Parlamentswahl in Ungarn 2026
Wahl
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Die Parlamentswahl in Ungarn 2026 fand am 12. April 2026 statt. Dabei wurden die 199 Abgeordneten des ungarischen Parlaments (Országgyűlés) für eine Legislaturperiode von vier Jahren neu gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann mit 141 von 199 Mandaten eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.[2] Die Wahlbeteiligung lag bei 78,99 %.[3] Das neu gewählte Parlament trat erstmals am 9. Mai 2026 zusammen.[4]
- TISZA: 141
- Fidesz–KDNP: 52
- MHM: 6
Ausgangslage


Der Aufstieg von TISZA
Anfang Februar 2024 wurde bekannt, dass Ungarns Präsidentin Katalin Novák im April 2023 eine Strafaussetzung für Endre Kónya genehmigt hatte – den ehemaligen stellvertretenden Direktor eines Kinderheims in Bicske, der an der Vertuschung von sexuellen Missbrauchsfällen beteiligt war. Dieser Gnadenakt löste große öffentliche Empörung aus; Novák trat am 10. Februar 2024 zurück. Judit Varga – Ex-Justizministerin von Juli 2019 bis Juli 2023 – gab bekannt, ihre politischen Funktionen niederzulegen, weil sie den Gnadenakt beglaubigt hatte.[5]
Unmittelbar danach trat Vargas Ex‑Ehemann Péter Magyar erstmals öffentlich in Erscheinung: In einem Interview, das Millionen Menschen erreichte, kritisierte er offen die Doppelmoral und strukturelle Korruption im von der Fidesz-Partei dominierten politischen System. Bis dahin hatte Magyar gut dotierte, jedoch politisch weitgehend bedeutungslose Positionen in staatlichen Institutionen innegehabt und war der breiten Öffentlichkeit hauptsächlich als Begleiter seiner prominenten Ehefrau bekannt. Nach eigenen Angaben entschloss er sich zur Veröffentlichung des Interviews, um sich „aus dem System zu lösen“, weil er die „Lügen nicht länger ertragen“ habe. Nach massiven medialen Angriffen regierungsnaher Medien kündigte er kurz darauf seinen Einstieg in die Parteipolitik an. Er erklärte seine Kandidatur für die Europawahl im Juni 2024 und für die Parlamentswahl 2026.[6]
Änderung des Wahlgesetzes
Am 17. Dezember 2024 stimmte die Nationalversammlung über Änderungen der Wahlkreise ab. Infolgedessen sank die Zahl der Wahlkreise in Budapest von 18 auf 16, während sie im Komitat Pest von 12 auf 14 stieg. Auch in einigen Teilen der Komitate Csongrád-Csanád und Fejér kam es zu Grenzänderungen. Die regierende Fidesz-KDNP begründete diese Entscheidung mit den Ergebnissen der letzten Volkszählung (2022). Doch laut der Opposition war das eigentliche Ziel, ihre Position in diesen Bezirken zu schwächen, vor allem in den Hauptstadtbezirken, in denen sie zuvor direkt gewählt worden waren.[7] Die Änderungen wurden als Wahlkreismanipulation (im englischen „Gerrymandering“) kritisiert, da die oppositionelle Tisza-Partei bei der nationalen Wahl einen Vorsprung von etwa 5 Punkten erzielen muss, um eine Mehrheit in der Nationalversammlung zu erreichen.[8]
Konflikt mit der Ukraine
Im Vorfeld der Wahl entspann sich ein diplomatischer Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine, der von der Orbán-Regierung für Wahlkampfzwecke instrumentalisiert wurde. Ein Streitpunkt war die Druschba-Pipeline, über die Ungarn und die Slowakei große Mengen an russischen Öls beziehen. Die Leitung verläuft auch über das Territorium der Ukraine. Nach einem russischen Drohnenangriff[9] brach ein Feuer im ukrainischen Verteilungs-Knoten Brody aus, woraufhin die Öllieferungen gestoppt wurden. Orbán warf der Ukraine vor, die Reparatur der Pipeline systematisch zu