São Sebastião do Alto
Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien
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São Sebastião do Alto ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro in der Südostregion des Landes. Sie liegt im bergigen Binnenland des Bundesstaates in der Região Serrana und gehört zur Region um Nova Friburgo. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf 7.993 geschätzt.[2]
| Município de São Sebastião do Alto São Sebastião do Alto | |||
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Kapelle Santa Luzia | |||
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| Koordinaten | 21° 57′ S, 42° 8′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 17. April 1891 (Munizip)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Rio de Janeiro | ||
| ISO 3166-2 | BR-RJ | ||
| Região intermediária | Petrópolis (seit 2017) | ||
| Região imediata | Nova Friburgo (seit 2017) | ||
| Höhe | 575 m | ||
| Klima | tropisches Höhenklima | ||
| Fläche | 397,2 km² | ||
| Einwohner | 7993 (2025[2]) | ||
| Dichte | 20,1 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | ssalto.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 272.845 Tsd. R$ 35.206 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,646 (2010) | ||
Geografie und Klima
São Sebastião do Alto liegt in der Região Serrana des Bundesstaates Rio de Janeiro auf einer Höhe von etwa 575 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 397,214 Quadratkilometer.[2] Die Gemeinde grenzt an Macuco, Cantagalo, Trajano de Moraes, Santa Maria Madalena, São Fidélis und Itaocara.[3]
Das Gemeindegebiet liegt zwischen Höhenzügen, Tälern und Flussläufen der zentralen Gebirgsregion von Rio de Janeiro. Die wichtigsten Flüsse sind nach Angaben der Gemeindeverwaltung der Rio Negro und der Rio Grande, die das Territorium über weite Abschnitte begrenzen beziehungsweise durchziehen.[3] Aufgrund dieser Lage zwischen Flüssen wird São Sebastião do Alto lokal auch als Mesopotâmia Fluminense (Mesopotamien von Rio) bezeichnet.[1] Das Município besteht aus vier Distrikten: São Sebastião do Alto, Valão do Barro, Ipituna und Ibipeba.[1] Das Klima ist aufgrund der Höhenlage gemäßigter als in den tiefer gelegenen Küstenregionen.
Geschichte
Im 18. Jahrhundert wurde die Gegend im Zusammenhang mit der Suche nach Gold in den Bächen und Nebenflüssen der Flüsse Macuco, Negro und Grande erschlossen. Nachdem die Goldsuche nicht den erhofften Ertrag gebracht hatte, ließen sich Teile der Siedler dauerhaft in der Region nieder. Zu den Siedlern gehörten Portugiesen und später auch Italienern, Franzosen, Schweizer sowie einige Deutsche und Niederländer. Wirtschaftlich gewann im 19. Jahrhundert der Kaffeeanbau an Bedeutung, daneben bestanden kleinräumige Landwirtschaft und Viehhaltung.[1]
Der Ort entstand als Arraial de São Sebastião do Alto. Im Jahr 1855 wurde er zur Pfarrei erhoben und gehörte damals zur Gemeinde Santa Maria Madalena und später zur Gemeinde São Francisco de Paula. Am 17. April 1891 wurde São Sebastião do Alto zur eigenständigen Gemeinde erhoben.[1]
Demografie
Wirtschaft
São Sebastião do Alto ist ländlich geprägt und liegt mehrere Autostunden entfernt von der Großstadt Rio. Dominiert wird die Wirtschaft von Dienstleistungen, Handel und der Landwirtschaft (u. a. Milchproduktion).
Religion
Die Bevölkerung ist überwiegend christlich geprägt. São Sebastião do Alto gehört zum römisch-katholischen Bistum Nova Friburgo. Im Hauptort befindet sich die Paróquia São Sebastião.[5] Im Distrikt Valão do Barro besteht außerdem die Paróquia Nossa Senhora do Livramento.[6] Daneben bestehen evangelikale Gemeinden und weitere christliche Gemeinschaften.

