Rodrigo (Oper)
Oper von Georg Friedrich Händel
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Vincer se stesso è la maggior vittoria (deutsch: Sich selbst zu besiegen, ist der größte Sieg), oder Rodrigo (HWV 5), ist eine Oper (Dramma per musica) in drei Akten von Georg Friedrich Händel. Es war seine erste italienische Oper. Die Musik ist nicht ganz vollständig erhalten.
| Werkdaten | |
|---|---|
| Titel: | Rodrigo |
| Originaltitel: | Vincer se stesso è la maggior vittoria |
Titelblatt des Librettos, Florenz 1707 | |
| Form: | Opera seria |
| Originalsprache: | Italienisch |
| Musik: | Georg Friedrich Händel |
| Libretto: | Antonio Salvi (?) |
| Literarische Vorlage: | Francesco Silvani: Il duello d’amore e di vendetta (1700) |
| Uraufführung: | Herbst 1707 (?) |
| Ort der Uraufführung: | Teatro del Cocomero, Florenz (?) |
| Spieldauer: | ca. 2 ½ Stunden |
| Ort und Zeit der Handlung: | Sevilla und Umgebung, um 711 |
| Personen | |
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Entstehung
Anders als es in der Literatur oft dargestellt wird, ist über die Entstehungszeit und -umstände der Oper wenig Genaues bekannt. Aus den wenigen durch eindeutige Dokumente bekannten und belegten Fakten und dem Bericht von Händels erstem Biografen John Mainwaring – der wahrscheinlich auf Erzählungen von Händel selber oder dessen langjährigem Vertrautem John Christopher Smith d. J. basierte, aber auch Fehler enthält – scheinen sich einige Widersprüche zu ergeben.[1]
Diese beginnen bereits beim Titel, der von Mainwaring als Rodrigo überliefert ist, während das von Reinhard Strohm entdeckte Libretto vom Herbst 1707 mit Vincer se stesso è la maggior vittoria bezeichnet ist.[2][3][4][5] Händels Autograph ist nicht vollständig erhalten und trägt keine Datierung.[6] Dies ist jedoch bei weitem nicht der einzige Unterschied zwischen Autograph und Libretto: Offensichtlich wurden vor den Aufführungen im Herbst 1707 eine ganze Reihe an Änderungen sowohl am Text, als auch an der Musik vorgenommen.[7][8][9]
Ob Ferdinando de’ Medici den Auftrag zur Oper erteilte, wie oft vermutet oder kolportiert wurde,[10][11] ist nicht belegt,[12] auch wenn es „plausibel“ erscheinen mag,[13] da die Oper „unter der Schirmherrschaft des Erlauchtigsten Fürsten der Toskana“ („sotto la protezione des Serenissimo Principe di Toscana“[3]) aufgeführt wurde.[5][14]
Da das Autograph auf römischem Papier geschrieben wurde,[15] und das erhaltene Libretto vom Herbst 1707 stammt, wurde oft vermutet, dass Händel die Oper im vorangehenden Sommer während seines Aufenthalts beim Marchese Francesco Maria Ruspoli in Rom komponierte, und dann in Florenz vor den Aufführungen Änderungen vornahm, die er in einer nicht erhaltenen Direktionspartitur notierte – bewiesen ist das jedoch nicht.[16]
Ein weiteres ungelöstes Problem ist Mainwarings Behauptung, dass in der Oper eine Sängerin namens „Vittoria“ aufgetreten sei, die zwar „in großer Gunst bei dem Fürsten“ stand, aber in Händel verliebt gewesen sein und vielleicht sogar eine Beziehung mit ihm gehabt haben soll;[17] eine Liaison von Händel und „la Victoria“ wurde lange vor Mainwaring und unabhängig von ihm auch von Kurfürstin Sophie von Hannover in einem Brief vom 14. Juni 1710 erwähnt.[18] Aus den Umständen ist klar, dass es sich um Vittoria Tarquini gehandelt haben muss, die zu der Zeit eine der berühmtesten Sängerinnen Italiens war.[19][20][21] Im erhaltenen Libretto vom Herbst 1707 ist die Tarquini jedoch nicht unter den Sängern gelistet.[22] Ursula Kirkendale stellte daher, auch aufgrund von Dokumentenfunden im Archivio Segreto Vaticano, die These auf, dass die Oper vielleicht bereits bei einem früheren Aufenthalt Händels in Florenz (1705 ?) entstand und auch mit Vittoria Tarquini, eventuell in einer Privatvorführung, aufgeführt wurde, während die für 1707 belegten Vorstellungen eine Wiederaufführung einer revidierten Fassung gewesen sein könnten. Auch dies ist jedoch nicht eindeutig belegt.[5]
Im Libretto wird kein genauer Aufführungsort genannt,[23] Robert Lamar Weaver und Norma Wright Weaver wiesen jedoch darauf hin, dass die gelisteten Sänger (mit einer Ausnahme) dieselben waren, die zu der Zeit im Teatro del Cocomero auftraten, und gingen daher davon aus, dass Vincer se stesso... auch dort gespielt wurde.[24] Letzteres konnte jüngst durch Tagebuchnotizen des Herzogs Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen untermauert werden, wonach es zwischen dem 9. und dem 22. November 1707 fünf Aufführungen der Oper gab,[25] und zwar mit den folgenden Sängern:
- Rodrigo – Stefano Frilli (Soprankastrat)
- Esilena – Anna Maria Cecchi Torri, genannt „La Beccarina“ (Sopran)
- Giuliano – Francesco Guicciardi (Tenor)
- Florinda – Aurelia Marcello (Sopran)
- Evanco – Caterina Azzolina, genannt „La Valentina“ (Sopran)
- Fernando – Giuseppe Perini (Altkastrat)
Laut Mainwaring erhielt Händel als Bezahlung „100 sequins and a service of plate“[26] (100 Zechinen[27] und ein Service).
