Kehlingsdorf
Ortsteil der Gemeinde Burgwindheim in Oberfranken
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Kehlingsdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Kehlingsdorf liegt in der Gemarkung Unterweiler.[3]
Kehlingsdorf Markt Burgwindheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 52′ N, 10° 35′ O |
| Höhe: | 370 m ü. NHN |
| Einwohner: | 50 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |
Kapelle Unserer Lieben Frau | |
Geografie
Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel. Gegen Osten fällt das Gelände ins Tal des Kehlingsbaches ab, eines rechten Zufluss der Rauhen Ebrach. Die Kreisstraße BA 23/HAS 24 führt nach Oberweiler (1,6 km südlich) bzw. nach Falsbrunn zur Staatsstraße 2274 (1,7 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1585 als „Kehling“ erstmals schriftlich erwähnt. Das aus dem Wald gerodete Platzdorf war zu diesem Zeitpunkt wüst. Erst 1714 wurde ein Teil des Dorfes wieder aufgebaut.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kehlingsdorf aus 12 Anwesen. Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Burgebrach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Amt Burgebrach aus. Grundherren waren die Freiherren von Guttenberg (5 Sölden, 6 Tropfhäuser) und die Gemeinde (1 Hüttlein).[6] Die Flur war schon damals ringsum von Waldgebieten beschränkt, so dass Getreidebau fast bedeutungslos war. Die Untertanen lebten hauptsächlich vom Wagenschmierbrennen und dem Handel mit Schwämmen (wohl Zunder).[7]
Im Jahre 1802 kam Kehlingsdorf an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kehlingsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Falsbrunn und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Unterweiler zugewiesen.[8] Am 1. Januar 1972 wurde Kehlingsdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.[9]
Baudenkmäler
- Katholische Kapelle Unserer Lieben Frau[10]
Einwohnerentwicklung
Religion
Kehlingsdorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Sebastian (Prölsdorf) gepfarrt.[6][18]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kehlingsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 73 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 149.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Kehlingsdorf. In: burgwindheim.de. Abgerufen am 25. November 2025.
- Kehlingsdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. November 2025.
- Kehlingsdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. November 2025.
- Kehlingsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. November 2025.