verzögern, um durch eine Ölknappheit in Ungarn die Wahlchancen von Fidesz–KDNP zu vermindern. Satellitenbilder sollten beweisen, dass die Ölleitung intakt sei. Sicherheitsexperte András Rácz von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik widersprach: Ein Öltank in Brody mit dem Fassungsvermögen von 75 Mio. Litern Rohöl sei durch den Drohnenangriff beschädigt worden, und um eine Umweltkatastrophe zu verhindern und das Öl zu retten, sei es in die Pipeline als Zwischenspeicher gepumpt worden. Deshalb, und wegen Beschädigungen durch Angriffe, sei diese für Wochen unbenutzbar.[10] Auf diese und ähnliche Gegendarstellungen gingen Orbán und seine Gefolgsleute nicht ein und inszenierten eine ausgedehnte Kampagne. Péter Magyar wurde auf Fidesz–KDNP-Wahlplakaten häufig zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj abgebildet, und ihm und seiner Partei TISZA wurde Kriegstreiberei vorgeworfen. In zum Teil KI-generierten Videos wurden drastische Schreckensszenarien bei einem TISZA-Wahlsieg ausgemalt: Familienväter würden als Soldaten an die Front in die Ukraine geschickt. Medienwirksamer ließ die Orbán-Regierung vermeintlich bedrohte Energieanlagen durch die Armee „sichern“. Am 21. Februar 2026 legte Orbán sein Veto für die Freigabe von EU-Hilfen an die Ukraine ein – so lange, bis die Druschba-Pipeline wieder arbeite.[10]
Am 4. März 2026 goss Selenskyj Öl ins Feuer, als er öffentlich die Hoffnung äußerte, dass niemand in der EU den geplanten (und von Ungarn mit einem Veto blockierten) 90-Milliarden-Kredit an die Ukraine behindern möge. Andernfalls werde er die Adresse dieser Person an die ukrainischen Streitkräfte weitergeben, die dann auf ihre Art mit diesem Blockierer sprechen würden. Diese Äußerung stieß in Ungarn nicht nur bei den Orbán-Anhängern, sondern auch bei Oppositionsführer Magyar auf Kritik. Zwei Tage später wurden zwei Geldtransporter der staatlichen ukrainischen Oschadbank von den ungarischen Behörden gestoppt, als sie Ungarn in Richtung Ukraine durchquerten. Die ungarische Regierung ordnete eine Untersuchung an, ob es sich bei den transportierten Geldern um Besitztümer von „kriminellen, terroristischen oder politischen Organisationen in Ungarn“ handle. Nach ukrainischen Angaben befand sich in den Transportern Bargeld in Höhe von 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro sowie neun Kilogramm Gold.[11] Am 11. März 2026 brach eine durch die ungarische Regierung initiierte Gruppe zu einer „Bestandsaufnahme-Mission“ mit dem Auto nach Brody auf, mit dem Ziel, einen Bericht zur Pipeline zu erstellen. Das ukrainische Außenministerium bezeichnete die Mitglieder der Mission als „Touristen“, da sie keinen offiziellen Status hätten und auch keine offiziellen Treffen vereinbart worden seien. Die Charakterisierung als „Delegation“ sei daher unzutreffend. Weitere scharfe Wortwechsel zwischen der ungarischen und ukrainischen Regierung folgten.[10] Am 17. März 2026 akzeptierte die Ukraine einen Vorschlag der EU-Kommission zur Reparatur der Pipeline mit EU-Hilfe.[12]
Wahlkampfthemen
