-Schießen würde ich daher für den genannten Zeitraum ausschließen, und außerdem waren das FlaRaketen. udn keine motSchützenregimenter.
- Denkbar wäre für mich eine Verwechslung, da die FlaRak-Regimenter in vielen Fällen in den gleichen Kasernen wie die motSchützen-Regimenter lagen, z. B. das FRR-11 mit dem MSR-11 in Weißenfels. Allerdings passt dann der Zeitraum nicht. --Kiew86 (Diskussion) 13:05, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Letzteres glaube ich nicht. Gemeinsame Kasernen ja, doch auch der letzte Soldat Schnürstiefel weiß, zu welcher Waffengattung und Einheit er gehört. Zudem sind die Waffenfarben eindeutig. Raketeneinheiten mit weißen Infanteriebiesen sind auszuschließen. Sie trugen immer das Artillerierot, abgesehen von den Fla-Raketentruppen der Truppenluftabwehr mit grau als Waffenfarbe und blauen Biesen. –Falk2 (Diskussion) 14:19, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Der Soldat mag das noch wissen, aber ob das nach über 50 Jahren auch noch Kinder und Enkel tun, vor allem, wenn sie mit Milität im Allgemeinen und der Bundeswehr nichts zu tun hatten?
- Die Fla-Raketentruppen der Truppenluftabwehr gehörten zu den LaSK, Waffenfarbe war ziegelrot iwe bei Raketentruppen und Artillerie und dem Raketen-und Waffentechnischen Dienst.
- Die Waffenfarbe war an den Biesen und der Paspelierung der Uniform nur bis 1961 zu erkennen, danach an den Schulterstücken bzw. -klappen und der Füllung der Kragenspiegel. Letztere fiel dann ab 74/75 weg, so dass die Waffenfarbe nur noch an der Umrandung der Schulterklappen bzw. der Unterlage der Schulterstücke sichtbar war.
- Weiße Biesen an der Uniform eines Soldaten eines Fla-Raketenregimentes oder einer Raketenabteilung der NVA waren also im genannten Zeitraum normal, ab 1974 (Offiziere und Fähnriche) bzw. 1975 auch Kragenspiegel in weißer Füllung. --Kiew86 (Diskussion) 15:34, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Ich weiß das, doch die Schulterstücke sind auffällig genug. Seinerzeit wussten alle, die damit zu tun hatten, wo sie hingucken müssen. Das hat auch damit zu tun, dass die deutschen Waffenfarben eine erstaunliche Kontinuität aufweisen. Letztlich wurde mit der Reduzierung auf nur noch zwei Biesenfarben und Kragenspiegelformen bei Jacken, Hosen und Mützen vor allem die Lagerhaltung vereinfacht. –Falk2 (Diskussion) 19:18, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Gefährlich waren nur die "Kameraden", die prinzipiell niemanden grüßten, blau-weiß-gestreifte Unterhemden bei offenen Jacken trugen und keine Schulterstücke trugen. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:47, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Was waren das für "Kameraden" Meinst Du Abgänger?
