Mittelbach (Ansbach)
Ortsteil der Stadt Ansbach
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Mittelbach (fränkisch: Midlba[2]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Mittelbach liegt in der Gemarkung Elpersdorf bei Ansbach.[4]
Mittelbach Kreisfreie Stadt Ansbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 16′ N, 10° 30′ O |
| Höhe: | 467 m ü. NHN |
| Einwohner: | 118 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91522 |
| Vorwahl: | 0981 |
Geografie
Das Dorf liegt am Mittelbach, einem linken Zufluss des Käferbachs, der links in die Altmühl fließt. Nördlich des Ortes liegen die Geißäcker, 0,75 km südlich die Steinäcker und 0,75 km westlich liegt der Mühlbuck. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2248 (0,6 km südöstlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (0,3 km nördlich), die die Staatsstraße 1066 kreuzend nach Höfen (1 km nordwestlich) bzw. zu einem Kreisverkehr der Staatsstraße 2248 verläuft, über den man nach Dautenwinden gelangt (1,7 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1324 als „Mittelbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Siedlung am mittleren Bach. Das Dorf ist nach seiner Lage an dem Bach benannt, der in der Mitte zwischen Käfer- und Esbach fließt.[2]
Im Salbuch des Fürstentums Ansbach von 1684 wurden für Mittelbach 13 Mannschaften verzeichnet mit folgenden Grundherren: Stiftsamt Ansbach (7), das eichstättische Stiftskapitel Herrieden (2), die Herren von Eyb zu Wiedersbach (3) und die Pfarrei Neunkirchen (1). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mittelbach 16 Anwesen. Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Gut; Stiftsamt Ansbach: 2 Höfe, 3 Halbhöfe, 2 Köblergüter, 2 Söldengüter, 1 Gütlein), das Stiftskapitel Herrieden (1 Hof, 1 Köblergut) und das Rittergut Rammersdorf der Herren von Eyb (1 Halbhof, 1 Köblergut, 1 Söldengut). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).[7][8] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[9]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mittelbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elpersdorf und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Elpersdorf zugeordnet.[10] In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden drei Anwesen von 1820 bis 1842 dem Patrimonialgericht Wiedersbach-Rammersdorf.[11]
Am 1. Juli 1972 wurde Mittelbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.[9][12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Mittelbach war ursprünglich nach St. Vitus (Neunstetten) gepfarrt. Seit der Reformation (1528) ist der Ort evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Elpersdorf bei Ansbach) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind heute nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.[23]
Literatur
- Alexander Biernoth: 25 Jahre Eingemeindungen in die Stadt Ansbach. Ein Abriß der Ortsgeschichten von Bernhardswinden, Brodswinden, Claffheim, Elpersdorf, Hennenbach, Neuses und Schalkhausen. Ansbach 1997, OCLC 634417218.
- Johann Kaspar Bundschuh: Mittelbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 619 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 133.
- Georg Paul Hönn: Mittelbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 354 (Digitalisat).
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Mittelbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Mittelbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Mittelbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.