Wendenhammer
Ortsteil von Marktleuthen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Wendenhammer ist ein Gemeindeteil der Stadt Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Wendenhammer liegt in der Gemarkung Schwarzenhammer.[3]
Wendenhammer Stadt Marktleuthen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 7′ N, 12° 3′ O |
| Höhe: | 522 m ü. NHN |
| Einwohner: | 23 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95168 |
| Vorwahl: | 09235 |
Geographie
Der Weiler liegt an der Eger und ist im Norden vom Hammerrangen und im Süden vom Eichelberg (594 m ü. NHN) umgeben, beides bewaldete Erhebungen der Selb-Wunsiedler Hochfläche. Im Süden mündet der Hebanzer Bach, als rechter Zufluss in die Eger. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Staatsstraße 2176 bei Hebanz (1,4 km westlich) bzw. nach Kaiserhammer (0,8 km östlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Leuthenforst (1 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde in der Egerer Forstordnung von 1379 als „Kinheckels Mühl“ erstmals schriftlich erwähnt. 1499 gehörte sie dem Müller Michael Wenntenschuch, von dem sich der spätere Name „Wendenmühle“ herleitet. Erst 1766 wurde daraus „Wendenhammer“. Die Wasserkraft der Eger trieb ein Hammerwerk zur Verarbeitung des im Fichtelgebirge gewonnenen Eisens an. Heute befindet sich in der Nähe ein Stein verarbeitender Betrieb.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Wendenhammer dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Hebanz[7] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Hebanz zugeordnet (1953 in Schwarzenhammer umbenannt). Am 1. Januar 1978 wurde Wendenhammer im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktleuthen eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
In Wendenhammer gibt es drei Baudenkmäler:[9]
- Haus Nr. 1, 1a: Ehemaliges Hammerherrenhaus
- Haus Nr. 2: Wohnhaus
- Rundbogenbrücke über die Eger
Einwohnerentwicklung
Religion
Wendenhammer ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Marktleuthen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.[17]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 763.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 218.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 398.
Weblinks
- Wendenhammer. In: marktleuthen.de. Abgerufen am 25. Oktober 2025.
- Wendenhammer in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. Oktober 2025.
- Wendenhammer in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. Oktober 2025.
- Wendenhammer im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. Oktober 2025.