Aufführungsgeschichte
Aufgrund der lückenhaften Überlieferung der Musik, die jedoch im 20. Jahrhundert nach und nach vervollständigt werden konnte, kam eine erste Neuinszenierung der Oper in moderner Zeit erst im August 1984 während der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zustande, und zwar mit dem Barockorchester Il complesso barocco unter der Leitung von Alan Curtis.[28]
Libretto
Das Libretto beruht auf Francesco Silvanis Il duello d’amore e di vendetta, das zuerst in einer Vertonung von Marc’Antonio Ziani in der Karnevalssaison 1699/1700 in Venedig aufgeführt worden war, mit dem Kastraten Nicolò Grimaldi, genannt Nicolini, der später in London mit Händel zusammenarbeitete.[29] Silvanis Textbuch zeigt bereits Anzeichen der Opernreform, die unter anderem von seinem Kollegen Apostolo Zeno initiiert wurde, unter anderem durch Übernahme von Prinzipien der antiken Tragödie.[30] Formal gehört dazu auch eine starke Tendenz zu Abgangsarien am Ende der Szenen – in dieser Hinsicht ist Rodrigo sogar moderner als Händels nächste Oper Agrippina.[31]
Wer das Textbuch für Händel bearbeitet hat, ist unbekannt, vorgeschlagen wurden Antonio Salvi (nach Reinhard Strohm), oder einer der Kantaten-Dichter, mit denen Händel in Rom zusammenarbeitete (nach Baselt).[29] Zu den Änderungen der Vorlage gehört eine Toskanisierung der Sprache, die bei Silvani viele venezianische Ausdrücke enthielt. Dabei fällt allerdings auf, dass Händels Vertonung im Autograph noch deutlich von der gedruckten Textversion im erhaltenen Libretto von 1707 abweicht, also näher am venezianischen Original ist.[32]
Bei der Bearbeitung der Vorlage wurde eine Partie (Rodrigos Schwester Climene) gestrichen, trotzdem ist die Zahl der Gesangsnummern bei Händel fast dieselbe wie bei Silvani und Ziani, da die Figur des Giuliano – wahrscheinlich wegen eines besonders guten Sängers (des Tenors Francesco Guicciardi) – stark aufgewertet wurde und vier oder fünf zusätzliche Arien erhielt.[33]
Handlung

Historischer und literarischer Hintergrund
Die Handlung ist inspiriert von Legenden über Roderich (= Rodrigo), der als letzter König der Westgoten von 710 bis 711 in Hispanien regierte und dessen Tod und Niederlage gegen ein arabisch-berberisches Heer in der Schlacht am Río Guadalete den Untergang des Westgotenreichs besiegelte. Obwohl die meisten Figuren der Handlung tatsächlich gelebt haben, ist der Bezug der Oper zur historischen Realität äußerst vage, zumal bereits die historischen Überlieferungen legendenhaft sind.
