Liste von Liedern über Berlin

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Diese Liste von Liedern über Berlin stellt eine Ergänzung des entsprechenden Abschnitts im Hauptartikel Berlin dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

Unbekannte Erscheinungsjahre

19. Jahrhundert

Die Sortierung erfolgt nach Erscheinungsjahr (in Klammern).

  • Friedrich Heinrich Bothe (Text), Friedrich Ernst Wilhelm Bach (Melodie) – Unter den Akazien (Berlinade oder Lindenlied, 1806)[1]
  • Lebrecht MädchenkundUntern Linden, wie ihr wißt (Parodie auf das Lindenlied, spätestens 1820) (1)
  • Berliner VolksmundDenkste denn, du Berliner Pflanze (nach 1837) (2)
  • Drei AndereEine kleine EwigkeitBlau ist der Himmel über der Spree
  • Berliner Volksmund (3)Der König ist ein lieber Mann bzw. Der Kaiser ist ein lieber Mann (ab 1856 belegt)[2]
  • Karl von Holtei (Text) (4)In Berlin, sagt er, musst du fein 
  • Heinrich Wilken (Text), Rudolf Bial (Melodie) – Am grünen Strand der Spree (Wohin ich wand’re durch die Welt …)
  • Berliner Volksmund (5)Du bist verrückt, mein Kind (1876)
  • Berliner Volksmund – Komm’ mit nach Friedenau (um 1880, „Friedenauer Nationalhymne“)
  • Otto Teich (Text), Franz Meißner (Melodie) – Im Grunewald, im Grunewald ist Holzauktion (1890/1892) (6)
  • Oskar Klein (Text), Eugen Philippi (Melodie) – In Rixdorf is’ Musike (1895)[3]
  • Wilhelm WolffIst denn kein Stuhl da für meine Hulda (1895)
  • VolksliedBolle reiste jüngst zu Pfingsten (um 1900)[4]
  • Volkslied – Es liegt eine Leiche im Landwehrkanal (erwähnt im Juli 1900 in der Königsberger Zeitung)
  • Berliner Volksmund – Was ham wa für ’ne Kirche bei uns in Tempelhof (7)
(1) 
Pseudonymisiert veröffentlicht von Karl Friedrich Müchler in seinen Parodieen, Berlin 1820.[5]
(2) 
(3) 
Melodie: Wolfgang Amadeus MozartEin Mädchen oder Weibchen aus der Zauberflöte
(4) 
Melodie des Wiener Liedes In Schönbrunn, sagt er 
(5) 
Melodie des Marschterzetts aus Franz von Suppès Operette Fatinitza, 3. Akt[6.1]
(6) 
Die Jahresangaben sind nicht völlig gesichert, vergleiche Details im Artikel zum Lied.
(7) 
Necklied der Berliner auf Tempelhof[6.2]

20. Jahrhundert

Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

Die Sortierung erfolgt nach Erscheinungsjahr (in Klammern).

(1) 
Melodie später von Fredy Sieg verwendet für das bekanntere Lied Hochzeit bei Zickenschulze (Zickenschulze aus Bernau).
(2) 
Text: Heinrich Bolten-Baeckers; aus der Ausstattungsburleske Berliner Luft (1904), 1922 in die Operette Frau Luna integriert.
(3) 
aus der Operette Polnische Wirtschaft[9]
(4) 
Text: Willi Wolff, Melodie: Rudolf Nelson;[8.2] später von Bully Buhlan als Erst kamen die Blusen, die Kleider aufgenommen.
(5) 
aus der Revue Drunter und drüber
(6) 
Eigentlich bereits 1892 komponiert als Wiener Praterleben; 1923 vom Orchester Otto Kermbach erstmals im Berliner Sportpalast während des Sechstagerennens gespielt und dort popularisiert von Reinhold „Krücke“ Habisch (markante Pfiffe).[10]
(7) 
aus der Operette Annemarie
(8) 
aus der Revue Darüber lässt sich reden (Berliner Bilderbogen)[11]
(9) 
aus dem gleichnamigen Film Zwei in einer großen Stadt
(10) 
beide Lieder von Claire Waldoff gesungen, vor allem „Das war sein Milljöh“ später noch vielfach interpretiert
(11) 
aus dem Spielfilm Es leuchten die Sterne von Hans H. Zerlett
(12) 
Text und Musik: Friedrich Hollaender
(13) 
russisch, Transkription Doróga na Berlin, deutsch „Der Weg nach Berlin“[12]

1950er Jahre

Die Sortierung erfolgt nach Erscheinungsjahr (in Klammern).

