Oberweiler (Burgwindheim)
Ortsteil der Gemeinde Burgwindheim in Oberfranken
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Oberweiler ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Oberweiler liegt in der Gemarkung Unterweiler.[3]
Oberweiler Markt Burgwindheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 51′ N, 10° 35′ O |
| Höhe: | 351 m ü. NHN |
| Einwohner: | 56 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |
Geografie
Das Dorf liegt in einer Rodungsinsel an einem namenlosen linken Zufluss des Rambachs. Im Westen grenzt der Koppenwinder Forst an, im Osten ist es der Prölsdorfer und der Kappler Wald an. Nördlich des Ortes gibt es drei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtfläche von etwa 18 ha. in den Tälern des Steinachbachs und des Wassergassengraben, der dort als rechter Zufluss in den Steinachbach mündet, und ist von Erhebungen des Steigerwaldes umgeben. Im Süden grenzt die Staatsforst Steinachsrangen an, im Norden der Winkelhofer Forst. Die Kreisstraße BA 23/HAS 24 führt nach Unterweiler (1,5 km südlich) bzw. an Kehlingsdorf vorbei nach Falsbrunn zur Staatsstraße 2274 (3,3 km nördlich).[4]
Geschichte
Ober- und Unterweiler wurden im Jahr 1278 als die „duo Wiler“ erstmals schriftlich erwähnt, als Ludwig von Windheim seine Güter in den beiden Orten dem Kloster Ebrach schenkte. 1290 schenkte Alheid und 1331 die Beguinen Alberad und Alheid ihrer Güter ebenfalls dem Kloster, so dass diesem sämtliche Güter gehörten. – Oberweiler wurde früher „Arnesweiler“ genannt (Arnes = Arnolf).[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Oberweiler aus 9 Anwesen (1 Hof, 6 Halbhöfe, 1 Wirtshaus mit Brauhaus, 1 Schäferei) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht hatte das würzburgische Centamt Oberschwarzach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.[6]
Im Jahre 1802 kam Oberweiler an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Oberweiler dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Unterweiler und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Unterweiler zugewiesen.[7] Am 1. Januar 1972 wurde Oberweiler im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.[8]
Einwohnerentwicklung
Religion
Oberweiler ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Vitus (Burgebrach) gepfarrt,[6] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Jakobus (Burgwindheim) zuständig.[10]
Literatur
- Georg Paul Hönn: Ober-Weiler. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 145 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 162.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Oberweiler. In: burgwindheim.de. Abgerufen am 25. November 2025.
- Oberweiler in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 25. November 2025.
- Oberweiler in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 25. November 2025.
- Oberweiler im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 25. November 2025.