Im Argomento des Librettos wird als historische Quelle Antonio Foresti (Del Mappamondo istorico[34], Venedig 1694) genannt,[35] und die Vorgeschichte zur Handlung folgendermaßen dargestellt:
Roderich (Rodrigo) war gewaltsam an die Macht gekommen, nachdem er seinen Vorgänger Witiza abgesetzt und ermordet hatte. Daneben hatte er seine Gemahlin Esilena mit Florinda, der Tochter des Grafen Julian von Ceuta, betrogen, die er verführte, indem er ihr die Ehe und den Thron versprach. Da Roderich dieses Versprechen nicht hielt, berichtete Florinda ihrem Vater davon, der sich aus Rache mit den Mauren und König Witizas Söhnen Sisibuto und Evanco verbündete und damit den Tod Roderichs, den Untergang des Westgotenreichs und die jahrhundertelange maurische Herrschaft über die iberische Halbinsel (Al-Andalus) verursachte.[36][37]
Diese – heutzutage in großen Teilen ohnehin als Erfindung angezweifelte – Geschichte wird in der Oper noch weiter verändert und märchenhaft ausgeschmückt: Vor allem ist „Giuliano, conte di Ceuta“ bei Silvani/Händel nicht Florindas Vater, sondern ihr Bruder; Rodrigo und Florinda haben aus ihrer Affaire einen gemeinsamen Sohn; es gibt außerdem eine erdichtete Liebesromanze zwischen Evanco und Florinda und ein völlig unhistorisches lieto fine, mit einem Rodrigo, der sich am Ende in ein glückliches Privatleben mit seiner Frau zurückzieht und die Herrschaft Evanco und Florinda überlässt.[36][37]
Fazit: Es geht in der Oper in Wirklichkeit nicht um historische Personen oder Fakten, sondern, wie auch der Titel des Librettos klarstellt, um die positive persönliche Entwicklung und moralische Läuterung des Titelhelden, der sich von einem anfangs von niederen Trieben (Herrschsucht, Habgier, Sexgier) beherrschten Menschen, der Anderen schadet und damit Aggressionen auslöst, durch Reue und Erkenntnis – und die Führung seiner gütigen und selbstlosen Frau – zu einem „guten“ Menschen wird, der durch Verzicht Frieden und Liebe stiftet: Jemand der sich selbst (d. h. seine niederen Triebe) besiegt. Auch die anderen Figuren verzichten am Ende auf ihren Wunsch nach Rache.
Erster Akt
Die Oper spielt in Sevilla und Umgebung.
Königlicher Garten.
Die junge, ehrgeizige Florinda hat sich in der Vergangenheit auf eine ehebrecherische Affaire mit Rodrigo eingelassen, da er ihr versprach, sie nach der Trennung von seiner Frau Esilena zu heiraten und zur neuen Königin zu machen. Nachdem Florinda inzwischen aus dieser Affaire ein Kind bekommen hat, wirft sie ihm nun wütend vor, dass er sie mithilfe falscher Versprechungen täuschte und ihr Ehre ruiniert hat. Rodrigo überhört geflissentlich ihr Vorwürfe, da er gerade in Festtagslaune ist, nachdem die Rebellion Evancos erfolgreich niedergeschlagen wurde. Schließlich weist er jede Schuld von sich: Er als Herrscher habe das Recht sich zu nehmen, was er bräuchte, Florinda dagegen könne ihrem blinden Ehrgeiz die Schuld geben und sei auch gar nicht die Einzige, die nach einer Affaire mit ihm Tränen vergieße. Esilena schwört blutige Rache.
Innenhof im Königspalast mit Thron.
Esilena kann in die allgemeine Freude über den Sieg von Rodrigos Heer nicht einstimmen, da sie über Rodrigos wiederholte Seitensprünge unglücklich ist. Fernando versucht ihr Hoffnung zu machen.
Rodrigo berichtet Esilena von seinem Sieg. Sie beglückwünscht ihn, weist ihn aber darauf hin, dass er einen noch viel wertvolleren Sieg zu erringen habe: Den Triumph über seine niedrigen Triebe, mit denen er letztlich sich selbst und seinem Ansehen schade. Nachdem beide den Thron bestiegen haben, erscheint Rodrigos siegreicher General Giuliano mit Gefangenen, darunter Evanco, und mit Sisibutos Kopf als „Trophäe“ auf einer Lanze. Der stolze Evanco wird von Rodrigo zu einem langsamen Tode verurteilt, doch Esilena bittet darum, Evanco am Leben zu lassen, das sei für einen Unglücklichen eine größere Strafe. Rodrigo lenkt ein und vertraut ihn der Aufsicht Giulianos an, während Esilena sich bei Giuliano für dessen edle Dienste bedankt.
Giuliano bietet Evanco seine Freundschaft an, soweit es seine Loyalität gegenüber Rodrigo zulasse. Evanco ist entschlossen, sich nicht vom Schicksal unterkriegen zu lassen. Nun tritt Giulianos Schwester Florinda ein und gesteht ihm unter lauter Selbstbezichtigungen, dass Rodrigo sie „zur Frau und Mutter gemacht“ habe. Dann fordert sie ihn auf, die Schande, die Rodrigo damit über ihre ganze Familie gebracht habe zu rächen. Giuliano ist entsetzt und schwört Rodrigo Tod und Verderben. Er will Evanco freilassen und mit ihm als dem rechtmäßigen Thronerben Spaniens gegen Rodrigo in den Krieg ziehen. Florinda freut sich bereits über Rodrigos bevorstehenden Tod und ergeht sich in Hass.
