Untersteinach (Burgwindheim)
Ortsteil von Burgwindheim
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Untersteinach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Untersteinach liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Burgwindheim, teils auf dem gemeindefreien Gebiet Steinachsrangen. Sie hat eine Fläche von 13,500 km² und ist in 934 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14453,69 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Mendenmühle, Mittelsteinach und Obersteinach.[4]
Untersteinach Markt Burgwindheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 10° 34′ O |
| Höhe: | 295 m ü. NHN |
| Einwohner: | 149 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |
Geografie
Das Dorf liegt in den Tälern der Mittelebrach und des Steinachbachs, der dort als rechter Zufluss in die Mittelebrach mündet, und ist von Erhebungen des Steigerwaldes umgeben. Die Bundesstraße 22 führt entlang der Mittelebrach an der Mendenmühle vorbei nach Burgwindheim (2 km östlich) bzw. nach Ebrach (5,5 km nordwestlich). Von dieser zweigt die Kreisstraße BA 44, die 150 Meter südlich Untersteinach erreicht und von da entlang des Steinachbachs nach Mittelsteinach führt (2,3 km südwestlich).[5]
Geschichte
Im Ebracher Urbar des Jahres 1340 wurden „Steinach inferior, in medio, St. superior“ erstmals schriftlich erwähnt.[6]
Untersteinach bildete mit der Mendelmühle eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untersteinach aus 19 Anwesen (7 Höfe, 1 Halbhof, 2 Güter, 7 Sölden, 1 Gütlein, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.[7]
Im Jahre 1802 kam Untersteinach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Untersteinach gebildet, zu dem Mendenmühle, Mittelsteinach und Obersteinach gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Untersteinach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Untersteinach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,959 km².[9]
Am 1. Januar 1972 wurde Untersteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.[10][11]
Baudenkmäler
- Katholische Kapelle[12]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Untersteinach
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 298 | 345 | 380 | 357 | 361 | 386 | 409 | 407 | 400 | 398 | 397 | 354 | 364 | 348 | 346 | 376 | 356 | 353 | 323 | 411 | 435 | 389 | 350 | 308 |
| Häuser[13] | 53 | 65 | 67 | 66 | 67 | 59 | 63 | 63 | ||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [14] | [14] | [14] | [25] | [14] | [9] | [26] |
Ort Untersteinach
Religion
Untersteinach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Burgwindheim) gepfarrt.[7][9]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Untersteinach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 651 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Unter-Steinach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 181–182 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 162.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Untersteinach. In: burgwindheim.de. Abgerufen am 24. November 2025.
- Untersteinach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 24. November 2025.
- Untersteinach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 24. November 2025.
- Untersteinach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 24. November 2025.