Wie schon bei den vorangegangenen Wahlen thematisierten Orbán und seine Anhänger vor allem das Thema der außenpolitischen Unabhängigkeit Ungarns von der Europäischen Union. Diesmal war nicht wie in früheren Zeiten die Migrationspolitik das Hauptthema, sondern der Krieg in der Ukraine. Orbán wollte für eine friedliche Einigung in diesem Konflikt eintreten, während er der Ansicht war, dass die EU eine „Kriegspolitik“ betreibe. Die Opposition warf Orbán vor, in Ungarn ein System der Vetternwirtschaft und Korruption errichtet zu haben. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International landete Ungarn unter allen EU-Staaten auf dem letzten Platz.[13] Aufgrund von Defiziten bei der Korruptionsbekämpfung und der Rechtsstaatlichkeit blockierte die EU seit 2022 die Auszahlung von mehreren Milliarden Euro Fördermitteln. Einen Teil der Gelder konnte Ungarn Ende 2023 abrufen, jedoch waren Klagen wegen weiterbestehender Defizite in den genannten Bereichen anhängig, so dass Ungarn möglicherweise der Verlust der gesamten Förderung droht.[14] Am 25. November 2025 nahm das Europaparlament mit 415 zu 193 Stimmen bei 25 Enthaltungen einen Zwischenbericht „über die fortdauernde Erosion der Rechtsstaatlichkeit in Ungarn und die wiederholten Verstöße gegen die Werte der EU“ an.[15]
Auch mit Hilfe der EU-Unterstützung konnte die Orbán-Regierung mit Subventionen zahlreiche Investoren aus dem Ausland, auch aus Fernost, vor allem aus dem Bereich der Automobilzulieferer ins Land locken. Die neu aufgebauten Fabrikationsstätten führten jedoch nicht zur versprochenen großen Zahl an neuen Arbeitsplätzen und erzeugten zum Teil massive Umweltprobleme.[16][17]
Ein weiteres Thema im Wahlkampf waren die von der Opposition angeprangerten Mängel im öffentlichen Gesundheitssystem.[18]
Wahlbeeinflussung durch Russland
Im Vorfeld der Wahl betrieb Russland Propaganda für den in Umfragen weit zurückliegenden Viktor Orbán: In sozialen Medien gab es prorussische Kampagnen, die ihn als einzigen Garanten ungarischer Souveränität darstellten. Auch gab es Hinweise auf Schmutzkampagnen gegen TISZA-Kandidaten mit manipulierten Dokumenten und KI-generierten Videos. Die Washington Post berichtete von Überlegungen des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR, einen fingierten Anschlag auf Orbán zu verüben. Dies sollte die Stimmung weg vom „rationalen Bereich“, z. B. von sozioökonomischen Fragen, wie den wirtschaftlichen Problemen, hin zu „emotionalen Themen“, wie Sicherheit, Stabilität und Angst, verschieben.[19][20]
Wenige Tage vor der Wahl tauchte ein KI-Video auf, das angeblich von der Deutschen Welle und von United24 stammen sollte. Demnach hätten ukrainische Flüchtlinge versucht, eine Bombe an Orbáns Amtssitz zu zünden, und seien dabei getötet worden.[21]
Wahlbeeinflussung durch die USA
Im Vorfeld der Wahlen wurde Orbán offiziell von der Trump-Regierung unterstützt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung Orbáns trat US-Vizepräsident JD Vance auf.[22]
Wahlsystem
Die 199 Mitglieder des ungarischen Parlaments werden in einer Mischung aus Mehrheitswahl und Verhältniswahl gewählt, wobei das Element der Mehrheitswahl dominiert:
Sitzverteilung im Wahlkreis:

In jedem der 106 Wahlkreise ist der Kandidat mit den meisten Stimmen gewählt. Dabei ist eine relative Mehrheit ausreichend.
Sitzverteilung nach Listen:
93 Abgeordnete werden nach dem D’Hondt-Verfahren proportional verteilt. Zu den Listenstimmen der Partei werden hierbei die Stimmen ihrer erfolglosen Wahlkreiskandidaten addiert. Hat ein Kandidat einen Wahlkreis gewonnen, wird sein Stimmenvorsprung vor dem Zweitplatzierten (vermindert um eins) zu den Listenstimmen seiner Partei addiert.
Parteien müssen mindestens fünf Prozent aller Listenstimmen erhalten, um an der Sitzverteilung teilzunehmen. Handelt es sich um eine gemeinsame Liste zweier Parteien, beträgt die Sperrklausel zehn Prozent, bei einer gemeinsamen Liste von drei oder mehr Parteien 15 %.