Ein Kabinett.
Statt sich seiner Siege zu erfreuen, wird Rodrigo von Gewissensbissen gequält und ist melancholischer Stimmung. Da erscheinen Fernando und Esilena und berichten, dass Giuliano und Florinda zusammen mit Evanco einen Aufstand angezettelt haben. Rodrigo gibt Fernando Befehl zum Widerstand und „beichtet“ nun Esilena, dass an all den Problemen nur seine Affaire mit Florinda schuld sei, der er die Ehe und den Thron versprochen habe. Esilenas Angebot, sich freiwillig von ihm zu trennen und Florinda den Thron zu überlassen, lehnt er ab, da er sie nach wie vor liebe, und bittet sie um Vergebung. Er ist jedoch einverstanden, dass Esilena als Friedensvermittlerin zu Esilena geht. Esilena bleibt allein zurück und ist entschlossen, ihre Liebe und Treue zu ihrem Mann durch Verzicht und Entsagung zu leben.
Zweiter Akt
Schlachtfeld mit königlichen Zelten.
Giuliano und Evanco sprechen zu ihrem Heer, um sie auf den Kampf gegen Rodrigo vorzubereiten. Ein Soldat bringt Nachricht, dass Esilena um eine Audienz bei Florinda bitte; zugleich trifft ein Brief an Giuliano von Fernando ein, der sich (angeblich) mit ihm gegen Rodrigo verbünden möchte und ein geheimes Treffen vorschlägt. Gegen das Misstrauen von Evanco und Florinda entscheidet sich Giuliano, dem Wunsche Fernandos entgegenzukommen.
Evanco gesteht Florinda seine Liebe, die sie erwidert — doch zuerst fordert sie Rache. Esilena erscheint und bietet Florinda im Namen des Friedens ihren Ehemann und den Thron an, aber Florinda bleibt unversöhnlich und will Rodrigos Tod. Enttäuscht und empört über soviel Hass und Rachsucht verabschiedet sich Esilena. Alleingeblieben gesteht sich Florinda ein, dass sie zwischen Mitleid und Wut hin- und hergerissen war, doch sie ist nach wie vor entschlossen, die „kalte Asche der Liebe“ zu Rodrigo aus ihrem Herzen zu verbannen.
Königlicher Saal. Nacht.
Während Rodrigo versucht sich angesichts der kritischen Situation selber Mut zu machen, kommt Esilena und berichtet, dass ihr Friedensangebot von Florinda abgewiesen wurde. Rodrigo ist überzeugt, noch genügend Unterstützer zu haben, die ihm gegen die Rebellen helfen werden. Esilena bittet den Himmel um Hilfe und fühlt sich Rodrigo bis in den Tod verbunden.
Giuliano ist inzwischen Fernando in die Falle gegangen und wird von diesem vor Rodrigo geführt, der den Rebellen sogleich zum Tode verurteilt. Giuliano ergibt sich in sein Schicksal, da er überzeugt ist, dass er Rodrigo selbst im Totenreich noch zur Rechenschaft ziehen werde. Doch Esilena bittet auch diesmal um Gnade, da Giulianos Tod Florinda und Evanco nur noch mehr anstacheln würde. Auch Fernando weist darauf hin, dass Giuliano ihnen als Geisel mehr nützen könne. Rodrigo lenkt ein und sendet Fernando zu den Rebellen mit einem Ultimatum: Wenn Evanco in die Gefangenschaft zurückkehre und Florinda das Reich verlasse, werde er Giuliano das Leben schenken. Esilena und Rodrigo sind voller Hoffnung auf einen guten Ausgang in Frieden und Liebe.
Schlachtfeld unterhalb der Stadtmauern mit dem Stadttor.
Florinda und Evanco rufen ihre Mannen zum Kampf für Giulianos Rettung. Da öffnet sich das Stadttor und Fernando erscheint mit Giuliano inmitten von Soldaten. Fernando verkündet Rodrigos Ultimatum, doch Giuliano fordert seine Schwester und Evanco auf, ohne Rücksicht auf seine Person weiter für ihren Sieg zu kämpfen. Florinda ist ganz verwirrt, doch Evanco nimmt blitzschnell einen Bogen und erschießt Fernando mit einem Pfeil. Evanco und seine Soldaten stürmen die Stadtmauern und Florinda frohlockt im Angesicht ihrer Rache.
Dritter Akt
Tempel.
Rodrigo ist in den Tempel geflüchtet und kurz davor aufzugeben. Doch Esilena kommt und fordert ihn auf, den Kampf fortzusetzen und, wenn nötig, königlich zu sterben. Rodrigo fühlt neuen Mut und spricht ein Gebet zu Jupiter, dem er auch seine Krone und Zepter darbietet. Nachdem die Eheleute voneinander Abschied genommen haben, bleibt Esilena allein zurück und bittet die Götter um das Leben Rodrigos.
