Leuthenforst
Ortsteil von Marktleuthen
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Leuthenforst (früher auch Vordere und Hintere Grießhäuser genannt[2]) ist ein Gemeindeteil der Stadt Marktleuthen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[3] Leuthenforst liegt in der Gemarkung Schwarzenhammer.[4]
Leuthenforst Stadt Marktleuthen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 8′ N, 12° 3′ O |
| Höhe: | 539 m ü. NHN |
| Einwohner: | 54 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 95168 |
| Vorwahl: | 09235 |
Geographie
Das Dorf besteht aus zehn Siedlungen, die in einem Umkreis von über einem Kilometer auf der Selb-Wunsiedler Hochfläche verstreut liegen. Im Westen bildete der Wenderner Bach, ein linker Zufluss der Eger, die Grenze, im Süden die Eger und im Osten der Kaiserhammer Forst West. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Marktleuthen (2,3 km westlich), die Staatsstraße 2179 unterquerend nach Großwendern (2,5 km nordwestlich) und nach Wendenhammer (1 km südlich).[5]
Geschichte
Um 1341 war das Gebiet zwischen Epprechtstein und Selb ein Reichsforst. Einer der Waldbezirke, der Leutner Forst, kam an das das brandenburg-kulmbachische Amt Marktleuthen. Gegen 1600 wurde darauf das erste Reutgut gebaut. Zwischen 1600 und 1709 errichteten Bürger der umliegenden Orten weitere Güter.[2]
Von 1797 bis 1810 unterstand Leuthenforst dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Hebanz[7] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Hebanz zugeordnet (1953 in Schwarzenhammer umbenannt).[2] Am 1. Januar 1978 wurde Leuthenforst im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktleuthen eingemeindet.[8]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 5: Bauernhof und Jagdstern[9]
Einwohnerentwicklung
Religion
Leuthenforst ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Marktleuthen) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Wolfgang (Marktleuthen) gepfarrt.[17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Leutenforst. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 335 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 387.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 176.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 161.
Weblinks
- Leuthenforst. In: marktleuthen.de. Abgerufen am 24. Oktober 2025.
- Leuthenforst in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- Leuthenforst in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- Leuthenforst im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 24. Oktober 2025.