Eine Partei kann eine Liste nur einreichen, wenn sie in mindestens 71 Wahlkreisen (zwei Drittel aller Wahlkreise) einen Kandidaten aufgestellt hat und sich diese Wahlkreise auf mindestens 14 Komitate oder Budapest (das zu keinem Komitat gehört) verteilen. Diese Hürde wurde im Dezember 2020 erhöht. Zuvor genügten zur Aufstellung einer Liste 27 Wahlkreiskandidaten in neun Komitaten.[23][24]
Teilnehmende Parteien
| Partei | Kandidaten | Politische Ausrichtung | Parteienbündnis | Europäische Partei/Fraktion | Ergebnis 2022 | Sitze vor Wahl | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen (%) | Sitze | |||||||
| Fidesz – Magyar Polgári Szövetség (Fidesz)
Fidesz – Ungarischer Bürgerbund |
Nationalkonservatismus, EU-Skepsis, Orbánismus, Rechtspopulismus, Nationalismus, Wirtschaftsliberalismus | Fidesz–KDNP | P.eu/PfE | 52,5 | 117/199 |
116/199 | ||
| Kereszténydemokrata Néppárt (KDNP)
Christlich-Demokratische Volkspartei |
Christdemokratie, Gesellschaftskonservatismus, Nationalkonservatismus | –/PfE | 18/199 |
19/199 | ||||
| Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA)
Respekt- und Freiheitspartei |
Konservatismus, Zentrismus, Anti-Korruption, Nationalliberalismus, Pro-Europäismus | – | –/EVP | Nicht teilgenommen | 0/199 | |||
| Demokratikus Koalíció (DK)
Demokratische Koalition |
Sozialliberalismus, Pro-Europäismus | – | SPE/S&D | 34,9 | 56/199 |
15/199 | ||
| Jobbik Magyarországért Mozgalom (Jobbik)
Bewegung für ein besseres Ungarn |
Béla Adorján |
Konservatismus, Nationalismus | – | ECPP/– | 7/199 | |||
| Mi Hazánk Mozgalom (MHM)
Unsere-Heimat-Bewegung |
Ultranationalismus, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Dritter Weg, EU-Skepsis, Antiziganismus | – | ESN/ESN | 5,7 | 6/199 |
6/199 | ||
| Magyar Kétfarkú Kutya Párt (MKKP)
Ungarische Partei des zweischwänzigen Hundes |
Dávid Nagy |
Satire | – | –/– | 3,3 | 0/199 |
0/199 | |
Weitere teilnehmende Parteien:
- Magyar Munkáspárt (Munkáspárt)
- IRÁNY a Jövő Párt (IRÁNY)
- Magyar Szolidaritás Mozgalom (Szolidaritás)
- Normális Élet Pártja (NÉP)
Parteien, die ihren Rückzug angekündigt haben:
- Mindenki Magyarországa Néppárt (MMN)
- Momentum Mozgalom (Momentum)
- Szikra Mozgalom (Szikra)
- Megoldás Mozgalom (MEMO)
- Második Reformkor Párt (2RK)
- LMP – Magyarország Zöld Pártja (LMP)
- Magyarországi Szociáldemokrata Párt (MSzDP)
- Magyar Szocialista Párt (MSZP)
- A Haza Pártja
- Magyar Humanisták Pártja (Humanisták)
- Párbeszéd – A Zöldek Pártja (Párbeszéd)
Meinungsforschungsinstitute und mögliche Parteinähe
Mehrere ungarische und internationale Meinungsforschungsinstitute stehen in der Kritik, enge Verbindungen zu politischen Parteien zu haben oder parteinah finanziert zu werden. In alphabetischer Reihenfolge:
| Institut | Mutmaßliche Parteinähe oder Interessenkonflikt | Quelle(n) |
|---|---|---|