(1) 
Das Albumcover ist undatiert,[14] die Platte muss aber nach der 1949 erfolgten Bestimmung von Bonn als Parlaments- und Regierungssitz entstanden sein (siehe das Lied Berlin ist auch ’ne schöne Stadt – genau wie Bonn). Ich hab’ so Heimweh nach dem Kurfürstendamm wurde 1949 mit Viktor de Kowa als Sänger separat veröffentlicht, bekannter in der Interpretation von Hilde Knef (1963).
(2) 
Refrain: „Der Insulaner verliert die Ruhe nicht“; entstanden unter dem Eindruck der Nachkriegszeit und der besonderen Lage des Westteils der Stadt. Eine erste Version ist anscheinend schon Ende 1948 während der Berlin-Blockade entstanden und in der ersten Insulaner-Sendung im RIAS aufgeführt, aber wohl nie aufgenommen worden.[15]
(3) 
Bekannter in den Interpretationen von Marlene Dietrich (1961) und Hildegard Knef (1963); Text: Aldo von Pinelli, Melodie: Ralph Maria Siegel.
(4) 
DDR-Satire-Version des Froboess-Liedes
(5) 
Melodie: Rolf Zimmermann
(6) 
Melodie und Text: Günter Neumann (Text als Günter Christian Ludwig), siehe auch das Insulaner-Lied

1960er Jahre

Die Sortierung erfolgt nach Erscheinungsjahr (in Klammern).

  • Erika Brüning (1)Da oben hab ich mal gewohnt[16]Ich kann doch aus Berlin nicht weg (alle 1960)
  • Bruno FritzItalienisches Berlin (1960)
  • Fred Oldörp0-3-1-1 Berlin, Berlin (1960)
  • Papa Bue’s Viking JazzbandEs war in Schöneberg (1960)
  • Karl-Heinz WeichertWenn die Kastanien und der Flieder wieder blüh'n (1960)
  • Botho-Lucas-ChorBerliner Polka (1961)
  • Marlene DietrichIch hab noch einen Koffer in Berlin (1961) (2)
  • Billy VaughnBerlin Melody (1961)
  • Toni FisherWest of the WallDort in Berlin (West of the Wall) (alle 1962)
  • Cornelia FroboessDas ist der Frühling von BerlinEine Tüte Luft aus Berlin (alle 1963) • Am liebsten spiele ick uff unsern Hof (1964)
  • Hildegard KnefDas war in Schöneberg (3)Heimweh nach dem Kurfürstendamm (4)Ich hab noch einen Koffer in Berlin (2)Zwei in einer großen Stadt (5) (alle 1963) • Berlin, dein Gesicht hat SommersprossenIn dieser Stadt (alle 1966)
  • Édith PiafL’Homme de Berlin (1963)
  • Frank SchöbelSieben junge Mädchen (1964)
  • Erich-Weinert-EnsembleJung sind die Linden (1966) (6)
  • Gerd NatschinskiZeig mir mal Berlin (1966) (7)
  • The Spencer Davis GroupDet war in Schöneberg (1966)
  • Andy FisherThe Forgotten Café in Berlin (1967)
  • Drafi DeutscherDer Hauptmann von Köpenick (1968)
  • Helga HahnemannEin Berliner ohne Töne (1968) (8)
  • Reinhard MeyHeute noch (1968)
  • Wolf BiermannFrühling auf dem Mont Klamott (1969)
  • Heidi BrühlBerlin (1969)
  • Ulrich RoskiEin Hoch auf den freiheitlichen Berliner (1969)
  • Bob TeldenBerlin erwacht (1969) (9)
  • Schöneberger SängerknabenBerliner Jungens, die sind richtig (1969) • Grüße aus BerlinJetzt ist der Himmel blau in BerlinParole: Treffpunkt Zoo
  • Hannes WaderAlle meine FreundeKokain (alle 1969)
  • Günter PfitzmannAn die BerlinerinIrgendwo ist immer noch was offen in Berlin (10)Schaut auf diese Stadt Berlin
  • Medium-TerzettSpree-Walzer
  • Album Zille sein Berlin (1969): (8) (11)Das war in Schöneberg
    • Bully BuhlanAn der Jannowitz-BrückeDas große Fenster
    • Edith ElsholtzWiegenlied vom WeddingWir sind uffjeklärt
    • Jo HerbstWenn Vater wieder aus Zuchthaus kommt (mit Klaus Günter Neumann) • Die Polente von Berlin
    • Peter René KörnerJeden Freitag braus ick mir een hintern KnorpelMit dir möcht ick mal einen übern Hacken schubbern jehnWir sind vonZille lebt!
    • Klaus Günter Neumann – Feuerwerk in TreptowMolle und Korn
(1) 
Alle Titel aus der Langspielplatte Das Herz von Berlin (Die schönsten Berliner Lieder aus neuer und früherer Zeit), die neben den hier aufgeführten Titeln auch Liedaufnahmen enthält, die in anderer Interpretation inzwischen als Klassiker gelten, aber auch wenige Jahre zuvor entstandene Lieder wie Wer mal am Kurfürstendamm seinen Kaffee trank von 1955 und Janz weit weg von Berlin von 1956.[17]
(2) 
Interpretation des zuerst von Bully Buhlan im Jahre 1951 aufgenommenen Liedes.
(3) 
Erstveröffentlichung als Es war in Schöneberg;[18] Interpretation des 1913 von Walter Kollo komponierten und getexteten Liedes Das war in Schöneberg (im Monat Mai).
(4) 
Interpretation des zuerst von Viktor de Kowa im Jahre 1949 aufgenommenen Liedes.
(5) 
Interpretation des von Willi Kollo im Jahre 1942 komponierten und getexteten Liedes.
(6) 
Später auch veröffentlicht als Es war in den Tagen des August. Kein romantisches Lied, sondern Heroisierung der bewaffneten Kräfte, die am 13. August 1961 West-Berlin abriegelten („Mauerbau“), speziell im Bereich „Unter den Linden“/„Brandenburger Tor“ und Umgebung.[19]
(7) 
Aus dem „Musikalischen Lustspiel“ Servus Peter.
(8) 
Fernsehproduktion, vergleiche Video auf YouTube.[20]
(9) 
Deutschsprachige Version des ein Jahr älteren Il est cinq heures, Paris s’éveille von Jacques Dutronc.
(10) 
Text und Musik: Klaus Günter Neumann
(11) 
Zusammengestellt von Heinz Gietz, auf dessen Plattenlabel Cornet das Album veröffentlicht wurde. Zur Reihenfolge der Titel vergleiche die Quelle.[21]

