Kötsch (Burgwindheim)

Ortsteil der Gemeinde Burgwindheim in Oberfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Kötsch ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Kötsch hat eine Fläche von 9,862 km². Sie ist in 636 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15505,83 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kappel.[4]

Schnelle Fakten Markt Burgwindheim ...
Kötsch
Koordinaten: 49° 49′ N, 10° 38′ O
Höhe: 280 m ü. NHN
Einwohner: 128 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 96154
Vorwahl: 09551
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Bauernhaus
St. Wendelin

Geografie

Das Dorf liegt am linken Ufer der Mittelebrach. Die Bundesstraße 22 führt nach Mönchherrnsdorf (1,2 km östlich) bzw. nach Kappel (1,5 km westlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1174 als „Gozensdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. 1281 wurde der Ort „Gozwinsdorff“ genannt, 1498 „villa Ketzsch“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gozwin; wahrscheinlich identisch mit dem Grafen Gozwin, der zur Weihe der Ebracher Klosterkirche Mariä Himmelfahrt dieses mit Gütern ausstattete.[6]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kötsch aus 20 Anwesen (10 Höfe, 8 Gütlein, 1 Söldenhäuslein, 1 Jägerhaus). Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.[7]

Im Jahre 1802 kam Kötsch an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kötsch im Jahr 1811 dem Steuerdistrikt Herrnsdorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Kötsch, zu der Kappel gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Kötsch zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,864 km².[9]

Am 1. Januar 1972 wurde Kötsch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.[10][11]

Baudenkmäler

In Kötsch gibt es vier Baudenkmäler:[12]

  • Katholische Kapelle St. Wendelin
  • Haus Nr. 21: Bauernhaus
  • Flurkreuz
  • Kreuzstein

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Kötsch

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 197252236254262239276267269261241240213232246236219203199303279268225208
Häuser[13] 3838374042373841
Quelle [8][14][14][14][15][16][17][18][19][20][21][14][22][14][23][14][24][14][14][14][25][14][9][26]
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Ort Kötsch

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 115159163158136137170154135128
Häuser[13] 24262725262827
Quelle [8][15][17][20][22][24][25][9][26][1]
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Religion

Kötsch ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Burgwindheim) gepfarrt.[7][9]

Literatur

Commons: Kötsch (Burgwindheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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