Hammerschmiede (Ansbach)
Ortsteil der Stadt Ansbach
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Hammerschmiede (fränkisch: Hamma-schmidn[1]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[2] Hammerschmiede liegt in der Gemarkung Brodswinden.[3]
Hammerschmiede Kreisfreie Stadt Ansbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 16′ N, 10° 37′ O |
| Höhe: | 411 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 91522 |
| Vorwahl: | 0981 |
Geografie
Die Einöde liegt am Silberbach. Ein Anliegerweg führt 70 Meter weiter westlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Wallersdorf (0,2 km südlich) bzw. nach Steinbach verläuft (2 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1677 als „Eyssenhammer“, 1732 als „Hammerschmitte“,[5] 1818 als „Hammermühl“.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hammerschmiede zur Realgemeinde Wallersdorf. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hammerschmiede die Hausnummer 1 des Ortes Wallersdorf.[7] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hammerschmiede dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brodswinden und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brodswinden zugeordnet.[9] Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.[8][10]
Ehemaliges Baudenkmal
- ehemalige Hammerschmiede: zweigeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit einseitigem Fachwerkgiebel[11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Brodswinden) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession wurden bis 2025 nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt. Zum 1. Januar 2026 wechselte der Ort in das Bistum Eichstätt.[23]
Literatur
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 91–92.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 150.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Hammerschmiede in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Hammerschmiede in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Hammerschmiede im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.