1970er Jahre

1970

(1) 
Gemeint ist die bekannte Mokka-Milch-und-Eisbar in der Berliner Karl-Marx-Allee.
(2) 
Version mit Text auf dem offiziellen Bootleg Freaks and Motherfu*#@%![22]

1971

1972

(∗) 
Lou Reed nutzte hier das, was er mit Berlin verband, für die Andeutung einer traurigen Beziehung. Er war nie in Berlin gewesen, sein Bild war geprägt vom Berlin der 1920er Jahre und sehr stark von der Dreigroschenoper.[23] Ein Jahr später nahm er das Lied noch einmal in veränderter Form auf und produzierte auf der Basis dieses Songs ein ganzes Album mit den Namen Berlin.

1973

(1) 
Wolf Biermann unterlag hier offensichtlich einem Irrtum: Im Liedtext[24] wird auf Gräber des Dorotheenstädtischen Friedhofs Bezug genommen, der Titel und auch der Beginn des Textes impliziert aber einen Besuch des (direkt benachbarten) Französischen Friedhofs. Biermann wohnte selbst in unmittelbarer Nähe in der Chausseestraße 131.
(2) 
Neuaufnahme des ein Jahr zuvor veröffentlichten Liedes in veränderter Form, zum Berlinbild siehe dortige Anmerkung. Diese Vorstellung über die Stadt verarbeitete er nun in einem gesamten Album, das ebenso Berlin heißt.

1974

1975

1976

  • ManuelaImmer wenn ich an Berlin denkDu kannst mich mal besuchen in Berlin
  • Omnibus-ChorKeules Atze wohnt am AlexIch kenn Berlin wie meine HosentascheMein Bett steht an der SpreeBär von Berlin

1977

(1) 
Koautor war wie für das gesamte Album „Heroes“ Brian Eno.
(2) 
Schreibfehler im Original, die korrekte Schreibweise ist „Neukölln“ (mit doppeltem L).
(3) 
Deutschsprachige Parodieversion von Joe Dassins Les Champs-Élysées (siehe Avenue des Champs Élysées, Abschnitt Musik, sowie Bahnhof Berlin Zoologischer Garten, Abschnitt Musik).
(4) 
Der Berlinbezug geht aus dem Text nicht klar hervor, aber der Song entstand während der Zeit, als Iggy Pop gemeinsam mit David Bowie in West-Berlin lebte, und wurde nach Aussage von Iggy Pops damaliger Lebensgefährtin durch seine vielen Fahrten mit der Berliner S-Bahn inspiriert. Auch wurde er in den Berliner Hansa-Studios aufgenommen.
(5) 
Sortierung entsprechend Reihenfolge auf dem Album, vergleiche Quelle.[25]
(6) 
Alle Titel gemeinsam nehmen die gesamte B-Seite des Albums ein.
(7) 
In der Titelliste auf der äußeren Plattenhülle steht „Schönhäuser“, auf dem Plattenlabel selbst „Schönhauser“,[26] genauso wie Veronika Fischer es singt.[27] Unklar ist, ob es schlicht ein unentdeckter Druckfehler auf der Plattenhülle war oder es sich – da im Lied von alten Häusern die Rede ist – bei der Schreibung mit Umlaut um ein Wortspiel und eine versteckte Kritik an der Wohnungspolitik der DDR handelte – beachte auch das Foto auf der Plattenhülle. Bei späteren Veröffentlichungen wird das Lied unter dem Titel „Schönhauser“ geführt.[28]

