Cardoso Moreira
Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
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Cardoso Moreira ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im nördlichen Binnenland des Bundesstaates am Rio Muriaé und gehört zur Region um Campos dos Goytacazes. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 13.407 geschätzt.[2]
| Município de Cardoso Moreira Cardoso Moreira | |||
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| Koordinaten | 21° 29′ S, 41° 37′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 30. Dezember 1989 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Campos dos Goytacazes (seit 2017) | ||
| Região imediata | Campos dos Goytacazes (seit 2017) | ||
| Höhe | 27 m | ||
| Klima | tropisch | ||
| Fläche | 522,6 km² | ||
| Einwohner | 13.407 (2025[2]) | ||
| Dichte | 25,7 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.cardosomoreira.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 393.125 Tsd. R$ 30.338 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,648 (2010) | ||
Geografie und Klima
Cardoso Moreira liegt im Norden des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 27 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 522,596 Quadratkilometer.[2] Die Gemeinde grenzt an Campos dos Goytacazes, Italva und São Fidélis.
Das Gemeindegebiet liegt im Tal des Rio Muriaé, eines Nebenflusses des Rio Paraíba do Sul. Die Landschaft ist durch Flussniederungen, landwirtschaftlich genutzte Flächen und niedrige Erhebungen geprägt. Neben dem Hauptort umfasst das Município den Distrikt São Joaquim.[1] Das Klima ist tropisch mit warmen Temperaturen und jahreszeitlich schwankenden Niederschlägen.
Geschichte
1672 sollen Franziskanermönche namens Paulo und Jacques am rechten Ufer des Rio Muriaé eine frühe indigene Siedlung gegründet haben; dieses bestand jedoch nur vorübergehend und wurde durch Krankheiten und Abwanderung geschwächt. Im späten 18. Jahrhundert entstanden in der Gegend, die damals als Cachoeiras do Muriaé bekannt war, zahlreiche Zuckerrohrmühlen. Im 19. Jahrhundert erlebte die Region ihren wirtschaftlichen Höhepunkt. Um 1870 wurden auf mehreren Fazendas repräsentative Herrenhäuser errichtet. Die landwirtschaftliche Produktion wurde zunächst über Flüsse und kleinere Umschlagplätze entlang des Paraíba do Sul und des Muriaé transportiert. Später organisierten lokale Großgrundbesitzer den Bau eines Eisenbahnzweigs der Verbindung Campos–Carangola, um den Absatz von Kaffee, Zucker und anderen Produkten zu erleichtern.[1]
Der heutige Name geht auf den portugiesischstämmigen Unternehmer und Gutsbesitzer José Cardoso Moreira zurück. Er investierte in der Region, besaß die Fazenda Santa Helena und beteiligte sich als Aktionär an der Eisenbahn. Die örtliche Station erhielt seinen Namen, der später auch auf den Ort überging.[1][3]
Administrativ wurde 1891 der Distrikt Taquarassu geschaffen und dem Município Campos unterstellt. 1904 wurde der Distrikt in Porto do Braga umbenannt. 1938 erhielt er durch ein Staatsdekret den Namen Cardoso Moreira. 1989 wurde Cardoso Moreira aus Campos dos Goytacazes ausgegliedert und als eigenständiges Município geschaffen. Das Município wurde aus den Distrikten Cardoso Moreira und São Joaquim gebildet, die beide zuvor zu Campos dos Goytacaze gehört hatten.[1]
Demografie
Wirtschaft
Einst durch Kaffe und Zucker geprägt, ist die Wirtschaftsstruktur heute durch öffentliche und private Dienstleistungen, Handel, Landwirtschaft und Viehwirtschaft geprägt. Im ländlichen Raum spielt insbesondere die Rinderhaltung weiterhin eine Rolle. Aufgrund seiner Lage zwischen Campos dos Goytacazes, Italva und São Fidélis ist Cardoso Moreira vor allem in die regionale Wirtschaft des nördlichen Rio de Janeiro eingebunden und liegt außerhalb der Metropolregion Rio de Janeiro.
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. Cardoso Moreira gehört zum römisch-katholischen Bistum Campos.[5] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.