| XXI. Század Intézet | Enge Verbindungen zu Fidesz, Direktorin ist Mária Schmidt, ehemalige Beraterin von Viktor Orbán, zum Vorstand gehört der ehemalige Europaabgeordnete József Szájer. | [25][26] |
| Alapjogokért Központ | Enge Verbindungen zur Fidesz sowie staatliche Finanzierung. | [27][28] |
| Forrás Társadalomkutató | Die Gründer waren Mitarbeiter von „Gemeinsam für Ungarn“ im Jahr 2022. | [29][30] |
| IDEA Institute | Ein leitender Mitarbeiter ist Berater der DK. | [31][27] |
| Iránytű Institute | Finanzierung durch Jobbik, die Berichten zufolge einziger Auftraggeber ist. | [27] |
| Magyar Társadalomkutató | Enge Verbindungen zur Fidesz. | [28] |
| McLaughlin & Associates | Das Institut wird als „Trumps Wahlkampf-Meinungsforscher“ bezeichnet. | [32][33] |
| Medián | Der Eigentümer war Mitglied der SZDSZ und das Institut gilt als dem Oppositionsblatt HVG nahestehend. | [34] |
| Nézőpont Institute | Enge Verbindungen zur Fidesz und staatliche Finanzierung. | [35][36][28] |
| Publicus Institute | Enge Beziehung zur MSZP. | [31][27] |
| Real-PR 93 | Enge Verbindungen zur Fidesz. | [37] |
| Republikon Institute | Bezeichnet sich selbst als liberal; der Gründer ist ehemaliger SZDSZ-Politiker. | [38][27] |
| Századvég | Enge Verbindungen zur Fidesz sowie staatliche Finanzierung. | [35][39][27] |
| Závecz Research | Wird mit einer linksliberalen Oppositionspartei in Verbindung gebracht. | [31][27] |
Umfragen
Die folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse verschiedener Umfragen unter ungarischen Bürgern, die gefragt wurden, welche Partei sie bei den bevorstehenden Wahlen wählen würden. Die Zahlen entsprechen dem Prozentsatz der Parteianhänger, die angaben, für eine bestimmte Partei zu stimmen. Die Antworten noch unentschiedener Wähler wurden dabei nicht berücksichtigt. Diese Umfragewerte sind für das Gesamtergebnis der Wahl nur bedingt aussagekräftig, da ausschließlich Parteipräferenzen abgefragt wurden und keine Prognosen zu den Wahlen der 106 Direktkandidaten der Wahlkreise einbezogen wurden.
Zu berücksichtigen ist ebenfalls, dass unabhängige Institute wie Medián und Závecz Magyars TISZA-Partei oft klar vor Orbáns Fidesz sahen, während Umfragen von regierungsnahen Instituten wie Nézőpont oder Századvég einen Wahlsieg von Orbáns Fidesz prognostizierten.[40]
Letzte Umfragen
| Befragungszeitraum | Quelle | Stichprobe | MHM | Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8. – 11. April 2026 | 21 Kutatóközpont[41] | 1500 | 38 | 55 | 1 | 5 | 1 | – |
| 7. – 11. April 2026 | Median[42] | 2286 | 37,9 | 55,5 | 1,4 | 3,9 | 1,3 | – |
| 7. – 10. April 2026 | Minerva[43] | 3332 | 41,1 | 50,8 | 1,7 | 4,2 | 2,3 | – |
| 5. – 10. April 2026 | AtlasIntel[44] | 1587 | 39,3 | 52,1 | 1,5 | 5,1 | 1,4 | 0,6 |
| 7. – 9. April 2026 | Závecz Research[45] | 1000 | 40 | 54 | 1 | 4 | 1 | – |
| 7. – 9. April 2026 | Publicus[46] | 1004 | 39 | 52 | 2 | 5 | 2 | – |
| 7. April 2026 | McLaughlin & Associates[47] | 1000 | 45,4 | 39,7 | 4,6 | 7,5 | 2,2 | 0,6 |