1978

(∗) 
Das gesamte 1978er Album Was fang ich an in dieser Stadt? hat Berlin zum Thema.

1979

(1) 
Deutschsprachige Version des 2 Jahre älteren Berlin by Night von PVC. Bel Ami produzierten auch eine türkische Version, Gece Berlin’de.
(2) 
Militürk wurde ein Jahr später noch einmal sowohl von Fehlfarben unter demselben Namen als auch von DAF unter dem Namen Kebabträume aufgenommen. Mittagspause war die gemeinsame Vorband aller Projekte; zum Zeitpunkt der Aufnahmen hatte Gabi Delgado-López, von dem das Lied stammt, die Band aber schon verlassen und bereits sein neues Projekt DAF gegründet.

1980er Jahre

1980

(1) 
Neuaufnahme des ein Jahr älteren Liedes Militürk der Vorgängerband Mittagspause, siehe dortige Anmerkung.
(2) 
Gesang: Nena

1981

(1) 
Deutschsprachige Interpretation von The House of the Rising Sun („There is a house in New Orleans“).
(2) 
Interpretation des Klassikers Bolle reiste jüngst zu Pfingsten[29]
(3) 
Ein Jahr später ein kleiner Hit; 2015 neu aufgenommen.

1982

(1) 
Zur Jahreszahl siehe Seite Welcome to the audio files auf Bollerman.de[30] mit Verweis auf 1982 early songs,[31] wo beide Titel aufgeführt sind. Der Text ist nahezu identisch, in Flansch 2 ist die letzte Strophe weggelassen.
(2) 
Ein Remix wurde 1984 unter dem kürzeren Titel Berlin wiederveröffentlicht.[32] Der einzige Text, das titelgebende Sample, ist ein kurzer Ausschnitt aus der Rede Ronald Reagans bei seinem Besuch von West-Berlin am 11. Juni 1982.[33]
(3) 
Text: Jürgen Barz, Musik: Harald Großkopf & Manfred Opitz

1983

1984

1985

(1) 
Es geht nicht um den Berliner Stadtteil, sondern um den damaligen Flughafen.
(2) 
eine brasilianische Punkrockband
(3) 
portugiesisch, deutsch „Mädchen aus Berlin“

1986

1987

(1) 
Produziert in West-Berlin anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Berlin“. Eine kommerziell erfolgreichere Veröffentlichung mit einer geänderten Version erschien Ende 1989.
(2) 
Musik und Text: Leonard Cohen. Ein Jahr später veröffentlichte er eine eigene Version.
(3) 
Erschienen in Ost-Berlin und der DDR anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Berlin“.[34][35] Zur Reihenfolge dre Lieder vergleiche Quellen.
(4) 
(5) 

1988

(∗) 
Bereits ein Jahr zuvor veröffentlichte Jennifer Warners eine andere Version.

1989

(1) 
Neue, geänderte, anlässlich des Mauerfalls erschienene Version des bereits 1987 veröffentlichten Titels, kommerziell erfolgreicher.
(2) 
Deutschsprachige Interpretation von The House of the Rising Sun („There is a house in New Orleans“), vermutlich mit Bezug auf Gunter Gabriels Version Es steht ein Haus in West-Berlin von 1981. 1990 auch unter dem richtigen Bandnamen Erste Allgemeine Verunsicherung auf dem Album Neppomuk’s Rache veröffentlicht.

1990er Jahre

1990

(1) 
französisch, deutsch „Im Osten von Berlin“ oder „Östlich von Berlin“.
(2) 
polnisch für „West-Berlin“.
(3) 
Live-Aufnahme, Interpretation des von Fredy Sieg geschriebenen und 1923 zuerst aufgeführten Liedes.
(4) 
Das Lied hat die Räumung der Mainzer Straße aus demselben Jahr zum Thema.