- VG --~2026-41339-17 (Diskussion) 13:09, 24. Jul. 2026 (CEST)
- Bei uns hieß das ja "Genossen", ich empfinde das heute als unpassend. Kameraden heißt es wohl in der Bundeswehr? Diese Matrosenunterhemden waren Fallschirmjäger, Kampfschwimmer oder etwas vergleichbares aber aus irgendeiner Elitetruppe, sie konnten sich alles erlauben, auch, daß sie Offiziere nicht grüßten. Mein Major meinte, das können Soldaten oder Offiziere sein, man weiß es nicht. Am besten aus dem Weg gehen. Niemand wußte, was sie tun, was ihre Aufgabe ist, welche Waffengattung und Dienstgrad. --Ralf Roletschek (Diskussion) 20:33, 24. Jul. 2026 (CEST)
- Gefährlich waren nur die "Kameraden", die prinzipiell niemanden grüßten, blau-weiß-gestreifte Unterhemden bei offenen Jacken trugen und keine Schulterstücke trugen. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:47, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Ich weiß das, doch die Schulterstücke sind auffällig genug. Seinerzeit wussten alle, die damit zu tun hatten, wo sie hingucken müssen. Das hat auch damit zu tun, dass die deutschen Waffenfarben eine erstaunliche Kontinuität aufweisen. Letztlich wurde mit der Reduzierung auf nur noch zwei Biesenfarben und Kragenspiegelformen bei Jacken, Hosen und Mützen vor allem die Lagerhaltung vereinfacht. –Falk2 (Diskussion) 19:18, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Letzteres glaube ich nicht. Gemeinsame Kasernen ja, doch auch der letzte Soldat Schnürstiefel weiß, zu welcher Waffengattung und Einheit er gehört. Zudem sind die Waffenfarben eindeutig. Raketeneinheiten mit weißen Infanteriebiesen sind auszuschließen. Sie trugen immer das Artillerierot, abgesehen von den Fla-Raketentruppen der Truppenluftabwehr mit grau als Waffenfarbe und blauen Biesen. –Falk2 (Diskussion) 14:19, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Einfügung: Die Herren in Telnyashkas waren Rotarmisten, keine ostdeutschen Soldaten. --RAL1028 (Diskussion) 21:29, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Ja, natürlich, das paßt 100%ig! Wäre das NVA gewesern, dann hätte ein Offizier sie zusammengefaltet. Nur als Rotarmist wußte niemand, wer das ist. Als Wehrpflichtige waren sie zu alt und sie bewegten sich derart sicher durch die NVA- Kaserne.... Bloß weg hier... --Ralf Roletschek (Diskussion) 13:03, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Einfügung: Die Herren in Telnyashkas waren Rotarmisten, keine ostdeutschen Soldaten. --RAL1028 (Diskussion) 21:29, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Danke, ja "Kameraden" hieß es beim "Bund", bei der Bundeswehr. Interessante Ausführungen.
- In der NVA war manches wohl ganz anders als beim Bund
- Viele Grüße --~2026-41484-02 (Diskussion) 18:59, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Einmen Witz gab es wohl in beiden Armeen: die NVA/Bundewehr ist dazu da, den Feind so lange aufzuhalten, bis eine richtige Armee kommt. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:58, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Die US-Armee gewinnt jeden Krieg, weil ihre Feinde sich über sie totlachen. --Rôtkæppchen₆₈ 20:00, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Vollständig hieß das
- »den Gegner durch Vorführen imposanter Bewegungen solange aufhalten, bis reguläres Militär eintrifft«.