Innenhof.
Giuliano feiert seinen Sieg, als Evanco und seine Soldaten den gefangenen Rodrigo hereinführen. Gerade als Evanco im Begriff ist, Rodrigo mit dem Schwert zu töten, tritt Florinda dazu und beansprucht das Recht der Exekution für sich. Doch nun erscheint Esilena mit Florindas Sohn auf dem Arm und macht ihr klar, dass sie gerade den Vater ihres eigenen Kindes ermorden will. Florinda ist von Gefühlen überwältigt, ihre Wut verfliegt und sie vergibt Rodrigo. Esilena bittet auch Giuliano und Evanco um Rodrigos Leben, da er ihnen zuvor auch Gnade gewährte. Giuliano willigt ein, doch Evanco bleibt hart. Erst als Florinda ihn bittet und sagt, dass er sich durch sein Mitleid ihrer Liebe noch würdiger erweisen würde, gibt er nach.
Rodrigo bittet darum, noch einmal als König vor den Führern des Landes sprechen zu dürfen, was Giuliano ihm gewährt. Dann fordert Rodrigo Esilena auf, ihn für seine Untaten zu bestrafen, doch sie hat ihm längst vergeben und beide besingen ihre Liebe.
Königlicher Palast mit Thron.
Auch Florinda und Evanco schwelgen im Liebesglück. Am Ende versucht Rodrigo, das von ihm begangene Unrecht wieder gut zu machen, indem er Evanco und Florinda die Herrschaft über das Königreich Aragon übergibt. Seinen Sohn mit Florinda erklärt er zum Thronerben von Kastilien, und Giuliano zu dessen Vormund und Berater. Alle sind zufrieden und Esilena zieht das Fazit: Vincer se stesso è la maggior vittoria (Sich selbst zu besiegen ist der größte Sieg). Am Ende preisen alle den Sieg von Venus und Cupido über die Rachsucht.
Musik

Händels Autograph und die Musik zu Rodrigo ist nicht vollständig erhalten.[38] In den 1970er und 1980er Jahren konnten allerdings Händel-Forscher wie Winton Dean und Anthony Hicks größere Lücken zu Beginn und Ende des dritten Akts durch zeitgenössische Abschriften im Fitzwilliam Museum in Cambridge, in der Newman-Flower-Sammlung und in der Sammlung des Earl of Shaftesbury schließen. Bis heute (Stand 2026) fehlt weiterhin der Beginn des ersten Aktes mit Rodrigos Arie „Occhi neri“ und wahrscheinlich ein Duett am Ende der zweiten Szene in Akt III.[39]
Das erhaltene Libretto gibt darüber Auskunft, dass Händel für die Aufführungen im Herbst 1707 sechs im Autograph erhaltene Arien gestrichen und durch andere ersetzt hat – von den Ersatzarien ist nur eine erhalten (Evancos „Io son vostro, luci belle“, Akt III, Nr. 36 b). Zu den gestrichenen Arien gehören seltsamerweise mehrere Stücke von hoher Qualität, und sogar zwei besonders sublime Juwelen der Partitur: Florindas „Fredde ceneri“ und Esilenas „Empio fato“ in Akt II (Nr. 18 und 20).[40]
Merkwürdig erscheint die einleitende Ouvertüre, die mit acht folgenden Tanzsätzen eine komplette, sehr schöne Orchestersuite in B-Dur[41] bildet, mit einer prächtigen Passacaille mit Solo-Violine als Höhepunkt und Abschluss. Da die Suite auf anderem Papier geschrieben ist als das übrige Autograph, meinten Dean und Knapp, dass sie wahrscheinlich unabhängig (früher ?) entstanden ist und eventuell (als Ganzes) gar nicht zur Oper gehören mag.[42] Die Suite wurde 1710 in London auch als Bühnenmusik zur Komödie The Alchemist von Ben Jonson aufgeführt,[43] und als solche gedruckt (John Walsh, 1710).[44]

Die Musik zu Rodrigo ist sehr schön und ausdrucksvoll, aber insgesamt wirkt die Partitur etwas unausgewogen:[45] So ist beispielsweise der erste Akt ein regelrechtes Koloraturen-Fest, mit einem Übergewicht von extravertierten Bravourarien (Nr. 2, 4, 5, 8, 9, 10, 12, 13), meistens vom Typus kämpferische Rache- oder Wutarie, oft mit fanfarenartigen Motiven und fast immer mit repräsentativer Orchesterbegleitung (Ausnahme: Nr. 4 mit b.c.);[46] im dritten Akt dagegen haben vier von den erhaltenen sieben Arien (Rodrigos „Qua rivolga“ ist verschollen) einen intimen Charakter mit reiner Continuo-Begleitung (Nr. 28, 31, 32, 35). Obwohl dies bis zu einem gewissen Grade dem Libretto geschuldet sein mag, zeigt sich in einem solch mangelnden Sinn für Balance offenbar noch eine jugendliche Unerfahrenheit des Komponisten.