1991

  • FreygangBerlin
  • Nina HagenBerlin is dufte
  • Klaus HoffmannStein auf SteinKrumme LankeMorjen BerlinRatten der Großstadt
  • U2Zoo StationOh Berlin
  • Zwölf für BerlinMillionen Herzen

1992

(1) 
Das Lied beschäftigt sich mit der Räumung der Mainzer Straße 1990.
(2) 
Deutschsprachige Version zu New York, New York von 1977.

1993

1994

(∗) 
griechisch, Transkription: Blaib-troi Café (Berlin 1976); das Café Bleitreu in der Charlottenburger Bleibtreustraße war eine Berliner Institution, worauf indirekt auch der Text des Liedes anspielt,[36] musste aber im Jahr 2023 schließen.[37]

1995

(∗) 
Zwei Jahre später wurde mit Capitol City Song eine englischsprachige Version veröffentlicht.

1996

1997

(1) 
Zur Jahreszahl siehe Seite zum Album Bollradio.1 auf Bollman.de.[38]
(2) 
Englischsprachige Version des zwei Jahre zuvor veröffentlichten Songs Hauptstadt-Lied.

1998

(∗) 
Deutschsprachige Version zu Strangers in the Night von 1966.

1999

(∗) 
Das gesamte 1999er Album Paradies uff Erden (Ein Berliner Bilderbogen) hat, wie diesem Titel zu erwarten ist, in irgendeiner Form Berlin zum Thema, hier sind nur die vom Titel her offensichtlichen aufgeführt.

21. Jahrhundert

2000er Jahre

  • BollermanSommer in Rudow (∗)
(∗) 
Aufgrund der chronologischen Sortierung in Welcome to the audio files auf Bollerman.de[30] ist klar, dass das Album Mutti´s neue Durchreiche, auf welcher der Titel enthalten ist,[39] vor 2004 erschienen ist. Ein gewisse Unsicherheit besteht darin, dass das zuvor aufgeführte Album Bollradio.1 1997 erschien[38] und es daher möglich ist, dass Mutti´s neue Durchreiche bereits 1998 oder 1999 veröffentlicht wurde.

2000

(1) 
deutschsprachige Version von New York City Boy der Pet Shop Boys
(2) 
Die Hookline stammt von Michael Jacksons Billie Jean, verwendet Samples von Madonnas Into the Groove.[40]

2001

(1) 
ungarische Punkband
(2) 
Ungarisch lautmalerisch für „Ein, Zwei, Drei“.

2002

(∗) 
Interpretation des zuerst von Bully Buhlan im Jahre 1951 aufgenommenen Liedes in zwei Versionen:[41] eine kürzere, musikalisch konventionellere, jedoch mit geändertem Text (Bezugnahme auf die Terroranschläge am 11. September 2001)[42] und eine längere mit freierem Arrangement[43].

2003

(1) 
Gesang: Henry de Winter. „Kaiserbase“ ist das Pseudonym des Berliner Musikers Robert Phillip. Das Lied wurde enorm populär, als es in der Werbung für Berliner Pilsner benutzt wurde.[44][45]
(2) 
Musikalische Grundlage: „Girlie, Girlie“ von Sophia George (1986).

2004

(1) 
russisch Прощай! Proschtschaj! bedeutet „Leb wohl!“
(2) 
Keine Coverversion des gleichnamigen Liedes von 1978, die Hookline „Und in seinen Gedanken ist er der King vom Prenzlauer Berg“ ist allerdings identisch und wird auch sehr ähnlich vorgetragen.
(3) 
Offizieller Song zum Deutschen Turnfest Berlin, 2005, produziert von Jens Kuphal.

2005

(∗) 
Das Lied heißt zwar Brandenburg, zeigt aber die Gegensätze zwischen dem vermeintlich trostlosen Bundesland und der belebten Stadt Berlin auf.

