Ötzingen

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Ötzingen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Ötzingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ötzingen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 30′ N,  50′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wirges
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 5,98 km²
Einwohner: 1369 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 229 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56244
Vorwahlen: 02602, 02666 (Sainerholz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 060
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 10
56422 Wirges
Website: www.wirges.de
Ortsbürgermeisterin: Gudrun Erll
Lage der Ortsgemeinde Ötzingen im Westerwaldkreis
Karte
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Geographie

Geographische Lage

Die Ortschaft ist am Fuß des Malbergs gelegen, einem bewaldeten Vulkankegel, welcher sich auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Moschheim befindet. Weitere Nachbargemeinden sind Leuterod, Niederahr, Oberahr, Ettinghausen, Kuhnhöfen, Niedersayn und Helferskirchen. Am Ortsrand entlang schlängelt sich der Aubach, der im etwa 3 km entfernten Ortsteil Sainerholz entspringt.

Wie auch im übrigen sogenannten Kannenbäckerland spielt der Tonabbau in Ötzingen eine wichtige Rolle. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich dazu passend eine Produktionsstätte für weltbekannte Tonmosaike.

Gemeindegliederung

Sainerholz wird als Ortsteil der Gemeinde geführt. Zu Ötzingen gehören auch die Wohnplätze Aubachhof, Siedlerhof Ehl, Jagdhaus und Waldhof am Breitenberg.[2]

Naturschutzgebiete

Im Gemeindegebiet gibt es drei Naturschutzgebiete. Den Steinbruch am Breiten Berg, das Naturschutzgebiet Im Kumpf (gehört auch zu Niedersayn und Helferskirchen) und das Naturschutzgebiet Malberg.

Geschichte

Der Name ist vom althochdeutschen Uitzingen abgeleitet und bedeutet wohl so viel wie „Nachkommen des Uitzo, bzw. Utz“. Die Endung „-ingen“ lässt vermuten, dass zur Zeit der Landnahme dieses Gebiet schon gerodet war oder kein Wald vorgefunden wurde. Somit kann die Entstehungszeit der Siedlung zwischen das Ende des 6. und das 11. Jahrhundert eingeordnet werden.

  • Um 1362: Ozingen
  • Um 1385: Oezingin
  • Um 1386: Oitzingen
  • Um 1417: Oytzingen
  • Um 1476: Uitzingen, Ober-Otzingen
  • Um 1589: Oezingin

Am 20. März 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sainerholz mit 174 Einwohnern nach Ötzingen eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Ortsgemeinde Ötzingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815404
1835504
1871477
1905484
1939575
1950619
1961676
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1970857
1987895
19971.245
20051.369
20111.378
20171.363
20241.369[1]
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Ötzingen

Religion

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Im Ort befindet sich die Filialkirche Maria-Hilf, die zur Pfarrei Leuterod gehört (Bistum Limburg).[5] Die rund 200 evangelischen Christen werden von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) betreut.[6]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Ötzingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis zur Wahl 2019 wurde eine personalisierte Verhältniswahl durchgeführt, da mindestens zwei Vorschlagslisten eingereicht wurden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDWG 1WG 2Gesamt
2024per Mehrheitswahl16 Sitze[7]
20199716 Sitze[8]
201441216 Sitze
200931316 Sitze
200441216 Sitze
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Bürgermeister

Gudrun Erll wurde am 29. August 2024 Ortsbürgermeisterin von Ötzingen.[9] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war sie als einzige Bewerberin mit einem Stimmenanteil von 86,8 % für fünf Jahre gewählt worden.[10]

Ihr Vorgänger Ansgar Ritz hatte das Amt 2013 übernommen.[11] Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.[12] Vor Ritz war Alexander Hübinger für gut 16 Jahre Ortsbürgermeister von Ötzingen.[11]

Wappen

Wappen von Ötzingen
Wappen von Ötzingen
Blasonierung: „Gespalten von Rot und Blau durch einen silbernen Leistenpfahl, der mit sieben roten Kantenwürfeln belegt ist. Vorne unter einem geschwungenen silbernen Kapellengiebel mit Glockentürmchen ein silbernes Eichenblatt, hinten eine goldene Ähre mit zwei Fruchtblättern, von einer silbernen Wellenleiste belegt.“

Wirtschaft

Tongrube zwischen Ötzingen und Leuterod

Westlich des Ortes befindet sich ein Tontagebau sowie das Gewerbegebiet Neubitz.

Siehe auch

Commons: Ötzingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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