Monastiraki (Athen)

Platz in Griechenland From Wikipedia, the free encyclopedia

Monastiraki (griechisch Μοναστηράκι (n. sg.)) ist ein Stadtviertel der griechischen Hauptstadt Athen. Benannt ist das Viertel nach der Platia Monastirakiou (Πλατεία Μοναστηρακίου Monastiraki-Platz), die wiederum ihren Namen von der Kirche der Panagia Pantanassa (Παναγία Παντάνασσα) trägt, die sich auf dem Platz befindet.[1]

Lage des Viertels innerhalb des Athener Stadtbezirks
Monastiraki-Platz
Pantanassa-Kirche
Tzistarakis-Moschee
Hadriansbibliothek

Lage

Monastiraki liegt im Zentrums Athens und erstreckt sich auf der Südseite der Odos Ermou (Οδός Ερμού Hermes-Straße) vom Bereich der Platia Metropolis (Πλατεία Μητροπόλεως Mitropolis-Platz) bis zur Platia Thisiou (Πλατεία Θησείου Thisio-Platz). Zu den angrenzenden Stadtteilen gehören Thisio, Plaka, Makrygianni und Psyrri.

Das Gebiet von Monastiraki wurde historisch als Teil des Stadtviertels Psyrri betrachtet, das sich bis nach Thisio und an die Grenzen der Plaka erstreckte. Als eigenständiges Viertel entwickelte sich Monastiraki erst nach der Anlage der Odos Ermou im Jahr 1835.

Stadtbild und Gebäude

Monastiraki ist ein Flohmarktviertel in der Altstadt von Athen, Griechenland, und zählt zu den wichtigsten Einkaufsvierteln der Stadt. Das Gebiet beherbergt Bekleidungsboutiquen, Souvenirläden und Fachgeschäfte und ist eine bedeutende Touristenattraktion in Athen.[2]

Auf dem Platz befindet sich das Katholikon eines ehemaligen Klosters der Gegend, welches während der osmanischen Herrschaft als Metochion des Klosters des Heiligen Johannes des Täufers von Kareas am Hymettos erwähnt wird. In der Neuzeit wurde das Gebäude zu einer Pfarrkirche des Viertels umgewandelt, in der die Kimisis tis Theotokou verehrt wird.

Ebenfalls an der Platia Monastiraki befindet sich die Tzistarakis-Moschee, die 1759 vom türkischen Woiwoden Tzistarakis errichtet wurde. Nach der Revolution von 1821 diente das Gebäude über mehr als ein Jahrhundert hinweg verschiedenen Zwecken. Im Jahr 1924 wurde es in ein volkskundliches Museum umgewandelt. Heute beherbergt die Moschee eine Außenstelle des Museums für Volkskunst und zeigt eine umfangreiche Sammlung von Keramiken, die überwiegend aus Kleinasien stammen.[3][4]

An die Moschee angrenzenden befindet sich die Hadriansbibliothek. Diese war eine große Bibliothek im antiken Athen die nach ihrem Stifter, dem römischen Kaiser Hadrian benannt ist.[5]

Verkehr

An das Netz der Athener Metro ist Monastiraki über die gleichnamige Metro-Station angeschlossen, die bereits 1895[6] eröffnet wurde und zu den bedeutendsten Knotenpunkten Athens gehört. Dort kreuzen sich die Linien 1 und 3 und bieten eine direkte Verbindung nach Piräus und seinen Hafen oder an den Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos.

Einzelnachweise

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