Aperibé
Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
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Aperibé ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im Nordwesten des Bundesstaates am Rio Paraíba do Sul und gehört zur Region um Santo Antônio de Pádua. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 11.426 geschätzt.[2]
| Município de Aperibé Aperibé | |||
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| Koordinaten | 21° 37′ S, 42° 6′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 10. April 1992 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Campos dos Goytacazes (seit 2017) | ||
| Região imediata | Santo Antônio de Pádua (seit 2017) | ||
| Höhe | 71 m | ||
| Klima | tropisch | ||
| Fläche | 94,5 km² | ||
| Einwohner | 11.426 (2025[2]) | ||
| Dichte | 120,9 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.aperibe.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 301.129 Tsd. R$ 27.291 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,692 (2010) | ||
Geografie und Klima
Aperibé liegt im Nordwesten des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 71 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 94,542 Quadratkilometer.[2] Die Gemeinde grenzt an Santo Antônio de Pádua, Itaocara und Cambuci.
Das Gemeindegebiet liegt im Tal des Rio Paraíba do Sul, nahe der Einmündung des Rio Pomba in den Paraíba do Sul. Die Landschaft ist durch Flussniederungen, kleinere Erhebungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen geprägt. Das Klima ist tropisch mit warmen Temperaturen und jahreszeitlich schwankenden Niederschlägen.
Geschichte
Die Geschichte von Aperibé ist eng mit der Entwicklung von Santo Antônio de Pádua verbunden. Nach Angaben des IBGE reicht die regionale Erschließung bis ins 18. Jahrhundert zurück, als Kapuzinermissionare versuchten, indigene Gruppen in der Gegend zu missionieren. Im 19. Jahrhundert gewann die Besiedlung neuen Auftrieb, als in der Nähe des Rio Pomba eine Kapelle zu Ehren des heiligen Antonius von Padua errichtet wurde.[1] Das Gebiet des heutigen Aperibé war zunächst ländlich geprägt und wurde im 19. Jahrhundert als Santo Antônio do Retiro bezeichnet. Ein Siedlungskern entstand in der Gegend von Pito Aceso, die durch kleine landwirtschaftliche Betriebe und Rastpunkte im regionalen Verkehr geprägt war. 1883 wurde ein Bahnhof eröffnet.[3]
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort unter dem Namen Chave do Faria zu einem Distrikt von Santo Antônio de Pádua. Die Lage an der Eisenbahn war für den Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Verbindung zwischen dem nördlichen Rio de Janeiro, dem südlichen Minas Gerais und Campos dos Goytacazes von Bedeutung. Nach Angaben der Gemeinde spielte die Forderung nach besserer Nutzung der Güterzüge der Rede Ferroviária Federal durch lokale Produzenten eine Rolle in der Emanzipationsbewegung, die eine Ausgliederung von Aperibé als eigenständige Gemeinde forderte.[3] Am 10. April 1992 wurde Aperibé aus Santo Antônio de Pádua ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen.[1]
Demografie
Wirtschaft
Gegenwärtig ist die Wirtschaftsstruktur durch Dienstleistungen, Handel, öffentliche Verwaltung, Landwirtschaft und kleinere Gewerbebetriebe geprägt. Aperibé wird auch als „Cidade das Fundições“ bezeichnet, da sich im Município mehrere Gießerei- und metallverarbeitende Betriebe konzentrieren.[5]
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Aperibé gehört zum römisch-katholischen Bistum Campos. Im Hauptort befindet sich die Paróquia São Sebastião, die 1995 errichtet wurde.[6] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.

