Kötsch (Burgwindheim)
Ortsteil der Gemeinde Burgwindheim in Oberfranken
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Kötsch ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Kötsch hat eine Fläche von 9,862 km². Sie ist in 636 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15505,83 m² haben.[3] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kappel.[4]
Kötsch Markt Burgwindheim | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 49′ N, 10° 38′ O |
| Höhe: | 280 m ü. NHN |
| Einwohner: | 128 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96154 |
| Vorwahl: | 09551 |


Geografie
Das Dorf liegt am linken Ufer der Mittelebrach. Die Bundesstraße 22 führt nach Mönchherrnsdorf (1,2 km östlich) bzw. nach Kappel (1,5 km westlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1174 als „Gozensdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. 1281 wurde der Ort „Gozwinsdorff“ genannt, 1498 „villa Ketzsch“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gozwin; wahrscheinlich identisch mit dem Grafen Gozwin, der zur Weihe der Ebracher Klosterkirche Mariä Himmelfahrt dieses mit Gütern ausstattete.[6]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kötsch aus 20 Anwesen (10 Höfe, 8 Gütlein, 1 Söldenhäuslein, 1 Jägerhaus). Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.[7]
Im Jahre 1802 kam Kötsch an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kötsch im Jahr 1811 dem Steuerdistrikt Herrnsdorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Kötsch, zu der Kappel gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Kötsch zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,864 km².[9]
Am 1. Januar 1972 wurde Kötsch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.[10][11]
Baudenkmäler
In Kötsch gibt es vier Baudenkmäler:[12]
- Katholische Kapelle St. Wendelin
- Haus Nr. 21: Bauernhaus
- Flurkreuz
- Kreuzstein
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Kötsch
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 197 | 252 | 236 | 254 | 262 | 239 | 276 | 267 | 269 | 261 | 241 | 240 | 213 | 232 | 246 | 236 | 219 | 203 | 199 | 303 | 279 | 268 | 225 | 208 |
| Häuser[13] | 38 | 38 | 37 | 40 | 42 | 37 | 38 | 41 | ||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [14] | [14] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [14] | [22] | [14] | [23] | [14] | [24] | [14] | [14] | [14] | [25] | [14] | [9] | [26] |
Ort Kötsch
Religion
Kötsch ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Burgwindheim) gepfarrt.[7][9]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kötsch. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 818 (Digitalisat).
- Peter Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. Stürtz, Würzburg 1958, DNB 454428790, OCLC 1070929849, S. 164.
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Kötsch. In: burgwindheim.de. Abgerufen am 26. November 2025.
- Kötsch in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 26. November 2025.
- Kötsch in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 26. November 2025.
- Kötsch im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 26. November 2025.