- @IP, zwei Sachen waren bei der NVA deutlich anders: Einmal musste jeder Ranghöhere bei jeder Begegnung gegrüßt werden. Die pragmatische Lösung der Bundeswehr, das täglich nur einmal zu tun, war wohl durch sowjetisch-altrussischen Einfluss nicht vorstellbar. Wohl mit demselben Hintergrund war auch »Führung durch Auftrag« offiziell kein Thema. Dort, wo man sich kannte, ging es ja doch und in technischen Verwendungen funktioniert stumpfes Befehlen und Kommandieren ohnehin nicht. »Sie haben nicht zu denken, sondern zu parieren!« ist bei der Bundeswehr nur schwer vorstellbar. Gut möglich, dass es das während der Grundausbildung gibt. In russischer Tradition merkte man auch bei der NVA, dass sich die Sowjetarmee nie von der Leibeigenschaft gelöst hatte. Mit hat sich tief eingebrannt, dass ein sowjetischer General auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, auf eine Berufsarmee umzustellen, so etwa sagte »Ausgeschlossen. Wer soll uns bedienen?« –Falk2 (Diskussion) 21:07, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Einmen Witz gab es wohl in beiden Armeen: die NVA/Bundewehr ist dazu da, den Feind so lange aufzuhalten, bis eine richtige Armee kommt. --Ralf Roletschek (Diskussion) 19:58, 25. Jul. 2026 (CEST)
- (BK, wollte ich auch gerade schreiben) "Atompilz", also ein oberirdischer Test nach dem Moskauer Atomteststoppabkommen 1963 - das wage ich zu bezweifeln. Ansonsten würde mir bei "mehrtägiger Fahrt" und wüstenähnlicher Gegend spontan Kapustin Jar (Stück hinter Wolgograd) einfallen; da wurden zuvor auch Atomwaffen getestet, und diverse Raketen immer. Da waren allerdings i.d.R. NVA-Raketen- und Luftvertreidigungstruppen (letztere eher in Aschuluk, ein Stück weiter, kurz vor Astrachan an der Grenze zu Kasachstan, auch "Wüste"). "Mot. Schützen" mag im Rahmen eines Manövers gewesen sein, aber seltener, und für so früh in den 1970ern ist das merkwürdig. Es gab z.B. Dnepr-75 oder Sapad-77, aber weiter im Westen der UdSSR ("Sapad" bedeutet ja auch Westen), also ohne "Wüste". --AMGA 🇺🇦 (d) 12:44, 23. Jul. 2026 (CEST)
Verwechslungen von konventionellen mit atomaren Explosionspilzen sind schon öfter vorgekommen. Bei der Raffinerie-Katastrophe in San Juanico 1984 war ein Pan-Am-Pilot, der das aus größerer Entfernung beobachtet hatte, überzeugt, Zeuge eines Atomwaffeneinsatzes geworden zu sein. Auch die Explosionskatastrophe in Cali 1956 hat einen entsprechenden Pilz gebildet. --Proofreader (Diskussion) 13:37, 23. Jul. 2026 (CEST)
Die Odyssee (2026) und ihre Götter
In einem Forum wurde erwähnt, gegenüber seiner literarischen Vorlage habe der Film die Bedeutung der griechischen Götterwelt für's Geschehen reduziert, um Ärger mit den (monotheistischen) Christen in den USA zu vermeiden. Ich habe zu dieser behaupteten Entgötterung in den Kritiken (auch im WP-Artikel) nichts gefunden. Kann jemand, der Epos und Film kennt, etwas dazu sagen? --Aalfons (Diskussion) 16:47, 23. Jul. 2026 (CEST)
- Den Grund dafür, warum Nolan sich für dieses Herangehen entschieden hat, zu vermuten ist natürlich Mutmaßung oder Interpretation. Ein Zitat Nolans, dass es an Christen lag, hab ich nicht gesehen. Aber eine Art Reduzierung der Götter gibt es schon. Außer Athena kommen keine Götter vor, Hermes fehlt, Poseidon und Zeus sind nicht zu sehen, nur Wellen und Seesturm. Der Reveal gegen Ende, dass es eine Athena-Priesterin gab, die genauso aussieht, wie uns bislang Athene gezeigt wurde, könnte so interpretiert werden, dass die Göttin nicht echt sei und von Odysseus aus Schuld imaginiert wurde. Der Grund ist wahrscheinlich, eben diese Schuld und Schuldgefühl zum Thema zu machen und menschlicher zu halten, als dass Odysseus handelt, weil Götter buchstäblich auftauchen und ihm befehlen und helfen. --Blobstar (Diskussion) 15:45, 24. Jul. 2026 (CEST)
- Die Odyssee ist durch den dauernden Götterhintergrund teilweise für uns heute schwer zu verstehen und auch langweilig. Für einen Actionfilm ist das jetzt nicht so spannend. Wenn das mit dem Wunsch nach "keinem Widerstand von evangelikalen Pseudo-Christen" übereinstimmt, ist es für die Drehbuchschreiber etc. einfacher. Das zu in der Interpretation zu trennen, dürfte dann nicht möglich sein. --Hachinger62 (Diskussion) 16:58, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Es gibt doch haufenweise Filme, in denen Götter vorkommen: Kampf der Titanen (2010), Percy Jackson – Diebe im Olymp (Film), Thor (Film), die Avenger-Filme usw. Dass die Probleme mit Christen hatten, ist mir nicht bekannt. --Optimum (Diskussion) 02:00, 27. Jul. 2026 (CEST)
