Holzmühl (Marktleuthen)
Ortsteil von Marktleuthen
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Holzmühl ist ein Gemeindeteil der Stadt Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Holzmühl liegt in der Gemarkung Neudes.[3]
Holzmühl Stadt Marktleuthen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 6′ N, 12° 1′ O |
| Höhe: | 545 m ü. NHN |
| Einwohner: | 36 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95168 |
| Vorwahl: | 09238 |
Geographie
Das Dorf liegt am Bibersbach, einem rechten Zufluss der Eger. Im Süden erhebt sich der Filzberg (578 m ü. NHN). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Neudes zur Staatsstraße 2177 (1,7 km westlich) und nach Rügersgrün (2 km östlich). Ein Anliegerweg führt nach Karolinenhain (0,9 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Holzmühl wurde im Jahr 1368 erstmals urkundlich erwähnt. Der aus sechs Höfen und einer Mühle bestehende Ort wurde von Alberecht von Nothaft gegründet.[5] Lehenbar war das Dorf dem Reich. Am 2. Februar 1388 verkaufte Johann von Nothaft zu Thierstein „Holtzmühl“ mit allem Zubehör und Rechten für 725 Pfund Heller dem Bürgermeister und Rat zu Wunsiedel. Sie sollten Abgaben für eine ewige Messe bei St. Kathrein auf dem Berge zugutekommen lassen.[6] 1499 bestand Holzmühl aus acht Höfen und einem Gemeindehirtenhaus. 1787 waren es drei Höfe, ein Hof mit Wirtshaus, sechs Halbhöfe, eine Mahlmühle und eine Herberge.[7] Holzmühl lag im Fraischbezirk des bayreuthischen Amtes Marktleuthen.
Von 1797 bis 1810 unterstand Holzmühl dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[8] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Neudes[9] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Neudes zugeordnet. Am. 1. Januar 1978 wurde Holzmühl nach Marktleuthen eingemeindet.[10]
Baudenkmäler
In Holzmühl gibt es drei Baudenkmäler:[11]
- Haus Nr. 1: Bauernhaus
- Haus Nr. 3: Bauernhof
- Haus Nr. 10: Wohnstallhaus
Einwohnerentwicklung
Religion
Holzmühl ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Marktleuthen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.[19]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 300.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 168.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 131–133.
Weblinks
- Holzmühl. In: marktleuthen.de. Abgerufen am 22. Oktober 2025.
- Holzmühl in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- Holzmühl in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 22. Oktober 2025.
- Holzmühl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. Oktober 2025.