2006

  • BeirutPrenzlauerberg
  • Olaf BergerBerlin, Berlin, wir fahren nach Berlin
  • Berliner VokalrundeBerlin – Berlin
  • MC BogyWillkommen in Abschaumcity
  • BotanicaBerlin HiFi
  • Roger CiceroSo geil Berlin
  • DotaDer Kanal
  • Sera FinaleBerlin
  • FlerIch scheine
  • Di Grine KuzineBerlin
  • Nils HeinrichAngeln Berlin
  • MC Heroin (∗)Berlin schreibt die Gesetze (mit Atze Jope) • Lichtenberg mein HerzLicht aus Berlin
  • Bass Sultan HengztBerliner Schnauze
  • Icke & ErRischtisch Geil
  • MangesSecret Agent in East Berlin
  • MarsimotoGreen Berlin
  • MiA.Je dis aime/Ich sag Liebe
  • Prinz PiWürfelWillkommen in der HauptstadtBerlin – Große LiebeMeene Stadt (feat. Frank Zander)
  • SDP feat. Ganesch – Sommer in BerlinBerlin Citydancer
  • Sender Freie RaketeIstanbulberlin
  • TempEauDu bist verrückt mein Kind (Bang City)
  • Frank ZanderBerlin (immer wenn ich bei dir bin)
(∗) 
Im Prinzip behandelt das gesamte Album Weltmeister von 2006 das Thema Berlin, siehe Seite zum Album bei Discogs.

2007

2008

(∗) 
Das 2008er Album Stadtaffe enthält weitere Songs, die inhaltlich auf Berlin bezogen werden können, im Grunde könne aber laut Peter Fox jede größere Stadt gemeint sein.[46]

2009

2010er Jahre

2010

2011

(1) 
Deutsche Interpretation von Duck SauceBarbra Streisand, mehr dazu im Artikel zu Duck Sauce.
(2) 
Eine thematische Fortsetzung erschien 2021.

2012

(∗) 
Der spärliche Text bietet keinen Berlinbezug, der Track transportiert aber den musikalischen Zeitgeist. Im Video sind einige Andeutungen auf Berlin zu erkennen.[47]

2013

(1) 
2018 in einer überarbeiteten Version als Tempelhof (2018 Rework) wiederveröffentlicht.
(2) 
Der Text besteht aus Samples von John F. Kennedys berühmter Rede „Ich bin ein Berliner“; das Video transportiert perfekt das Lebensgefühl dieser Jahre.[48]
(3) 
Zur Melodie von Eviva España (1971).[49]
(4) 
thematische Fortsetzungen 2015 und 2021

2014

(1) 
Vom Soundtrack zum Spiel Wolfenstein: The New Order, auch als Promo-Single separat veröffentlicht.[50]
(2) 
Trotz des Titels deutschsprachig („Es steht ein Haus in Neu-Berlin“). Interpretation von The House of the Rising Sun („There is a house in New Orleans“).
(3) 
Das gesamte 2014er, rein instrumentale Album Analog Overdose 5 hat Berlin zum Thema. Lichterfelde ist nur auf der DVD-Veröffentlichung Analog Overdose 5,1 als Bonussong enthalten. Die Musiker gelten als Vertreter der Berliner Schule.

2015

(1) 
Stanley Brinks ist ein Alter Ego von André Benouaisch, bekannter als André Herman Düne vom Projekt Herman Dune.
(2) 
Der Text ist allgemeiner gehalten, sodass er auch ohne Berlin-Bezug verstanden werden kann: „Grossstadtgeflüsters Ansatz ist viel universeller und trifft das Lebensgefühl so einiger Millionen – von der Weltstadt bis zum Dorfacker – ins Mark.“[51]. Das Video erzeugt einen deutlicheren Bezug.[52][53] Der Titel ist von einem Graffiti-Schriftzug „Fickt Eusch Allee“ (sic!) an einer Brandmauer in Berlin-Kreuzberg inspiriert, der im Spätsommer 2011 dort in der Cuvrystraße, Ecke Schlesische Straße, auftauchte.[53][54][55] Trotz des allgemeineren Textes wurde das Lied von vielen Medien als eine Art von Berlin-Hymne aufgefasst: „schnoddrige Hymne auf die Hauptstadt“[56] – „Die passende Hymne zur Lage der Stadt. […] Die Band Grossstadtgeflüster lässt den Berliner Geist grundsätzlicher Angekotztheit aus vielen, vielen Bierflaschen aufsteigen.“[57] – „Berlin kennt viele Loblieder. Die neuste unter ihnen, "Fickt-euch-Allee", ist der Soundtrack schlechthin für Berliner Berufsjugendliche. […] Frech und genervt soll das sein, ironisch bitte schön, mit einer guten Portion Berliner Schnauze. […] Dahinter steht wahrscheinlich folgende Haltung: Warum nicht Alkohol und Drogen, bis es Mitte der Woche ist? Wer sein Leben auf die Reihe bekommt, stört doch nur das Selbstbild der realitätsflüchtigen Partyszene von Kreuzberg und Friedrichshain.“[53] Einzig der Rezensent von laut.de hielt dagegen: „Auf dem Holzweg aber der Berliner Medienwald, der das Stück längst als Hauptstadthymne preist.“[51]
(3) 
Neuaufnahme des zuerst 1981 veröffentlichten Liedes
(4) 
thematische Fortsetzung von 2013, weitere Fortsetzung 2021