24. Juli
Wahlverhalten nach Migrationshintergrund
Gibt es Studien, die das Wahlverhalten von Wählern mit verschiedenem Migrationshintergrund in Deutschland untersuchen? Dabei sollten die Gruppen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen einzeln aufgeführt und nicht als eine Gruppe zusammengefasst werden. Ich habe eine entsprechende Studie gefunden, die sich aber auf wenige Migrationshintergründe (Türkei, Russland, Polen) beschränkt.--~2026-41325-44 (Diskussion) 13:20, 24. Jul. 2026 (CEST)
- was sagt die Suchmaschine deiner Wahl dazu? Mehr zB ;https://gepris.dfg.de/project/312917896 und https://gepris.dfg.de/project/451082044 ---~2026-34185-73 (Diskussion) 20:05, 24. Jul. 2026 (CEST)
- Mit der Suchmaschine meiner Wahl habe ich die oben verlinkte KAS-Studie gefunden. Vielen Dank für die GEPRIS-Links! Wie die KAS-Studie sind diese Studien auf wenige Hintergründe (Türkei, Russland) beschränkt. Gibt es Studien in denen alle oder zumindest die häufigeren Hintergründe untersucht werden? --~2026-41325-44 (Diskussion) 12:13, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Für Einbürgerungen nach Herkunft haben Destatis und BPB leicht ergoogelbare Tabellen und Diagramme. Da kannst Du dann leicht herausfinden, dass Wahlverhaltensstudien für alle oder seltenere Herkünfte wenig aussagekräftige Ergebnisse liefern würden. --Rôtkæppchen₆₈ 12:28, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Danke für den Hinweis! Ich habe ein entsprechendes Diagramm beim BiB gefunden: Die wichtigsten Herkunftsländer sind die Türkei, Polen und die Russische Föderation. Vermutlich hast du recht und die dann folgenden Herkünfte sind zu selten für Wahlverhaltensstudien. Ich setze die Frage aber noch nicht auf erledigt. Vielleicht wird doch noch eine entsprechende Studie gefunden.--~2026-41325-44 (Diskussion) 15:34, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Für Einbürgerungen nach Herkunft haben Destatis und BPB leicht ergoogelbare Tabellen und Diagramme. Da kannst Du dann leicht herausfinden, dass Wahlverhaltensstudien für alle oder seltenere Herkünfte wenig aussagekräftige Ergebnisse liefern würden. --Rôtkæppchen₆₈ 12:28, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Mit der Suchmaschine meiner Wahl habe ich die oben verlinkte KAS-Studie gefunden. Vielen Dank für die GEPRIS-Links! Wie die KAS-Studie sind diese Studien auf wenige Hintergründe (Türkei, Russland) beschränkt. Gibt es Studien in denen alle oder zumindest die häufigeren Hintergründe untersucht werden? --~2026-41325-44 (Diskussion) 12:13, 25. Jul. 2026 (CEST)
25. Juli
Katholische Kirche Hemberg
Dateiumbenennungs-Anträge in File:Toggenburg Katholische Kirche StJohannes der Täufer altar.jpg und File:Toggenburg Katholische Kirche StJohannes der Täufer wide inside view.jpg haben mich stutzig gemacht. Wie heißt die Kirche nun? St. Johannes oder St. Anna? Auf https://www.sanktgallus.net/die-kirchen/hemberg/ lese ich "Patron der Pfarrkirche ist Johannes der Täufer, heute wird aber besonders die heilige Anna verehrt". Wer kennt sich aus, sind hier mehrere Namen möglich oder gibt es eine "offizielle" Variante? --~2026-41497-29 (Diskussion) 16:30, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Im amtlichen Kulturgutschutzverzeichnis des Bundesamts für Bevölkerungsschutz heißt die Kirche „Katholische Kirche St. Johannes der Täufer“. St. Anna ist nur die eine Kapelle im Erdgeschoss des Turms. Ansonsten ist St. Anna volkstümlich, nicht amtlich. --Rôtkæppchen₆₈ 18:28, 25. Jul. 2026 (CEST)
Beryllium
Was ist das für eine Bedrohunh?