Darüber hinaus wiesen Dean und Knapp darauf hin, dass einzelne Arien dramaturgisch oder bezüglich der Charakterzeichnung der Personen nicht so gelungen sind, wie man es aus Händels späteren Opern kennt.[45][47]
Die Stimmdispositon mit vier Sopranen, einem Alt und einem Tenor – darunter zwei Kastraten und eine Hosenrolle (Evanco) – ist für eine italienische Oper der Zeit nicht ungewöhnlich. Die musikalisch führende Partie ist die prima donna Esilena mit acht Arien, einem orchester-begleiteten Accompagnato-Rezitativ sowie einem (oder urspr. zwei) Duett(-en ?) mit Rodrigo, der selber sieben Arien hat (seine erste „Occhi neri“ ist nicht erhalten); Florinda und Giuliano singen jeweils sechs Arien, Evanco fünf und Fernando zwei. Der Schlusschor wird wie üblich von den Solisten gesungen, unter Führung von Esilena, die darin auch solistisch hervortritt. Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ ist Esilena bevorzugt und hat ein breites Ausdrucksspektrum, obwohl sie im Gegensatz zu allen anderen Charakteren keine martialische Arie hat.[48]

Es gibt zwei Stellen, für Rodrigo und Esilena, wo Händel eine Art zweiteiliges „Aria-Cabaletta-Design“ verwendet,[49] mit einer ersten Arie in ruhigem Tempo, der nach Rezitativen eine zweite schnelle Arie (quasi „Cabaletta“) für dieselbe Person folgt, wie es im Belcanto des frühen 19. Jahrhunderts üblich wurde (u. a. bei Rossini, Bellini, Donizetti). Das erste Beispiel sind Rodrigos Arien „Sommi Dei!“ und „Vanne in campo“ (Akt I, Nr. 11 und 12), von denen die erste in g-moll und die zweite in B-Dur steht. Formal ist darüber hinaus interessant, dass „Sommi Dei!“ kurz nach Beginn des B-Teils durch den Eintritt von Fernando abgebrochen wird und in Secco-Rezitativ übergeht – ein „Trick“ von dramaturgisch realistischer Wirkung, den Händel später öfter anwandte.[50]
Das zweite Beispiel für ein Aria-Cabaletta-Modell folgt im zweiten Akt mit Esilenas „Egli è tuo“ und „Parto, crudel“ (Nr. 16 und 17), deren erste in Es-Dur und die zweite in B-Dur stehen. Auch hier gibt es eine zusätzliche Besonderheit, da in „Parto, crudel“ abwechselnd mithilfe von mehrfachen plötzlichen Tempowechseln zwei stark kontrastierende Affekte ausgedrückt werden: Aufregung bzw. Empörung und Liebe.[51]
Händel übernahm für vier Arien und die Einleitung der Ouvertüre Motive aus seiner ersten Hamburger Oper Almira, Königin von Castilien; weitere Entlehnungen gibt es aus nahezu gleichzeitig entstandenen italienischen Kantaten und lateinischen Motetten.[52] Viele Ideen aus Rodrigo verarbeitete und verbesserte Händel später in anderen Werken, vor allem in Agrippina und einigen Londoner Opern,[53] aber auch in den Oratorien Messiah und Susanna.[52] In Giulianos Arie „Dell’Iberia al soglio invitto“ (Akt I, Nr. 5) verwendete Händel Material aus Reinhard Keisers Oper Die edelmütige Octavia (1705).[44]
Orchester
Zwei Blockflöten, zwei Oboen, Streicher, Basso continuo (ursprünglich vermutlich: Violoncello, Erzlaute bzw. Theorbe, 2 Cembali[54]).