2016

(∗) 
Neben den hier aufgeführten ist sicher auch der Großteil der anderen Titel des 2016er Albums Grande vom Leben in Berlin inspiriert, vergleiche die Liedtexte, unter anderen bei Genius.com.[59]

2017

  • Bushido (feat. AK Ausserkontrolle) – Echte Berliner
  • Endlich AugustDas ist Berlin
  • FantasyIch brenn durch mit dir (Berlin)
  • Max KofflerChoose Your Fate
  • Heinz Rudolf KunzeLied für Berlin (Hier rein da raus)
  • Johnny LoganFull Moon Over Berlin
  • Louka – Berlin Berlin
  • Lucid – Bus nach Berlin
  • Jose Promis & Juwelia (∗)Die schönste Frau von BerlinBerlin Is so Exciting • I Play Piano in BerlinAls es in Berlin grau und dunkel warNeukölln, Neukölln
  • RebarHansaviertel
  • TreptowLicht der Stadt
  • Die Toten HosenWannsee
(∗) 
Lieder aus Hungry Roses: An Evening With Jose Promis & Juwelia, dem Soundtrack zu Rosa von Praunheims Dokumentarfilm Überleben in Neukölln. Die Lieder sind älter und unabhängig davon entstanden, vergleiche Infotext zum Filmtrailer;[60] Jose Promis ist der Komponist, Stefan Stricker (Juwelia) der Texter.[61]

2018

(∗) 
Eigentlich hat fast das gesamte 2018er Album Schafe, Monster und Mäuse Berlin zum Thema.[62]

2019

(1) 
Bekannter als Sänger von Slime (ab 2021).
(2) 
Die namengebende Skalitzer Straße, eine innerstädtische Hauptverkehrsstraße, ist hier nur Symbol für potentiell tödliche Konflikte zwischen Auto- und Radfahrern im Berliner Straßenverkehr. Sie wird nur einmal kurz am Ende des Liedes erwähnt.[63]
(3) 
Das 2019er Album sweetlilly93@hotmail.com enthält weitere Titel mit Anspielungen auf Berliner Lokalitäten. Es behandelt Themen der späten 2010er Jahre wie das in Berlin besonders akute Problem der Gentrifizierung.

2020er Jahre

2020

(1) 
Thema ist die Siedlung am Grazer Damm in Berlin-Schöneberg. Sänger Blixa Bargeld ist dort aufgewachsen.[65]
(2) 
Thema ist nicht der gleichnamige Ortsteil, sondern der ehemalige Flughafen, insbesondere das Empfangsgebäude.
(3) 
Das Album Hotspot wurde in Berlin aufgenommen, die Pet Shop Boys leben seit Jahren zeitweise in Berlin.[66] Das Video zum gemeinsam mit Olly Alexander gesungenen Lied Dreamland nutzt die Atmosphäre der Berliner U-Bahn (mit BVG-Netzplänen/Ticketautomaten) als Grundlage.[67]
(4) 
Der Titel ist ein (vermutlich unbeabsichtigtes) Wortspiel: Einerseits bezieht er sich auf eine „Hochzeit in Berlin“, andererseits gibt es in Berlin den Ortsteil Wedding (vergleiche auch das oben aufgeführte gleichnamige Lied der Einstürzenden Neubauten aus demselben Jahr). Der Text handelt von einer Hochzeit ohne konkreten Bezug zu Berlin, nach Aussage der Künstler wurde das Lied aber als Geschenk für die Hochzeit eines befreundeten Künstlers in Kreuzberg geschrieben und sollte klingen wie eine Party im Berghain.[66]
(5) 
Aus dem Musical Ku’damm 56, erster Interpret auf Bühne und Soundtrack-Veröffentlichung von 2021: David Jakobs. 2022 erschien noch eine Zweitveröffentlichung mit Alexander Klaws.