--~2026-41681-67 (Diskussion) 20:53, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Stell eine verständliche Frage, dann hast du auch eine Chance, Antwort zu bekommen. --Jossi (Diskussion) 20:56, 25. Jul. 2026 (CEST)
- Die Gefahr von Berylliose. --Rôtkæppchen₆₈ 20:57, 25. Jul. 2026 (CEST)
26. Juli
Entlassung oder Rücktritt deutscher Bundesminister
Eine Frage zum Rücktritt von deutschen Bundesministern. Kann ein Minister direkt beim Bundespräsidenten um die Beendigung seines Dienstes bitten oder braucht er dazu immer das Einverständnis des Bundeskanzlers? Der § 64 (1) des GG lautet nämlich: Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen. Und das klingt so, als könnte der BPr ohne den BK nicht tätig werden.
Der aktuelle Anlass ist natürlich das Hin-und-Her um den Verkehrsminister. Er kann erstens in Ruhe abwarten bis der Kanzler in die Pötte kommt und ihn erwartungsgemäß entlassen (vulgo: rausschmeißen) wird. Der Rausschmiss (so wird es ja bereits in der Presse genannt) ist natürlich immer etwas ehrenrührig. Könnte der Minister nicht auch zweitens dem zuvorkommen mit einem Rücktritt aus eigenem Entschluss, um die Entlassung zu vermeiden? In dem obigen Satz aus dem GG sehe ich dazu keine Möglichkeit. Aber es sind doch schon Minister zurückgetreten, vermutlich viel mehr als entlassen wurden. Wer kennt sich da juristisch aus? --Dioskorides (Diskussion) 00:23, 26. Jul. 2026 (CEST)
- § 9 Absatz 2 Bundesministergesetz: Die Bundesminister können ihre Entlassung jederzeit verlangen. https://www.gesetze-im-internet.de/bming/__9.html --BlackEyedLion (Diskussion) 00:29, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Danke, das klärt schon einiges. Wenn ich aber lese Die Bundesminister können jederzeit entlassen werden und ihre Entlassung jederzeit verlangen., dann heißt das, dass sie nur entlassen werden können, also ein freiwilliger Rücktritt gar nicht möglich ist. --Dioskorides (Diskussion) 00:54, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Das ist bei Beamten genauso; § 33 Bundesbeamtengesetz, https://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__33.html. Die Rechtsstellung der Bundesminister ist von der der Bundesbeamten abgeleitet. --BlackEyedLion (Diskussion) 08:39, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Außerdem lassen die beiden obigen Paragraphen noch offen, von wem der Minister die jederzeitige Entlassung verlangen kann, vom Bundeskanzler (wegen § 64 GG) oder vom BundesPr. Wenn er den Weg über den Kanzler nehmen muss, könnte ja der Kanzler sagen, das Entlassungsgesuch nehme ich gar nicht an (bzw. leite ich gar nicht weiter), solange bis ich es geschafft habe, eine andere Person zur Nachfolge zu überreden.
