Scheermühle (Ansbach)
Ortsteil der Stadt Ansbach
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Scheermühle (fränkisch: Schährmil[2]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Ansbach (Mittelfranken, Bayern).[3] Scheermühle liegt in der Gemarkung Schalkhausen.[4]
Scheermühle Kreisfreie Stadt Ansbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 10° 31′ O |
| Höhe: | 423 m ü. NHN |
| Einwohner: | 1 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 91522 |
| Vorwahl: | 0981 |
Geografie
Die Einöde liegt in der Nähe des Scheerweihers am Onolzbach. Der Scheerweiher ist als Naturschutzgebiet (Scheerweihergebiet bei Schalkhausen) ausgezeichnet. 0,5 km nordöstlich erhebt sich der Bocksberg (480 m ü. NHN). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Steinersdorf (1,4 km nördlich) bzw. nach Schalkhausen zur Staatsstraße 2246 (0,3 km südlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als „Mulner an dem Scherchten-weier“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Weiher selbst hat seinen Namen auf Grund seiner scherenförmigen Gestalt erhalten.[6]
Das jetzige Gebäude wurde wohl noch im 17. Jahrhundert errichtet, worauf ein hölzernes Wappen im Giebel eines der Fachwerkhäuser hinweist, das mit 1697 bezeichnet ist. Auf dem Wappen hält eine Engelsbüste ein brandenburgisches Wappen. Die Mühle ist schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Betrieb.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Scheermühle zur Realgemeinde Schalkhausen. Die Mühle hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Scheermühle die Hausnummer 22 des Ortes Schalkhausen.[7][8][9] Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.[10]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Scheermühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schalkhausen und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Schalkhausen zugeordnet.[11] Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Ansbach eingegliedert.[10][12]
Baudenkmal
- Ehemalige Wassermühle: Im Giebel eines Fachwerkhauses eine das brandenburgische Wappen haltende Engelsbüste aus Holz, bezeichnet „1697“[13]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Schalkhausen) gepfarrt.[7] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt.[23]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Scheermühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 77 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 167.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 140.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Scheermühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 23. November 2021.
- Scheermühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 15. September 2019.
- Scheermühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 17. März 2025.