Struktur der Oper
Ouverture – Gigue – Sarabande – Matelot – Menuett I – Bourrée I-II – Menuet II (2 Ob, Str, BC),
Passacaille (Vl solo, 2 Ob, Str, BC)
Erster Akt
| Scena I | Recitativo. Florinda, Rodrigo Ah mostro, ah furia (Musik verloren) |
| 1. Aria. Rodrigo Occhi neri, voi siete a pianger soli (Musik verloren) | |
| Scena II | Recitativo. Florinda … petto col dulmine del cielo (fragm.) |
| 2. Aria. Florinda (2 Ob, Str, BC) Pugneran con noi le stelle | |
| Scena III | 3. Aria. Esilena (2 BlFl, 2 Vl, BC) Nasce il sol, e l’aura vola |
| Recitativo. Fernando, Esilena Reina, in si bel dì | |
| 4. Aria. Fernando (BC) Agitata da fiato incostante | |
| Scena IV | Recitativo. Rodrigo, Esilena Esilena! Mio Re! |
| Scena V | 5. Aria. Giuliano (2 Ob, Str, BC) Dell’Iberia al soglio invito |
| Recitativo. Giuliano, Rodrigo, Evanco, Esilena Signor, questo reciso orribil teschio | |
| 6. Aria. Rodrigo (Vl, BC) Ti lascio a la pena d’un core trafitto | |
| Recitativo. Esilena Egregio Duce, il braccio | |
| 7. Aria. Esilena (Vl, BC) In mano al mio sposo più vago sfavilla | |
| Scena VI | Recitativo. Giuliano, Evanco Evanco, armato in campo |
| 8. Aria. Evanco (Vl, BC) Heroica fortezza non teme sciagure | |
| Scena VII | Recitativo. Giuliano, Florinda Fra romori di Marte |
| 9. Aria. Giuliano (2 Ob, Str, BC) Stragi, morti, sangue ed armi! | |
| Scena VIII | Recitativo. Florinda Coronate mi, o sdegni! |
| 10. Aria. Florinda (2 Ob, Vl, BC) Oh morte, vendetta, tradite sembianze | |
| Scena IX | Recitativo. Rodrigo Mentre di mie vittorie |
| 11. Aria. Rodrigo (BC) Sommi Dei! Se pur v’offesi | |
| Scena X | Recitativo. Fernando, Esilena, Rodrigo Rodrigo, all' armi! |
| Scena XI | Recitativo. Rodrigo, Esilena Esilena, cotesto pur |
| 12. Aria. Rodrigo (2 Ob, Vl, BC) Vanne in campo, e vedrai del ciglio al lampo | |
| Scena XII | Recitativo. Esilena Cor mio, non gir con fasto |
| 13. Aria. Esilena (2 Ob, Str, BC) Per dar pregio all'amor mio |
Zweiter Akt
| Scena I | Recitativo. Giuliano, Evanco, Florinda Campioni, una gran fede |
| 14. Aria. Giuliano (2 Ob, Vl solo, Vl, Vc solo, BC) Fra le spine offre gl’allori | |
| Scena II | Recitativo. Evanco, Florinda Florinda, Amore e giusto |
| 15. Aria. Evanco (BC) Prestami un solo dardo | |
| Scena III | Recitativo. Florinda, Esilena Mi balza il core in petto |
| 16. Aria. Esilena (BC) Egli è tuo! Né mi riserbo altro più | |
| Recitativo. Florinda, Esilena Chi esibisce, Esilena | |
| 17. Aria. Esilena (Str, BC) Parto, crudel, sì parto, per dare all’idol mio gli ultimi baci | |
| Scena IV | Recitativo. Florinda Baldanzosa pietà, quanto contrasto |
| 18. Aria. Florinda (2 Bfl, 2 Vl, Vla) Fredde ceneri d’amor | |
| Scena V | 19. Aria. Rodrigo (Vl, BC) Siet’ assai superbe, oh, stelle |
| Recitativo. Rodrigo Ma Rodrigo, si presto | |
| Scena VI | Recitativo. Esilena, Rodrigo Signor, tutte rinchiuse son le nostre speranze |
| 20. Aria. Esilena (Str, BC) Empio fato e fiera sorte | |
| Scena VII | Recitativo. Fernando, Rodrigo, Giuliano Signor, non sempre cieca a l'ardir d'ogna destra |
| 21. Aria. Giuliano (BC) Là ti sfido a fiera battaglia | |
| Scena VIII | Recitativo. Esilena, Fernando, Rodrigo Rodrigo, anco dell’Idra |
| 22. Aria. Fernando (Vl, BC) Dopo i nembi e le procelle | |
| Scena IX | Recitativo. Esilena, Rodrigo Amato sposo, e chi sa mai |
| 23. Aria. Rodrigo (2 Ob, Str, BC) Dolce Amor, che mi consola e lunsiga il cor | |
| Scena X | Recitativo. Esilena Che più chiedi Esilena? |
| 24. Aria. Esilena (2 Ob, Str, BC) Si che lieta goderò e la pace troverò | |
| Scena XI | Recitativo. Florinda, Evanco Qual’ Demone mi scorta? |
| 25. Aria. Fernando (Vl, BC) Su! all’armi grida Nemesi | |
| Scena XII | Recitativo. Fernando, Giuliano, Florinda, Evanco Ferma, Florinda |
| 26. Aria. Florinda (2 Ob, Str, BC) Alle glorie, alle palme, agli allori |
Dritter Akt