- Ich frage nicht deshalb nach, um hier zu nerven. Sondern ich habe versucht mir vorzustellen, wie ich in der gegenwärtigen Situation des Herrn Schnieder reagieren würde. Nach dem de-facto-Rausschmiss ist die Autorität eines Ministers dahin, in seiner restlichen Amtszeit kann er doch nichts mehr entscheiden, was sein Nachfolger in wenigen Tagen vielleicht wieder abräumen würde etc.; ein designiert-entlassener Minister ist ein zahnloser Tiger. Ich würde mir sowas nicht antun wollen und würde in der Situation lieber die Klamotten hinschmeißen und um sofortige Freistellung vom Amt bitten, schon um noch in den Spiegel gucken zu können. Nach beiden obigen Paragraphen scheint das gar nicht möglich zu sein. Es gibt aber das Beispiel Lafontaine, der das erfolgsreich so inszeniert hat. --Dioskorides (Diskussion) 10:18, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Bei einigen Stellen spielt die Entlassung oder der Rücktritt auch bei der anschließenden Übergangs- und Altersbezahlung eine Rolle. Bei Ministern auch? Unser Bürgermeister wollte nach einigen Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Er musste dann als Landrat antreten, wurde nicht gewählt und bekam dann erst eine Pension. --Hachinger62 (Diskussion) 17:05, 26. Jul. 2026 (CEST)
- D. h. also, Pension nur bei unfreiwilligem Abgang? --Dioskorides (Diskussion) 17:38, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Nach dieser Meldung will er doch wohl einen Antrag zur Entlassung beim Kanzler einreichen. --Dioskorides (Diskussion) 21:51, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Da ist aber der Dienstherrm/w/d jeweils ein anderer und es gelten andere Regeln. Bürgermeisterm/w/d sind Kommunalbeamtem/w/d, Landrätem/w/d sind Landesbeamtem/w/d und Bundesministerm/w/d sind Bundesbeamtenm/w/d ähnlich. --Rôtkæppchen₆₈ 23:37, 26. Jul. 2026 (CEST)
- D. h. also, Pension nur bei unfreiwilligem Abgang? --Dioskorides (Diskussion) 17:38, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Bei einigen Stellen spielt die Entlassung oder der Rücktritt auch bei der anschließenden Übergangs- und Altersbezahlung eine Rolle. Bei Ministern auch? Unser Bürgermeister wollte nach einigen Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Er musste dann als Landrat antreten, wurde nicht gewählt und bekam dann erst eine Pension. --Hachinger62 (Diskussion) 17:05, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Das ist bei Beamten genauso; § 33 Bundesbeamtengesetz, https://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__33.html. Die Rechtsstellung der Bundesminister ist von der der Bundesbeamten abgeleitet. --BlackEyedLion (Diskussion) 08:39, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Danke, das klärt schon einiges. Wenn ich aber lese Die Bundesminister können jederzeit entlassen werden und ihre Entlassung jederzeit verlangen., dann heißt das, dass sie nur entlassen werden können, also ein freiwilliger Rücktritt gar nicht möglich ist. --Dioskorides (Diskussion) 00:54, 26. Jul. 2026 (CEST)
Basis Spiritualität
Darf man heute über Basis Spiritualität in einem katholischen Kontext?
--~2026-41711-05 (Diskussion) 05:00, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Ich habe mal die Anweisungen entfernt. In der Frage fehlt aber noch ein Verb, ich zumindest verstehe nicht, was genau Du da meinst. --Erastophanes (Diskussion) 06:10, 26. Jul. 2026 (CEST)
- „… Lieder singen“? Ja. „… Teppiche ausbreiten“? Kommt drauf an. Für eine genauere Antwort solltest du das Modalverb „darf“ noch um ein Vollverb im Infinitiv, damit deine Frage einen Sinn. --Kreuzschnabel 13:24, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Lach (Emojis klappen nicht). --~2026-41484-02 (Diskussion) 14:48, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Versuche Vorlage:S oder Vorlage:Smiley, dann funktioniert es auch ohne Unicode:
{{Smiley|haha}}ergibt
. --Rôtkæppchen₆₈ 15:10, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Danke und einen schönen Tag. --~2026-41484-02 (Diskussion) 19:27, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Versuche Vorlage:S oder Vorlage:Smiley, dann funktioniert es auch ohne Unicode:
- Lach (Emojis klappen nicht). --~2026-41484-02 (Diskussion) 14:48, 26. Jul. 2026 (CEST)
Sind Eurostecker in Südkorea illegal?