2021

(1) 
Das gesamte 2021er, rein instrumentale Album Analog Overdose 6 hat Berlin zum Thema, hier sind nur die vom Titel her offensichtlichen aufgeführt. Die Musiker gelten als Vertreter der Berliner Schule.
(2) 
Das gesamte 2021er Album Kreuzberg & Gomorrha beschäftigt sich mit Themen aus der Berliner, speziell Kreuzberger Migrantenszene; der Albumtitel wird in mehreren Liedtexten zitiert. Einige etwas allgemeiner gehaltene Songs sind nicht aufgeführt.
(3) 
thematische Fortsetzung von 2013 und 2015
(4) 
Thematische Fortsetzung von 2011, im Liedtext auch erwähnt („Zehn Jahre später der gleiche Song“).
(5) 
Das gesamte 2021er Album Summer in Berlin beschäftigt sich mit Berlin: „ein cineastischer Roadtrip durch die deutsche Hauptstadt, auf dem sich das inspirierende Spannungsfeld widerspiegelt, welches Christopher von Deylen [sc. Schiller] zur Metropole an der Spree empfindet. Das Versprechen einer Stadt, das nie eingelöst wird.“[68]
(6) 
Im Pressetext des Albums heißt es: „Die 20-minütige Großstadtsymphonie ‚Der Klang der Stadt‘ nimmt den Hörer mit auf eine aufregenden Reise durch die Historie, Geographie und kantig-schöne Gloriole Berlins.“[68]
(7) 
Neuinterpretation des gleichnamigen Songs von Alphaville aus dem Jahr 1984.
(8) 
Thema ist Lichterfelde Ost, Anfang des Liedes: „Wieder völlig lost, Lichterfelde Ost“.

2022

(∗) 
Neuaufnahme des gleichnamigen Liedes von 2020 als Teil einer sogenannten Deluxe-Version des Soundtracks zum Musical Ku’damm 56.

2023

(1) 
Der ehemalige Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg wurde nach hitzigen Debatten 2022 in Rio-Reiser-Platz umbenannt. Der 2025 vom Lunsentrio veröffentlichte Song (Es ist) Grau überm Heinrichplatz bezieht sich auf dieses Lied.
(2) 
Alle Songs aus dem Soundtrack zum Film Sonne und Beton,[69] der in der Berliner Gropiusstadt spielt.
(3) 
Titelsong des Films. Luvre47 ist selbst in der Gropiusstadt aufgewachsen und hat im Film auch eine Rolle übernommen.
(4) 
Diese Gemeinschaftsproduktion gehört nicht zum Soundtrack des Films Sonne und Beton, sondern ist zusätzlich produziert worden.
(5) 
Nach der Lipschitzallee ist auch der als wichtiger Treffpunkt für die Jugendlichen dienende U-Bahnhof benannt. Der Walter-May-Weg ist eine kurze Straße nördlich des U-Bahnhofs.

2024

(1) 
Interpretation des von Wolf Biermann 1973 veröffentlichten Liedes,[70.1] zum Titel und Liedtext beachte dortige Anmerkung.
(2) 
Interpretation des von Wolf Biermann 1999 veröffentlichten Liedes[70.2]
(3) 
Der Titelsong des 2024er Albums Görlitzer Park, auch erster Song auf dem Album, wurde bereits im Jahr zuvor veröffentlicht. Dem Titel entsprechend behandelt fast das gesamte Album Berliner Themen, auch wenn die Texte allgemeiner gehalten sind.
(4) 
Veröffentlicht zum einhundertjährigen Bestehen der (elektrifizierten) Berliner S-Bahn.

2025

(1) 
Verwendet die Hookline des 2003 veröffentlichten Berlin, du bist so wunderbar von Kaiserbase.
(2) 
Der ehemalige Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg trägt seit 2022 den Namen Rio-Reiser-Platz. Der Titel des Liedes führt (Zitat der Plattenfirma) „natürlich ein wenig in die Irre, dass das Lunsentrio womöglich immer noch auf der langatmigen Debatte um die Umbenennung des kleinen Platzes in Rio-Reiser-Platz herumreite (vgl: Das Lunsentrio: These, Antithese und Synthese zur Beibehaltung des Namens Heinrichplatz für den Heinrichplatz). Die Wahrheit ist: Die Weissagung, dass es letztendlich eben doch wichtiger ist, ob die Eckkneipe noch offen hat, als was genau auf den Straßenschildern vor ihren Fenstern steht, hat sich erfüllt, und im neuen Lunsentrio-Song ist nun endlich wieder Platz für das Wesentliche: das ganz alltägliche und ungeschminkte Treiben auf dem Platz“[71] (interne Verlinkung zum 2023 veröffentlichten Lied ergänzt).
(3) 
In einer Art szenischer Lesung mit Musikuntermalung Reflexion des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche 2016 und der darauf folgenden Tage. Der Text ist ein Auszug aus Nagelschmidts im selben Jahr veröffentlichten Roman Nur für Mitglieder.

2026

Legende:
(instr)Instrumental; der Bezug zu Berlin wird über den Titel und gewöhnlich die Musiker selbst hergestellt. Die Titel transportieren den jeweils aktuellen musikalischen Zeitgeist.

Literatur

Einzelnachweise

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