| Scena I | Recitativo. Rodrigo Barbari Dei, son vinto (Musik verloren) |
| 27. Aria. Rodrigo (Vl, BC) Qua rivolga gli orribili acciari | |
| Scena II | Recitativo. Esilena, Rodrigo … fissi stan la fortuna e il fato (fragm.) |
| Duetto. Esilena, Rodrigo Non io, se più a rivedromo (Musik verloren) | |
| Scena III | Recitativo. Esilena Ah sommi Dei |
| 28. Aria. Esilena (Str, BC) Perchè viva il caro sposo la mia vita io dona a voi | |
| Scena IV | Recitativo. Giuliano Abbiam vinto, o campioni! |
| 29. Aria. Giuliano (Str, BC) Spirti fieri dell’alme guerrieri | |
| Scena V | Recitativo. Rodrigo, Evanco, Giuliano Non cederò. A me tu devi il sangue |
| Scena VI | Recitativo. Florinda German’, t’arresta! |
| Scena VII | Recitativo. Esilena, Rodrigo, Florinda Questi il difende |
| 30. Recitativo accompagnato. Esilena, Florinda, Evanco, Giuliano (Str, BC) E tu, misero figlio | |
| 31. Aria. Florinda (BC) Così m’alletti, così sei cara a me! | |
| Recitativo. Rodrigo, Giuliano Deciso ha di mia vita in voi pietade | |
| 32. Aria. Giuliano (BC) Allorchè sorge astro lucente | |
| Recitativo. Evanco Gran Donna, a cui oggi | |
| 33. Aria. Evanco (2 Ob, 2 Vl, BC) Il dolce foco mio | |
| Scena VIII | Recitativo. Rodrigo, Esilena Dolcissima Esilena |
| 34. Duetto. Esilena, Rodrigo (2 Ob, 2 Vl, BC) Prendi l’alma, prendi il core | |
| Scena IX | Recitativo. Florinda, Evanco Signore, poich’e lo sdegno |
| 35. Aria. Florinda (BC) Begl’occhi del mio ben | |
| Recitativo. Evanco Mi son pur cari, oh bella, questi sensi d’amor | |
| 36a. Aria. Evanco (2 Ob, Str, BC) Lucide stelle, gemelle d’amor | |
| Scena X | Recitativo. Rodrigo Castiglia, anco su i so gli porta (Musik verloren) |
| 37. Coro. (2 Ob, Str, BC) L’amorosa Dea di Gnido sparga il sen di rosa eletta |
Diskografie
- F 670 023-25 (1987): Derek Lee Ragin (Rodrigo), Norma Sharp (Esilena), Pamela Hamblin (Florinda), Keith Olsen (Giuliano), Frances Ginzer (Evanco), Ursula Kunz (Fernando)
- Deutsche Händel-Solisten; Dir. Charles Farncombe (140 min)
- Virgin Classics 7243 5 45897 2 0 (1997): Gloria Banditelli (Rodrigo), Sandrine Piau (Esilena), Elena Cecchi Fedi (Florinda), Rufus Müller (Giuliano), Roberta Invernizzi (Evanco), Caterina Calvi (Fernando)
- Il complesso barocco; Dir. Alan Curtis (154 min)
- Mondo Musica MMH 80088 (2001): Richard Crowe (Rodrigo), Janet Williams (Esilena), Romelia Lichtenstein (Florinda), Kobie van Rensburg (Giuliano), Lynda Lee (Evanco), Alejandro Garri (Fernando)
- Ambroisie AM 132 (2008): Maria Riccarda Wesseling (Rodrigo), María Bayo (Esilena), Sharon Rostorf-Zamir (Florinda), Kobie van Rensburg (Giuliano), Anne-Catherine Gillet (Evanco), Max Emanuel Cenčić (Fernando)
- Al Ayre Español; Dir. Eduardo López Banzo (157 min)
- Accent ACC 26412 (2019): Erica Eloff (Rodrigo), Fflur Wyn (Esilena), Anna Dennis (Florinda), Jorge Navarro Colorado (Giuliano), Russell Harcourt (Evanco), Leandro Marziotte (Fernando)
- Festspielorchester Göttingen; Dir. Laurence Cummings (168 min)
Literatur
- Winton Dean, John Merrill Knapp: Handel’s Operas 1704–1726. The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-525-7 (englisch).
- Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bühnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 978-3-7618-0610-4.
- Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3.
- Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Das Händel-Handbuch in 6 Bänden. Händels Opern. Band 2. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 3-89007-686-6.
- Albert Scheibler: Sämtliche 53 Bühnenwerke des Georg Friedrich Händel, Opern-Führer. Edition Köln, Lohmar/Rheinland 1995, ISBN 3-928010-05-0.
- Paul Henry Lang: Georg Friedrich Händel. Sein Leben, sein Stil und seine Stellung im englischen Geistes- und Kulturleben. Bärenreiter-Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7618-0567-5.