| 31. März – 4. April 2026 | Iránytű Institute[48] | 1000 | 40 | 51 | 1 | 4 | 4 | 0 |
| 29. März – 4. April 2026 | IDEA[49] | 1500 | 37 | 50 | 4 | 5 | 2 | 2 |
| 27.– 30. März 2026 | Publicus[50] | 1002 | 40 | 49 | 3 | 6 | 3 | – |
| 28.– 29. März 2026 | Alapjogokért Központ[51] | 1000 | 50 | 42 | 2 | 5 | 1 | – |
| 24.– 28. März 2026 | Závecz Research[52] | 1000 | 38 | 51 | 3 | 5 | 3 | – |
| 23.– 28. März 2026 | 21 Kutatóközpont[53] | 1500 | 37 | 56 | 1 | 5 | 1 | – |
| 26.– 27. März 2026 | XXI. Század[54] | 1000 | 46 | 41 | 5 | 6 | 2 | – |
| 23.– 26. März 2026 | Republikon[55] | 1000 | 40 | 49 | 2 | 5 | 4 | – |
| 17.– 20. März 2026 | Medián[56] | 1000 | 35 | 58 | 1 | 4 | 2 | – |
| 16.– 17. März 2026 | Nézőpont[57] | 1000 | 46 | 40 | 3 | 8 | 3 | – |
| 3. April 2022 | Wahl 2022 | 5.651.057 | 54,1 | – | 34,4 | 5,9 | 3,3 | 2,3 |
Ältere Umfragen
| Januar – März 2026 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| März – Dezember 2025 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Verlauf

Ergebnis

| Listen | Listenstimmen | Wahlkreisstimmen | Mandate | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Mandate | Stimmen | % | Mandate | Anzahl | +/- | ||
| TISZA | 3.385.890 | 53,2 | 45 | 3.333.415 | 55,3 | 96 | 141 | neu | |
| Fidesz–KDNP Fidesz KDNP | 2.458.337 | 38,6 | 42 34 8 | 2.215.225 | 36,7 | 10 10 – | 52 44 8 | −83 –73 –10 | |
| MHM | 358.372 | 5,6 | 6 | 345.252 | 5,7 | – | 6 | 0 | |
| DK | 70.298 | 1,1 | – | 65.302 | 1,1 | – | – | −15 | |
| MKKP | 51.965 | 0,8 | – | 38.924 | 0,6 | – | – | – | |
| Minderheit der Roma | 19.203 | 0,3 | – | – | – | – | – | – | |
| Deutsche Minderheit | 18.419 | 0,3 | – | – | – | – | – | –1 | |
| Übrige Minderheitenlisten | 4.249 | 0,1 | – | – | – | – | – | – | |
| Jobbik | – | – | – | 7.832 | 0,1 | – | – | –10 | |
| Munkáspárt–Szolidaritás | – | – | – | 4.187 | 0,1 | – | – | − | |
| NÉP | – | – | – | 328 | 0,0 | – | – | − | |
| NEEM | – | – | – | 247 | 0,0 | – | – | − | |
| Középpárt | – | – | – | 249 | 0,0 | – | – | − | |
| MIÉP | – | – | – | 196 | 0,0 | – | – | − | |
| LMP | – | – | – | 163 | 0,0 | – | – | −5 | |
| IRÁNY | – | – | – | 109 | 0,0 | – | – | − | |
| Einzelbewerber | – | – | – | 20.967 | 0,3 | – | – | − | |
| Sonstige | – | – | – | – | – | – | – | −27 * | |
| Gesamt | 6.366.733 | 100 | 93 | 6.032.396 | 100 | 106 | 199 | – | |
| Ungültige Stimmen | 37.670 | 0,6 | 34.327 | 0,6 | |||||
| Wählende | 6.404.403 | 78,9 | 6.066.723 | 79,6 | |||||
| Wahlberechtigte | 8.112.646 | 7.618.472 | |||||||
| Quelle: Nemzeti Választási Iroda | |||||||||
| Ungarn | Ausland | |||
|---|---|---|---|---|
| Stimmen | % | Stimmen | % | |
| TISZA | 3.339.527 | 55,76 % | 46.363 | 13,82 % |
| Fidesz–KDNP | 2.175.671 | 36,33 % | 282.666 | 84,23 % |
| MHM | 353.513 | 5,90 % | 4.859 | 1,45 % |
| DK | 69.767 | 1,16 % | 531 | 0,16 % |
| MKKP | 50.789 | 0,85 % | 1.176 | 0,35 % |
| Summe | 5.989.267 | 100,00 % | 335.595 | 100,00 % |