Walberngrün

Ortsteil von Grafengehaig From Wikipedia, the free encyclopedia

Walberngrün ist ein Gemeindeteil des Marktes Grafengehaig im oberfränkischen Landkreis Kulmbach.[2] Der Ort liegt in der Gemarkung Walberngrün.[3] Zum Gemeindeteil Walberngrün zählt der Wohnplatz Loh.

Schnelle Fakten Markt Grafengehaig ...
Walberngrün
Koordinaten: 50° 14′ N, 11° 39′ O
Höhe: 655 (629–676) m ü. NHN
Einwohner: 133 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 95356
Vorwahl: 09252
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Geografie

Das aus drei Siedlungen bestehende Dorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes. Das Walberngrüner Bächlein entspringt ein wenig östlich der Siedlungen und durchfließt das Ortsgebiet in Ost-West-Richtung. Am nordöstlichen Ortsrand liegt ein Sportplatz mit dazu gehörendem Sportheim.[4] Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße KU 26 (1 km östlich) bzw. an Hüttenbach vorbei nach Weißenstein (2 km südlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gösmes zur Staatsstraße 2195 (1,1 km nordöstlich).[5]

Geschichte

Der an der Grenze des ehemaligen markgräflich-bayreuthischen Amtes Schauenstein gelegene Ort wurde früher auch „Walpotengrune“ genannt. Dieser Ortsname erinnert an das Ministerialengeschlecht der Walpoten und deren Rodungstätigkeit, die der Urbarmachung des Landes dienten.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Walberngrün aus 24 Anwesen. Das Hochgericht übte das Burggericht Guttenberg aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Marktschorgast auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Burggericht Guttenberg. Grundherren waren das Burggericht Guttenberg (1 Hof, 8 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 6 Tropfhäuser) und das Rittergut Guttenberg-Schlößlein (2 Güter, 2 Halbgüter, 1 Haus).[6]

1810 kam Walberngrün zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Eppenreuth zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Walberngrün, zu der Hetzenhof, Hintererb, Hüttenbach und Mesethmühle gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg. Von 1819 bis 1848 übernahm das Herrschaftsgericht Guttenberg weitestgehend die Befugnisse, die das Landgericht hatte. 1840 wurde die Gemeinde an das Landgericht Stadtsteinach und 1853 an das Rentamt Stadtsteinach überwiesen (1919 in Finanzamt Stadtsteinach umbenannt).[7] Ab 1862 gehörte Walberngrün zum Bezirksamt Stadtsteinach (1939 in Landkreis Stadtsteinach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Stadtsteinach (1879 in Amtsgericht Stadtsteinach umgewandelt). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 2,780 km².[8] Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Walberngrün in Grafengehaig eingegliedert.[9][10]

Ehemalige Baudenkmäler

  • Haus Nr. 5: Eingeschossiges, verputzt massives Halbwalmdachhaus, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts.[11]
  • Haus Nr. 6: Eingeschossiges, verputzt massives Halbwalmdachhaus (ehemals Wohnstallhaus), erste Hälfte des 19. Jahrhunderts; zwei Türrahmungen mit Scheitelstein.[11]
  • Haus Nr. 8: Am erneuerten Satteldachhaus profilierte Sandsteintürrahmung mit Scheitelstein, bezeichnet „1797“.[11]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Walberngrün

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181918401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 204302326307325352346354363363305332294250274242239215211276249231203190
Häuser[12] 38413938413840
Quelle [13][14][14][14][15][16][17][18][19][20][21][14][22][14][23][14][24][14][14][14][25][14][8][26]
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Ort Walberngrün

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 204 *258272280241197215168169133
Häuser[12] 28333133313345
Quelle [7][13][15][17][20][22][24][25][8][26][1]
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Religion

Walberngrün ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Zum Heiligen Geist (Grafengehaig), die Katholiken zur Pfarrei St. Jakobus der Ältere (Enchenreuth).[6][8]

Literatur

Fußnoten

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