Ich habe letzte Woche ein US-amerikanisches Elektrogerät neu bekommen. Dieses wird weltweit verkauft und ist mit einem Schaltnetzteil mit Stecker für Nordamerika ausgestattet. Zusätzlich werden vier Steckadapter für die brit. Inseln, Australien/Neuseeland, Europa und Südkorea mitgeliefert. Der südkoreanische Adapter hat zwei teilisolierte Stifte mit 4,8 mm Durchmesser und 19,05 mm Mittenabstand, wie beim Konturenstecker CEE 7/17, aber eine Form wie der Eurostecker. Laut Internetrecherche und Wikipedia sind in Südkorea Schukosteckdosen sowie ältere zweipolige Steckdosen üblich. Da müsste doch eigentlich der Eurostecker hineinpassen. Warum liefert der Gerätelieferant zusätzlich einen speziellen Adapter für Südkorea mit? Sind Eurostecker in Südkorea illegal?
--~2026-41654-49 (Diskussion) 17:54, 26. Jul. 2026 (CEST)
Wann ist das Fällen von Bäumen erlaubt?
Ich habe gerade versucht, herauszubekommen, ob ich meinen Bergahorn noch fällen darf. Darf ich, weil es in der Gemeinde keine Baumschutz-Satzung mehr gibt. Wundert mich etwas, weil ich dann auch meine (fiktive) 100-jährige Eiche umhauen darf, aber gut, ist nicht das Thema. Wie sieht es denn mit den Tagebauen aus? Wurden erst mal alle Baumschutzsatzungen der abgebaggerten Gemeinden aufgehoben? Und hat RWE alle Bäume erst ab Oktober gefällt? Vorher ist es ja wegen Tierschutz nicht erlaubt, mit bewohnten Nestern gar nicht. Zudem dürften da auch schützenswerte Exemplare dabei gewesen sein, die Bäume sind aber weg. Weder Google noch KI bringen mit da sinnvolle Antworten. (KI sogar nur Blahblah, wollte wohl nicht zugeben, nichts dazu zu wissen.) 𝔉𝔩𝔬𝔰𝔰𝔢𝔫𝔱𝔯𝔞𝔢𝔤𝔢𝔯 🐟🐟🐟 18:40, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Baumschutzverordnungen sind Kommunalrecht und daher lässt sich da kaum etwas pauschal sagen. --Elrond (Diskussion) 20:08, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Das ist auch genau richtig so. In den brandenburger Sandwüsten mit ihren Kiefernmonokulturen sind Bäume nur ein Erntegut und es gibt mehr als genug davon. --Ralf Roletschek (Diskussion) 20:33, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Es gilt die bundesweite Schonzeit für Bäume und Hecken gemäß § 39 BNatSchG. Dafür gibt es aber vielfältige Ausnahmen, die für die Erweiterung von Tagebauen genutzt werden können. --BlackEyedLion (Diskussion) 21:03, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Okay, das ist dann wohl der Punkt. In (5) 2. wird eine Ausnahme für "behördlich angeordnete Maßnahmen" gemacht. Also wird das wohl über die Schiene gelaufen sein. Danke, auf die (simple) Idee im Gesetz nachzulesen bin ich nicht gekommen, war ja eigentlich sehr naheliegend. 𝔉𝔩𝔬𝔰𝔰𝔢𝔫𝔱𝔯𝔞𝔢𝔤𝔢𝔯 🐟🐟🐟 05:34, 27. Jul. 2026 (CEST)
- Es gilt die bundesweite Schonzeit für Bäume und Hecken gemäß § 39 BNatSchG. Dafür gibt es aber vielfältige Ausnahmen, die für die Erweiterung von Tagebauen genutzt werden können. --BlackEyedLion (Diskussion) 21:03, 26. Jul. 2026 (CEST)
- Das ist auch genau richtig so. In den brandenburger Sandwüsten mit ihren Kiefernmonokulturen sind Bäume nur ein Erntegut und es gibt mehr als genug davon. --Ralf Roletschek (Diskussion) 20:33, 26. Jul. 2026 (CEST)

